der Mount McKinley der Textilwaren

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Jetzt, wo mein ganzer Schotter und ich erstmal endlich wieder in Deutschland sind, habe ich das ganze Aus-, Um- und Aufräumen diverser Dinge genutzt, um auch mal wieder meine Stoffe zu sortieren. Alle. Und zu vermessen. Auch alle.

Dass meine Eltern beide aus beruflichen Gründen von Sonntag/Montag bis Mittwoch/Donnerstag nicht daheim sein sollten kam mir dabei entscheidend zu Gute, denn so konnte ich mich in aller Ruhe im elterlichen Schlafzimmer ausbreiten, das bedeutend größer und geräumiger ist als meins. Dachte ich.
Montag Nachmittag, ich stand noch mitten im Chaos, rief nämlich mein Vater an und verkündete eine kleine Planänderung: er komme heute doch nach Hause. Ihr könnt euch meinen entsetzten Gesichtsausdruck und den leicht panisch durch den Raum schweifenden Blick vielleicht vorstellen… Ich musste also ranklotzen, das Zimmer zumindest mal wieder begehbar zu machen, und habe zu meiner Überraschung doch tatsächlich das meiste an besagtem Montag erledigt und bei der Gelegenheit die Zeit und das Essen vollkommen vergessen. Über die beiden für den Speicher bestimmten Vakuumsäcke mit in absehbarer Zeit nicht dringend benötigten Stoffen vor seiner Kommode sah mein Vater dann auch großzügig hinweg: „Kein Problem, schon klar, du dachtest, du hättest 3 Tage Zeit…“

IMG_7663 Nein, das sind nicht alle.

Wie dem auch sei, mittlerweile sind alle meine Stoffe wieder verstaut und mehr oder minder genau ausgemessen, in Länge und Breite. Denn obwohl ich bereits eine Exceltabelle über meine Stoffvorräte führte kam es immer wieder vor, dass ich es versäumte, einen Zuwachs oder die Nutzung gleich einzutragen, oder schlichtweg die Breite gar nicht beachtet hatte. Ein neuer Überblick und ein besseres „In welcher Kiste war der Stoff doch gleich wieder?“-System war also fällig. Zweifelsohne wusste ich bereits vorher, dass ich zu viel Stoff habe, aber ich schätze das stundenlange sortieren und vermessen half auch, mir mal vor Augen zu halten wie viel zu viel das ist.

Deshalb möchte ich jetzt, wie Natron bei ihrer Stoffbilanz, dieses Ausmaß ein wenig als motivierenden Arschtritt nutzen und mir gleichzeitig bei der reizenden Veführung möglicher neuer Einkäufe besser auf die Finger hauen. Im Übrigen hatte ich zwar eh vor, diesen Sommer in den nächsten Monaten endlich mal wieder mehr zu nähen, meine Stoffberge zu dezimieren und lange gehegte Ideen in die Tat umzusetzen, aber das so amtlich zu verzeichnen bietet sich natürlich zusätzlich an. Demnach wird’s in nächster Zeit hoffentlich auch endlich wieder mehr Nähposts geben.  Yay!

Ziel ist also jetzt, Stoffberge (der Mount McKinley ist übrigens einer der „Seven Summits“ ) in Klamottenberge zu verwandeln.
Zugegeben: ob sich der Kleiderschrank darüber nun wiederum so sehr freut ist die andere Frage.

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Über knaxgurke

- Baujahr 1990 in Südhessen - Doktorandin in Sheffield, UK - näht gerne - macht gelegentlich einfache Versuche im Stricken/Häkeln - würde ganz viele andere tolle, kreative Dinge auch gern können oder zumindest die Zeit haben, sie zu lernen - kocht und isst eigentlich gerne, würde das aber noch viel lieber tun wenn sie endlich nicht mehr von jedem Bissen ungeklärte Bauchschmerzen und andere Beschwerden bekäme nicht auf Fruktose verzichten müsste

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  1. Das mit der Exeltabelle ist eine gute Idee – die Mühe sollte ich mir auch mal machen.
    Ich lasse dir mal ein paar Motivationskekse für den Kampf gegen den Stoffberg da. 🙂

    • Ja, ich finde es auch immer wieder hilfreich, vor allem weil ich da auch ein Bisschen nach Stoffarten sortiert habe (also elastisches, festlicheres usw.). Außerdem hab ich notiert, welche Stoffe schon vorgewaschen sind und, zumindest als in noch in UK war, welche daheim und welche in UK waren – sonst suche ich ewig um dann festzustellen, dass er ja gar nicht da ist. 😉

      Danke. =)

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