And I would walk 500 miles…

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Hier befand sich bis zum 15.2.2014 ein Beitrag zum Thema Schuhe, dessen Veröffentlichung mit Link zum Shop ein Pflichkriterium zur Teilnahme an einem Bloggergewinnspiel des Onlineshops „I’m Walking“ im Frühjahr 2013 war.

Leider erreichte mich und eine Reihe anderer Blogger am 14.2.2014 eine Mail des Onlineshops, in dem jetzt um Entfernung des Links und Feedback bis zum 18.2. gebeten wurde. Also eine ausdrückliche Bitte mit einer Frist von sage und schreibe 4 Tagen, die lediglich durch „interne Konzernvorgaben“ begründet wurde, aufgrund derer man gezwungen sei, „externe Links und Beiträge stark zu reglementieren“. Dafür, dass der Link für die Gewinnspielteilnahme verpflichtend war (etwas, das ich aus heutigem Standpunkt ohnehin irgendwie zweifelhaft finde), finde ich eine plötzliche Reglementierung in die andere Richtung doch ehrlich gesagt etwas eigenartig. Zumal es meiner Meinung nach ohnehin jedem frei steht, auch ohne Gegenleistung jederzeit freiwillig Links zu setzen und mir nicht einleuchtet, wie der Shop das reglementieren wollen würde.

Konsequenzen für die potentielle Nicht-Entfernung wurden keine genannt, aber da ich es 1. nicht ausprobieren möchte und 2. auch keinen Grund sehe, meine persönliche Meinung über diesen seltsamen Sinneswandel zu verbergen, muss „I“m Walking“ jetzt wohl hinnehmen, dass auf meinem Blog (und vermutlich nicht nur dort) von nun an eine kritische Stimme zu finden sein wird – ohne Verlinkung versteht sich, denn diese Werbung oder irgendwelche anderen Vorteile möchte ich dem Laden ehrlicherweise gar nicht mehr zukommen lassen. Kurz hatte ich überlegt, den Beitrag einfach zu löschen, aber das sehe ich ehrlich gesagt auch nicht ein, da ich es als falsch empfände, und finde, dass der Shop jetzt durchaus mit den Konsequenzen seiner Anfrage leben muss.

Erschwerend hinzu kommt übrigens, dass der zum Baur-Versand/der Otto-Gruppe gehörende Onlineshop es mit dem Datenschutz auch nicht so genau zu nehmen scheint (oder die arme duale Studentin, die ihren Namen unter die Mail setzen musste, die Feinheiten des Bcc noch nicht auf dem Lehrplan hatte). Im Adressatenfeld fanden sich nämlich eine ganze Reihe Empfänger der Mail – für alle zugänglich und lesbar. Entsprechend wenig wundert es mich auch, dass bereits kurze Zeit später die ersten empörten Mails an den Shop rausgingen, mit Kopie an die anderen Empfängerinnen, denn jetzt war’s ja eh schon zu spät.

Insofern: herzlichen Glückwunsch, „I’m walking“, mit diesem genialen PR-Schachzug haben Sie sicher erfolgreich ein paar (potentielle) Kundinnen vergrault. Aber Hauptsache der Link ist weg, was?

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Über knaxgurke

- Baujahr 1990 in Südhessen - Doktorandin in Sheffield, UK - näht gerne - macht gelegentlich einfache Versuche im Stricken/Häkeln - würde ganz viele andere tolle, kreative Dinge auch gern können oder zumindest die Zeit haben, sie zu lernen - kocht und isst eigentlich gerne, würde das aber noch viel lieber tun wenn sie endlich nicht mehr von jedem Bissen ungeklärte Bauchschmerzen und andere Beschwerden bekäme nicht auf Fruktose verzichten müsste

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