swirly Mary

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Ich hab euch ja schon bei meinem ersten Probenähen für Slightly Sinister Patterns, Billie, erzählt, dass die liebe Sonja bereits ein cooles Leggings-Schnittmuster im Shop hat, das ich mir gleich gekauft habe. Es hat dann ein Weilchen gedauert, bis ich endlich dazu gekommen bin, es zu nähen und abzulichten, bzw. ablichten zu lassen, aber hier ist Mary!


Weil zur Abwechslung mal die Sonne schien bevor der nächste Wintereinbruch kam und ich Dank Spaziergang ausnahmsweise mal nicht nur Kulisse, sondern auch jemanden dabei hatte, dem ich meine Kamera in die Hand drücken konnte, gibt’s auch ein paar mehr Fotos. Na ja, und weil ich mich natürlich wieder nicht entscheiden konnte.

Mary ist also wie gesagt eine Leggings, die neben der schlichten Version auch mit 2 verschiedenen Deko-Varianten daherkommt. Ich hab mich natürlich gleich in die verwirbelte Swirl-Version verliebt, die ich euch hier auch zeige.

Dazu habe ich neben schlichtem schwarzen Jersey auch sowas die Lackjersey für die Streifen verwendet. Der reflektiert zum Glück in der Sonne ganz gut, sodass man auch halbwegs was sieht.

Nur das Röckchen muss man für den kompletten Look etwas lüpfen. 😉 Der gefällt mir aber nach wie vor sehr, auch wenn ich eigentlich die Streifen auf dem anderen Bein haben wollte und es in meinem Tran mal wieder versemmelt habe.

So dankbar ich übrigens auch bin, ab und zu mal jemandem die Kamera in die Hand drücken zu können, so muss ich doch sagen, dass meine Fotografin hier leider nicht so ganz das beste Auge für vorteilhafte Fotos und Bildausschnitte hat. Liegt aber bestimmt zum Teil auch daran, dass sie größer ist als ich und daher gerne einfach von oben runterknipst. ;P

Aber ich glaube, die tolle Leggings könnt ihr erkennen, oder? Die war übrigens an einem Sonntag super fix genäht, trotz der zusätzlichen Kleinteile.

Sieht man jetzt auf den Fotos nicht, aber beim nächsten Mal würde ich für meine 1,56 m vermutlich noch etwas kürzen. Kurioserweise war das Probeteil aber nicht zu lang, aber vermutlich liegt das daran, dass es komplett aus dem Lackjersey war, der einfach andere Stretcheigenschaften hat.

Und zum Abschluss nochmal zwei Fotos von der Sorte „oh, da, das könnte gut aussehen an der Wand und ohne direkte Sonne“, die sich schnell zur Sorte „oh, da sieht man ja fast nix von den Details“ gewandelt haben. Eigentlich hatte ich nämlich gedacht wäre das so schön an eine Wand gelehnt bestimmt super, aber die räumlichen Gegebenheiten in Kombination mit den Lichtverhältnissen waren uns nicht hold, und die Bank war dann eigentlich nur Ausweichlösung. Aber ich glaube, es könnte schlimmer sein. 😛

Ich bin jedenfalls total verliebt in Mary und werde bestimmt noch die eine oder andere nähen wenn mir schöne Stoffkombis einfallen. Wobei sich die Streifen bestimmt auch super für Stoffreste eignen… *grübel*

Boho-mian Rhapsody

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Nach den ganzen Nebulas gibt’s heute mal wieder einen neuen Schnitt von Sewera, nämlich das Boho Shirt, bei dem ich auch wieder Probenähen durfte.

Dabei handelt es sich um ein Shirt oder eine Tunika mit einem dekorativen Einsatz an der Brust, den man entweder trapezförmig oder oval gestalten kann, und der Stoff rundherum wird dann gerafft und angenäht, was finde ich einen ziemlich schönen Effekt kreiert.
Mein Trapez habe ich aus einem Rest festen Baumwollstoff genäht und mit der zickigen Maschine mehr oder minder schön bestickt. Die eine oder andere Stelle gibt es, die nicht so toll wurde, aber immerhin besser als die Totenköpfe bei Alexis. Und bei der Form des Einsatzes konnte ich einfach nicht widerstehen, da eine passende Stickdatei reinzupfeffern. (Auch wenn es zugegebenermaßen irgendwie nicht ganz gerade geworden ist, obwohl ich erst gestickt und dann ausgeschnitten habe.)

Meine Version ist wie ihr seht ärmellos, es gibt aber natürlich auch wieder verschiedene Ärmellängen und sogar verschiedene Versionen für Ärmel aus Jersey oder Webware. Genauso lässt sich das Shirt natürlich super zum Kleid verlängern, wobei es das bei mir eh schon fast wäre. =P Ich habe nämlich für meine kurze Körpergröße mal wieder 10 cm abgesäbelt damit es auch wirklich ein Shirt wurde.

Der Einsatz betont natürlich etwas die Brust, ansonsten fällt das Shirt aber eher locker und gemütlich. Hinten gibt’s noch optionale Abnäher, die aber als ich genäht habe noch nicht im Schnitt drin waren. Da habe ich dann drauf gewartet und es so nicht mehr rechtzeitig vor Abgabe geschafft, die Abnäher noch reinzumachen, das werde ich aber noch nachholen. Hinten war es nämlich für meinen Geschmack (oder mein Hohlkreuz) doch etwas weit und ich hab schon bei der Anprobe mal angehalten, wie es mit Abnähern aussehen könnte.

Wie ihr seht: trotzdem schick und gemütlich. Bei dem entsprechenden Stoff und Wetter kommt da bestimmt gleich Urlaubsfeeling auf. Auch wenn wir Urlaub bestimmt erstmal noch ein Weilchen knicken können… Es sei denn natürlich ihr gehört zur „nach Meck-Pomm dürfen wir nicht, also fliegen wir nach Malle“-Fraktion.

Wie dem auch sei, bis einschließlich Mittwoch gibt’s das Boho Shirt noch zum Einführungspreis und ich werde bestimmt irgendwann noch eine Kleidervariante nähen.
Ach ja, und diesmal gibt es übrigens probehalber auch die A4 und A0 Schnittversionen einmal mit und einmal ohne Nahtzugaben, sodass man selbst entscheiden kann, was einem besser gefällt. Bei der Beamerversion sind ohnehin beide Linien eingezeichnet.

nächster Halt: Milchstraße

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Lange habe ich mich geduldet bis euch jetzt zum Abschluss endlich meine Lieblings-Nebula zeige.

Na ja, oder streng genommen „Nebulivion“, denn es ist ein Hybrid aus Nebula I oben und dem weiten Rock von Oblivion untenrum.

Als Béa nämlich damals mit der im Galaxy-Design kolorierten technischen Zeichnung zu Nebula um die Ecke kam, die tatsächlich noch den Oblivionrock zeigte, war ich sofort verliebt und wusste: so ein Kleid muss ich auch nähen.

Eigentlich hatte ich dafür erst anderen Galaxystoff bestellt, dann kam aber Empfehlung für Viskosejersey auf und ich machte mich erneut auf die Suche. Facebook war dann tatsächlich so gruselig nett, mir einen Post mit Werbung für einen Onlineshop anzuzeigen, auf deren Foto ich tatsächlich Galaxyjersey zu erspähen glaubte, und siehe da: es wurde sogar als Viskosejersey angepriesen.

Okay, ich habe vielleicht schon weichere von der Sorte erlebt, aber es geht, eigentlich kann man nicht meckern.

Und mit dem Endergebnis bin ich auch mehr als zufrieden. Merkt ihr vielleicht an der Bilderflut, da ich mich mal wieder nicht entscheiden konnte.

Aber ich liebe einfach den weiten Rock von Oblivion, den finde ihn einfach super dazu, und wie immer bei mir: er hat Taschen!

Also was will man mehr?

Obenrum ist es wie gesagt wieder Nebula I mit kurzen Ärmeln und ich habe, wie übrigens die letzten Mal auch schon, um die Brust rum auf eine Größe größer angepasst.

Das klappt aber ganz problemlos und ist v.a. mit den ausblendbaren Ebenen und der Beamerdatei super einfach. Ja, es gibt nämlich nicht nur A4 zum daheim ausdrucken, sondern auch eine Beamerdatei und Ebenen, das heißt, dass man sich nur die benötigte(n) Ebene(n) anzeigen lassen um Tinte und Nerven zu sparen. Macht Carina von Sewera schon seit Ewigkeiten, aber bei vielen deutschen Schnittmusterherstellern war oder ist das offenbar noch nicht etabliert. Dabei ist es soooo praktisch, endlich kein Linienchaos mehr! Um so besser, dass Béa da auch gleich von Anfang an entsprechend losgelegt hat.

Kanntet ihr die Ebenenfunktion und habt ihr euch Nebula schon gesichert? Nur heute gibt’s noch 30% Einführungsrabatt. 😉

Whitesnake? Blacksnake!

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Man mag es vielleicht nicht glauben, aber ich nähe ja nicht immer nur Probe, sondern kaufe auch Schnitte. Zum Beispiel den Hoodie Lea von Pea aus Schilde.

Nur komme ich einfach vor lauter Nähen mit dem Zeigen gar nicht hinterher… Aber heute habe ich Hoodie Lea in Fotoform für euch im Gepäck. Genäht habe ich den Pulli aus Resten des Schlangensweats, den ich schon für Billie vernäht habe, und schlichtem schwarzen Sweat, für das Kapuzenfutter durfte mal wieder ein Rest grauer Schlabberjersey herhalten.

Besonders gereizt haben mich an dem Schnitt ja die Details, die man hier natürlich leider nur schwerlich sieht und die im Endeffekt in Echt wohl auch nicht so starkt auffallen. Schwarz hat eben auch seine Nachteile.

Na ja, und die Kapuze hat man halt auch nicht ständig auf, nicht wahr? Das ist jedenfalls eins der Details, ein gefalteter Streifen in der Kapuze. Für Fotos des zweiten habe ich mich auch nicht vor eventuellen Albernheiten gescheut:

Man sieht es wie gesagt auf schwarzem Stoff leider nicht so gut, aber da verstecken sich noch Falten am Kapuzenkragen. (Im Übrigen gibt es auch eine kapuzenlose Version nur mit Kragen.)
Vielleicht bin ich einfach zu klein oder habe einen zu kurzen Hals, aber bei mir sackt das Ganze leider auch ein bisschen in sich zusammen, selbst wenn ich die Kapuze aufhabe. Aber na ja, manchmal freut man sich ja selbst eh am meisten über die kleinen Details, auch wenn sie vielleicht nicht jedem anderen auffallen.

Zum Stichwort „klein“ bleibt mir auch noch zu sagen, dass ich nicht nur die Ärmel gekürzt habe, sondern auch, der Brust wegen, Gr. 36 gewählt habe und in der Taille wieder auf 34 runter bin. (Normalerweise nähe ich meistens 32-34, wenn auch oft mit gegenläufigen Anpassungen um Brust und Taille.) Trotz 34er-Taille war mir selbige aber leider immer noch viel zu weit und schlabberig, sodass ich da letzten Endes nach Gutdünken selbst angepasst habe. Aber ich habe anscheinend auch eine außergewöhnlich schmale Taille im Verhältnis zu Brust und Hüften, zumindest für heutige Verhältnisse.

Ich schätze jedenfalls daher kommt auch die eine oder andere Falte, um die Schultern hätte wahrscheinlich auch 34 gereicht und wenn man die Taille enger näht bleiben Querfalten leider auch nicht aus. Aber alles in allem ist es zumindest ein gemütlicher, gruftitauglicher Pulli, auch wenn es vielleicht Schnitte gibt, die von vornherein besser zu meiner Körperform passen.

Ebenso selbst verbrochen habe ich übrigens die etwas überdimensioniert geratene Bauchtasche, die im Schnitt eigentlich nicht vorgesehen ist. Aber mal abgesehen davon, dass sie mir besser gefiel als die Eingrifftaschen, stand ich bei denen ehrlich gesagt etwas auf dem Schlauch was Form und Anleitung angeht. Aber die kreative Freiheit ist ja schließlich gerade das Schöne am selbst nähen.

 

öfter mal nichts Neues

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Ihr ahnt es vielleicht, „nichts Neues“ ist in diesem Fall eine weitere Nebula.

Aber natürlich trotzdem anders als die anderen, diesmal nämliche wieder die Shirt-Variante, und zwar mit den im Laufe des Probenähens hinzugekommenen angeschnittenen Ärmelchen.

Die Bilden quasi nur eine kleine Kappe über die Schulter, das finde ich aber eigentlich ganz süß. Mal was anderes als immer nur komplett ärmellos.

Ansonsten sind wir immer noch/wieder bei Nebula I mit den gerafften Passen, hier aber die glaube ich finale Version, die hinten eigentlich nur noch in der Mitte ein bisschen gerafft ist. Was man auf meinen Fotos natürlich mal wieder suuuper sieht.

Dabei habe ich für die Passen extra Spitze genommen, aber die ist offenbar auch gar nicht mal so durchscheinend. Ansonsten hat ein Rest grüner Jersey vom Party Dress sich für den Korpus geopfert und damit war die Sache auch schon wieder ziemlich schnell erledigt.

Übrigens habe ich das Shirt ohne Saumzugabe zugeschnitten und für mich könnte er trotzdem noch einen Ticken kürzer sein, aber bei 1,56 m ist das wohl auch nicht verwunderlich.

Falls ihr es noch nicht habt gibt es Schnittmuster noch bis zum 19.3. zum Einführungspreis, und kurz vor Schluss werde ich euch dann auch noch meinen Nebula-Oblivion-Hybrid zeigen.

nochmal Nebula

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Na, habt ihr schon die Nase voll von Nebula? Ich hab hier nämlich noch eine für euch. Und die letzte ist es auch nicht, aber es wird auch wieder variantenreicher, versprochen.

Diesmal eine ganz schlichte Variante in dunklerem Rot, auch wenn es mir irgendwie nicht möglich war, den tatsächlichen Farbton auf den Fotos zu treffen.

Das war jedenfalls meine erste Variante aus dem Probenähen und da habe ich mal den gerafften Rock ausprobiert. Dazu wird einfach nur eine Stoffbahn, am besten in voller Breite oder mehr, gerafft und ans Oberteil genäht, optional natürlich wieder mit Taschen.


Keine Überraschung, dass ich natürlich die Version mit Taschen genommen habe, oder? =P Dazu wieder die gerafften Passen mit Schalkragen, auch wenn die im Schnitt seitdem noch ein wenig verändert wurden, und die Bischoffsärmel.

Ehrlich gesagt gefällt mir der geraffte Rock hier an mir aber nicht so gut. Natürlich ist es vollkommen tragbar, aber der weite Oblivion-Rock oder die A-Linie von Nebula gefallen mir an mir einfach besser, darin fühle ich mich wohler. Aber muss man halt mal ausprobiert haben um es zu wissen.

Vielleicht würde es mir aber auch besser gefallen, wenn der Stoff weicher fiele? V.a. auch für die Nebula I-Passen hat sich nämlich rauskristalliert, dass dort weich fallende Stoffe wie Viskosejersey besser sind und meiner hier bauscht und knittert ehrlich gesagt ganz schön. Für die Bischoffsärmel ist ein bisschen Stand ja vielleicht nicht verkehrt, aber beim Rock könnte ich in dem Fall auch darauf verzichten. 😉

Nebula im Tarnmodus

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Hier kommt schon die nächste Nebula aus dem Probenähen, diesmal Nebula II als Shirtvariante.

Wie ihr seht hat sich sogar mal die Sonne blicken lassen, was das Fotos machen aber auch nicht immer einfacher macht.

Diesmal habe ich mal wieder einen gut abgelagerten Jersey aus dem Schrank gefischt, der ziemlich dünn ist und von dem ich nur einen halben Meter oder so hatte. Das reicht natürlich für vieles nicht und ein Rock fiel irgendwie auch weg weil der Stoff z.T. doch recht durchscheinend ist.

Für ein Nebula-Shirt war das aber jetzt genau die richtige Menge, zumal die Passen ja noch obendrauf kommen, und die habe ich kontrastierend aus schlichtem, schwarzen Jersey gemacht. Dabei habe ich mich sowohl vorne als auch hinten für die ausgeschnittene Variante entschieden.

Der Knopf vorne war eigentlich nicht geplant und fand seinen Ursprung darin, dass die erste Schnittversion der Passe bei sehr vielen zu weit war. Das wurde natürlich angepasst, dafür sind Probenähen ja da, aber das Shirt wollte schließlich gerettet werden und weil viele Knöpfe eigentlich doch ganz gut aussehen hat es die Knopfversion kurzerhand auch ins eBook geschafft. Als ob es nicht eh schon genug Möglichkeiten gäbe. =P

Die unzähligen Möglichkeiten findet ihr übrigens auf Béas schicker Übersichtsgrafik, die ihr bei der Etsy-Produktbeschreibung anschauen könnt.

Herbst im Frühling

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Ich habe euch ja bei Oblivion schon erzählt, dass ich tatsächlich im Stammteam von sewing epiphanies gelandet bin um mit den Mädels dort Béas Schnitte (vor) zu testen. Tja, und jetzt ist auch der nächste Streich veröffentlicht, nämlich das tolle Kleid mit dem intergalaktischen Namen Nebula.

Dabei handelt es sich wieder um ein Baukastenprinzip mit zweiundröflzigtausend verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten, zumal das Ganze auch noch mit Oblivion kompatibel ist.

Aber erstmal zu Nebula, da gibt es neben verschiedenen Ärmellängen auch Bischoffsärmel und angeschnittene Ärmelchen, außerdem Bleistift-, A-Linien- und gerafften Rock sowie die Shirtlänge und dazu noch verschiedene Passen für das Kernstück des Kleides, nämlich den Schulterbereich.

Ich habe hier zuerst mal die gerafften Passen mit Schalkragen im Petto, vorne und hinten, genannt Nebula I, es gibt aber für hinten auch eine ungeraffte Version. Außerdem gibt es auch noch Nebula II, bei der die Passen vorne und hinten mit dreieckigem Cutout daherkommen.

Hab ich natürlich auch genäht, zeige ich euch aber wann anders. 😉 Zusätzlich wird der Ausschnitt mit einem Gummiband gerafft um ihn in die sogenannte Herzform zu bringen.

Und auch wenn der Frühling gerade erst vor der Tür steht konnte ich diesem Stoff irgendwie nicht widerstehen und musste ihn einfach mitbestellen und eine herbstliche Nebula daraus zaubern. Kommt dann bestimmt gut mit Stiefeletten und Lederjacke, und im Park in meiner Nähe lag ja sogar noch genug Laub raum. (Auch wenn es mir an den Bäumen lieber gewesen wäre um mich von so schrägen Vögeln wie dem gruseligen Typen abzuschirmen, der sich auf dem Weg nicht einmal, nicht zweimal, nein bestimmt dreißig Mal nach mir und meiner Kamera umgedreht und mich angeglotzt hat. Ohne Witz, der hat sich bestimmt jeden zweiten Schritt den Hals nach mir verrenkt!)

Na ja, jedenfalls gefallen mir die Bischoffsärmel und der A-Linienrock (mit Taschen!) schon mal ziemlich gut und ihr werdet zwangsläufig noch ein paar Nebulas von mir zu sehen bekommen. Falls ihr jetzt schon überzeugt seid kann ich euch aber auch direkt den Schnitt ans Herz legen, den es bis 19.3. zum Einführungspreis gibt.

Falten? Ja bitte!

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Im Gesicht mag man sie natürlich eher weniger, im Rock dafür kontrolliert um so mehr. =P

Okay, kontrolliert trifft jetzt vielleicht dem Stoff auch nicht 100% zu, der ist nämlich doch recht zickig, aber zumindest im Schnitt sind kontrollierte Falten vorgesehen. Ich schulde euch ja nämlich noch meine Faltenversion aus dem Probenähen von Alexis von Slightly Sinister Patterns, deren glatte Schwester ich euch neulich schon gezeigt habe, und hier ist sie.

Wie ihr vielleicht seht war der Stoff leider wirklich nicht so kooperativ… Erst hat er sich schon beim Zuschnitt in sämtliche Richtungen verzogen, sodass der Rock irgendwie trotz gleicher Größe weiter ist als der andere, und dann beult und bauscht er auch nach intensiven Bügelorgien immer noch und möchte sich einfach nicht so legen, wie er soll.

Was wirklich schade ist, weil der Schnitt so toll ist und natürlich geradezu nach Tartanstoffen schreit. Und dieser hier hat schließlich auch schon wieder lange Jahre in meinem Schrank darauf gewartet, so ein Rock zu werden. Oder eben auch nicht, wie es aussieht. Vielleicht ist es der Wollanteil, den ich für diesen Stoff dunkel im Hinterkopf habe?

Von hinten sieht es ja noch gut aus, aber die Falten wollen einfach nicht so, wie ich. =( Ich habe sie schon etwas von oben ein gutes Stück abgesteppt, mittlerweile auch noch von innen, aber so richtig überzeugt bin ich noch nicht. Vielleicht muss der Rock auch nochmal eine Runde in der Waschmaschine drehen um sich „mal locker zu machen“? Ich weiß es nicht…

Es könnte so schön sein… zumal ich es, bis auf den Bund, sogar mal geschafft habe, die Karos halbwegs ordentlich zu arrangieren und fortlaufen zu lassen, Stichwort „pattern matching“. Na ja, und dann kam der sich verziehende Stoff dazwischen, der auch beim Bügeln der Falten einen leichten Knick in der Optik erzeugte.

Genäht habe ich jedenfalls dieses Mal die (leicht verlängerte) Faltenversion, logo, und zwar mit Reißverschluss. Auch wenn ich den irgendwie versemmelt habe. Erst hatte ich einen zu langen, den habe ich dann gekürzt und eingenäht, nur um dann festzustellen, dass ich ihn irgendwie falsch angesetzt hatte und das dann mit dem Überlapp nicht passte. Also wieder raus damit, wolliger Tartan lässt sich ja auch sooo gut trennen. Nicht.

Dann habe ich doch einen anderen Reißverschluss genommen und mich noch gewundert, dass der Bund dann so abklappt, weshalb ich dort ein paar Haken und Augen angenäht habe. Tja, und dann machte mich Sonja darauf aufmerksam, dass es ja eigentlich auch so gedacht war, dass der RV bis zur Bundkante hoch geht… Ups. Das hab ich dann wohl völlig verpennt. Kommt davon, wenn man nicht in Anleitungen schaut.

Trotzdem wäre ich mit dem Rock eigentlich soweit zufrieden wenn der Stoff denn kooperativ wäre und schöner fiele… Oder habt ihr noch Ideen, wie ich ihn zur Kooperation zwingen kann?
Nichts desto trotz: der Schnitt ist toll und vielleicht nähe ich irgendwann nochmal eine drapierte Version oder eine Faltenversion mit hoffentlich weniger zickigem Stoff…

Bist du etwa schief gewickelt?

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Ich hab euch ja neulich bei der kuscheligen Billie schon erzählt, dass es da eine coole, neue, aufstrebende Schnittmusterdesignerin mit dem fetzigen Labelnamen „slightly sinister patterns“ gibt, die ihr als Fans alternativer Mode im Auge behalten solltet. Tja, und was soll ich sagen, bereits kurze Zeit später hat die Dame dahinter, Sonja,  doch glatt schon wieder einen hammer Probenähaufruf rausgehauen, dem ich nicht widerstehen konnte. (Also: unbezahlte Werbung.)

Diesmal geht es um Rock Alexis , der auch wieder mit mehreren coolen Versionen um die Ecke kommt. Es gibt nämlich nicht nur ein glattes Vorderteil, ein gefaltetes und ein drapiertes Vorderteil für den High-Waist-Wickelrock, nein auch verschiedene Verschlussvarianten von diversen Schnallen bis hin zum Reißverschluss.

Meine erste Version habe ich aus einem mal wieder gut abgelagerten Baumwollköper undefinierbarer Farbe (Ist es irgendein Schwarzton? Ist es Grau? Ist es grünlich?) genäht, zur Größenfindung erstmal ganz schlicht in der glatten Version und mit Schnalle. Die Schnalle stammt übrigens von einem alten Stiefel, bei dem mir letzten Winter am 1. Tag einer einmonatigen Schulung in Wiesbaden der Absatz komplett auseinandergebröselt ist. (Zum Glück hatte ich noch ein 2. Paar Stiefel dabei, aber es hat tatsächlich gut 5 Monate gedauert, bis ich durch Zufall Ersatz gefunden habe als ich meine Oma in Kiel besucht habe. Davor hab ich ganz Wiesbaden auf den Kopf gestellt, etliche Bestellungen aufgegeben, war in Berlin und meiner Heimat unterwegs und habe trotzdem nichts passendes gefunden. Während in Wiesbaden wohlgemerkt so ziemlich alle anderen Schuhe gekauft haben, obwohl sie gar keine gesucht hatten.)

Die Stiefel habe ich dann, wie schon das eine oder andere Modell vor ihnen, um sämtliche Schnallen und Riemchen erleichtert bevor sie in den Müll flogen, auch wenn meine Mutter mich deshalb immer wieder für verrückt erklärt. Aber meine Mutter näht eben auch nicht und Schnallen kann man doch immer brauchen, oder? Und obwohl der Stoff so eine kaum definierbare Farbe hat passten die Schnallen jetzt einfach perfekt dazu, sogar von der Breite her. Nimm das, Mutter!

Zu meiner großen Überraschung ließen sie sich übrigens auch mit eingeschlagenem Ende einwandfrei annähen, und das sogar von meiner zickigen Nähmaschine, die doch sonst keine Gelegenheit auslässt, Stiche auszulassen oder mir andere Fisimatenten an den Kopf zu werfen.

Wie dem auch sei, ich schweife ab. Alexis bringt also einen Überlapp in verschiedenen Variationen mit, den ich hier mit der Stiefelschnalle schließe, außerdem kriegt das Rockteil, das darunter kommt, natürlich ein Knopfloch spendiert, mit dem man es befestigen kann, und der Bund wird innen z.B. mit Schrägband versäubert.

Im Rückenteil gibt’s Abnäher (die man auf meinem körnigen Foto hier natürlich genau gar nicht sieht…) damit es auch schön sitzt, und der Bund des Überlapps verläuft als Designelement leicht schräg.

Der schlichte Rock saß jedenfalls schon mal super, nur war er für meinen Geschmack dann doch etwas arg kurz, deshalb seht ihr hier auch überall erstmal die ungesäumten Bilder. Ich wollte nämlich noch eine Bordüre sticken, aber zickig wie meine alte Ruby ist ließ sie sich natürlich plötzlich nicht mehr mit dem PC verbinden, sodass ich kein Stickmuster übertragen konnte. Ich habe es ungelogen an bestimmt 5 Tagen mehrfach an allen USB-Anschlüssen versucht, die Maschine zig mal an und ausgemacht, mir schlussendlich sogar das Druckerkabel aus dem Büro geliehen um zu prüfen, ob es am Kabel liegt – nichts. Dann wollte ich den einen Tag nochmal gucken, ob ich irgendwas an den Datenträger- oder Laufwerkeinstellungen am PC ändern kann/muss damit es funktioniert, schließe sie an – und plötzlich geht es. Unfassbar. Ich hab dann gleich mal ein paar Muster draufgeladen und mehrere Sachen gestickt, wer weiß, wie lange es beim nächsten Mal dauert.

Hier also noch die verlängerte Alexis mit Borte, damit habe ich um ca. 4,5 cm verlängert. Über die Qualität des Stickbildes unterhalten wir uns aber lieber mal nicht, das steht auf nämlich auf einem ganz anderen Blatt.
Im Übrigen hat Sonja den Schnitt nach dem Feedback aus dem Probenähen noch angepasst und ebenfalls um ein paar Zentimeter verlängert sowie das Fertigmaß in die Anleitung aufgenommen. 😉

(Ja, ich hätte den Rock nach dem Verlängern durchaus nochmal Bügeln oder die Bordüre absteppen können… Aber ich bin tatsächlich nur kurz nach der Arbeit nochmal schnell reingeschlüpft um fix ein Foto für euch zu machen. Und seht ihr das? Da zeigt sich zur Abwechslung mal sowas wie Sonnenlicht.)

Den Faltenrock, den ich auch nach dem Schnitt genäht habe, zeige ich euch dann wann anders, aber dennoch kann ich euch den Schnitt schon mal wärmstens ans Herz legen. 🙂