Archiv für den Monat August 2013

gestreifte Stufen

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Was vielleicht entfernt nach Fluchtpunkten in alten Gemälden klingt ist nichts anderes als eines meiner neueren Nähwerke. Ein Stufenrock. Ein gestreifter Stufenrock.
Den Stoff kennt ihr vielleicht noch. Da hab ich allerdings die andere Seite nach außen genommen, die ist mehr grob meliert-strukturiert, während diese hier eben ordentlich gestreift ist. Im Nachhinein bin ich mir nicht mehr sicher, ob die andere nicht doch besser gewesen wäre, aber sei’s drum. 2 Meter Minus auf der Stoffbilanz macht das übrigens.

Stufenrock2
So spannend ist der Rock eh nicht und weil der Stoff doch recht dick und wie ihr seht steif ist wird er wohl den Sommer über doch noch eine Weile im Schrank bleiben müssen. (Das Teil zum rüschen oder säumen auf dem Schoß zu haben war jedenfalls bei Temperaturen um die 30°C kein allzugroßes Vergügen.) Im Herbst oder Winter stelle ich ihn mir allerdings mit Strumpfhosen ziemlich dufte vor, und für Mittelaltermärkte sollte er sich auch gut eignen, auch wenn dann die ungleichmäßige Seite des Stoffes sicher passender gewesen wäre.

Stufenrock

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Was ein Glück…

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… habe ich neulich gleich mehrere Teile fotografiert. Als ich nämlich gestern die Speicherkarte einlegte um meine neusten Werke abzuknipsen blinkte auf dem Display nur kurz „Karte gesch.“ auf und der Auslöser funktionierte nicht.
Ich grübelte also, ob die sehr günstig gewählte Abkürzung wohl für „geschützt“ stehen sollte und betrachtete mir die Karte genauer um zu ergründen, ob die Dinger eigentlich einen Sperrschalter haben wie die alten Disketten. (Erinnert ihr euch noch?)

Karte
Bei der Gelegenheit fiel mir also auf, dass da irgendwie ein paar mehr Ecken fehlen als gewöhnlich…
Also wohl eher „geschädigt“. Na prima.Sowas hab ich jedenfalls auch noch nicht gesehen. Ihr vielleicht?

Karte2
Den Blick ins Innere der Speicherkarte finde ich zwar eigentlich interessant, aber lieber wär’s mir natürlich trotzdem, wenn sie noch das täte, wozu sie eigentlich da ist: speichern. Jetzt muss ich jedenfalls erstmal auf den bestellten Ersatz warten, denn mit dem 16MB(!)-Teil, das noch in den Tiefen des Kamerakartons zu finden war und mit dessen Hilfe diese Fotos aufgenommen wurden, kommt man natürlich nicht weit.

Karteileichen #1- Fledermäuse am Abendhimmel

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Neulich ist mir mal wieder aufgefallen, dass es doch einige Teile gibt, die ich hier noch nicht vorgestellt habe. Größtenteils liegt das natürlich daran, dass sie vor Entstehung dieses Blogs entstanden sind, aber das heißt ja nicht automatisch, dass sie nicht vorzeigbar sind. Schließlich hab ich auch schon den einen oder anderen Schmarrn hier gezeigt. Deshalb hab ich mir jetzt vorgenommen, diese Karteileichen langsam aber sicher ans Licht zu bringen und hier sporadisch vorzustellen.

Fledermauspulli

Inklusive fescher Schlafanzughose. Hier treffen die Spezies der nachtaktiven Flügelträger aufeinander: Fledermäuse und Eulen.

Den Anfang macht hierbei ein dünner Pulli aus Jersey, ich entsinne mich es sei mal ein Bettlaken gewesen, den ich mit einem aus Moosgummi gebastelten Stempel selbst großflächig mit Fledermäusen bedruckt habe.

Fledermauspulli2 Mit von der Partie ist auch eine Kängurutasche, die dem Foto zufolge ihren Weg auf den Pullibauch nur etwas schief gefunden hat.

Fledermauspulli3
Der Kragen sollte eigentlich offen und geschlossen tragbar sein und mit Satinbändern zugebunden werden, da er aber mal wieder nach dem „Marke Eigenbau“- und „wird schon werden“-Prinzip entstanden ist sieht er irgendwie nicht ganz so toll aus. Weder geöffnet noch geschlossen.

Fledermauspulli5
Irgendwie ist er zu weit und die Schleifenbänder zu weit unten, von den langen Bandenden mal abgesehen, sodass sie in getragenem Zustand zu nah zusammenrücken. Die zündende Idee wie das noch retten könnte blieb bisher jedenfalls aus.

Fledermauspulli4
So viel also für heute zu den Altlasten. Was das Wort „Karteileichen“ oder „Leichen“ hingegen mit den Suchbegriffen, die Leute auf meinen Blog führen, machen wird möchte ich mir lieber nicht ausmalen. Wobei, die Liste der Absurditäten ist – trotz spärlicher Seitenaufrufe 😉 – lang und den Vogel hab ich wohl mit den literarischen Akten zu Projekt 12/12 eh schon abgeschossen. Oder wie soll ich mir sonst erklären, dass Leute mit skurilen Suchbegriffen wie „oma akt foto“, „akt streifen“, „reißverschluss akt foto“ oder „akt fotos privat“ hier landen?! Ich weiß ja nicht, wann ich meine Oma überhaupt mal erwähnt haben soll, aber Suchbegriffe wie die vorigen oder „oma probiert mieder an“ verstören mich zugegebenermaßen im Zusammenhang mit meinem Blog schon etwas… Und wer bitte hat hier eine „exhibitionistische Tochter“ gesucht?! Das zeichnet ja eine interessante Familie… scheint wohl genetisch bedingt zu sein?

Wiederum auch etwas überraschende, aber immerhin amüsantere und teils nicht minder skurile Suchbegriffe waren übrigens „brennt Traubenzucker“ (Wer da wohl die Küche abfackeln möchte?), „erst den knebel dann die kapuze“, „schlangenlinienförmig geometrische Formen“, „ruby stiche in die mitte nach jeder farbe“ (Äh, was?), „knie begradigen durch schiene“ (Wann soll ich denn über sowas geschrieben haben?), „wie lange brauche ich um klappläden zu streichen“, „handsäge für zinke“ (Ich kenn nur Zink und Zinken, aber wem soll hier die Nase abgesägt werden?), „bauteile für grosse bahn koffer knax“, „bügeleisenabdruck teppich lustiger tipp“ und „gasbrennofen selber bauen“ (Da hat das mit dem Traubenzucker wohl nicht funktioniert, was?). Bei „Warum keine holländischen Tomaten?“ sehe ich ja immerhin noch den, wenn auch falsch kombinierten, Zusammenhang zum holländischen Stoffmarkt, aber beim Rest? „nähprojekte schief gegangen“ ist dagegen ja noch ein geradezu sympathischer Suchbegriff, der der Wahrheit leider nicht immer entbehrt…

Cashew-Mozzarella-Nudelsalat

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Nun ist es nach meiner OP doch erstmal wieder etwas ruhig hier geworden, aber das hatte nicht etwa gesundheitliche Gründe, sondern ist primär mal wieder meiner Fotofaulheit und der plättenden Hitzewelle geschuldet. Die OP hab ich nämlich gut überstanden, erstaunlich gut sogar, und kann zu meiner großen Freude sogar schon wieder auf dem Bauch liegen. Überhaupt hatte ich nach der Bauchspiegelung damals viel mehr und länger Schmerzen und konnte viel länger nicht auf dem Bauch liegen, obwohl das nur ein winziger Schnitt am Bauchnabel war – nicht zu vergleichen mit 3 Löchern für die Geräte und einem kaiserschnittartigen Schnitt von 13cm Länge, über den auch bei Minimalstbekleidung noch was drüber muss. Einziges noch vorhandenes Ärgernis ist ein – immerhin nicht schmerzhaft – geblähter Bauch, der sich noch ungern in Hosen oder enge Oberteile quetschen lässt. Aber bei der Hitze der letzten Wochen ließ sich auch dieses Problem mit Infinitykleidern größtenteils ganz passabel umschiffen.

Na jedenfalls hat mich die OP auch essenstechnisch viel weniger eingeschränkt als ich erwartet hatte und ich konnte bereits nach wenigen Tagen wieder mehr oder weniger feste Nahrung zu mir nehmen. Sofern das Krankenhaus mir denn mal was fruktosearmes vorsetzen konnte.Daheim durfte ich dann wieder essen wonach mir beliebte ohne mich rechtfertigen zu müssen, warum ich dies und jenes nicht essen kann, und das hab ich neulich ausgenutzt als meine Eltern ein befreundetes Paar zum Grillen eingeladen hatten. Nachdem ich nämlich hier und hier von einem „Nudelsalat mit Rucola, Mozzarella, getrockneten Tomaten und Cashewkernen“ gelesen hatte wollte ich so was in der Art gerne auch mal probieren. Natürlich ohne Tomaten, aber ein Rezept hatte ich ja eh nicht, also frei Schnauze. (Mutter: „Was sagt denn das Rezept?“ – Ich: „Es gibt kein Rezept.“ – Mutter: „Wie, du hast kein Rezept?“ – Vater: „Du kennst doch unsere Tochter, die ist da wie ich: Kreativkoch.“)

Also hab ich kurz bevor die Gäste kamen kommen sollten („Die wollten doch um 6 kommen, oder?“ – „Sagen wir so, wir haben sie zu um 6 eingeladen…“) noch fix ein paar Fotos für den Blog gemacht – denn geschmeckt hat’s uns.

Nudelsalat

Cashew-Mozzarella-Nudelsalat

Nudeln
2 Packungen Minimozzarella
ca. 120g Cashewkerne
1 Packung Speckwürfel
1 Packung Rucola (ca. 100g)
3 EL Creme Fraiche (oder saure Sahne)
Pfeffer und Salz
Öl

Nudeln mit einem Schuss Öl und Salz kochen.
Speck in der Pfanne knusprig auslassen und ggf. „entfetten“.
Cashewkerne grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett anrösten bis sie leicht bräunen und duften.
Rucola waschen, trocknen und eventuell kleinrupfen, Minimozzarella abtropfen.
Nudeln abkippen, ggf. abschrecken und mit Creme Fraiche und dem Speck vermischen. Mit Pfeffer und Salz und nach Belieben/Verträglichkeit anderen Gewürzen abschmecken.
Kurz vor dem Verzehr Rucola, Mozzarella und Cashewkerne untermischen und, falls die Nudeln zu viel Flüssigkeit gezogen haben und trocken geworden sind, noch etwas Öl und/oder Creme Fraiche zufügen.
Nudelsalat2

Zebrastreifen, Zebrastreifen, mancher wird dich nie begreifen…

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Gut, damit hätten wir dann die Kindheitserinnerungen auch abgehakt und gleich noch mit der musikalischen Untermalung fusioniert. Prima. Muss ja eigentlich nicht sein. Jedenfalls nicht bei Kinderliedern.

Kommen wir also zu anderen Fusionen, nämlich denen zweier einsamer Stoffteile. Letztes Jahr hatte ich ja einen Zebrajersey gekauft, den hab ich jetzt endlich seiner angedachten Bestimmung zugeführt. Oder eher gesagt etwa 60cm davon, viel mehr hat das lockere Top, das ich genäht habe, nämlich zum Leidwesen der Stoffbilanz nicht verschlungen. Aber immerhin. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

Den Schnitt hab ich ganz schnöde von einem Top abgenommen, dass ich mal gekauft habe, da steckt also auch keine große Glanzleistung dahinter. Die einzige solche war es vermutlich, beim Säumen die Zwillingsnadel so abzubrechen, dass sogar ein Stück des Plastiks oben absprang – und darauf hätte ich nun wirklich auch verzichten können.

Zebra

Ein weiteres Problem an der Sache war dann, dass ich mal wieder nicht bedacht habe, dass der Zebrajersey weniger elastisch und fließend ist als das, zugegebenermaßen sehr elastische, Originalshirt. Das hatte dann nicht nur zur Folge, dass das Shirt  deutlich weniger vorteilhaft – aka sackig – sitzt und um die Brust spannt, sondern auch der Armausschnitt einfach unbequem eng war. Schlussendlich hab den also radikal wieder abgeschnitten und das Shirt als Relax- und Schlafshirt deklariert. Braucht man ja schließlich auch mal.

Zebra2

Blogparade: Top 3 Sommer-Lippenstifte

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Nachdem ich die letzte Runde ausgesetzt habe, weil meine Nagellackvorlieben sich das Jahr über nicht nennenswert verändern, bin ich diese Runde wieder dabei bei Dianas Blogparade. (Auf den letzten Drücker, weil ich irgendwie auf dem Schirm hatte, es gehe bis 20. und weder den 3. Platz noch ein Gruppenfoto geschossen hatte. Natürlich waren sämtliche Kameraakkus wieder leer, sodass ich doofe Handyfotos machen musste, die weder farbecht noch schön, dafür aber körnig sind. Hmpf.)
In Runde 6 geht es um Sommer-Lippenstifte und da hab ich tatsächlich in letzter Zeit ein paar Vorlieben, zu denen ich häufiger greife. In erster Linie sind das leichte, pflegende Texturen und frische Farben.Top 3 Sommerlippenstifte

Den Anfang macht auf Platz 3 mal wieder MUA mit dem außergewöhnlich hübschen Namen „Shade 7„. Hält zwar nicht ewig (Erwartet man das von einem £1-Lippenstift?), aber das tun meine anderen Lippenstifte auch nicht, und die Farbe, etwas zwischen Rosa und Pink, ist schön frisch mit einem Hauch von Schimmer, während die Lippen nicht ausgetrocknet werden.

MUA Shade 7

Auf Platz 2 ist einer zu finden, der sich ganz dem aktuell überall aus dem Boden sprießenden Trend der Jumbostiftform anschließt: der MUA (schon wieder…) Power Pout in „Runway„. Die Farbe, ein hübsches Rot (Handykamera bei Dämmerung lässt grüßen!) lässt sich, wie übrigens auch bei den anderen Nuancen der Reihe, gut intensivieren und hinterlässt auch wenn sich der Glanz abgetragen hat noch Farbe, sodass es durchaus reichen kann, zum Auffrischen nur eine Lippenpflege nachzutragen.

Power Pout Runway

Mein Platz 1 geht, ganz wie Diana schon vermutet hat, an eine Astor Lipbutter, nämlich in der Farbe „Feeling Feline„.  Ich muss gestehen, als sie neu rauskamen und plötzlich überall die Blogs stürmten war ich skeptisch und hab sie mir eigentlich hauptsächlich wegen des Angebots, einen Nagellack dazu zu bekommen,  gekauft. Zumal mich außer „Feeling Feline“ irgendwie keine andere Farbe übermäßig angesprochen hat, die ich nicht schon sehr ähnlich hätte.
Anfangs war ich vom Tragegefühl und auch von der Farbabgabe nicht begeistert, aber nach ein paar Mal nutzen schien regelrecht „der Knoten geplatzt“ zu sein – als habe erst eine Schutzschicht abgetragen werden müssen. Seitdem erwische ich mich ständig mit der Farbe, die irgendwie unbeschreiblich zwischen Pink und Pfirsich rangiert und der das Foto gar nicht gerecht wird (Live kommt sie mir viel intensiver, leuchternder vor. Ich glaube dieser Swatch trifft es ganz gut.), und freue mich, dass man sie auch unterwegs notfalls mal ohne Probleme und Spiegel nachziehen kann.

Astor Lipbutter Feeling Feline

Ach ja, und zum abschließenden Vergleich oder als Referenz noch mal nackig. Also… die Lippen natürlich. Ein Schelm, wer böses denkt.

nix (2)