Enigma

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Ich muss euch gestehen, das Kleid, dass ich euch heute zeige, habe ich euch ein bisschen vorenthalten. Eigentlich gibt’s da auch gar keinen Grund für, außer vielleicht, dass ich halt ganz viele andere Sachen genäht und gezeigt habe, was aber natürlich nicht heißt, dass dieses Kleid weniger schön ist.

Ganz im Gegenteil! Ich finde Enigma, so heißt der Schnitt von Sewing Epiphanies, sogar sehr schön! Der Schnitt, den ich probegenäht habe, war dann im Sewunity-Adventskalender hinter Türchen 3 versteckt und ist seitdem natürlich auch für alle anderen käuflich zu erwerben.

Wobei, wenn ich so drüber nachdenke gibt es doch einen Grund: nämlich den, dass ich mich nicht für eine Auswahl der gefühlt 1000 Bilder entscheiden konnte, die ich von dem Kleid gemacht habe!

Grün vor grün ist zwar nicht so optimal, aber das rote Herbstlaub fand ich dann doch einen ganz hübschen Kontrast.

Enigma ist jedenfalls ein echtes Wickelkleid, also zum Aufklappen wie ein Bademantel =P, mit toller Rüsche am Ausschnitt, das aber – wie so oft bei Béas Schnitten – auch als Shirt bzw. Jäckchen genäht werden kann. Außerdem mit weitem oder schmalem Rock und den bekannten diversen Ärmeln aus Béas Baukasten, Taschen, und die Rüsche ist natürlich auch optional für alle, die es schlichter mögen.

Hier haben dann übrigens auch die Puffärmel ihre Premiere gefeiert. 😉

Und keine Angst, das war noch eine frühere Schnittversion, mittlerweile gibt es auch eine kurze Schulternaht, sodass das mit dem Ärmel und dem Bindeband nicht ganz so fummelig ist.

Ich habe mich hier neben kurzen Puffärmel zur Abwechslung mal für den schmalen Rock entschieden, vorrangig weil der Stoff sonst nicht gereicht hätte.

Gefällt mir aber total gut. Übrigens kann man Enigma nicht nur, wie ich hier, aus Maschenware wie Jersey nähen, sondern auch aus Webware.

die Qual(len) der Wahl

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Frohes neues Jahr erstmal! Ich hoffe, ihr seid alle gut reingerutscht, bei uns war es auch im sehr kleinen Kreis wieder sehr lustig.
Aber zurück zu altbekanntem, meinen Nähwerken.

Ich habe es ja schon bei meiner vorigen Julieta von 3ems erwähnt, aber es war nicht die letzte. Diesmal geht es Design-technisch aber eher in eine andere Richtung, nämlich unter Wasser:

Die Quallen fand ich einfach zu cool als ich sie in einem polnischen Onlineshop gesehen habe. Leider mal wieder nur auf French Terry und kein ordentlicher Sweat, aber kann man ja nicht ändern.

Diesmal habe ich also das Oberteil gekürzt, das war ja beim letzten Mal doch etwas zu lang, und so sitzt der Bund auch endlich an der richtigen Stelle. Damit finde ich irgendwie auch die Proportionen viel besser. 

Weil ich, warum auch immer, nur einen Meter Stoff gekauft hatte musste ich mir allerdings v.a. für die Ärmel was einfallen lassen und habe die Quallen mit Schwarz kombiniert. Das entschärft finde ich auch etwas, ich glaube mit kompletten Quallenärmeln wäre es doch etwas viel geworden.

So konnte ich aber den Rest, der Dank des gekürzten Oberteils blieb, an den Ärmeln nochmal einbringen, indem ich da frei Schnauze eine Teilung eingebaut habe. Damit gibt es auch gleich wieder einen viel schöneren Kontrast zu dem schwarzen Bündchen als wenn der Ärmel komplett schwarz wäre.

„Obenrum“ habe ich diesmal übrigens einen schlichten Loopkragen mit großen Ösen genäht, die natürlich gerne optisch verschwinden wenn der Kragen runterklappt.

Aber sie sind da und man kann den Kragen bei Bedarf enger schnüren wenn’s irgendwo zieht und man mal das Halstuch vergessen hat.

Auch wenn sie mit schwarzem Bündchen auf dem dunklen Stoff kaum auffallen, Taschen gibt es natürlich auch wieder.

Schon gemütlich, so ein Kleid, oder? Ich finde es jedenfalls super.

sweet baby bat

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Neulich hab ich euch ja schon erzählt, dass ich zuerst mit dem Schnitt Sweetheart von Sewing Epiphanies nicht sooo viel anfangen konnte. Ich und Herzchen? Nee… Bis mir dann die Idee kam, statt Herzchen einfach ein anderes Motiv zu nehmen, ein wie ich finde viel cooleres.

Jedenfalls eins, das deutlich mehr mein Geschmack ist.

Ich habe mir also im Netz einen Fledermausumriss gesucht, den in Inkscape symmetrisch nachgezeichnet und dann statt des Herzens auf den Stoff projiziert und nachgemalt. Hinten etwas größer als vorne, aber grundsätzlich hab ich mich am Herz orientiert, damit der Ausschnitt nicht zu groß wird.

Dann habe ich den verstärkten Beleg auf rechts auf rechts auf die entsprechenden Teile genäht und versucht, so ordentlich wie möglich an den Konturen entlangzunähen.

Anschließend hab ich natürlich „die Fledermäuse ausgenommen“ ;), die Nahtzugaben zurück- und eingeschnitten und die Belege nach innen gestülpt, gebügelt und die Fledermäuse abgesteppt.

Zugegeben, gerade im Bereich des Kopfes und der Öhrchen ist das Ganze nicht ganz sooo ordentlich geworden wie die Vorlage, aber die war wohl auch etwas zu kleinteilig-friemelig geraten. Aber man erkennt eindeutig die Fledermäuse und auch wenn sie vielleicht ordentlicher sein könnten – nach oben ist ja fast immer Luft – finde ich sie doch soweit ganz gelungen.

Jedenfalls kann man sie erkennen und es bleibt alles da, wo es soll, also wenn das kein Erfolg ist…

Hier sieht man dann übrigens auch die Teilungsnähte des Shirts besser als bei meinem letzten.

Noch ein bisschen mehr vom Schnitt abgewichen bin ich auch bei den Ärmeln, aber zu einem Fledermausshirt mussten auch irgendwie flatternde Ärmel her, oder? Ich finde jedenfalls, das passt super zusammen. Für die Trompetenärmel habe ich einfach das Bündchen der Bischoffsärmel weggelassen und die stattdessen ganz normal gesäumt – also kein großer Aufwand.

Kombiniert hab ich das Fledermaus-Sweetheartshirt übrigens mit dem Seraphinrock, ebenfalls von Sewing Epiphanies. Diesmal in A-Linie, aber natürlich wieder mit Taschen.

Das Nette an Seraphin ist übrigens, dass ihr da quasi nicht nur einen Rockschnitt bekommt, sondern gleich sage und schreibe FÜNF – Faltenrock, A-Linie, schmaler Rock, weiter Rock und Vokuhila.

Also, was haltet ihr von der Idee, einfach mal ein anderes Cutout zu fabrizieren als vorgesehen?

Äste im Neb(u)l(a)

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Ich hab euch ja schon letztens bei meiner Sweetheart-Premiere von Béas Designnähaufruf für ihren Schnittbaukasten erzählt. Da passte es ja wie die Faust auf’s Auge, dass ich erst kurz zuvor bei einem gemeinsamen Stoffmarktbesuch mit einem anderen Stammteammitglied einen tollen Stoff gekauft hatte, den ich eh zu einer NebulaOblivion-Kombi vernähen wollte.

In diesen schwarzen Strickjersey mit den leuchtend bunten Ästen (oder Korallen?) hatte ich mich nämlich sofort verliebt. Das ist sozusagen genau die richtige Portion „bunt“ für einen verkappten Grufti wie mich.


Und ich sag euch, die Farben der Äste strahlen wirklich so schön, ich bin ganz hin und weg.

Jedenfalls habe ich mich für Nebula II mit den Cut Outs vorne und hinten entschieden und dazu den weiten Rock von Oblivion kombiniert, natürlich mit Taschen. Ich kann einfach nicht anders, ich liebe diesen Rock, und Taschen sowieso.

Außerdem habe ich die Bischoffsärmel genäht, einfach weil sie eh noch auf den Stoff passten und ich sie so schön finde.

Ich bin jedenfalls wieder sehr zufrieden mit dem Kleid, bis auf den Rückenausschnitt, der sich leider etwas wellt, weil mich meine neue Nähmaschine gleich geärgert hat. Aber dazu wohl ein ander’n mal mehr.

Der Pose sei Dank sieht man das auf den Fotos eh nicht. 😉

Also, seid ihr auch so angefixt vom Sewing Epiphanies Baukasten?

Ich liebe das System total und hab in 2021 etliche Teile davon genäht. Natürlich auch bedingt durch’s Probenähen, aber eben auch, weil mir die Schnitt einfach so gut gefallen.

Denkt dran, in der „Sewing Epiphanies – Zeig deine Werke!“-Gruppe bei Facebook könnt ihr die baukastentauglichen Puffärmel kostenlos runterladen. 😉

Und falls wir uns vorher nicht mehr lesen wünsche ich schon mal schöne Feiertage. =)

don’t call me Sweetheart

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Es ist Vorweihnachtszeit, die Zeit, in der sich vieles um’s schenken dreht, und was passt da besser als ein kostenloses Schnittmuster?

Genau, wahrscheinlich gar nichts. Deshalb zeige ich euch heute mal mein erstes Sweetheart-Shirt von Sewing Epiphanies. Den Schnitt gibt es schon länger als Freebook bei Makerist und Sewunity, genäht habe ich ihn aber erst jetzt, als Béa zu einem Designnähen aufgerufen hat.

Ich schätze, da ich nicht so auf Herzchen stehe, waren die anderen Schnitte einfach immer spannender für mich. Trotzdem ist Sweetheart aber auch ohne Herzchen-Cutout ein cooles Oberteil. Was man bei dem Stoff hingegen quasi gar nicht sieht sind die Teilungsnähte, dazu empfehle ich euch, euch die anderen Nähbeispiele mal anzusehen.

Damit kann man nämlich natürlich auch eine schicke mehrfarbige Optik kreieren.
Außerdem gibt’s auch für wirklich schmales Geld ein Kragen- bzw. Kapuzen-Add-On, mit dem man das Teil noch ein bisschen kuscheliger machen kann.

Bei mir seht ihr hier einen ziemlich zusammengefallenen Kragen, mein Stoff hat einfach nicht genug Stand dafür, und nachdem ich beim Zuschnitt einen Fehler gemacht habe konnte ich den Kragen auch nur noch halb so hoch machen wie angedacht und musste trotzdem stückeln.

Neben einem schmalen Shirt kann auch Sweetheart übrigens wieder in allen möglichen Varianten genäht werden, da der Schnitt mit Béas Baukastensystem kompatibel ist. Heißt ihr könnt genauso ein Schößchen oder einen Rock (weit, eng, Vokuhila, gefaltet, gerafft) an das Oberteil nähen und euch auch bei den Ärmeln austoben.

Da sind wir dann auch beim Grund für das Designnähen: Béa hat nämlich zusätzlich zu den normalen, Bischoffs- und Tulpenärmeln jetzt auch Puffärmel rausgebracht, die sich in den Baukasten einfügen.

Und eben diese Puffärmel gibt’s jetzt – der Kreis schließt sich – in ihrer Facebookgruppe „Sewing Epiphanies – Zeig deine Werke!“ kostenlos zum runterladen.

Na, was sagt ihr dazu? Ein kostenloser Zusatz zum kostenlosen Schnittmuster? Noch dazu einer, der sich wieder problemlos an die anderen Sewing Epiphanies-Schnittmuster wie Nebula oder Lucid anfügen lässt? Kann man nicht meckern, oder? 😉

Also huscht ruhig rüber in die Facebookgruppe, holt euch die kostenlosen Puffärmel und legt los.

 

Euphorie und der Duft von Regen

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Ich hab ja neulich schon erzählt, dass meine Energie und Euphorie sich momentan ziemlich in Grenzen hält, aber ab und zu schaffe ich es zum Glück doch an die Nähmaschine. Und das Kleid aus diesem Probenähen ist sowieso auch schon ein bisschen älter, auch wenn es mich aufgrund eigener Ungeschicktheit auch noch mehr Zeit gekostet hat als nötig.

Die Rede ist von Euphoria, dem neuen Retro-inspirierten Schnittmuster von Sewing Epiphanies. Dabei handelt es sich um ein Kleid mit Faltenrock, Gummizug in der Taille und geknotetem Rückenteil, das sowohl aus Webware als auch aus Jersey & Co. genäht werden kann.

Wenn ihr euch jetzt wundert, wo bei meinem Kleid das geknotete Rückenteil ist habt ihr natürlich völlig recht. =P Allerdings hat sich die Euphoria im Probenähen sozusagen vom Schwesterschnitt Petrichor abgenabelt, beide sind aber nach wie vor untereinander kompatibel. Der Schnitt Petrichor gehört übrigens zu einem Overall, ein Hosenanzug mit überlappendem Rücken.

Da ich aber meist kein großer Fan von Overalls bin (too much information: dazu muss ich einfach zu oft auf Toilette =P) hab ich eben das Kleid genäht, und weil die langen Knotenteile so nicht auf den Stoff gepasst hätten… na ja, ihr kennt das ja.

Wie ihr seht kann das Ganze auch wieder mit optionalen Taschen genäht werden und macht sich auch mit einem Taillengürtel gut.
Übrigens ist das Schnittmuster auch darauf ausgelegt, über einem Pulli getragen zu werden, sodass es sich auch jetzt bei den kühlen Temperaturen gut macht.

Wenn ihr jetzt neugierig seid könnt ihr das Schnittmuster noch bis zum 12.12. mit 20% Einführungsrabatt kaufen und zwar bei Makerist, Etsy oder Sewunity. Bei Sewunity gibt’s sogar ein Kombi-eBook mit Petrichor, falls ihr doch lieber einen Overall oder wie ich eine Kombivariante nähen wollt.

Energie? Pustekuchen, äh -blume

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Momentan ist ein bisschen der Wurm drin bei mir. Ich habe wieder extreme Schlafprobleme (die polternden Nachbarn tun ihr Übriges dazu) und bin deshalb so ziemlich zu nichts zu gebrauchen, darunter leidet natürlich auch meine Kreativität. Trotz der gefühlten 1000 Dinge, die ich eigentlich gerne mal nähen würde und Schnitte und Stoffe, die in meinem Lager schlummern, habe ich einfach meistens keine Motivation oder Energie, irgendwas zu tun. Und dann ist im Zweifelsfall auch noch das Wetter mies und man kann keine hübschen Fotos machen.

Seht ihr ja. Die wenigen Fotos, die ich von meinem neuen Pulli gemacht habe, sind nämlich nach langer Zeit mal wieder drinnen entstanden und alles andere als optimal. Ich dachte ja an gemütliche „Kuschelpulli auf Sofa“-Fotos, aber so richtig hat das auch nicht geklappt. Aber draußen war es so ungemütlich und ich so matschig und überhaupt sieht der Garten meiner Vermieter ohne Blattwerk auch nicht mehr halb so schön aus. Da kommt nämlich wieder die kotzgrüne Wand zum Vorschein.

Aber zurück zum Pulli… Neulich hab ich mich nämlich mit einer netten Bekannten aus dem Stammteam von Sewing Epiphanies auf dem Stoffmarkt am Maybachufer getroffen und gemerkt, dass das richtig gut getan hat. Das Treffen hat dann zumindest kurzzeitig auch endlich mal wieder meine kreativen Säfte in Schwung gebracht und ich habe in den folgenden Tagen einen Kragenzauberpulli von Phibobo’s [sic] Zaubernadel fabriziert. Aus einem Stoff, den ich bei einem anderen Treffen mit ihr und einem Sewing Epiphanies-Stammmädel auf dem holländischen Stoffmarkt gekauft hatte.

Streng genommen habe ich allerdings den Schnitt vom Kragenzauberkleid genommen und statt eines Bündchenstreifens mit Rock eben einfach nur ein Bündchen angenäht. Der Stoffrest war halt nur 70 cm lang und ich hatte nur den Kleiderschnitt, aber da ich ja nur 1,56 m groß bin ist der Pulli jetzt auch nicht so ultra-kurz, auch wenn er doch einen Ticken länger sein könnte. Aber so kann ich ihn vielleicht wenigstens mal zu Hosen tragen, für die ich einen Gürtel brauche, das finde ich nämlich immer ungünstig, wenn der dann unter einem Pulli verschwindet. (Es gibt aber auch eine richtige Pullivariante mit Taschen usw.) Einzig der dicke Sweat, den ich für den Kragen genommen habe, war nicht so ganz die optimale Wahl, weil er eben doch recht dick ist, aber alle anderen Stoffe im Fundus passten irgendwie nicht so richtig zum Grauton des Musterstoffs.

Julieta and the Skulls

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Im Beitrag zur swirly Mary habt ihr es schon gesehen als ich den Rock gelüpft habe, heute liegt der Fokus dann auch auf dem Kleid. Ich habe nämlich natürlich gleich die Gelegenheit genutzt und ein komplett selbstgenähtes Outfit angezogen und abgelichtet bzw. ablichten lassen. (Um dann trotzdem wieder ewig zu brauchen, es auch zu verbloggen…)

Bei dem Kleid handelt es sich um den Schnitt Julieta von 3ems, der mir in diversen Nähgruppen immer wieder begegnet ist. Und nachdem ich quasi jedes Mal wieder dachte „oh, das sieht aber cool aus“, war ja klar, dass ich das Schnittmuster irgendwann auch kaufen musste.

Eigentlich wollte ich es dann gerne aus richtig schön warmem, kuscheligen Sweat nähen – aber sowas gibt’s ja anscheinend kaum noch und wenn dann nur in einfarbig. Ihr erinnert euch vielleicht an meinen kleinen Exkurs diesbezüglich beim CoZ-Dress?

Na ja, wie dem auch sei, ich habe zumindest durch Zufall diesen schönen Stoff gefunden, der wenigstens etwas angeraut ist und mir zumindest einen Ticken wärmer erscheint als Sommersweat.

An diesem sonnig-warmen Frühlingstag war der Stoff jedenfalls eher schon ein bisschen zu warm, und das bei einer Frostbeule wie mir. 😉 Das Wetter war aber auch einfach zu schön.

Genäht habe ich jedenfalls eine Julieta als Hoodiekleid mit überlappender Kapuze und natürlich Taschen. Im Endeffekt hätte ich das das Oberteil wohl nicht nur an der Taille einnehmen, sondern auch wieder kürzen sollen, weil ich halt kleiner bin als der Durchschnitt und das Bündchen daher nicht wirklich da sitzt, wo es hinsoll. Aber na ja, für’s nächste Mal notiert, nicht wahr? 😉 Ich fühle mich jedenfalls auch so sehr wohl in dem Kleid.

Übrigens: kurz nachdem ich den Schnitt gekauft, mehr oder weniger mühsam für mich beamertauglich gemacht und genäht hatte kam dann auch ein Schnittupdate mit Kragen und Beamerdatei raus. Na ja, was will man machen…

Ach so, klar: nochmal nähen. =P Zeige ich euch dann auch beizeiten.

Aber jetzt lass ich erstmal noch ein paar sonnige Fotos hier weil’s so schön war.

 

Nachschlag gefällig?

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Eine Schlagings hab ich noch für euch. Vorerst. Ist ja nicht ausgeschlossen, dass da nochmal irgendwann welche nachkommen. Na ja gut, vielleicht auch zwei. Nachschlag bleibt eben nicht aus wenn’s schmeckt bzw. passt. 😉

Diesmal habe ich wieder die Variante für wenig Elasthan genommen, da ich in meiner ersten kleinen Shopping“tour“ seit ewigen Zeiten zu diesem Zweck einen schönen „2-Wege-Stretch“ mit Viskoseanteil und 4% Elasthan erstanden habe.

Hinterher habe ich dann in der Probenähgruppe mitbekommen, das mindestens 5% empfohlen werden =P, aber es passt zum Glück trotzdem. Zugegeben, ein bisschen über den Hintern zuppeln muss ich sie schon, aber ich denke das liegt nicht (nur) am Stoff, sondern v.a. auch daran, dass der Bund eben für meine Taille doch recht eng sein muss im Verhältnis zum Hintern. Da habe ich nämlich tatsächlich auch eine Größe runtergradiert in Richtung Bund.

Dementsprechend muss natürlich die schmalste Stelle über die dickste Stelle erstmal drüber… Aber es klappt ja und ich finde, die Hose sitzt einfach super.

Das ist diesmal, wie im Schlagvergleich bereits gesagt, die mittlere Schlagweite, genannt Midi, wieder mit dem niedrigeren Wickelbund auf Hüfthöhe.

Neben dem angenehm weichen Stoff gefallen mir übrigens glaube ich die hinteren Taschen am besten. Dafür habe ich nämlich endlich mal wieder die Stickeinheit rausgeholt, auch wenn Ruby leider nach wie vor ziemlich rumzickt und eigentlich nur darauf wartet, ersetzt zu werden.

Obwohl sie bestimmt wieder 10 Minuten und etliche Flüche meinerseits gebraucht hat, um dann plötzlich doch den PC zu erkennen und damit die Übertragung des Stickmusters zu ermöglichen hat sie diesmal immerhin weitestgehend sauber gestickt. Das war ja voriges mal auch nicht wirklich der Fall.

Die Stickdatei ist übrigens wieder von Urban Threads.

Ansonsten fällt mir auch gerade gar nicht mehr wirklich was ein, was ich zu dieser Hose sagen soll. Cool, bequem, gut zu nähen, was will man mehr?

„Du hast da ’n Loch…“

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Sogar zwei.

Ich hatte es ja schon beim ersten Schnibbelstück angekündigt, aber mittlerweile hat es endlich auch die geplante Nummer 2 nicht nur unter der Nähmaschine raus, sondern auch vor die Kamera geschafft. Nur halt nicht mehr rechtzeitig für’s Probenähen, Lookbook etc., aber der Schnitt wird dadurch ja nicht schlechter. 😉

Diesmal habe ich mich hinten für den mittleren Tropfen entschieden, während ich vorne beim großen geblieben bin. Außerdem gibt’s den weiten, kurzen Rock mit Eingrifftaschen und Bauchbündchen dazu und enge Ärmel mit langem Bündchen.

Also insgesamt etwas schlichter und weniger Geschnibbel als beim anderen Kleid, aber das ist ja das schöne an so umfangreichen Schnittmustern, dass man damit so viele quasi komplett unterschiedliche Teile nähen kann.

Entgegen meiner ursprünglichen Befürchtungen ist der mittlere Tropfen hinten übrigens perfekt um zwar Rücken zu zeigen, aber trotzdem den BH verdeckt zu lassen – also der ideale Rückenausschnitt. Mich nervt es nämlich immer tierisch, wenn man den BH-Verschluss sieht…

Und ohne den offenen Ärmel und die fitzeligen Verbindungsstücke ging das Ganze dann auch etwas schneller zu nähen. Na ja, jedenfalls in Summe, wenn man mal außen vor lässt, was Leben 1.0 mir gerade noch so abverlangt und ich meistens nur wenige Nähte am Stück geschafft habe.

Aber jetzt ist das Kleid fertig, und das ist die Hauptsache. Der Stoff ist diesmal übrigens ein etwas labberiger French Terry oder „Sommersweat“ (Ihr erinnert euch vielleicht an meine skeptische Abhandlung darüber?), den ich erst vor kurzem als aufgerolltes Reststück auf dem Stoffmarkt Holland gekauft habe.

Trotz meiner Abhandlung. =P Aber er war günstig und ganz hübsch und für den Herbst könnte der Stoff doch ganz gut sein. Nur eben nicht für den Winter wenn man schönen, dicken Sweat erwartet und Frostbeule ist. Aber im Winter verzichte ich aus eben diesem Grund dann eh doch auch meistens auf Cut-Outs und dergleichen, denn da wird’s ja dann besonders flott kalt.

So ist es jedenfalls ein gemütliches Herbstkleid geworden, mit dem ich sehr zufrieden bin. Zum Glück war der Print dann nämlich auch ausgerollt genau mein Ding. 😉