Karamellbonbons (anderweitig bekannt als Toffees)

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Schon letztes Jahr um die Weihnachtszeit habe ich erste Versuche unternommen, fruktosearmes Marzipan und etwas Nougat-ähnliches herzustellen. Das Marzipan konnte sich echt sehen lassen (was mich daran erinnert, dass ich bei Zeiten unbedingt ein Rezept veröffentlichen muss) und das Nougat, na ja, sagen wir es so: geschmeckt hat es (ganz gut ausgesehen eigentlich auch), nur eben nicht direkt nach Nougat. Wobei mein Vater im Blindversuch immerhin Nüsse und Kakao rausgeschmeckt hat, also kann es gar nicht soo verkehrt gewesen sein.

Was fehlt also im Trio der Süßwaren-Hauptdarsteller, abgesehen von Schokolade, noch? Richtig, Karamell natürlich.
Verschiedene Dinge karamellisiert und Karamell-Brotaufstrich gemacht habe ich ja schon, aber neulich überkam mich dann ein ganz anderer Gedanke: Karamellbonbons! Oder Karamell-Füllung für Schoko-Keks-Riegel…

Nachdem der heimische Vorrat an Traubenzucker also wieder aufgefüllt war (Glaubt ihr das? Wir hatten keinen Traubenzucker mehr!) und meine Eltern sich am Feiertag für einen ausgedehnten Spaziergang verabschiedet hatten (Sturmfreie Küche!) hab ich mich gleich ans Werk gemacht und zähe, klebrige, völlig überzuckerte leckere Karamellbonbons gemacht. Okay, ein gewisser Grad an Überzuckerung ist bei Karamell eigentlich nie von der Hand zu weisen, aber das liegt ja in der Natur der Sache und muss auch manchmal sein.

Karamellbonbons

Karamellbonbons

100 ml Sahne
100g Traubenzucker
1 Prise Salz

Salz, Sahne und Traubenzucker verrühren und in eine heiße, beschichtete Pfanne kippen. Unter ständigem Rühren auf- und einkochen lassen, das dauert ein Bisschen und die Temperatur kann man nach einer Weile etwas runterdrehen. Irgendwann zwischendrin sieht es aus wie Rührei, das nicht fest werden will, aber Unmengen von Bläschen schlägt, mit der Zeit wird das Ganze aber fester und bekommt die typische karamellbraune Farbe.

Ein weiterer Indikator ist wieder die „Gassenbildung“, das heißt wenn man mit dem Kochlöffel eine Furche durch die Masse zieht bleibt für kurze Zeit eine Gasse sichtbar, die den Blick auf den Pfannenboden freigibt. Das ist dann ein guter Zeitpunkt den Herd auszustellen und die Karamellmasse ggf. etwas abkühlen (und die Bläschen verschwinden) zu lassen.

Jetzt braucht man das Karamell nur noch vorsichtig in kleine Förmchen, zum Beispiel Eiswürfelförmchen aus Silikon (Meine tollen hat mir Rudykon zu Weihnachten geschenkt, vielen Dank!), oder in eine größere mit Backpapier ausgekleidete Form zu füllen – aber Achtung, das Zeug ist schweineheiß! (Also nicht auf die Idee kommen, verkleckertes mal eben mit dem Finger wegzuwischen.) Wenn das Ganze abgekühlt und etwas ausgehärtet ist kann man es im Fall einer großen Form in mundgerechte Bonbonstücke schneiden, aus den kleinen Förmchen lässt es sich nach dem vollständigen Erkalten gut rausdrücken.

Fertig sind die Plombenzieher und Kariesunterstützer! Direkt draufbeißen würde ich allerdings nicht empfehlen, denn sie sind hart, also muss man schon erst mal ein Bisschen lutschen – Bonbons eben. (Für eventuelle Zahnschäden übernehme ich keine Haftung.)

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Über knaxgurke

- Baujahr 1990 in Südhessen - Doktorandin in Sheffield, UK - näht gerne - macht gelegentlich einfache Versuche im Stricken/Häkeln - würde ganz viele andere tolle, kreative Dinge auch gern können oder zumindest die Zeit haben, sie zu lernen - kocht und isst eigentlich gerne, würde das aber noch viel lieber tun wenn sie endlich nicht mehr von jedem Bissen ungeklärte Bauchschmerzen und andere Beschwerden bekäme nicht auf Fruktose verzichten müsste

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  1. Oh weh, ich muss einen Termin bei meinem Zahnarzt ausmachen:
    Ich WILL diese Bonbons und werde mir wahrscheinlich alle Füllungen ziehen 😀

    Schön sind sie geworden, danke für das Rezept!

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