Archiv für den Monat April 2012

Busy business – Projekt 12/12, Akt 4

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Haha, Ausnahmen bestätigen die Regel! Ich habe es tatsächlich mal geschafft, ein Ergebnis von 12/12 im richtigen Monat zu posten, Wahnsinn.

Ich habe mir schon vor Längerem mal vorgenommen, mir ein paar businesstaugliche Klamotten zu nähen, da sowas in meinem Kleiderschrank nahezu komplett fehlt (und dazu sogar angefangen einen Post zu verfassen, aber ihr kennt mich ja…). Da ich nicht gleich den geplanten Stoff verhunzen wollte und der ohnehin in England lag, während ich bei meinen Eltern war, hab ich mich mit Hertas Hilfe an schwarzem Satin vergangen und einen schlichten Businessrock genäht. Jedenfalls weitestgehend, den Bund und den restlichen Reißverschluss hab ich nämlich doch erst in UK mit Ruby gemacht, Herta hat für Reißverschlüsse einfach nicht die richtige Einstellung. Man kann die Nadel nur nach links oder in die Mitte stellen, was mich ohnehin immer ganz verrückt macht, und dann stimmt der Abstand zum RV-Füßchen einfach nie – entweder zu weit von den Zähnchen entfernt oder so nah dran, dass man den Verschluss nicht mehr aufkriegt. Ein Zwischending ist praktisch nahezu unmöglich und wenn dann sehr unpraktisch, kompliziert und unordentlich, also hab ich es nach einigen Auftrennsessions und Gefluche gelassen. Der Schlitz hinten hat auch etwas darunter gelitten, dass ich den benötigten Überstand auf der einen Seite nicht anschneiden konnte sondern drannähen musste, aber das fällt vermutlich live eh wieder nur auf, wenn man darauf achtet oder es weiß. Außerdem kommt der „richtige“ Rock zum geplanten Ensemble ja eh erst noch.
Der fertige Rock gefällt mir aber trotzdem ganz gut. Schlicht, elegant, nicht so voller Fussel wie mein Wednesday-Wollrock, der sonst für solche Gelegenheiten immer herhalten musste…

Nun ja, nachdem ich den Rock mittlerweile auch mal ausgeführt habe kann ich leider zwei Dinge sagen: der Bund ist wie man vielleicht sieht noch zu weit (okay, ist ja kein großes Ding) und der Rock hat es leider nicht ganz überlebt – vielleicht war Speedwalking zum Bahnhof dann doch zu viel. Wieder zuhause durfte ich nämlich leider feststellen, dass an der rechten Seitennaht und leicht auch in der hinteren Mittelnaht oberhalb des Schlitzes der Stoff  ausgerissen ist. =( Satin für so einen Rock mit begrenzter Schrittkapazität zu nehmen war wohl keine so gute Idee. Schade eigentlich, denn ansonsten fand ich den Stoff sehr passend. Hier mal das drastische Ausmaß der Tragödie (hinten ist es dagegen kaum sichtbar):

Ich werde wohl mal versuchen, das Ganze mit Vliesline zu verstärken, aber große Hoffnungen, dass das auf Dauer hält brauche ich mir wohl nicht machen. Schade, aber na ja, eigentlich war es ja eh nur eine Art Probestück, das so lange herhalten sollte, bis ich zum „real deal“ komme. Damit sollte ich mich vielleicht besser beeilen.

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Wasser Marsch! – Projekt 12/12, Akt 3

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Tja, es scheint wohl zur Gewohnheit zu werden, die Projekte von 12/12 immer erst im folgenden Monat vorzustellen, selbst wenn sie viel früher fertig sind. Diesmal kam allerdings auch erschwerend hinzu, dass unter noch ungeklärten Umständen eine Tasse Kaffee ihren Weg auf und in meine Tastatur gefunden hatte und der Patient sich leider nicht wiederbeleben ließ, sodass ich die eine Woche bis zum nächsten Heimatbesuch ohne Tastatur auskommen musste und danach mit PC neu aufsetzen & Co. die Umstände auch eher gegen mich waren. (Übrigens, seit dem neu aufsetzen funktioniert Photoshop nicht mehr und nachdem ich damit Jahre gearbeitet habe bin ich so verwöhnt, dass ich mir gerade für’s Skalieren und „wasserzeichnen“ von 4 Fotos erstmal mindestens eine halbe Stunde Kampf mit und Gefluche über Gimp geliefert habe, also erwartet beim Layout lieber keine zeitnahen Veränderungen…)

So hier also auch Projekt Nummer 3 verspätet, das ich im März trotz leichten Handicaps auf die Beine stellte um die Beine hängte, einem denkbar einfachen Rock. Den hübschen Rapportjersey hatte ich während meines weihnachtlichen Heimatbesuchs bei Karstadt reduziert gefunden und mich gleich verliebt. Auf Grund des Musters sollte es also ein ganz einfacher Schnitt werden, der die Bezeichnung „Schnitt“ eigentlich schon kaum verdient hat: ein Rechteck mit Gummizug. Auf letzten Drücker hab ich mich dann zu Gunsten eines Wäschegummis doch noch gegen den Gummizug entschieden, da mir dünkte das würde sich sowieso nicht immer regelmäßig hübsch kräuseln.
Und hier ist er. Er ist so flatterig-leicht und dünn, dass es sich tatsächlich anfühlt, als habe man gar nichts an. Ob das gut oder schlecht ist werde ich wohl erst sagen können, wenn es endlich mal wieder richtig Sommer wird. Oder zumindest etwas wärmer. Bei dem Regen und vor allem Wind, der hier momentan herrscht, wäre es vermutlich keine so gute Idee, einen so flimsigen Rock zu tragen, es sei denn man hat exhibitionistische Veranlagungen. Hab ich aber nicht.

Akt 3 Projekt 12/12 2012

Schlussendlich bin ich glaube ich mit der Länge noch nicht ganz glücklich, aber beim kürzen würde wieder das Muster abgesäbelt und ich finde diesen Wassertropfen-Milchstraßen-Rapport äußerst charmant, sodass ich das eigentlich auch wieder doof fände.