Archiv für den Monat Dezember 2012

Sternenhimmel

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Heute gibt’s (nach den FM-Rezepten neulich) schon wieder eine Premiere: Make up. Ich schminke mich zwar eigentlich immer wenn ich das Haus verlasse, aber seit ich mir vor einer Weile Schminkpinsel gekauft habe macht es mir noch mehr Spaß und ich werde auch wieder merklich experimentierfreudiger. So also auch heute beim Silvestermakeup, das ich eigentlich nur meine hübschen blauen T-Shirts wegen blau gestalten wollte. Dann ging aber ein bisschen die Fantasie mit mir durch und das ist dabei herausgekommen:Silvester 2012 (20)
Die Farben sind leider für mich bei diesem Licht schlecht einzufangen, aber in Wirklichkeit waren sie sehr schön und haben mich tatsächlich so an einen Himmel erinnert, dass ich dadurch erst auf die Idee kam, einen uralten, goldenen Cremelidschatten für Sterne zu missbrauchen. Die Farbkorrektur des Bildbearbeitungsprogramms hat zwar vielleicht die Farben der Lidschatten besser rausgebracht, dafür aber auch den Rest meines Gesichts unnatürlich schweinchenrosa gefärbt, was es natürlich ist. Na ja, Schweine sind ja auch irgendwie Glücksymbole an Silvester, was?

SilversterAMU

Leider hat sich der Lidstrich aus dem zweckentfremdeten Lidschatten ziemlich schnell oben auf dem Lid abgedrückt (Schlupflider tun ihr übriges), sonst wäre der Farbverlauf besser ersichtlich, aber was soll’s, gibt’s eben zur allgemeinen Glückssteigerung auch noch Sternschnuppen. 😉Silvester 2012 (37)

Silvester 2012 (32)

Silvester 2012 (31)

Silvester 2012 (27)

Silvester 2012 (17)

Silvester 2012 (36)

Damit genug der Worte, die Gäste kommen gleich, und euch allen einen guten Rusch und ein frohes, erfolgreiches neues Jahr!

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akute Entzugserscheinungen – Projekt 12/12, Akt 12

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Es ist so weit, das ist hier tatsächlich das letzte Werk des Projekts 12/12, welches hiermit für dieses Jahr erfolgreich abgeschlossen ist! Anfangs war ich ja etwas skeptisch ob ich das überhaupt schaffe, aber ich muss sagen, der mentale Tritt in den Allerwertesten war wirklich hilfreich.  Es waren zwar viele kleine, einfache Projekte dabei, aber auch die hätte ich sonst vermutlich nicht alle abgearbeitetet, sondern noch weniger genäht. *schäm* Insofern war es extrem gut, ab und zu einfach mal zu denken „Mist, der Monat ist schon fast rum und ich hab noch nichts genäht! Morgen muss ich mir wirklich mal Zeit nehmen.“, auch wenn dabei vielleicht nur ein flottes Projekt rauskam. Genau so hat es mir denke ich gut getan, mir zu überlegen, was ich im nächsten Monat nähen könnte, und dabei teils auch lang angesammelte Einfachheiten abzubauen. Gestern war es jedenfalls wieder Zeit für eine eben solche.

Kennt ihr das, dass man plötzlich einfach den unwiderstehlichen Drang hat, etwas werkeln zu müssen? Auch wenn man eigentlich andere Dinge zu tun hätte? (Dabei komm ich hier eh zu nix…) Hinzu kommt natürlich, dass ich auf Unikram eigentlich eh keinen Bock habe (Zugegeben, es gibt 1000 Dinge, die schöner wären, oder?), aber mich beschleicht doch das Gefühl, dass es mir wenigstens halbwegs Spaß machen sollte, mir eine Uni für den Master oder was auch immer rauszusuchen. Vermutlich dämpft die Tatsache, dass ich dann wieder mit meinen verhassten Dozenten Kontakt aufnehmen und lang und breit erklären muss, warum ich diese und jene Uni rausgesucht habe, um ihnen dämliche Referenzen aus dem Kreuz zu leihern, das Ganze auch nochmal sehr. Zumal ich eigentlich vor hatte, mich an möglichst vielen Unis zu bewerben, die „Dozenten-Queenbitch“ aber schon angekündigt hat, maximal 5 Referenzen zu schreiben, die sie offenbar auf die Uni maßschneidern will. Ist ja super, aber eigentlich dachte ich es gehe darum, meine Leistungen akkurat und positiv darzustellen und generell anzupreisen, nicht den Unis in den Arsch zu kriechen. Was bin ich froh, wenn ich da weg bin…
Geschenke raussuchen wäre auch noch so ein Ding auf der Liste, aber das erweist sich meistens sowohl für mich selbst als auch für andere als schwierig. Was soll ich mir auch wünschen? Die FM loszuwerden und mit dem blöden Studium fertig zu sein passen wohl schlecht unter die Minitanne, die sich noch unbekleidet auf der Terrasse den Hintern abfriert…

Aber ich schweife ab. So ging’s mir jedenfalls gestern. Ich hab zwar auch erste Eis-DIY-Versuche unternommen und bin knapp alle 1 Stunde zum Eisschrank in den Keller getigert um umzurühren, aber auch das hat mich nicht befriedigt. Ich musste nähen. Es hat mich den ganzen Tag in den Fingern gekribbelt, bin ich schließlich nach dem Abendessen nicht mehr anders konnte. In weiser Voraussicht hatte ich unter anderem einen Rest grauen Wollstoff in meinen übervollen Koffer gestopft, den ich mich entsinne mal auf irgendeinem Grabbeltisch gefunden zu haben. Beim Auffalten war mir dann auch klar wieso, denn obgleich ich natürlich wusste, dass es nur knapp 35cm waren, die ich da erstanden hatte, war mir nicht bewusst gewesen, dass die so schief und schlangenlinienförmig geschnitten waren, dass  teilweise nur gute 30cm über ware Dennoch hab ich mich davon nicht abhalten lassen und den Stoff endlich seiner seit jeher angedachten Bestimmung zugeführt: einem Wednesday Winterrock.

Die Länge hab ich hinterher etwas angepasst und den Rock begradigt, da ich Schnittteile einfach erstmal aufgelegt hatte, es war ja nicht viel was da so gefehlt hat. Ansonsten ist das ganz unspektakulär, ohne viel Schnickschnack,  einfach ein grauer, schlichter Wollrock. Sollte sich ja zu vielen Anlässen passend kombinieren lassen.

12-12 2012

Was ich an Wollstoffen wie diesem allerdings nicht mag ist der latente Fusselmagnetismus, der ihnen innewohnen zu scheint. Hier kommt mir aber schätzungsweise entgegen, dass dieses Modell – im Gegensatz zum schwarzen Vorgänger – ohnehin grau meliert ist, sodass die Fussel sich weitestgehend gut verstecken dürften.

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Sieht ja ordentlich schief aus jetzt so von der Seite auf dem Foto…
Hinten wird der Reißverschluss von einem schmalen Stoffstreifen verdeckt, weil ich nicht das komplette Rückteil aufschneiden und neu zusammen nähen wollte um den Reisverschluss anderweitig unsichtbarer einzusetzen, und eigentlich ist das ja ein ganz nettes Detail (wenn’s nicht gerade so absteht). Mal wieder ein „Wie schaffe ich es, meinen eigenen Hintern zu fotografieren?“-Bild. Entsprechend schief. Irgendwie wollte der Selbstauslöser da aber auch keine besseren Fotos machen. Vielleicht war er etwas pikiert?

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Der Bund ist übrigens wieder mit Schrägband verstürzt, neben französischen Nähten eine meiner Lieblingstechniken, damit umgeklappte Wolle nicht so knubbelt.