Fixes für den Süßhunger

Standard

Heute gibt’s zur Abwechslung mal was aus der Küche, die zwar in meinem Studioappartment zugegebenermaßen auch gleichzeitig Arbeits-, Näh-, Schlaf- und Wohnzimmer ist, aber sei’s drum. Schließlich bin ich nicht nur beim nähen eine DIY-Tante sondern auch in der Küche.

Zuerst also ein Blick in meinen gorkeligen Gasofen:

Vitalgebäck mochte ich schon immer und hab es auch besonders in der letzten Prüfungsphase häufig selbst gemacht um den gelegentlichen Süßhunger wenigstens mit was halbwegs gesundem zu befriedigen. Über den Sommer daheim und den gewissen Frust über die Fruktosemalabsorption hatte ich das schon fast wieder vergessen, bis meine Mutter mir heute beim Skypen erzählte sie habe welches für den Nachmittagsbesuch gemacht.
Prompt wurde ich etwas neidisch, denn die Originalversion wird mit Zucker und Honig (Fruktosebombenalarm!) gemacht, und der Süßstoff, den ich in letzter Zeit zwangsweise etwas für mich entdeckt habe würde hier natürlich kaum ausreichend kleben. Dann brachte meine Mutter meine begrenzten Traubenzuckervorräte ins Spiel (Wieso bitte scheint man das Zeug in England nicht zu kriegen?) und mir viel der ebenfalls limitierte Reissirup ein. Daraus müsste sich doch… *diabolisches Kichern*

Ich hab’s also gewagt und es hat sich gelohnt, auch wenn das Ergebnis natürlich nicht so süß ist wie das Original. An dieser Stelle könnte man also schätzungsweise entweder mehr Traubenzucker oder Reissirup zugeben oder zusätzlich noch ein bisschen Süßstoff reinschmeißen. Das wird jedenfalls beim nächsten Mal getestet.

Hier also das Rezept für

fruktosearmes Vitalgebäck

1 Ei
2 EL Traubenzucker
2 EL Reissirup
250g Körner, Samen, Nüsse, Schokolade, … was das Herz begehrt und der Verdauungsapparat verträgt (das Originalrezept sieht hierbei 50g Haferflocken und 200g Körnerkrams vor, ich finde jedoch das ist ziemlich variabel)

Das Ei mit Traubenzucker und Reissirup mischen, ein Löffel ist dabei ausreichend. Jetzt in beliebiger Zusammensetzung Körnerkrams reinkippen und alles gut vermischen, sodass die Ei-Mischung grob die Körner überzieht – die klebt das Ganze schließlich zusammen.
Mit einem Teelöffel kleine Häufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen, gegebenenfalls etwas an-/zusammendrücken damit sie nicht so leicht auseinanderfallen.
Im vorgeheizten Backofen bei etwa 180°C (ich hab Gas 4 genommen) ca. 12-15 Minuten backen, bei Bedarf länger, dabei darauf achten, dass nichts verbrennt (Traubenzucker brennt schneller an und wird schwarz als normaler hab ich mir sagen lassen) und die Kekse nur leicht bräunlich werden. Sie sind fertig wenn man sie mit dem Finger oder einem Löffel begrabbelt und sie nicht mehr nachgiebig-weich und klebrig sind, sondern einen zusammenhängenden,  knusprigen Taler bilden.

Für den Körnermix eignet sich so ziemlich alles: Sesam, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, verschiedene Nüsse (inkl. Mandeln, Pistazien und Cashewkernen), Schokolade, Haferflocken, Kokosflocken oder -stücke, verträgliche Frühstückscerealien, … Wer mag kann auch ein bisschen Backkakao untermischen um dem Ganzen eine leicht schokoladige Note zu verleihen.
Wer Fruktose verträgt kann natürlich auch Trockenobst wie z.B. Cranberries unterrühren, Reiscrispies und dergleichen reinschmeißen und selbstverständlich auf Zucker und Honig zurückgreifen.

Ich weiß zwar zugegebenermaßen selbst noch nicht, ob ich sie überhaupt vertrage, aber das weiß ich glaube ich momentan bei so ziemlich gar nichts außer Schafskäse, insofern war es mir den Versuch mal wert. Schmeckt jedenfalls sehr lecker zu einem heißen Kaffee, aber sicher auch zu allem anderen. 😉

Advertisements

Über knaxgurke

- Baujahr 1990 in Südhessen - Doktorandin in Sheffield, UK - näht gerne - macht gelegentlich einfache Versuche im Stricken/Häkeln - würde ganz viele andere tolle, kreative Dinge auch gern können oder zumindest die Zeit haben, sie zu lernen - kocht und isst eigentlich gerne, würde das aber noch viel lieber tun wenn sie endlich nicht mehr von jedem Bissen ungeklärte Bauchschmerzen und andere Beschwerden bekäme nicht auf Fruktose verzichten müsste

»

  1. Ui, das klingt gut 🙂 Weißt du die Menge von Honig und Zucker aus dem Originalrezept oder kannst ne ungefähre Angabe machen? Würd mich auch über das Rezept von dem Brot freuen, das du im September mitgebracht hast 😉

    • Hihi, hier bricht ja regelrecht eine Kommentarwelle aus. =P Zucker und Honig waren genau so je 2 EL.
      Das Brot war , das braucht man halt Sauerteig zu, aber wenn du magst kann ich dir im Weihnachtspäckchen welchen mitschicken. =)

      • Jetzt ist auch erstmal gut mit Kommentaren, die Beiträge sind ja jetzt alle gelesen 😉
        Ok, dann werd ich das wohl mal ausprobieren, meine Mutter hat letztes Jahr mal was ähnliches gemacht – kann man dann ja mal zum Vergleich machen.
        Oh ja, das wär lieb, dann back ich das mal nach, war nämlich echt lecker 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s