Schinken-Käse-Muffins

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Am ersten Sonntag des Septembers fängt in meiner Heimatstadt traditionell das örtliche Weinfest an. Das heißt, eigentlich fallen schon am Abend vorher die ersten Scharen grölender Besoffener an unserem Haus vorbei (Argh!), aber der Umzug ist erst Sonntags.

An besagtem Sonntag haben meine Kopfschmerzen und ich uns also, unterstützt von einer in hohen Dosen leberschädigenden Schmerztablette, auf den Weg zu unserem Stammplatz gemacht und mit dem Rest der Familie den Umzug angesehen. (Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass die zahlreichen Musikkapellen immer genau vor unserer Nase zum Stehen kommen mussten, oder?)
Immerhin habe ich neben ein paar Bonbons und anderen Süßigkeiten für meine Mutter auch ganze 2 Stück Traubenzucker mit Aufdruck der Stadt für mich abbekommen.

Meine Eltern sind danach noch in die Stadt und über das Fest gegangen um dort was zu essen. Mir war das irgendwie zu deprimierend. Nein, mal ehrlich, ich habe mich ja weitestgehend mit der Fruktosemalabsorption und der eingeschränkten Nahrungsmittelauswahl arrangiert, aber die zahlreichen verschiedenen Gerüche und volksfest-typischen Verlockungen von gebrannten Mandeln, Winzerschinken oder Früchten in Schokolade sind manchmal doch einfach eine Spur zu viel. Vor allem, wenn man eh schon Hunger hat. Und saufen konnte ich ja auch nix. Ich fange ja schon an, einkaufen an sich deprimierend zu finden, wenn man alles Mögliche unter die Nase gerieben bekommt und doch nicht essen darf. Aber ich schweife ab…

Jedenfalls stand ich dann also leicht betrübt zuhause, hatte Hunger und wollte mir auch was Leckeres gönnen… Der Kühlschrankinhalt war etwas mager, aber für spontan zusammengewürfelte Schinken-Käse-Muffins hat es dann, wie sich rausstellte, gerade noch gereicht. Und die waren so lecker, dass ich sie heute gleich noch mal gemacht habe, als Stärkung für einen kleinen Shoppingtrip. Außerdem „musste“ ich ja meine neuen Silikonförmchen noch mal „ausprobieren“… Die Mini-Gugelhupfe sind zwar auf den Foodblogs dieser Welt wohl schon ein alter Hut, aber ich hab sie erst neulich beim Discouter erstanden, weil Papierförmchen sich oft als zu instabil erwiesen und die tollen Sterne, Tannenbäume und Lebkuchenmännchen von der lieben Rudykon mir bei ganzjähriger Verwendung doch eher irritierte „Hast du einen an der Klatsche?“-Blicke einbrachten. Banausen!

Käse-Schinken-Muffins (14)

Schinken-Käse-Muffins

260g Mehl
2TL Backpulver
100g Schinkenwürfel (Welche ohne Zucker gibt’s z.B. bei Penny im 3er-Pack.)
100g geriebener Käse
300ml Milch
Pfeffer und Salz

Alle Zutaten kurz zusammenrühren und in 12 Muffinförmchen verteilen. (Wer, wie ich, Minigugelhupfe möchte sollte eher mit 16 rechnen, sonst haben die Hupfe hinterher kein durchgehendes Loch mehr. ;))
Im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) 25 Minuten backen.
Fertig!

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Über knaxgurke

- Baujahr 1990 in Südhessen - Doktorandin in Sheffield, UK - näht gerne - macht gelegentlich einfache Versuche im Stricken/Häkeln - würde ganz viele andere tolle, kreative Dinge auch gern können oder zumindest die Zeit haben, sie zu lernen - kocht und isst eigentlich gerne, würde das aber noch viel lieber tun wenn sie endlich nicht mehr von jedem Bissen ungeklärte Bauchschmerzen und andere Beschwerden bekäme nicht auf Fruktose verzichten müsste

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