Archiv für den Monat Januar 2013

Schaluze oder Kapuzal?

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Ihr werdet euch jetzt vielleicht denken: „Bitte was? Was faselt die denn da?“ (Jetzt hätte ich fast fusselt geschrieben. Nomen est omen.) Tja, das kann ich euch erklären.

Als ob es nicht schon schwierig genug wäre, Wintermäntel zu finden, die passen, scheint es auch noch kaum Mäntel zu geben, die eine Kapuze haben. Geschweige denn beides. Dabei finde ich das gerade im Winter bei englischem unberechenbarem Wetter echt praktisch wenn man mal einen Satz warme Ohren oder Schutz vor Regen, Schnee und dergleichen braucht.

Mittlerweile habe ich zwar einen Mantel mit Rückenschnürung zwecks Passform und Kapuze, aber ich habe eben auch noch was ohne Kapuze. Und das hat mich letzte Saison regelmäßig fluchen lassen wenn es mal wieder unvermittelt anfing zu regnen und ich natürlich auch keinen Schirm dabei hatte. Schon damals fasste ich also den Entschluss, mir einen Kapuzenschal zu nähen. Was offensichtlich bis diesen Herbst gedauert hat. (Ich schwöre, ich musste wirklich nur noch die Taschen annähen und Fotos machen!) Aber jetzt ist er endlich fertig. Und weil mir „Kapuzenschal“ als Überschrift etwas langweilig erschien und ich ohnehin eine gewisse frühkindlich antrainierte Affinität zu dämlichen Wortspielen und Neologismen habe (ich sag nur „eine Kuh, viele Kuchen“…) überlegte ich, selbstverständlich nicht ganz ernsthaft, ob wohl Kapuzenschal oder Schalkapuze besser klinge.

Das ist sie also, die beinahe eierlegende Wollmilchsau, deren Taschen im wahren Leben nicht annähernd so schief sind, wie es auf dem Bild mal wieder aussieht:

1-12 2013Schwarzer Fleece, bestickte Taschen für warme Pfoten und Deko und Kapuze für warme Ohren. Letztere ist übrigens mit einem dünnen Baumwoll-Polygemisch gefüttert damit meine Haare sich nicht so aufladen. Dafür hab ich den einlagigen Schal einfach zwischen den Nahtzugaben der beiden Kapuzen mitgefasst.

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Und weil mir ein einfacher schwarzer Schal inbesondere zu einem dunklen Mantel nicht peppig genug war gab es selbstverständlich auch noch Stickerei, nämlich die genialen Steampunkschneeflocken von Urban Threads. (Bei denen ich übrigens fest davon ausgegangen war sie schon zu besitzen und erst als ich Garn raussuchen wollte feststellte, dass dem nicht so war. Netterweise kam mir UT dann aber wenige Tage später mit einem Sale entgegen.) Die eine Seite hat jedenfalls Flocken mit silbernen „Stacheln“, die andere hat goldene und überhaupt hab ich versucht, die Farben ein bisschen durchzumischen. Leider finde ich es oftmals gar nicht so einfach anhand der Garnliste und Bilder festzustellen, welches Teil jetzt womit gemeint ist, insofern passiert das fast zwangsläufig ohnehin und da ist so eine Zahnradansammlung in Metalltönen noch deutlich dankbarer für als andere Motive. (Ich habe beispielsweise mal übersehen, dass die Segel dieses Schiffs nicht ausgefüllt sind – auf dem dunkelgrünem Grund der Handyladestationen kam das dann allerdings nicht so gut…)

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Die  Taschen hätte ich eigentlich lieber direkt am Schal gehabt, aber das gab die ohnehin schon beträchliche Länge des Stoffs leider nicht mehr her.

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Ursprünglich sollte es das auch schon gewesen sein, aber dann stolperte ich bei der zu Inspirationszwecken angesehen UT-Anleitung über diese kongeniale Idee und ließ mich gerne dazu hinreißen, auch noch eine Art Stulpen in die Taschen einzubauen.

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Dazu wird auf der Rückseite der Tasche in der Nähe der Oberkante ein Schlitz in den Schal geschnitten, in den die kurze Stulpe genäht wird. So kann man die Hand in der Stulpe sowohl in die Tasche stecken als auch die Tasche am Handgelenk baumeln lassen und die Hand frei haben.

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Das ist sicher ein veritabler Ersatz für die Tage, an denen man auch keine Handschuhe dabei hat, weil es morgens strahlend sonnig und verhältnismäßig warm war. Vorausgesetzt man muss nichts in der Hand tragen, aber selbst da sind „halbe“ Handschuhe mit Schalzipfel dran besser als gar keine.

Übrigens ist der Hybrid gerade rechtzeitig fertig geworden, denn als ich am nächsten Morgen das Rollo hochzog begrüßte mich dieser Anblick:20.1.2013(Nein, ich weiß nicht, warum da ein Kühlschrank unter meinem Fenster steht. Am Abend hab ich aber zufällig ein Spaziergängerpärchen dabei beobachtet, wie es ihn neugierig inspiziert und anschließend, nach dem Schreck über eine abbrechende Schneeplatte, die gesamte Inneneinrichtung mitgenommen hat. Ist doch auch mal was, kommt man von einem Schneespaziergang nicht nur mit nassen Turnschuhen sondern auch mit Einlegebögen und Schubladen für den Kühlschrank heim. Natürlich haben ihn kurz darauf ein paar Halbstarke um- und weitestgehend zerlegt. Freilaufende Kühlschränke haben’s schon nicht leicht.)

20.1.2013 (8)Mittlerweile ist der Schnee übrigens wieder weggetaut, vermutlich eine Wohltat für das Funktionieren (falls man das so nennen kann) der englischen Gesellschaft und des allgemeinen Lebens. (O-Ton Mutter: „Bei dir liegt Schnee? Und, ist das Leben in England schon zusammengebrochen?“)

Das Januar-Projekt von 12/12 ist übrigens auch schon fertig, aber bedarf wohl noch einer kleinen kosmetischen Änderung, von der ich momentan noch nicht ganz sicher bin wann ich mich dazu werde aufraffen können. Aber diesen Monat war ich ja blogtechnisch ausnahmsweise schon mal fleißig,  also darf das notfalls auch bis Februar warten.

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then and now – Weihnachtsbasteln im Wandel der Zeit

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Heute mal eine kleine Zeitreise. Da ich den Beitrag eigentlich Anfang November vorbereitet habe und noch auf den letzten Schliff der damals aktuellen Geschenke wartete im doppelten Sinne, denn ich ändere jetzt nicht jede Zeitangabe hier. Deshalb:
November 2012:

Vor ziemlich genau einem Jahr  hab ich das hier gemacht.Hasi

„Häh?“, werdet ihr euch vielleicht denken. „Was ist das denn?“
Das ist ein Taschentuchhase. Frei nach Urban Threads, jedoch selbst digitalisiert. Haha! Ja, für geometrische Formen haben meine Fähigkeiten offenbar gerade noch so gereicht, denn 1. war mir diese In-Hoop-Sache nicht ganz geheuer, 2. fand ich die Augen zu weit auseinander und unten unschön abgeschnitten und 3., tada, wäre das Orignal eh zu groß für meine 10x10cm Stickfläche gewesen. Aber es hat ja auch so geklappt, die Zähne hab ich übrigens einfach normal mit der Maschine  gesteppt.

Wie ihr seht hat das den Hasen nicht daran gehindert, sich wie die Karnickel zu vermehren:Hasis

Und heute? Tja, heute gibt’s etwas ein wenig technikorientierteres als Taschentuchspender. Nämlich Handyladestationen, natürlich ebenfalls mit Stickerei. Mein kleiner Cousin, der den Drachen kriegt, hat zwar noch kein Handy (wobei ich natürlich nicht garantieren kann, dass sich das nicht gar Weihnachten ohnehin ändert), dafür aber eine Kamera, die meiner Erinnerung nach keine herausnehmbaren Akkus hat, sondern, bingo, mit Ladekabel direkt an die Steckdose muss. Prädestiniert also für solchen Firlefanz und um genau zu sein letztes Weihnachten sogar der Auslöser für diese Idee.

Ladestationen 2012Vikinger für den Mittelalter-interessierten Onkel, Bücherwurm für die Cousine, Grund wohl selbsterklärend.

Ladestationen 2012 (1)Drache für den Cousin, Sohn eines Feuerwehrmanns und ebenfalls sehr interessiert daran, Eulen für die Tante, einfach weil sie süß sind.

Ladestationen 2012 (2)Segelboot für den segelverrückten Vater, kuschelige, sozialverträglich Schal-teilende Vögel für die Mutter.
Fotoqualität natürlich wieder zusehends unterirdisch.

Dezember 2012:
Weil allerdings bekanntermaßen nicht alle Handy gleichförmige Ladekabelstecker haben und ich natürlich ohnehin nicht gewusst hätte wer gerade was hat hab ich ein bisschen überlegt, wie ich das Loch für den Stecker am geschicktesten gestalten könnte. Rund passt nicht für alle, eckig auch nicht, außerdem lassen sich in den dicken Filz so schlecht gerade Kanten schneiden und selbst wenn jemand gerade einen eckigen Stecker hat besteht durchaus die Möglichkeit, dass sich das mit dem nächsten Handy ändert.
Als ich also meinen Vater, noch mit der Absicht, große Löcher zu schneiden, nach einem Tipp für gerade Kanten fragte machte der Tüfftler mal wieder einen Vorschlag, der zwar auf den ersten Blick etwas eigenartig klang, dann aber durchaus Sinn machte.

So kann man vielleicht oben schon erahnen, was ich getan habe, aber hier gibt’s nochmal ein Detailbild. Mit einem Lochwerkzeug hab ich zuerst ein kleines Loch gestanzt, was ich mir vermutlich auch hätte sparen können, und dann einfach ein mit einem scharfen Teppichbodenmesser T in die Rückwand der Ladestationen geschnitten. So kann man die beiden dadurch entstehenden Dreiecke hochklappen und bequem (vorausgesetzt natürlich das T ist groß genug) Stecker aller Arten und Formen durchstecken.

Ladestationen 2012 (5)

Januar 2013:
Für mich selbst ist auch noch eine Station in Arbeit, allerdings hatte ich den Filz erst zuhause in Deutschland erstanden, den Taschenteil meiner Station aber natürlich in England gelassen. Wäre soweit kein Problem, dafür hab ich ja Filz mit zurück genommen, dummerweise scheint Ruby es aber tatsächlich nicht zu schaffen, beim nähen durch den dicken Filz auch richtige Schlaufen zu bilden. Mit der heimischen Hertha war das kein Problem, hier habe ich aber fröhlich rund um die Tasche gerattert um dann festzustellen, dass keinerlei Stiche gebildet worden waren. Das dicke Zeug mit der lädierten Hand zu nähen steht auch nicht gerade ganz oben auf meiner Wunschliste, also muss ich wohl beide Teile zu Ostern wieder mit heim nehmen. Trotzdem irgendwie ärgerlich und verwunderlich, dass ausgerechnet die gute Ruby damit nicht klar kommt.

Übrigens: mein Cousin hat natürlich ein Handy zu Weihnachten bekommen, beziehungsweise kurz danach das „alte“ seiner Mutter, weil sie nicht wusste, was sie sich zum Geburtstag wünschen sollte und sich dann einfach ein neues gewünscht hat. Darf ich erwähnen, wofür ein 8-jähriger schon im Sommer (als er noch nicht mal 8 war) ein Mobiltelefon wollte? „Zum Spielen“ natürlich. Ich dachte zwar dafür habe er sein Nintendo DS oder was auch immer es da für portable Spielekonsolen gibt, aber offensichtlich ist die Technisierung unserer Gesellschaft schon so weit fortgeschritten, dass selbst 2. Klässler ein Smartphone „brauchen“. Selbstverständlich aber nicht zum telefonieren. (Vielleicht sollte die Betonung mal wieder mehr auf Telefon liegen…) Und ich dachte ich sei verwöhnt worden als ich mit 11 oder 12 mein erstes Handy, damals noch wirklich nur zum telefonieren, SMS schreiben und maximal noch Snake spielen  geeignet (obgleich schon eines der moderneren), bekam um in  Notfällen meine Eltern anrufen zu können.

mein Leben und ich #1

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Vor kurzem habe ich auf dem Blog meiner guten Freundin Tigerkeks einen interessanten Eintrag gefunden, der mich spontan dazu verleitet hat, mich der Aktion anzuschließen. Es handelt sich dabei um das hier von Ina ins Leben gerufene Projekt „Things about your life„, bei dem es darum geht, jeden Monat am 20. (wie jetzt in meinem Fall aber auch gerne noch verspätet) einen mehr oder weniger kreativen Eintrag zum von Ina für den Monat vorgegebenen Thema zu verfassen, der, wie der Arbeitstitel ja schon vermuten lässt, etwas Einblick in das Leben des Verfassers gewähren soll. (Das nebenstehende Logo ist übrigens auch von Ina, vielleicht bastel ich mir selbst aber auch noch mal irgendwann eins. Ich hab da schon so eine Idee…)

Nun bin ich ja eigentlich nicht unbedingt jemand, der gerne viel persönliche Informationen über sich im Internet breittritt, einfach weil ich nicht möchte, dass jeder weiß oder wissen kann, wer ich bin, wie ich aussehe und so weiter, aber dieses Projekt reizt mich doch irgendwie. Es verbindet denke ich ganz gut ein gewisses Mitteilungsbedürfnis mit dem Wunsch nach Privatsphäre (und gewissermaßen Anonymität denen genenüber, die ich nicht persönlich kenne).  Ich kann Dinge über mich preisgeben, die mich nicht automatisch „enttarnen“, die aber so in meinen anderen Posts vermutlich keine Erwähnung finden würden. Eben wie Ina schon sagte ein Projekt um neben den sonstigen Bloginhalten und Kreativprojekten aller Art etwas persönliches zu erfahren.
Für meinen Blog hab ich allerdings den Arbeitstitel in „mein Leben und ich“ umbenannt, auch wenn das bei einer gewissen Fernsehserie abgekupfert erscheinen mag, da es mir einfach irgendwie komisch vorkommt, „things about your life“ als Überschrift für etwas zu nutzen, das von meinem Leben erzählt. Nichts für ungut.

Thema für Januar ist also „Vorsätze/Wünsche/Pläne/Ziele für 2013„. Ähnlich wie Tigerkeks hab ich eigentlich keine wirklichen Vorsätze beziehungsweise wenn dann überschneidet sich das schon wieder mit den Wünschen, denn selbst wenn ich mir vornehme mehr zu nähen weiß ich doch, dass das meistens zeitabhängig ist, insofern wünsche ich mir eher, mehr Zeit für’s nähen zu haben. Bei sowas ist das glaube ich weniger Selbstbeschiss als bei anderen Dingen, denn klar: davon, sich nur zu wünschen abzunehmen wird das vermutlich nichts, da sehe ich die Fremdbestimmungskomponente nicht so wie beispielsweise bei uni-induziertem Zeitmangel. Manche Dinge hab ich übrigens gleich rausgelassen, weil sie sowieso nicht klappen würden, ein weiteres Praktikum im Sommer zum Beispiel dürfte sich ziemlich mit der OP in die Quere kommen und da muss ich wohl ganz klar Prioritäten setzen.
Hier also auch meine bunt gemischte Liste, ich bin mal gespannt, was sich davon bis 2014 wie entwickelt hat:

  • bei der geballten Inkompetenz der Uni und der idiotischen, wankelmütigen Arroganz der Studiengangsleiterin keinen Nervenzusammenbruch (oder Mordgelüste) kriegen
  • Bachelorstudium beenden (möglichst gut)
  • Studienplatz und wenn möglich Stipendium für’s weiterführende Studium sichern (Ehrgeiz kommt um die Ecke und sagt „hallo“) – aber in schöner, nützlicher, entspannter und weniger nervtötend als London bitte
  • endlich aus London weg- und übergangweise erstmal wieder zu meinen Eltern ziehen, danach wohin es mich studientechnisch verschlägt
  • ein stressfreier „Rückzug“ nach Deutschland (Das alles ins Auto passt!!!) und dann ein ebensolcher („partieller“) Umzug an den neuen Studienort (mit besserer Heizung als in London, ich will mir nicht mehr ständig den Allerwertesten abfrieren müssten)
  • mal wieder auf ein Konzert und abends weg gehen
  • allgemein mehr Zeit mit meinen Freunden verbringen und mehr erleben
  • im Sommer endlich die doofe Bauch-OP hinter mich bringen und danach hoffentlich weniger Schmerzen und Probleme haben
  • mehr fruktosearme Rezepte ausprobieren und kreieren bzw. andere Rezepte in abgewandelter Form testen
  • mehr „neue“ Lebensmittel auf Fruktoseverträglichkeit testen und  die Beschwerdefreiheit sichern/ausbauen (inkl. rausfinden, was da eigentlich noch Probleme macht)
  • regelmäßiger bloggen
  • mehr nähen und basteln beziehungsweise mehr Zeit und Muße dazu haben (Okay, einen Vorsatz sollte ich vielleicht doch haben: nicht so viel Stoff kaufen! Stofflager dezimieren wäre dafür auch mal nicht verkehrt.)
  • wieder Projekt 12/12 machen (zumindest bis Mitte des Jahres, wenn ich nur mit Koffer zum Masterstudium aufbrechen muss könnte das sonst schwierig werden)
  • mehr Freizeit, mehr lesen, ein paar interessante Fernsehserien „aufholen“ (Vielleicht hab ich da ja Zeit zu wenn ich nach der OP zu genau so wenig zu gebrauchen bin wie nach der Bauchspiegelung damals…)
  • Da fällt mir doch glatt noch was vorsatztaugliches ein: früher aufstehen, früher ins Bett gehen (sprach’s und tippte nachts um halb 2 an einem Blogeintrag… sind ja noch 14 Tage bis zum neuen Semester), mehr tun zwischendrin! und mich bei Unikram weniger ablenken lassen
  • endlich das Bloglayout so fertigstellen, wie ich es mir schon die ganze Zeit vorstelle, inklusive Musikfeld etc.

Für alle, denen die Idee gefällt, gibt es wie gesagt hier eine Übersicht inklusive der Themen des restlichen Jahres. Es ist übrigens natürlich nicht verpflichtend, zu allen Themen was zu verfassen, aber vielleicht kriegt ja der eine oder andere noch Lust, sich der Runde nachträglich anzuschließen oder an einer der nächsten teilzunehmen.
Damit auch das Leserkarussell ein bisschen in Schwung kommt und man lesen kann, was andere so zu dem Thema zu sagen haben,  gibt übrigens es im jeweiligen Post von Ina am Ende noch den Link zu einer Liste, in die sich alle Monatsteilenehmer mit einem Link zu ihrem Beitrag eintragen können.

vegane Wichteleien und Igel im Winterschlaf

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Bevor sich hier jemand wundert: nein, ich bin nicht unter die Veganer gegangen. 😉 (Momentan bin ich ja froh um alles, was ich vertrage…)

Der Hintergrund dieses Titels ist folgender: seit ein paar Jahren findet im N&S-Forum jährlich ein Weihnachtswichteln statt. Klingt nach nichts besonderem? Nun ja, das N&S-Wichteln läuft etwas anders ab als die üblichen Wichtelzirkel, in denen jeder Teilnehmer ein Geschenk von einem anderen kriegt, denn Wunschaufgabe und -erfüllung erfolgen unabhängig voneinander, weshalb das Wichteln von vielen liebevoll „Karmawichteln“ genannt wird.
Man darf 3 verschiedene Wünsche in die Datenbank das große Buch des Orgawichtels eintragen und nach Wünschen anderer suchen, z.B. nach etwas, das man gerne basteln möchte, oder sich einfach auf gut Glück Wünsche anzeigen lassen. Hat man einen Wunsch, gefunden den man gerne erfüllen möchte, bestätigt man das dem Orgawichtel und verpflichtet sich erst damit, bis zur Deadline dieses eine Geschenk an einen bis nach der Bestätigung unbekannten User zu schicken, dessen andere 2 Wünsche mit der Bestätigung von der Wunschliste gestrichen werden. So kann also jeder nur 1 Geschenk bekommen, ob man eins bekommt weiß man allerdings erst, wenn man eins bekommt. 😉

Wie schon in den 3 Jahren zuvor hab ich auch 2012 wieder mitgemacht und mir diesmal einen Wunsch von Trisha ausgesucht, die sich einen Patch mit der Aufschrift „vegan“ für ihren Military-Rucksack gewünscht hat. Beim Lesen dieses netten Wunschs  und Trishas Vorlieben kamen mir gleich ein paar Stickmuster in den Sinn, denn mal ehrlich, dafür war meine Ruby doch quasi geradezu prädestiniert, oder? Also konnte ich mich nicht zurückhalten und habe Trishas als „Kleinigkeit“ kategorisierten Wunsch eben in vierfacher Ausführung erfüllt. Wenn schon, denn schon.

N&S-Wichteln 2012 für TrishaDie linken beiden Motive fielen mir sofort ein, leider ist dann unter den Hasen mal wieder ständig der Faden gerissen, sodass ich das schlussendlich mit einem „Patch auf dem Patch“ überdecken musste. =/

N&S-Wichteln 2012 für Trisha (6) 1

N&S-Wichteln 2012 für Trisha (9) 1

Als ich dann noch in Trishas Blog las, dass sie auf Zombies steht, musste ich diesen Patch natürlich auch basteln.

N&S-Wichteln 2012 für Trisha (3) 1Dann fiel mir ein, dass sie vielleicht auch einfach nur einen Patch mit Schrift und ohne Bild wollen könnte und so waren die Viere voll.
N&S-Wichteln 2012 für Trisha (8) 1

Die Patches sind natürlich längst angekommen und als Trisha sich so herzlich darüber gefreut hat musste ich den ganzen Tag grinsen wie eine Doofe. Ich meine mal ehrlich, das ist doch super süß, oder? (Stellt euch jetzt die gelben Knuddel-/Küsschensmileys und den lila Kichersmiley noch animiert vor.)

Triashas Freude

Außerdem hab ich auch dieses Jahr wieder selbst Glück beziehungsweise einen lieben Wichtel gehabt, nämlich rhuna,  die mich mit einem klasse Helferin beglückte, das auch meine Eltern zu entzücktem Quietschen verleitete. Beide.
Zuerst begrüßte mich dieser nette Karton:

NuSWichteln 2012 von Rhuna 3Darin kam als erstes ein kleines Extra zum Vorschein: NuSWichteln 2012 von Rhuna 4Begleitet von einem Brief mit amüsantem P.S. und schließlich dem verpackten Geschenk:NuSWichteln 2012 von Rhuna 1

Und, was war drin, werdet ihr euch fragen? Dieser nette Geselle!

NuSWichteln 2012 von Rhuna 6

Ist er nicht süß, der kleine, kahle Igel?

NuSWichteln 2012 von Rhuna 5

Ich muss gestehen, als ich andere, insbesondere „tierische“, Nadelkissen im Geschenke-Vorstellungsthread sah bekam ich auch Bedenken, ob ich es überhaupt über’s Herz bringen würde, einfach so Stecknadeln in so einen putzigen Gesellen zu rammen. Glücklicherweise fand ich dann aber doch, dass ein Igel einfach Stacheln braucht und konnte ihn so guten Gewissens ein bisschen „schmücken“.

NuSWichteln 2012 von Rhuna 2

So ist’s doch gleich noch viel besser, oder? (O-Ton meines Vaters übrigens: „Das ist ja ein… Nadeligel. *kicher*“)

NuSWichteln 2012 von Rhuna 1 1Der Gute ist übrigens ein kleines Steh-auf-Männchen, denn er hat Rotgeld im Bauch, damit er nicht so leicht umfällt weil er natürlich vor dem Winterschlaf nochmal einen roten Apfel futtern musste.

Mittlerweile sind der Igel und ich übrigens wieder in UK angekommen, er hat noch mehr Stacheln bekommen und steht mir bei meinen Nähabenteuern als treuer Gefährte zur Seite.
Vielen lieben Dank nochmal, rhuna!