Archiv für den Monat März 2012

Lieber Arm dran als Arm ab?

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Es ist mal wieder so weit…

Nicht nur, dass meine Kreativität und Nählust gemeinsam mit meinem Arbeitspensum für die Uni überborden, nein, auch mein Arm hat sich mal wieder einfach so mir nichts dir nichts verabschiedet und Kontaktversuche stoßen auf taube Ohren Finger.

Genau das ist es nämlich, ausgerechnet mein Schreibarm, der es schon damals im November 2008 kurz vor meinem Abi für nötig hielt, mich plötzlich im Stich zu lassen, ist mal wieder ab kurz oberhalb des Ellbogens taub, eiskalt, schmerzt und schwillt bei Gelegenheit blau oder kreidebleich an.

Alles ohne erkennbaren Grund natürlich, ich war nämlich seinerzeit bei unzähligen Spezialisten aller möglicher Fachgebiete, die aber alle nur erfolgreich ausschließen konnten, was es nicht ist, mir aber nicht sagen konnten, was es denn nun ist.

Fakt ist, keiner weiß, was es ist, und keiner weiß, was man dagegen machen kann.

Gegen Schmerzmittel scheine ich hinlänglich ohnehin immun zu sein und das Einzige, was ein bisschen Linderung verschafft ist eigentlich Wärme, aber die belässt es dann auch bei minimaler Linderung und schafft es keineswegs, das Gefühl auch nur teilweise wieder zu reanimieren. Demnach sitze ich moment wieder in der Uni und schmiere mit links so unleserlich und langsam dahin, dass ich es größtenteils nicht mal selbst lesen kann, und durfte mich Mittwoch schon im Pipettieren mit links üben. Für Prüfungen oder unter Zeitdruck ist das aber natürlich auch keine Lösung, also muss ich mich jetzt zumindest für die Prüfungen auch noch darum kümmern, was ich denn tun muss, damit ich minstestens mehr Zeit und gegebenenfalls auch einen PC bekomme (Nützt ja nichts wenn ich mit links schreibe und es hinterher keiner lesen kann!), aber neben der grundsätzlichen Frage besteht da natürlich auch noch das Problem,  dass sämtliche Dokumente zu dem Thema von 2008/9 und auf Deutsch sind und meine Uni vermutlich nicht meine Uni wäre, wenn sie das so einfach akzeptieren würden. Wollen wir hoffen, dass meine Uni wenigstens einmal nicht meine Uni sein möchte und mir entgegenkommt.

Na ja, ihr könnt euch sicher denken, dass Dank dieses Zwischenfalls auch an der Nähfront wieder noch mehr Stillstand herrscht als ohnehin schon, irgendwas ausschneiden ist einfach ganz doof gerade und ob ich zum Stecknadeln stecken mit irgendeiner Hand genug Feinmotorik habe gilt es auch noch festzustellen. Glücklicherweise habe ich für den 3. Akt von Projekt 12/12 aber ohnehin ein sehr einfaches Stück geplant, ich hoffe also, dass sich das trotzdem verwirklichen lässt. Ansonsten muss ich womöglich schummeln und Ruby sticken lassen, aber das ist ja dann auch mehr Deko als ein vollwertiges Nähprojekt. =(

Vielleicht sollte ich mich stattdessen mal damit beschäftigen, das Layout hier fertig zu kriegen, da fehlt nämlich noch was und so glücklich bin ich damit ohnehin noch nicht. Eigentlich hätte ich auch gerne so eine Musik- und/oder Stimmungsleiste, aber entweder geht das mit meinem Theme nicht oder ich bin einfach zu doof, es zu finden. ^^

Jetzt hoffe ich erstmal, dass das DKD, zu dem ich in Kürze Goth sei Dank darf, sich besser anstellt und endlich mal rausfindet, warum ich eigentlich so viele körperliche Probleme habe und sie beheben kann. Mit etwas Glück gehört da ja vielleicht sogar der Arm dazu. *toi toi toi*

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„Keine fiesen Tricks!“ – Projekt 12/12, Akt 2

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Nach der Pleite im Januar wollte ich im Februar etwas schönes, einfaches mit Erfolgsgarantie, bei dem wenig schief gehen kann. Was wäre da also naheliegender als den beim letzten Heimatbesuch reduziert erstanden Jersey mit einem bereits x-fach erprobten Shirtschnitt zu paaren und zeitnah zu verarbeiten? Richtig, nix.

Nachdem ich mir ein bisschen Luft in meinem Unikram verschafft hatte hab ich mir also mal einen „freien Abend“ gegönnt und genäht, so ein Shirt geht ja verhältnismäßig fix.

Also aufmalen und ausschneiden, bei der Gelegenheit feststellen, dass auf jeden Fall noch genug „Reste“ für ein weiteres Teil aus dem Stoff vorhanden ist und freuen nicht vergessen:

(Okay, ich gebe zu, ich kaufe meistens eine Standardmenge Jersey, die für 2 Shirts reicht, das ist also pures Kalkül. Um so besser, wenn man die Freude gleich einkalkulieren kann.)

Darf ich euch an dieser Stelle einen weiteren Standfuß Helfer aus meinem Arsenal vorstellen? Eine Overlock oder Coverlock hab ich ja nicht, aber dafür dieses scharfe Teil *Kleingeld in der Wortspielkasse entsorg*:

Ein… ähm… Schneidefuß? Der erspart mir jedenfalls bei solchen Sachen das lästige post-nähtale *kling* Nahtzugaben wegschneiden und produziert ganz nebenbei auch noch eine recht ansehnliche und vor allem gleichmäßige Innenansicht:

In Aktion sieht das dann ungefähr so aus, nur die Nahzugaben hab ich für’s Foto etwas zur Seite gezogen damit man auch erkennt, dass sie abgeschnitten sind:

Nur die Zwillingssäume nimmt mir leider keiner ab, und so schön ich sie auch finde und so gleichmäßig ich auch schneide, stecke und nähe, ich schaffe es nie, zum Schluss keine überstehenden Zugaben abschneiden zu müssen. Dafür schaffe ich es leider fast immer, mir dabei ein Loch in das frischgenähte Shirt zu schneiden. Dieses Mal war da natürlich keine Ausnahme. Mist. Na ja, ist ja nur ganz klein, da kann man ja was hinterbügeln… Gesagt, getan und dabei in Ermangelung eines Bügelbretts prompt einen Bügeleisenabdruck in den Teppich geschmolzen. Ups. Hat ja keiner gesehen, oder…? (Na ja, so oft wie hier schon mein Boiler kaputt war und ich frieren musste wird meine Vermieterin das wohl als Ausgleich verschmerzen müssen. Außerdem hat irgendein Depp schließlich auch Rohrfrei ins Waschbecken gekippt als der Abfluss verstopft war und das Wasser aus der Waschmaschine nicht ablaufen konnte, sodass eins meiner Lieblingsshirts, eine gern getragene Hose und allerlei anderer Kram Bleichflecken haben, die sich kaum bis gar nicht passend überfärben lassen. *motz*)

Lange Rede, kurzer Sinn, Akt 2 lief deutlich besser als Akt 1 und hier ist das schlichte, aber gemütliche Ergebnis: