„Hast du einen Bären erlegt?!“ – Projekt 12/12, Akt 10

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Es wird langsam Winter, die schmusige Katze sehe ich sowieso erst zu den Weihnachtsferien wieder =( und der Winterschlaf fällt dieses Jahr leider auch wieder aus. Also brauchte ich was warmes, kuscheliges und habe eine kleine Kunstfellweste genäht.

Das Fell hatte ich glaube ich irgendwann mal im N&S-Flohmarkt gekauft und es schlummerte friedlich in den tiefen einer meiner Stoffkisten. Der untersten, um genau zu sein, aber andererseits muss ich da ja auch quasi nie dran. Dass es elastisch ist kam mir in diesem Fall sehr engegen, so brauchte ich nämlich keinen aufwändigen Westenschnitt produzieren sondern konnte mal wieder auf meinen Standard-T-Shirt-Schnitt zurückgreifen und, für noch mehr Wärme, mit Fleece füttern.

Da Kaja das Teil leider eher weniger gut steht, man an ihr nichts erkennt und es einfach nicht sitzt diesmal Fotos am lebenden Objekt, die vermutlich auch nicht wirklich besser sind. Eine schlaflose Nacht voller hin- und herwälzen und ein langer Tag in der Uni taten ihr Übriges. Merke außerdem: meine Arme sind zu kurz für halbwegs brauchbare Fotos meines eigenen Oberkörpers und die Kamera bleibt hochkant nicht stehen.

Eben jenes Fleecefutter habe ich (außer um die Armlöcher rum) kleiner zugeschnitten als die Außenweste, ursprünglich mit dem Gedanken, dass man dann die verstürzte Innenseite nicht so leicht sieht. Dann kam mir jedoch die Idee, die Weste ja auch als Wendeweste tragen zu können, in welchem Fall die Fleeceweste quasi einen Fellrand hat. Der durch’s Umfalten natürlich keinen konsequenten Strich hat, aber was soll’s, so lang ist der Flor ist eh nicht. (Um genau zu sein hatte ich eigentlich eine Weste mit längerem Flor im Kopf, aber neuen Plüsch kaufen, während ein großes Stück fast eine Stoffkiste für sich alleine beansprucht, war mir dann doch zu doof.)

Zu Schließen ist die Weste ganz simpel mit einem Bindebändchen aus Satin, das ich zwischen den zwei Lagen zwischengefasst habe. So verschwindet es bei offener Fellweste komplett im Innenteil, sollte bei geschlossener Fellweste nicht so auffällig sein und bei geschlossener Fleeceweste vielleicht noch ein nettes Dekoelement abgeben (Das klingt jetzt als hätte ich mehrere Westen genäht…), was leider daran gescheitert ist, dass sich das Ganze schlecht so eng zubinden lässt, dass das tatächlich der Fall ist, weil die Bänder natürlich wieder auseinanderrutschen. Entweder brauche ich also noch etwas Übung, oder es bleibt bei einer offeneren Weste, deren gerade geschnittenes Mittelteil nicht direkt auf eine einzelne Schleife ausgelegt ist und sich deshalb seltsam verzieht. Wobei, vielleicht wären Sicherheitsnadeln bzw. Broschen eine hübsche Alternative…

Um zu verhindern, dass die Lagen sich immer gegeneinander verschieben habe ich außerdem von der Fleeceseite einmal im Nahtschatten zwischen den Übergängen langgesteppt. Von der Fleeceseite aus sieht man das nicht und im Flor der anderen Seite geht so eine Naht ohnehin unter.

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Über knaxgurke

- Baujahr 1990 in Südhessen - Doktorandin in Sheffield, UK - näht gerne - macht gelegentlich einfache Versuche im Stricken/Häkeln - würde ganz viele andere tolle, kreative Dinge auch gern können oder zumindest die Zeit haben, sie zu lernen - kocht und isst eigentlich gerne, würde das aber noch viel lieber tun wenn sie endlich nicht mehr von jedem Bissen ungeklärte Bauchschmerzen und andere Beschwerden bekäme nicht auf Fruktose verzichten müsste

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