Archiv für den Monat Oktober 2013

Blogparade: Top 3 Herbst-Nagellacke

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In der aktuellen Blogparade fragt Diana nach unseren Top 3 Herbst-Nagellacken. Im Sommer hat sie schon nach Sommerlieblingen gefragt und ich hab nicht mitgemacht, weil ich mein Lackierverhalten eigentlich nicht als von Jahreszeiten abhängig betrachtete oder mache und durchaus ganzjährig auf dunkle Farben stehe. Außerdem mag ich schließlich alle meine Lacke zu allen Jahreszeiten… Als die Runde rum war kam ich dann aber doch nicht umhin zu bemerken, dass es mir in den heißen Sommertagen ein paar Lacke besonders angetan hatten, die ich am liebsten gar nicht mehr entfernt hätte, aber zu spät ist eben zu spät.
Kurz vor Schluss möchte ich also diesmal bei den Herbstlacken doch noch mitmischen.

Herbstlack Top 3 (1)
Herbstlack Top 3 2
Platz 3
geht an einen Lack, der noch relativ neu ist in meinem Regal, nämlich „Birdy Bordeaux“ aus der Manhattan Community Colors Limited Edition. Die Farbe ist ein hübsches, pinkstichiges Bordeaux (Wobei Bordeaux für mich eigentlich roter ist.) mit tollem Schimmer, nicht umsonst einer der vermutlich beliebtesten Lacke aus der Aktion. Leider ist der Lack an sich für meinen Geschmack etwas zu flüssig und benötigt wohl auch deshalb 2 Schichten zum decken (Ich geb’s zu, ich bin meistens eine faule eine-dickere-Schicht-Lackiererin…), aber die Farbe hat es mir besonders für den Herbst so angetan, dass ich ihm das verzeihe und mir eben grummelnd etwas mehr Zeit zum Lackieren nehme und einiges an Lack wieder aus dem Nagelbett kratze.

Manhattan Birdy Bordeaux
Auf Platz 2 ist der einzige Lack gelandet, der noch kürzer in meinem Besitz, aber in der Beautyblogger-Community vermutlich nicht minder beliebt ist: „before sunrise“ von P2. Grundsätzlich eine ähnliche Farbrichtung wie Nummer 3, etwas roter (Bingo, Rot muss sein!), aber mit wundervollem, leicht duochromen Metalliceffekt. Dazu problemloser Auftrag, deckend in einer Schicht, lange Haltbarkeit, ich wollte ihn am liebsten gar nicht mehr entfernen. Der erinnert doch wirklich hervorragend an buntes Herbstlaub, oder?

p2 Before Sunrise (7)
Ganz knapp Nummer 1 ist hingegen das Quoten-Grün dieser Top 3 – was wäre schließlich eine meiner Top 3 ohne Grün (oder Rot, aber das ist ja wenigstens entfernt schon abgedeckt)? Na ja, Rouge-Favoriten vielleicht… das muss dann doch nicht sein. Der anbetungswürdige A England-Lack „Saint George“ ist einer der teuersten Lacke in meinem Fundus, auch wenn ich ihn nicht zum vollen Preis erworben habe, und ich bereue keinen Penny. High End-Fans werden jetzt vermutlich müde lächeln, aber mal ehrlich: ich bin mit der Qualität insbesondere der P2-Lacke für gewöhnlich sehr zufrieden und komme problemlos zurecht, also sehe ich keinen Grund, 10€, 20€ oder mehr für einen High End-Lack auszugeben und in den meisten Fällen wahrscheinlich hauptsächlich den Markennamen zu bezahlen. Außer vielleicht wenn die Farbe wirklich einzigartig-außergewöhnlich ist, und darin ist A England für mein Empfinden wirklich gut. (Qualitativ natürlich auch, keine Frage, aber wie gesagt… einen guten Cremelack krieg ich auch für 1,55€.)  Solche holografischen Lacke habe ich noch in keinem Drogeriesortiment gesehen und mich tatsächlich schon bei der ersten Sichtung in „Saint George“ verliebt. Hinzu kommt der spielend leichte Auftrag, bei dem sich der Lack quasi selbst nivelliert, eine Schicht reicht übrigens völlig, und eine sehr gute Haltbarkeit – was will man mehr?
A England St George

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Winterliche Tarnung: steht.

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Dass ich auch an der Nähmaschine in den letzten Wochen nicht ganz faul war hab ich ja schon gesagt. Meistens beschränkt sich das anscheinend auf Fotos, aber diesmal habe ich meine Mutter dankenswerterweise dazu bekommen, ein paar Bilder zu machen. (Nachdem der gewünsche Bildausschnitt dann geklärt und sie extra für mich in die Hocke gegangen war… na ja, seht selbst. Sonst macht sie nämlich bevorzugt Fotos aus ihrer mir gegenüber erhöhten Perspektive und schneidet irgendwas ab oder hat viel zu viel Bildrand, was alles nicht sehr vorteilhaft aussieht. Aber immerhin macht sie es überhaupt. Danke, Mama!)

Bis vor kurzem war nämlich finde ich perfektes „Rock-und-Strumpfhose-Wetter“. Bei lauwarmen, herbstlichen Sonnenstrahlen hatte ich da richtig Lust drauf und so habe ich noch einen Rock genäht, als hätte ich nicht schon genug. Aber irgendwas ist ja immer: entweder zu viel Stoff oder zu viele Nähwerke. Oder beides.
Als ich den Rock mit der abgebildeten Strumpfhose dann die Tage anhatte war es mit 7-8°C dummerweise doch schon etwas kühl, darauf war ich augenscheinlich nicht eingestellt gewesen, aber glücklicherweise habe ich ja auch noch dickere Strumpfhosen für’s nächste Mal.

Tarnrock 2

Der Rock ist nach dem wunderbar-wandelbaren Schnitt zum „Wednesday Winterrock“ von N&S entstanden, den ich immer wieder gerne nutze. Einfach, schnell, verlässlich und trotzdem sehr kleidsam. Nur einen kleinen Schlitz in einer der vorderen Nähte habe ich diesmal hinzugefügt.

Tarnrock 4
Der Stoff war übrigens ein größeres Reststück, das ich auch mal im N&S-Forum im Flohmarkt erstanden habe. Dadurch, dass er recht fest und dick ist hat der Rock auch richtig schön Stand.

Tarnrock 5
Ansonsten gibt’s zu diesem einfachen Teil gar nicht viel zu sagen. Saum und Bund sind wieder mit Schrägband verstürzt wie ich es so gerne mache, das hat auch den Vorteil, dass gerade bei dem festen Stoff beides nicht zu dick und steif wird.

Tarnrock
Auf der Rückseite verbirgt sich ein Reißverschluss hinter einem kleinen Übertritt, ähnlich wie bei einer Hose.

Tarnrock 3

Kreise ohne Ende

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Zugegeben, viel ist hier nähtechnisch in letzter Zeit nicht passiert, aber auch wenn ich anderen Bereichen fleißiger war kann man trotzdem nicht behaupten, dass ich an der Nähmaschine ganz faul gewesen sei. Neben ein paar kleineren Arbeiten auf dem Weg zur Vollendung einiger Teile hab ich seit dem Stoffmarkt vor allem eins gemacht: Schals genäht.  Das geht schnell, in den letzten Wochen war einiges los, und hat den Vorteil, dass ich meine Einkäufe auch wenn sie nicht für mich waren nicht gleich komplett wieder auf die Stoffbilanz aufschlagen muss. Oder eben Wahlweise das Plus gleich wieder mit dem Minus ausgleiche.

Angefangen hat alles mit diesem Schlauchschal, auch genannt „Loop“, den ich meiner Mutter letztes Jahr zu Weihnachten genäht hatte. Den hat sie nämlich so oft und gerne getragen, dass wir beschlossen ich könne ja noch weitere von der Sorte nähen.

Schals 2

Wie gesagt habe ich in den letzten Wochen die meisten Stoffe gleich verarbeitet, sodass ich hier eine kleine Armee von Loopschals zeigen kann:

Schals
Als ich meiner Mutter dann den zweiten Schal innerhalb von zwei Tagen präsentierte fragte sie etwas überrascht, ob ich damit jetzt in Massenproduktion gehe und nur noch Loops nähe… und als ich laut überlegte, meine Tante und meine Oma ebenfalls mit einem Schal zu beglücken neckte sie mich doch glatt ob ich nicht ein Kleingewerbe anmelden wolle. (Es folgten Fragen nach dem Preis der Stoffe und die Aussage damit könne man doch dann bei Preis X gut verdienen.)

Schals 3
Zusätzlich zu den neu gekauften Stoffen habe ich auch noch einen bereits bekannten verarbeitet als mir spontan einfiel, dass ich meiner Cousine zum Geburtstag auch einen Loop schenken könnte. Da das Reststück genau die richtige Länge dafür hatte habe ich übrigens gleich 2 Schals daraus gemacht, einen für sie und einen für mich. Auf die Fotos geschafft hat es dann nur noch meiner, ihrer zierte nämlich gleich beim Geburtstagsessen ihren Hals.

Schals 5
Witzige Begebenheit an dieser Stelle: mein Tartanrock hat innerhalb einer Woche gleich zwei Leute wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten so beeindruckt, dass mir beide süße Komplimente gemacht haben. Zuerst schlich in der Fußgängerzone plötzlich eine betagte Omi geheimnisvoll mit verengten Augen und im Seitwärtschritt auf mich zu um mir im Vorbeigehen ein „Schick sehen Sie aus!“ ins Ohr zu flüstern, und dann habe ich es bei besagtem Geburtstagsessen nicht mal bis zu den Tellern des mongolischen Buffets geschaft ehe ich von der Kellnerin mit einem „Darf ich Ihnen was sagen? Sie haben einen tollen Rock an! Darf ich fragen, wo Sie den gekauft haben?“ aufgehalten wurde. Daheim wurde mir gleich wieder gesagt ich hätte ja einen Auftrag draus machen können… so viel zum Thema Kleingewerbe.

Schals 4
Dabei ist sie diejenige, die mir regelmäßig mit „Du hast doch schon so viel Stoff!“ oder „Wo soll das denn alles hin? Wir haben keinen Platz!“ kommt. Mir scheint, den Gedanken hat sie nicht ganz zu Ende gedacht…

Schals 6
Aber das hat sie wohl bei dem Wunsch nach Schals auch nicht, denn jetzt hat sie festgestellt, dass der Flurschrank ja irgendwie auch schon viel zu gut mit selbigen gefüllt ist.

Schals 7
Wenn ihr mich fragt: Kein Wunder! (Langsam kann ich keine Loops mehr sehen…)

Schals 8

Karamellbonbons (anderweitig bekannt als Toffees)

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Schon letztes Jahr um die Weihnachtszeit habe ich erste Versuche unternommen, fruktosearmes Marzipan und etwas Nougat-ähnliches herzustellen. Das Marzipan konnte sich echt sehen lassen (was mich daran erinnert, dass ich bei Zeiten unbedingt ein Rezept veröffentlichen muss) und das Nougat, na ja, sagen wir es so: geschmeckt hat es (ganz gut ausgesehen eigentlich auch), nur eben nicht direkt nach Nougat. Wobei mein Vater im Blindversuch immerhin Nüsse und Kakao rausgeschmeckt hat, also kann es gar nicht soo verkehrt gewesen sein.

Was fehlt also im Trio der Süßwaren-Hauptdarsteller, abgesehen von Schokolade, noch? Richtig, Karamell natürlich.
Verschiedene Dinge karamellisiert und Karamell-Brotaufstrich gemacht habe ich ja schon, aber neulich überkam mich dann ein ganz anderer Gedanke: Karamellbonbons! Oder Karamell-Füllung für Schoko-Keks-Riegel…

Nachdem der heimische Vorrat an Traubenzucker also wieder aufgefüllt war (Glaubt ihr das? Wir hatten keinen Traubenzucker mehr!) und meine Eltern sich am Feiertag für einen ausgedehnten Spaziergang verabschiedet hatten (Sturmfreie Küche!) hab ich mich gleich ans Werk gemacht und zähe, klebrige, völlig überzuckerte leckere Karamellbonbons gemacht. Okay, ein gewisser Grad an Überzuckerung ist bei Karamell eigentlich nie von der Hand zu weisen, aber das liegt ja in der Natur der Sache und muss auch manchmal sein.

Karamellbonbons

Karamellbonbons

100 ml Sahne
100g Traubenzucker
1 Prise Salz

Salz, Sahne und Traubenzucker verrühren und in eine heiße, beschichtete Pfanne kippen. Unter ständigem Rühren auf- und einkochen lassen, das dauert ein Bisschen und die Temperatur kann man nach einer Weile etwas runterdrehen. Irgendwann zwischendrin sieht es aus wie Rührei, das nicht fest werden will, aber Unmengen von Bläschen schlägt, mit der Zeit wird das Ganze aber fester und bekommt die typische karamellbraune Farbe.

Ein weiterer Indikator ist wieder die „Gassenbildung“, das heißt wenn man mit dem Kochlöffel eine Furche durch die Masse zieht bleibt für kurze Zeit eine Gasse sichtbar, die den Blick auf den Pfannenboden freigibt. Das ist dann ein guter Zeitpunkt den Herd auszustellen und die Karamellmasse ggf. etwas abkühlen (und die Bläschen verschwinden) zu lassen.

Jetzt braucht man das Karamell nur noch vorsichtig in kleine Förmchen, zum Beispiel Eiswürfelförmchen aus Silikon (Meine tollen hat mir Rudykon zu Weihnachten geschenkt, vielen Dank!), oder in eine größere mit Backpapier ausgekleidete Form zu füllen – aber Achtung, das Zeug ist schweineheiß! (Also nicht auf die Idee kommen, verkleckertes mal eben mit dem Finger wegzuwischen.) Wenn das Ganze abgekühlt und etwas ausgehärtet ist kann man es im Fall einer großen Form in mundgerechte Bonbonstücke schneiden, aus den kleinen Förmchen lässt es sich nach dem vollständigen Erkalten gut rausdrücken.

Fertig sind die Plombenzieher und Kariesunterstützer! Direkt draufbeißen würde ich allerdings nicht empfehlen, denn sie sind hart, also muss man schon erst mal ein Bisschen lutschen – Bonbons eben. (Für eventuelle Zahnschäden übernehme ich keine Haftung.)

Blogparade: Top 3 LE-Produkte

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Heute gibt es zur Abwechslung mal wieder einen Beauty-Post von mir, denn ich habe es endlich mal wieder rechtzeitig geschafft, Fotos für die Teilnahme an Dianas Blogparade zu machen. (Unter Fluchen über die blöden Schatten, versteht sich.) Das Thema diesmal: Top 3 Produkte aus Limited Editions (LEs).

Top 3 LE-Produkte
Während ich also so überlegte fiel mir auf, dass ich gar nicht so viele Produkte aus LEs habe. Das liegt vermutlich daran, dass ich auf den „informierten Kosmetik-Zug“ erst Anfang des Jahres so richtig aufgesprungen bin und mich viele LEs des Jahres dann ziemlich kalt gelassen haben. (Genauere Betrachtung meiner Sammlung hat allerdings ergeben, dass ich dafür um so mehr ausgelistete Produkte habe – ich schätze mit schönen reduzierten Sachen kriegt man mich gut…)
Limitierte Nagellacke und Lippenprodukte gibt es kaum, dafür fällt die Wahl bei Lidschatten und Rouge schon etwas schwieriger aus.

Top 3 LE-Produkte 1
Platz 3
geht an einen Lidschatten (oder laut Packungsaufschrift genauer: „crazy reptile eye shadow“), mit dem mich meine Mutter mal bei einem Heimaturlaub bedacht hat („Du stehst doch so auf Dunkelgrün…“ – Recht hat sie, die Frau!), nämlich „seductive green“ aus der p2 „your wild side“ LE von Januar 2011. Ich weiß gar nicht mehr, ob er mir mal runtergefallen ist oder zu der Kategorie „überlebt den Heimweg nicht“ gehört (von der Sorte hatte ich speziell zu Teeniezeiten viele, glücklicherweise scheint sich das geändert zu haben), ich tippe auf ersteres, jedenfalls ist er leider kaputt. Ich nehme mir schon seit Ewigkeiten immer wieder vor ihn mal neu zu pressen, habe aber Angst, dass das auf Kosten der Produkteigenschaften gehen könnte. Dankenswerterweise tut der Bruch denen nämlichen keinen Abbruch, denn Farbe und Pigmentierung sind toll und er lässt sich – trotzdem – krümelfrei auftragen.
Zwischen meinen ganzen eher wald- oder flaschengrünen Tönen ist diese Farbe jedenfalls eine willkommene Abwechslung, die ich womöglich selbst sträflich ignoriert hätte, insofern: Danke, Mama!

Top 3 LE-Produkte 2
Auf dem 2. Platz ist ein eigentlich ziemlich unscheinbarer Kandidat, der mich aber durch seine beständigen Produkteigenschaften überzeugt hat. Die Rede ist vom Lidschatten „black out“ aus der essence „black and white“ LE, ebenfalls von Januar 2011. (Mir dünkt den könnte mir ebenfalls meine Mutter mitgebracht haben. D’oh!)
Obwohl der Lidschatten sehr fest gepresst aussieht lässt er sich problemlos deckend und krümelfrei auftragen – Eigenschaften, die er damit seinem unsagbar krümeligen schwarzen Schubladen-Vorgänger von Manhattan deutlich voraushat und die ihn zum perfekten Partner für Make ups aller Art machen.

Top 3 LE-Produkte 3
Platz 1
hat sich dann zur Abwechslung mal wieder ein Produkt gesichert, dass ich mir selbst ausgesucht habe: das Rouge „Mirrored Pink“ aus der Sleek „Aqua Collection“ vom Frühjahr 2013. Das habe ich mir nämlich kurz vor meinem „Rückzug“ aus England gerade noch gesichert und halte es immer noch für eine tolle, gut kombinierbare Farbe um ein Bisschen Frische ins Gesicht zu zaubern. Nur für’s Öffnen greife ich nach wie vor lieber auf eine Nagelfeile zurück als auf meine ohnehin schon seit geraumer Zeit ziemlich geschundenen Nägel (Tipps gegen sich schälende Nägel werden gerne entgegen genommen ;)).

Top 3 LE-Produkte 4
Bilder im aufgetragenen Zustand gibt’s diesmal wegen akutem Krieg „Kamera gegen knaxgurke“ leider keine. (Ihr seht es ja oben, meine Bilder haben alle einen Schatten rechts unten, den ich auch unter Verrenkungen mit weiteren Leuchtmitteln zur besseren Ausleuchtung nicht wegbekomme. Frustrierend aber wahr.)

Shortbread

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Letzten Dienstag hat mich mein Kumpel Djendja (sein NuS-Forenname) angerufen und gefragt, ob ich spontan Lust hätte, mit ins Felsenmeer zu kommen. Da war ich schon ewig nicht mehr, außerdem dünkte mir ich müsse das sonnige Herbstwetter genießen, solange es noch da ist, also hab ich zugesagt.
Während er noch seine Sachen zusammensuchte bemängelte er dann, dass seine Kekse leer  seien, dabei nehme er die immer so gerne als kleine Wegzehrung mit. Nachdem ich eruiert hatte, dass er mit „diese kleinen, flachen, rechteckigen, die immer so teuer sind“ nicht etwa das Karamellgebäck, das man auswärts häufig zum Kaffee gereicht bekommt, sondern Shortbread meinte fragte ich, ob er denn keinen Backofen habe. Die Antwort kam prompt: „Hast du denn ein Rezept?“

In der Tat hatte ich sogar schon mal Shortbread gebacken, passenderweise noch in England, und den damaligen Versuch als verbesserungsfähig empfunden.  Da bot sich der gemeinsame Stoffmarktbesuch am Sonntag natürlich als ideale Gelegenheit, diese Optimierung endlich mal durchzuführen, und so stellte ich mich Samstag Abend flugs in die Küche um uns etwas Wegzehrung zu backen.

Mein Kumpel hat sich sehr über die Überraschung (und das Rezept ;)) gefreut und weil es ja wirklich ziemlich einfach ist möchte ich es natürlich auch wieder mit euch teilen.

Shortbread 2

Shortbread

300g Mehl
200g Margarine oder weiche Butter
140g Traubenzucker
je eine Prise Salz und Vanille

Alle Zutaten mit den Knethaken eines Handrührgeräts gut miteinander vermischen. Bei Bedarf noch mit den Händen weiterkneten, aber es muss gar nicht unbedingt eine kompakte Teigkugel werden – es reicht auch, den etwas bröseligen Teig so auf ein Backpapier zu kippen.
Dann ein zweites Backpapier drauflegen und den Teig beliebig dick ausrollen, hierbei verhindert das obere Backpapier, dass der Teig am Nudelholz kleben bleibt. Anschließend den Teig möglichst gleichmäßig leicht einstechen, zum Beispiel mit einer Gabel oder einer Stricknadel (dazu natürlich das obere Backpapier wieder entfernen, das wird nicht mehr gebraucht), und im vorgeheizten Ofen bei 170°C etwa 20 Minuten backen, womöglich sogar weniger. Der Teig soll nicht nennenswert bräunen und ist noch etwas weich wenn er aus dem Ofen kommt. Das ist dann der richtige Zeitpunkt, das Messer zu zücken, und das Backwerk in beliebig große Streifen, Rauten oder sonstige Stücke zu schneiden. Das fertige Shortbread wird dann mit dem Abkühlen hart und knusprig, also nicht warten, bis es im Ofen knusprig wird, sonst könnt ihr damit nachher Scheiben einschlagen!

Shortbread
Obiges Rezept ergibt übrigens je nach Dicke ungefähr 1 Blech, ich hab nur exemplarisch weniger geknipst.