Busy business – Projekt 12/12, Akt 4

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Haha, Ausnahmen bestätigen die Regel! Ich habe es tatsächlich mal geschafft, ein Ergebnis von 12/12 im richtigen Monat zu posten, Wahnsinn.

Ich habe mir schon vor Längerem mal vorgenommen, mir ein paar businesstaugliche Klamotten zu nähen, da sowas in meinem Kleiderschrank nahezu komplett fehlt (und dazu sogar angefangen einen Post zu verfassen, aber ihr kennt mich ja…). Da ich nicht gleich den geplanten Stoff verhunzen wollte und der ohnehin in England lag, während ich bei meinen Eltern war, hab ich mich mit Hertas Hilfe an schwarzem Satin vergangen und einen schlichten Businessrock genäht. Jedenfalls weitestgehend, den Bund und den restlichen Reißverschluss hab ich nämlich doch erst in UK mit Ruby gemacht, Herta hat für Reißverschlüsse einfach nicht die richtige Einstellung. Man kann die Nadel nur nach links oder in die Mitte stellen, was mich ohnehin immer ganz verrückt macht, und dann stimmt der Abstand zum RV-Füßchen einfach nie – entweder zu weit von den Zähnchen entfernt oder so nah dran, dass man den Verschluss nicht mehr aufkriegt. Ein Zwischending ist praktisch nahezu unmöglich und wenn dann sehr unpraktisch, kompliziert und unordentlich, also hab ich es nach einigen Auftrennsessions und Gefluche gelassen. Der Schlitz hinten hat auch etwas darunter gelitten, dass ich den benötigten Überstand auf der einen Seite nicht anschneiden konnte sondern drannähen musste, aber das fällt vermutlich live eh wieder nur auf, wenn man darauf achtet oder es weiß. Außerdem kommt der „richtige“ Rock zum geplanten Ensemble ja eh erst noch.
Der fertige Rock gefällt mir aber trotzdem ganz gut. Schlicht, elegant, nicht so voller Fussel wie mein Wednesday-Wollrock, der sonst für solche Gelegenheiten immer herhalten musste…

Nun ja, nachdem ich den Rock mittlerweile auch mal ausgeführt habe kann ich leider zwei Dinge sagen: der Bund ist wie man vielleicht sieht noch zu weit (okay, ist ja kein großes Ding) und der Rock hat es leider nicht ganz überlebt – vielleicht war Speedwalking zum Bahnhof dann doch zu viel. Wieder zuhause durfte ich nämlich leider feststellen, dass an der rechten Seitennaht und leicht auch in der hinteren Mittelnaht oberhalb des Schlitzes der Stoff  ausgerissen ist. =( Satin für so einen Rock mit begrenzter Schrittkapazität zu nehmen war wohl keine so gute Idee. Schade eigentlich, denn ansonsten fand ich den Stoff sehr passend. Hier mal das drastische Ausmaß der Tragödie (hinten ist es dagegen kaum sichtbar):

Ich werde wohl mal versuchen, das Ganze mit Vliesline zu verstärken, aber große Hoffnungen, dass das auf Dauer hält brauche ich mir wohl nicht machen. Schade, aber na ja, eigentlich war es ja eh nur eine Art Probestück, das so lange herhalten sollte, bis ich zum „real deal“ komme. Damit sollte ich mich vielleicht besser beeilen.

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Über knaxgurke

- Baujahr 1990 in Südhessen - Doktorandin in Sheffield, UK - näht gerne - macht gelegentlich einfache Versuche im Stricken/Häkeln - würde ganz viele andere tolle, kreative Dinge auch gern können oder zumindest die Zeit haben, sie zu lernen - kocht und isst eigentlich gerne, würde das aber noch viel lieber tun wenn sie endlich nicht mehr von jedem Bissen ungeklärte Bauchschmerzen und andere Beschwerden bekäme nicht auf Fruktose verzichten müsste

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