Archiv für den Monat April 2013

Blätterteigteilchen mit nussiger Quarkfüllung

Standard

Während meines Heimaturlaubs um Ostern rum, ich saß gerade am PC und versuchte mit meinem „final year project report“ voranzukommen, klopfte meine Mutter an meine Zimmertür und verkündete: „Der Kassler ist jetzt soweit fertig vorbereitet, ich hab noch Blätterteig übrig, willst du dir da nicht irgendwas draus machen zum mitnehmen nachher? Wie ich deine Tante kenne hat die doch bestimmt wieder irgendwas gebacken und dann hast du wenigstens auch was zu essen…“ So viel also zum Thema arbeiten…. und dann wundert sie sich, dass ich daheim nie vorankomme.

Wie dem auch sei, ich hab mir also spontan was aus dem Ärmel geschüttelt und weil es mir gut geschmeckt hat und eigentlich denkbar einfach ist möchte ich es gerne mit euch teilen. Also… das Rezept, denn das Ergebnis ist selbstverständlich schon längst verspeist. Vorhang auf für

IMG_7092Was da so dekorativ in den Bildhintergrund ragt ist übrigens das Katzengras auf der Fensterbank an der Treppe, wo ich die ersten Fotoversuche unternommen habe, ehe ich meiner Mutter unter ihrem entrüsteten Blick die Deko vom Couchtisch mopste  („Hee, wo willst du mit meinen Schafen hin?!“) und an den Esszimmertisch umzog.

Blätterteigteilchen mit nussiger Quarkfüllung

Zutaten:
1 Packung Blätterteig (ob tiefgekühlt, aus dem Kühlregal, als Block oder ausgerollt ist nebensächlich)
500g Quark
1 Ei
140g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
100g Walnüsse (gehackt oder in grobe Stücke gebrochen)
50g Reissirup
40g Traubenzucker
nach Belieben (Dosen-)Milch oder Ei zum Abstreichen

Blätterteig falls tiefgefroren auftauen lassen und ausrollen, in Quadrate schneiden. Derweil den Backofen auf 200 °C vorheizen.

Für die Füllung Quark, Ei, gemahlene Mandeln/Haselnüsse und Walnussbruch miteinander vermengen, mit Reissirup und Traubenzucker süßen.

Die Füllung mittig auf den Blätterteigquadraten verteilen und jeweils die 4 Ecken in der Mitte zusammenfassen, dann die Kanten zusammendrücken damit nicht alles gleich rausläuft und kleine Päckchen entstehen. (Andere Formen sind natürlich auch denkbar, ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass zum Beispiel beim hälftig Zusammenklappen  der sogenannte Kamm gerne aufreißt und die Füllung seitlich leicht rauslaufen kann, während es hier nicht schlimm ist, wenn oben was rauskommt. Die Füllung fällt allerdings beim Abkühlen eh wieder etwas in sich zusammen, das sieht man auf den Bildern glaube ich ganz gut.)

Für mehr Glanz ach Belieben mit Ei oder (Dosen-Milch) abstreichen und dann bei 200°C  ca. 15 Minuten backen bis die gewünschte Bräune erreicht ist.

Schafe

Die entführten Schafe. Der hübsche Teller war übrigens ein DIY-Weihnachtsgeschenk von der lieben Tigerkeks. Die Schafe gab’s bei meiner Mutter auf dem Wohnzimmertisch glaube ich mal bei dm.

Abwandlung:
Der Reissirup kann vermutlich auch weggelassen und die Süße durch mehr Traubenzucker oder Stevia erreicht werden, er gibt dem Ganzen aber finde ich noch eine besondere Geschmacksnote – ein bisschen wie griechischer Joghurt mit Honig und Walnüssen. Wo wir gerade dabei sind: Nicht-FMler können mit Sicherheit auch Honig und Zucker nehmen, dann würde ich allerdings empfehlen, mit weniger anzufangen und sich vorsichtig an die gewünschte Süße ranzutasten, da Honig und Zucker eine stärkere Süßkraft haben als die FM-Varianten und daher geringere Mengen für die gleiche Süße nötig sind.
Achtung außerdem, nicht jeder verträgt Mandeln und Nüsse, daher bitte logischerweise die persönliche Verträglichkeit beachten.

Advertisements

mein Leben und ich #3

Standard

Schon wieder ist ein Monat rum und damit ist es wieder Zeit für Inas „things about your life“-Projekt, das sich diesen Monat um den Frühling dreht. Frühling? Also ich weiß ja nicht, wie es bei euch so aussieht, aber hier lässt der wohl noch ein bisschen auf sich warten. Es ist zwar gelegentlich sonnig und etwas wärmer, aber das verflüchtigt sich meistens auch genau so schnell wieder wie es gekommen war. Erst am Donnerstag hab ich mich auf dem Heimweg über den Sonnenschein gefreut, nur damit es dann kaum dass ich die Tür hinter mir geschlossen hatte anfing zu hageln. Meine Tante meinte das sei ja nicht nett vom englischen Himmel und er hätte mir zu meinem Geburtstag ruhig mal etwas mehr Sonne gönnen können, ich hab’s pragmatisch gesehen und mich gefreut, dass ich immerhin nicht nass geworden bin. Mehr Nettigkeiten kann man dem englischen Himmel wohl nicht abverlangen.

Exemplarisch muss ich euch also mit bereits existenten Fotos beglücken, die schon länger auf meiner Festplatte liegen und gegebenenfalls nicht mal im Frühling entstanden sind. Schande.

Also Film ab für „5 Ideen einen Frühlingstag zu erleben“:

1. Mit der Katze im Garten spielen
Voraussetzung: Katze und Garten
mögliche Gefahren: Krallen
JD800042Ist der helle Zeh nicht süß? Also… ihrer, nicht meiner, der sich mit in das Bild von Juli 2007 geschlichen hat.

2. Eine Radtour machen. Ob im Grünen, über Feld und Wiesen oder nur zur Freundin durch die Stadt ist egal, Hauptsache raus. Voraussetzungen gibt’s auch hier, nämlich einen Drahtesel. Nötigenfalls geht natürlich auch ein Spaziergang, aber da weht einem nicht so schön der Wind um die Ohren. Voraussetzung hierfür: nix. Was für ein preiswertes Vergnügen!
JD800130War gar nicht so einfach ein Bild mit Fahrrad zu finden… deshalb ist es auch nicht besonders schön, und das liegt nicht daran, dass mein Vater es gemacht hat. 😉 Hier jedenfalls eines aus dem Fehmarnurlaub 2011 und der Grund, warum ich Röhrenhosen ohne Stiefel unvorteilhaft finde. Hatte ich genau dieses eine Mal an.

3. Mit einem Buch (oder dem Laptop und Unikram…) auf dem Liegestuhl liegen.
Liegestuhl gegenüber der Katze verteidigen.
Korrigiere: alle Polsterflächen verteidigen.
JD800006
Ich bin ein Tiiiiiiger!
Da ich das Szenario mit dem Liegestuhl in bildlicher Form nicht finden konnte ein weiterer Beweis dessen, was alle Katzenbesitzer wohl eh schon wissen: Schlafen kann man überall. Vorzugsweise da, wo man es vielleicht nicht sollte.

Dezente Körperpflege ist auch erlaubt.
JD800058Wenn ich das machen würde sähe ich nicht halb so graziös aus!

4. Gartenarbeit machen und sich über die frisch erblühende Farbpracht freuen.
Alternativ anderswo über die frisch erblühende Farbpracht freuen. Oder darüber, dass die Arbeit da jemand anders macht.

JD800044 1So wie ich im Garten meines Patenonkels an der Konfirmation seiner Tochter. Weil ich die Pflanzen im eigenen Garten natürlich nicht fotografisch griffbereit habe.

5. Angrillen!

IMG_0648Dieses überaus charmante Schild ist uns im Urlaub in Norwegen 2008 neben einer Silberschmiede begegnet, wo wir mit dem Wohnmobil übernachtet und die wir am nächsten Tag besucht haben. Leider war das Gas leer, sodass wir dem freundlichen Angebot doch nicht nachkommen konnten.

Voraussetzung: Grill. Oder Freunde mit Grill. Oder eben andere nette Leute, die ihren Grillgeräten Freilauf gönnen.
Alternativ bieten sich auch die Aufnahme anderer Nahrungsmittel auf Terrasse oder Balkon oder im Garten an. Oder an anderen Freiluftorten, Picknick im Park ist bestimmt auch schon schön.

IMG_0100Exemplarisch noch ein Bild aus besagtem Norwegenurlaub; der erste „Rastplatz“, der uns nach der Fähre auf unserem Weg unterkam und welcher den klangvollen Namen „Lindeli“ trug. Da die Fähre am Vortag gegen die Hafenmole gefahren war und wir deshalb statt abends  erst sehr früh morgens ohne große Vorwarnung (sprich Zeit für Frühstück, denn auf der Fähre musste man die Fahrzeuge verlassen) übersetzen konnten haben wir hier genüsslich gefrühstückt und die tolle Landschaft und das Wetter genossen.

Das war’s dann auch erstmal wieder, ich schätze ich muss schonmal über das Thema für den nächsten Monat nachdenken, welches „deine 5 Lieblingsorte“ ist. Mit „Bett, Sofa, Sessel, Liegestuhl und mein Zimmer“ ist es wohl nicht getan. 😉

And I would walk 500 miles…

Standard

Hier befand sich bis zum 15.2.2014 ein Beitrag zum Thema Schuhe, dessen Veröffentlichung mit Link zum Shop ein Pflichkriterium zur Teilnahme an einem Bloggergewinnspiel des Onlineshops „I’m Walking“ im Frühjahr 2013 war.

Leider erreichte mich und eine Reihe anderer Blogger am 14.2.2014 eine Mail des Onlineshops, in dem jetzt um Entfernung des Links und Feedback bis zum 18.2. gebeten wurde. Also eine ausdrückliche Bitte mit einer Frist von sage und schreibe 4 Tagen, die lediglich durch „interne Konzernvorgaben“ begründet wurde, aufgrund derer man gezwungen sei, „externe Links und Beiträge stark zu reglementieren“. Dafür, dass der Link für die Gewinnspielteilnahme verpflichtend war (etwas, das ich aus heutigem Standpunkt ohnehin irgendwie zweifelhaft finde), finde ich eine plötzliche Reglementierung in die andere Richtung doch ehrlich gesagt etwas eigenartig. Zumal es meiner Meinung nach ohnehin jedem frei steht, auch ohne Gegenleistung jederzeit freiwillig Links zu setzen und mir nicht einleuchtet, wie der Shop das reglementieren wollen würde.

Konsequenzen für die potentielle Nicht-Entfernung wurden keine genannt, aber da ich es 1. nicht ausprobieren möchte und 2. auch keinen Grund sehe, meine persönliche Meinung über diesen seltsamen Sinneswandel zu verbergen, muss „I“m Walking“ jetzt wohl hinnehmen, dass auf meinem Blog (und vermutlich nicht nur dort) von nun an eine kritische Stimme zu finden sein wird – ohne Verlinkung versteht sich, denn diese Werbung oder irgendwelche anderen Vorteile möchte ich dem Laden ehrlicherweise gar nicht mehr zukommen lassen. Kurz hatte ich überlegt, den Beitrag einfach zu löschen, aber das sehe ich ehrlich gesagt auch nicht ein, da ich es als falsch empfände, und finde, dass der Shop jetzt durchaus mit den Konsequenzen seiner Anfrage leben muss.

Erschwerend hinzu kommt übrigens, dass der zum Baur-Versand/der Otto-Gruppe gehörende Onlineshop es mit dem Datenschutz auch nicht so genau zu nehmen scheint (oder die arme duale Studentin, die ihren Namen unter die Mail setzen musste, die Feinheiten des Bcc noch nicht auf dem Lehrplan hatte). Im Adressatenfeld fanden sich nämlich eine ganze Reihe Empfänger der Mail – für alle zugänglich und lesbar. Entsprechend wenig wundert es mich auch, dass bereits kurze Zeit später die ersten empörten Mails an den Shop rausgingen, mit Kopie an die anderen Empfängerinnen, denn jetzt war’s ja eh schon zu spät.

Insofern: herzlichen Glückwunsch, „I’m walking“, mit diesem genialen PR-Schachzug haben Sie sicher erfolgreich ein paar (potentielle) Kundinnen vergrault. Aber Hauptsache der Link ist weg, was?

Fuß vom Gas!

Standard

Nicht nur viele Autofahrer rasen leider gern, sondern auch die Zeit tut es täglich und deshalb rückt mein „Abzug“ aus England immer mehr in greifbare Nähe.  (Yippie!) Aus diesem Grund muss ich leider auch schon vorzeitig den Fuß vom Gaspedal der Nähmaschine nehmen, denn um meinen ganzen Krempel wieder zurück nach Hause zu bekommen haben meine Eltern sich entschlossen, mit dem Auto eine kleine Rundreise durch England zu machen und meine Sachen auf dem Rückweg einzusammeln. Viel wird also nicht mit mir dort bleiben für die restlichen knapp 5-6 Wochen (Ach du je, zurück an die Arbeit, aber flottig! Fahrt zur Hölle, ihr dämlichen Kopfschmerzen!) und da meine Nähmaschine naturgemäß nicht in den verbleibenden Koffer passen wird muss sie auch schon Heim fahren. Deshalb muss ich Wohl oder Übel erstmal von Projekt 12/12 Abstand nehmen, aber mit dem stressigen Studienendspurt ist das vielleicht auch besser so und hoffentlich hab ich dann im Sommer Zeit, einfach ein paar Projekte „aufzuholen“. Das heißt… wenn der ganze Schotter zuhause wieder verstaut und eingeräumt ist – eine Aufgabe, auf die ich mich irgendwie nur mittelmäßig freue.

Bis dahin bleiben aber vielleicht wenigstens ein paar Rezepte um, im wahrsten Sinne des Wortes, den Blog zu füttern, sofern ich wenigstens in dieser Disziplin ein Bisschen was auf die Reihe kriege. Das heißt, zwei hab ich sogar noch im Petto, fehlen „nur noch“ die Bildbearbeitung und die eigentlichen Artitel. Vorrang hat aber leider erstmal die Uni, und zusätzlich versinke ich momentan nicht nur im mentalen, sondern auch im materiellen Chaos, da ich bereits anfangen musste zu packen; schließlich kommen meine Eltern schon in 1-2 Wochen. Demnach wartet auch Ruby schon treu und brav in ihrem Karton, umgeben von Klamotten, an die sie früher oder später auch mal die Nadel anlegen soll, und nähtechnisch wird es mindestens die nächsten 2 Monate hier leider nichts zu sehen geben.

IMG_7152Was ich nicht alles für unnützen Kram mitgenommen hab… aber hinterher ist man immer schlauer.

Weil sich das geistige Chaos natürlich nicht fotografieren lässt dürft ihr heute außerdem auch mal einen Blick in mein handfestes Durcheinander werfen. Mit im Bild nicht nur die äußerst nützlichen Vakuumbeutel (ein paar leere auf dem Tisch, die vollen stehen neben dem Bett), sondern auch der kleine rote Koffer, den ich als Kind immer mit in den Urlaub genommen und auf den letzten Heimreisen als zusätzliches Handgepäck benutzt habe. Erst neulich hat meine Mutter mir gesagt, dass das gar nicht – wie ich es in Erinnerung hatte – mein Kinderkoffer war, sondern auch sie den in ihrer Kindheit schon dabei hatte und er, mehr noch, sogar von meiner Oma benutzt worden war. O-Ton zu selbiger: „Darin hast du immer den Schnaps für Papa versteckt, weißt du noch?“ Also was es damit auf sich hat weiß ich nun wirklich nicht.