Archiv für den Monat November 2013

24 tolle Kleinigkeiten oder: der N&S Adventskalender-Swap

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Im grünen Forum gibt es ja nicht nur das jährliche Weihnachtswichteln, sondern auch das ganze Jahr über immer wieder eine Reihe von Swaps zu verschiedenen Themen. (Ein Swap funktioniert – im Gegensatz zum forenspezifischen Wichtelsystem – quasi wie eine „normale“ Wichtelaktion, also mit einer festgelegten Anzahl von Teilnehmern, von denen jeder ein Wichtelkind zugeteilt bekommt, für das er Geschenke zum Thema werkelt und von einer dritten Person eben so welche bekommt.)
Als ich dieses Jahr dann tatsächlich rechtzeitig den reduzierten Adventskalenderswap gesehen habe wollte ich endlich auch gerne mal mitmachen. Ich hatte schon so lange keinen Adventskalender mehr… und dann auch noch selbstgemacht/-zusammengestellt?
Kurze Rücksprache mit der Organisatorin und den anderen Teilnehmerinnen ergab, dass auch meine FM kein Problem sein sollte und so war ich dabei. Da ich ja schon in der Familie merke, dass vielfach nicht extra fruktosearme Sachen gebacken werden, hatte ich nämlich etwas Bedenken, meinem Wichtel da zu viel aufzubürden,  zumal Süßigkeiten ja durchaus gerne als Adventskalenderfüllung verwendet werden und unsere Version „nur“ 6 selbstgewerkelte Geschenke enthalten sollte. Denn ehrlich, wenn schon meine Familie größtenteils nicht bereit ist, den Zucker einfach durch Traubenzucker zu ersetzen damit ich mir nicht extra was mitbringen muss, dann erwarte ich das von im Prinzip Fremden erst Recht nicht. (Auch wenn ich meinen lieben Wichtel ja sogar im Swapzeitraum auf einem CT in Frankfurt kennen lernen durfte und es ihr nach eigener Aussage verständlicherweise schwer fiel, sich da nicht zu verplappern. *rüberwink*)

Kalender Zebri
Dennoch hat die liebe Todeszebra mir einen allein optisch schon ganz wunderbaren Adventskalender gebastelt, den meine Mutter hier als unübersehbaren Passantenstopper auf die Treppe gestellt hat, während ich mein eigenes Swappaket zum Versandunternehmen kutschierte. Und wie es aussieht hat Zebri sogar einige Leckereien produziert, denn im beliegenden Brief schrieb sie, dass ihr Freund sie jetzt „Küchenchemikerin“ nennt und ich im Laufe des Dezembers ja vielleicht rausfinden werde warum.
Bevor sich jetzt jemand wundert, dass ich schon ein großes Paket optisch ansprechend finde zeige ich euch aber lieber den Kalender selbst, der mir beim Öffnen des Kartons ein entzücktes Quietschen und freudiges Lachen entlockte:

Kalender Zebri 2
Ist das nicht genial?

Kalender Zebri 4
Lauter Beweisbeutel! (Jetzt kann ich wenigsten so tun, als hätte ich endlich einen Job…)

Kalender Zebri 5
Manche der Beutel sind zusätzlich zur Nummerierung auch noch bedruckt.

Kalender Zebri 6
Die Nummer 6 zum Beispiel passenderweise mit einem Schuhabdruck. Ob der stilecht vom Nikolaus ist wird beizeiten noch untersucht. (Die erste Frage meines Vaters war ja typischerweise: „Hat die ’n Kind?“)

Selbstverständlich musste die hauseigene QM-Beauftragte ihre Nase auch wieder reinstecken und überprüfen, ob auch alles in Ordnung ist:

Kalender Zebri 3
Mittlerweile sind selbstverständlich alle Tütchen ordnungsgemäß im (auf dem) Asservatenschrank verstaut und ich warte sehnlichst darauf, sie endlich untersuchen zu dürfen.
Noch 4 Mal schlafen… das ist sozusagen der Countdown zum Countdown. Ehrlich, momentan freue ich mich geradezu mehr auf den Kalender als auf Weihnachten selbst.

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Augen auf beim Stoffkauf

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Das kommt wohl davon, wenn man der Verkäuferin beim Zuschneiden mal nicht auf die Finger guckt:

KarstadtKiel

Bestellt und bezahlt habe ich übrigens einen Meter, bekommen aber wie ihr seht nicht mal 90cm. Leider habe ich die „Zahlenschwäche“ der Verkäuferin erst daheim bemerkt, sonst hätte ich der sicher was erzählt…
Herzlichen Dank auch, Karstadt Kiel! Läge mein nächster Besuch in Kiel nicht ohnehin noch ungeplant in weiter Ferne würde ich ja sagen: ihr seht mich so schnell nicht wieder.

Ein paar Zahlen zu viel hab ich hingegen neulich bei dem grauen Jerseycoupon vom Expo-Stoffmarkt entdeckt.

here's my number baby
Kaum minder ärgerlich, aber den hab ich wenigstens selbst schlampig ausgesucht, außerdem war günstiger und die betroffene Fläche ist deutlich kleiner als die oben unterschlagene. Wer rechnet auch schon mit sowas?

Oder soll das etwa die Rache der Stoffbilanz-Götter sein? Hey, die sind doch gar nicht für mich! Außerdem hab ich trotz der Käufe für Geschenke & Co. eine positive Abbaubilanz. Also, positiv im Sinne von negativ, die Massen sind nichtsdestotrotz weniger geworden. Kann ja wohl nicht angehen hier…

Karteileichen #3 – Klar zur Halse?

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Okay, ein Matrosenkleidchen oder ähnliches ist es nicht, aber etwas von Uniform hat es schon, und vor allem: Schiffsknöpfe! (Hab ich schon erwähnt, dass ich majestätische Segelschiffe unheimlich dekorativ finde?)
Während ich Weihnachtsgeschenke und ähnliches werkele, die noch nicht ihren Weg auf den Blog finden können, ist es jedenfalls finde ich mal wieder Zeit für eine Karteileiche. Leinen los!

Irgendwann beim Klamotten kaufen mit meiner Mutter, es ist schon Jahre her, habe ich jedenfalls mal ein zu allem Überfluss auch noch überteuertes Longshirt-Kleidchen-was-auch-immer gesehen, das an der Brust ganz neckisch gefaltet war. Leider war der Rest des Schnitts eine gnadenlose Katastrophe und die Farbe des viel zu großen Sacks erinnerte auch eher an volle Windeln verdauungsgestörter Kleinstmenschen. Aber die Falten…
Schon im Laden reifte jedenfalls schnell der Gedanke: sowas musst du nachnähen – aber bitte in schön!

Uniformkleid3
Daheim angekommen hab ich mir also bald einen grauen Jersey (Kennt ihr ihn noch?) sowie meinen altbewähren T-Shirt-Schnitt gegriffen und losgelegt.
Zugegeben, weil ich beim Brustteil eher munter drauf los gefaltet habe sind die Falten etwas weiter außen gelandet als es vielleicht – vor allem für die Knöpfe – gut wäre, aber es sieht finde ich trotzdem ganz hübsch und ziemlich adrett aus. Beim nächsten Mal weiß ich dann wenigstens auch, dass sie weiter zusammen müssen, und ehrlich: mir gefällt das Detail so gut, dass es eigentlich eine Schande ist, dass es nicht schon längst ein nächstes Mal gab.

Uniformkleid2
Neben den Falten befinden sich dann jedenfalls je 3 Knöpfe, die leider manchmal etwas traurig hinabbaumeln weil die Öse so lang ist. Das finde ich schade, aber kann man wohl nichts bei machen.

Uniformkleid4
Um den uniform-angehauchten Look noch zu vervollständigen gab es für das Kleid außerdem noch kleine Schulterklappen. Hier sieht man auch die wunderschönen Schiffsknöpfe nochmal besser.

Uniformkleid
Das ist vielleicht ein Detail, das auf den ersten Blick nicht unbedingt auffällt, schon gar nicht Nicht-Nähenden, mir aber nach wie vor sehr gut gefällt. Irgendwie gibt es dem Kleid noch mal das letzte Schiff den letzten Schliff.
Hinten ist es übrigens ganz schlicht und schmucklos, die „Action“ geht hier eindeutig vorne ab. Ich denke ihr seht, dass es sich bei meinen Karteileichen nicht immer nur um „alte“ oder „langweilige“ Sachen dreht, sondern da auch echte Lieblingsstücke dabei sind, die ihren Platz in meinem Schrank schon lange hartnäckig verteidigen. Habt ihr solche Teile auch? Die schon lange rumliegen, es nie in irgendwelche Vorstellungsrunden geschafft haben, aber euch trotzdem am Herzen liegen und die ihr gerne tragt? Oder die womöglich gar nicht mehr passen oder schon so kaputtgeliebt sind, dass ihr sie nicht mehr tragen könnt oder wollt, aber es auch nicht über’s Herz bringt, sie wegzugeben oder zu entsorgen?

Maler Klecksels neustes Helferlein

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Heute gibt’s mal ein kleines Last-Minute-Nähwerk, denn ich fahre relativ kurzfristig morgen zu meiner Oma nach Kiel und beim packen fiel mir ein, dass ich gar keine gute Transportaufbewahrung für meine Schminkpinsel habe. Zugegeben, für den Rest eigentlich auch nicht, aber das Pinselproblem ließ sich schneller beheben, zumal ich da wenigstens überhaupt weiß, was ich will und wie ich es mir vorstelle.

Pinselrolle
Also hab’ ich mir das Maßband geschnappt, ausgemessen, ein paar Stoffreste rausgekramt und losgelegt. Das hat wirklich nicht lange gedauert und verhindert wunderbare abgeknickte Sturmfrisuren auf Seiten der Pinsel. Bei mir kann man sich da bei einer steifen Ostseebrise nicht so sicher sein. Aber ist ja auch nur ein kleiner Haufen Rechtecke…

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Ich präsentiere: die Mini-Pinselrolle. Sieht im Vergleich zu größeren Exemplaren irgendwie erstmal seltsam aus, da höher als breit, aber solche Unmengen von Pinseln muss ich halt auch nicht rumschleppen. Um genau zu sein würde sogar noch einer mehr reinpassen. Taktisch betrachtet würde vermutlich ein Foundationpinsel fehlen, aber da ich für gewöhnlich keine trage…

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Um die Haare noch weiter zu schützen oder gar das Rausfallen zu verhindern habe ich oben noch eine Schutzlasche angenäht.

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Geschlossen wir das Ganze mit einem Schleifchen.

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Übrigens war ich auch ansonsten nicht untätig, aber quasi alles, was ich gewerkelt habe, ist für einen Adventskalenderswap im grünen Forum. Deshalb kann ich es hier natürlich nicht zeigen, bevor mein Wichtelchen es nicht ausgepackt hat. Das werde ich aber selbstverständlich bei Zeiten nachholen. Sind ja schließlich nur noch knapp 6,5 Wochen bis Weihnachten. (Höre ich da allgemeine Panik ausbrechen?)