mein Leben und ich #5

Standard

Kaum zu glauben, aber es ist schon wieder der 20. (die Zeit rennt…) und damit wieder Zeit für Inas „Things about your life“-Projekt. Diesmal, auch wenn er vielerorts wohl leider lange auf sich warten ließ oder sich nur kurz zeigte, mit dem Thema „Must-haves für den Sommer“. Also, ich schätze mal damit soll Sommer so richtig mit Sonne und warmen Temperaturen gemeint sein… (Sprach sie und schwitzte um kurz nach Mitternacht noch bei über 28°C.)

Must-haves sind ja für mich immer so eine Sache… Ich habe einfach meinen eigenen Stil und meinen eigenen Kopf und lasse mir ungern von anderen „vorschreiben“, was ich unbedingt haben „muss“ – wenn es mich nicht interessiert oder mir nicht gefällt dann ist das eben so, egal ob jemand anders der Meinung ist, dass man das braucht oder nicht. Ich renne keinen Trends hinterher oder kaufe Dinge, nur weil sie „in“ sind, und kann nur heimlich den Kopf schütteln, wenn jemand der Meinung ist, irgendwas nach einer Saison entsorgen zu müssen, weil es jetzt wieder „out“ ist. Was Trends und Must-haves angeht bin ich also sozusagen gelinde gesagt zu nichts zu gebrauchen.

Trotzdem gibt es natürlich Dinge, auf die ich persönlich im Sommer ungern verzichten müssen wollte, deshalb betrachtet das hier sozusagen als meine individuelle Komfort-Empfehlung für den Sommer. Grundausrüstung, aber was soll’s – heißt ja schließlich auch Must-haves und abseits der Grundausstattung (und vermutlich selbst da) scheiden sich wohl auch die Geister, was man braucht und was nicht.

Als allererstes unverzichtbar ist da natürlich Sonnencreme. Ohne die geht gar nichts. Ich bin naturgemäß sehr vornehm kellergebräunt hellhäutig und verbrenne deshalb quasi im Null Komma Nix. Genau genommen tue ich das mit Sonnencreme eigentlich auch. Aber vielleicht dauert es wenigstens ein Bisschen länger, und es wird ja nicht jeder gleich feuerrot, deshalb halte ich Sonnencreme auch für Individuen mit Hautfarbenstadium „gebräunt“ für wichtig, um das „Lobster-Stadium“ zu vermeiden. (Und ja, meine Haut kennt seit jeher leider wirklich nur „Kalkleiste“ und „Feuerrot“, dazwischen oder drum herum gibt’s nicht.)

Ich würde wohl auch LSF100 kaufen wenn es das gäbe.

Ich würde wohl auch LSF100 kaufen wenn es das gäbe.
Wichtig ist für mich vor allem, dass sie sich gut verteilen lässt, sonst ist die Haut auch rot, weil man beim Eincremen so daran rumreißt. Deshalb hab ich es mal wieder mit einem Spray versucht, was ich allerdings meistens doch in die Hände sprühe, um zu vermeiden, alles nur nicht mich zu erwischen.

Geht man von der morgendlichen Eincremeroutine also einen Schritt weiter landet man unweigerlich beim Anziehen. Was zieht man im Sommer an? Richtig, luftige, kurze Sachen. Shorts, Röcke, Kleider, Tops wo es nur geht. Mir ist bewusst, dass das nicht immer erlaubt ist und ich musste letzten Sommer bei meinem Praktikum im Labor (ohne Klimaanlage, dafür mit Sequenzer, der auf über 70°C hochheizen muss, und ohne nennenswertes Fenster öffnen zur Vermeidung von Kontamination) selbst lange Hosen (und Laborkittel – mobile Sauna!) tragen, aber dennoch greife ich bei warmen Temperaturen wann immer ich kann zu kurzen Hosen & Co und kann kaum nachvollziehen, wie jemand im Hochsommer mit dicken, langen Hosen oder Jeans rumlaufen kann ohne einzugehen. (Insbesondere mit Begründungen wie „Aber meine Beine sind so hässlich…“ – ich habe es schon oft gehört und bei keinem, der es mir bisher gesagt hat, hat es gestimmt. Schätzungsweise gibt es nur wenige Leute, bei denen ich beispielsweise aufgrund unappetitlicher Krankheitsauswüchse tatsächlich sagen würde, dass ich ihre Beine lieber nicht sähe, aber mal ehrlich, bei heißen Temperaturen finde ich es vollkommen schwachsinnig, sich von irgendwem verbieten zu lassen, auch nur seine Unterschenkel zu zeigen. Es muss ja nicht gleich eine Hotpants sein, bei der der halbe Hintern raushängt, aber auch ein knielanger Rock kann schon für gute Belüftung sorgen.) Selbst im Labor habe ich also deshalb möglichst luftige Beinkleider gewählt, Leinenhosen beispielsweise, durch die das Bisschen Wind, was es womöglich gibt, schön durchpfeift und für besseres Klima und etwas Abkühlung sorgt.

Ein treuer, wandelbarer Begleiter aus wenigen Nähten.

Ein treuer, wandelbarer Begleiter aus wenigen Nähten. Ganze 2 um genau zu sein.

Weiter im Text kämen wir dann zum Schuhwerk. Ich mag Stiefel ja wirklich gerne und trage sie im Herbst, Winter und Frühjahr quasi so lange wie möglich, aber im Sommer gehen sie einfach gar nicht. Obwohl ich durchaus schnell mal kalte Füße kriege brauche ich bei entsprechend heißen Temperaturen einfach Sandalen. Im Prinzip gilt hier eigentlich das Gleiche wie bei den Klamotten auch, einen Sommer komplett in geschlossenen Turnschuhen oder dergleichen würde ich nicht aushalten. Im Labor ist das natürlich wieder so eine Sache mit der Sicherheit, auch wenn meine Kollegin schon auch mal Sandaletten oder Ballerinas mit „Durchzug“ trug, weil es dann doch nicht so gefährlich zuging, aber für den Fall der Fälle ist festes Schuhwerk leider Pflicht und da gut belüftetes aber trotzdem ausreichend geschlossenes zu finden wohl nicht so einfach. Auch wenn es unpraktisch war hab ich es dann tatsächlich so gehandhabt, dass ich mir ein Paar Sandalen für den Hin- und Rückweg und die Mittagspause eingepackt habe, sodass ich die festen Schuhe tatsächlich nur im Labor tragen musste.

Bis auf die mit Absatz, die wundersamerweise in 36 passen, alles Größe 35 und aus der Kinderabteilung. Am liebst mag ich die mit den Nieten, weshalb sie auch schon am mitgenommensten sind. Aber nicht nur, weil sie Pseudo-Nieten haben, sondern auch weil sie am bequemsten sind.

Bis auf die mit Absatz, die wundersamerweise in 36 passen, alles Größe 35 und aus der Kinderabteilung. Am liebsten mag ich die mit den Nieten (weshalb sie leider auch schon am mitgenommensten sind) aber nicht nur, weil sie Pseudo-Nieten haben, sondern auch weil sie am bequemsten sind. Ganz platte Sohlen wie bei den bunten daneben finde ich auf Dauer unbequem und bei den blauen ist der Riemen so hoch, dass er manchmal am Knöchel scheuert.

Kommen wir weiter zu unverzichtbaren Sommerdingen für Draußen. Dazu gehört wohl nicht nur für mich ganz klar eine Sonnenbrille. Hier eine zu finden ist für mich leider mal wieder nicht ganz einfach. Nicht nur, dass ich viele Formen und Farben entweder grundsätzlich oder zumindest an mir nicht mag, nein, ich habe offenbar auch so einen schmalen Kopf auch wenn mein Vater mich gerne einen Dickschädel nennt, dass mir die meisten Brillen, die ich aufprobiere, einfach zu breit sind. Hinzu kommen meist zu lange Bügel, die umzubiegen auch nur bedingt bequem und praktisch ist. Die Lust, mich ewig durch verschiedene Ständer mit womöglich auch noch daran festgeketteten Brillen zu probieren hält sich also mangels realistischer Erfolgsaussichten in Grenzen.
Meine schlichte, schwarze Sonnenbrille habe ich also schon eine Weile und 100% ideal ist sie finde ich auch nicht. Die Bügel sind recht weit umgebogen; die geschwungene Form ist zwar am Kopf super, passt aber in ein normales, flaches Brillenetui nicht rein, sodass ich ein anderes brauche, das mehr Platz wegnimmt und durch den „geriffelten“ Verschluss beijedem Öffnen und Schließen nach Blähungen klingt wenn ich es nicht so vorsichtig aufdrücke, dass die Riffel sich nicht berühren; meine Wimpern stoßen häufig ans Glas, was nicht nur unbequem ist, sondern auch für schmierige Flecken auf dem Glas sorgt und dass die Augenbrauen unter dem Rand verschwinden sieht finde ich auch meistens irgendwie komisch aus. Trotzdem ist die Brille noch um Längen besser, als was ich bisher sonst so gefunden habe – zum Beispiel eine Billigbrille, deren Schutzwirkung man vermutlich eh in der Pfeife rauchen kann, die mir ob ihrer Breite ständig von der Nase rutscht und dann auch nur wegen der weit umgebogenen Bügel nicht (immer) komplett runterfällt. Einziger Pluspunkt: das „Glas“ ist grün.

Inklusive großem Pups-Etui. (Die entscheidenden Riffel sind auf der Innenseite.)

Inklusive großem Pups-Etui. (Die entscheidenden Riffel sind auf der Innenseite.)

Wenn an dieser Stelle also jemand Einkaufs- oder Markentipps für schmale Sonnenbrillen hat: immer her damit.

Damit wären wir dann auch bei meinem letzten Sommer-Must-have angelangt genug Text hatten wir ja schon: ein Sonnenhut. Manche mögen Hüte vielleicht albern finden und manchen werden die meisten womöglich auch tatsächlich nicht stehen, aber da ich es auch schaffe, mir den Scheitel zu verbrutzeln, gehört für mich bei einem längeren Aufenthalt in der Sonne auch eine Kopfbedeckung dazu. Die typischen Baseballkappen finde ich allerdings an den meisten Leuten und in den meisten Fällen eher furchtbar, insofern kommt es mir zu Gute, dass meine Mutter mir letztens, als ich ein hübsches Hutschnäppchen machte, ungefragt bescheinigte, ein Hutgesicht zu haben. Als Kind hat sie mich schließlich auch schon in Strohhüte gesteckt. Während die mittlerweile vor allem der Farbgebung wegen meist weniger meinem Beuteschema entsprechen haben sie den Kappen dieser Welt einen entscheidenden Vorteil voraus: die Belüftung. Wer sich mal Strohhüte angesehen hat wird vielleicht bemerkt haben, dass viele am unteren Hutteil direkt über der Krempe statt eines Bandes ein Lochmuster haben, das ganz passabel für Durchzug und Belüftung auf dem Kopf sorgt – trotz Hut. Ich habe zwar auch die eine oder andere geschlossene Kopfbedeckung, aber mal ganz ehrlich: die trage ich viel weniger gern und auch nicht zwangsläufig nur im Sommer.

Obwohl sie mir bei diesem Hut ein "Hutgesicht" attestierte erschrak meine Mutter neulich, als sie mich nur durch den Türspalt sah: "Was hast du denn jetzt - ach das ist ein Hut! Ich dachte du hättest dir da jetzt irgendwie Flügel drangeklöppelt!" O.o

Obwohl sie mir bei diesem Hut ein „Hutgesicht“ attestierte erschrak meine Mutter neulich, als sie mich nur durch den Türspalt sah: „Was hast du denn jetzt – ach das ist ein Hut! Ich dachte du hättest dir jetzt Flügel angeklöppelt!“ O.o
(Es hat mich so überrascht, dass ich spontan obiges Handyfoto machen musste. Zeigt mal wieder, was meine Mutter mir alles zutraut… Flügel?!)

Einen „Belüftungshut“ habe ich 2012 im Sommerurlaub auf Fehmarn gekauft, in einem Tünneffladen Souvenirshop, ich meine für 4-5€, wo er mir spontan ins Auge gesprungen ist. Der zweite, ganz andere Hut, bei dem meine Mutter mir das Hutgesicht bestätigte, ist mir um Ostern rum beim Spaziergang durch den Nachbarort mit Mutter und Oma bei NKD in die Hände gefallen. Auch dieser Hut war mit 4,99€ ein Schnäppchen und ausreichend locker gearbeitet um als „belüftet“ durchzugehen, außerdem bot er den Vorteil so viel zu weit zu sein, dass auch ein hoher Zopf oder dergleichen drunter passt, sodass ich lange fackeln musste. Im Wintermantel einen Sonnenhut zu kaufen macht man schließlich auch nicht alle Tage und die meisten anderen Kopfbedeckungen lassen leider tatsächlich nur offene Haare oder einen extrem tiefen Zopf zu, was für gewöhnlich dazu führt, dass die Haare mir nett im Nacken kleben. Doppel-Bingo-Treffer also sozusagen, dieser Hut.

Links der Schlapphut von NKD, der sich auch hervorragend "plätten" und verstauen lässt, rechts der aus Fehmarn.

Links der Schlapphut von NKD, der sich auch hervorragend „plätten“ und verstauen lässt, rechts der aus Fehmarn.

Aber jetzt genug gefaselt (Endlich ist die Olle fertig!), worauf könnt ihr im Sommer, so es ihn denn noch gibt der ja mittlerweile endlich da zu sein scheint, nicht verzichten? Ist mein Pflichtprogramm auch für euch nützlich oder könnt ihr darauf gut und gerne verzichten und bevorzugt andere Dinge? (Spontan fiele mir auch noch ein guter Bikini ein, aber den braucht man hierzulande draußen ja fast nur im Schwimm-/Freibad oder wenn man am Wasser wohnt, und abgesehen davon ist der für mich das ganze Jahr über wichtig, weil ich nicht nur im Sommer schwimmen oder baden gehen will.)

Advertisements

Über knaxgurke

- Baujahr 1990 in Südhessen - Doktorandin in Sheffield, UK - näht gerne - macht gelegentlich einfache Versuche im Stricken/Häkeln - würde ganz viele andere tolle, kreative Dinge auch gern können oder zumindest die Zeit haben, sie zu lernen - kocht und isst eigentlich gerne, würde das aber noch viel lieber tun wenn sie endlich nicht mehr von jedem Bissen ungeklärte Bauchschmerzen und andere Beschwerden bekäme nicht auf Fruktose verzichten müsste

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s