Beweisführung „Kriminalität im Advent“, Teil 1

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Es ist so weit, es ist Dezember und ich darf die ersten Beweise aus den sich im Advent häufenden Kriminalfällen untersuchen. (Yippie, endlich mal Untersuchungsergebnisse so schnell wie im Fernsehen!)

Logischerweise fangen wir an mit Beweisstück 7674-1. (Korrekterweise hätte ich übrigens die Tüte irgendwo abseits des Siegels einschneiden müssen, aber ich wollte den tollen Kalender ja nicht kaputt machen, damit ich ihn mal wiederverwerten kann.)

Kalender 1 3
Beweisstück 7674-1 ist eine durchsichtige Tüte mit grünen Tannenbaum- und goldenen Mond- und Sternmotiven, verschlossen mit einer grünen Schleife aus Satinband und gefüllt mit etwas, dass das Aussehen von Plätzchen mit Schokolade aufweist.

Kalender 1 2
Der Probenhomogenisierung und –derivatisierung folgte die eingehende Analyse im körpereigenen „Massenspektrometer“. Die Untersuchung ergab, dass es sich bei Beweisstück 7674-1 tatsächlich um leckere Butterplätzchen mit Schokoüberzug handelt.

Kalender 1
Beweisstück 8650-2: Oha, Sternchentüte und weißes Pulver! Verdächtig…

Kalender 2 2
Entwarnung nach der Analyse: es ist Vanille-Traubenzucker. (Andererseits: solche Backzutaten können ja bekanntermaßen auch mal für Bombenalarm auf dem Flughafen sorgen… wenn man einen ganzen Koffer voll davon hat.)

Kalender 2 3
Die Tüte von Beweisstück 4049-3 ist eine der besonderen Augenweiden des Kalenders, nämlich verziert mit einem Mikroskop. (Erst bei genauerem Betrachten kam mir übrigens der Gedanke, dass ich schon ewig keines mehr benutzt habe, dass nur ein Okular hat. Wobei man sich das zweite für die meisten Leute wohl eh sparen könnte, weil sie ohnehin ein Auge zukneifen. Die Kunst des Mikroskopierens…)

Tür 3
Der zu analysierende Inhalt präsentiert sich wieder in durchsichtigen Verpackungen, eine mit goldenen Sternen, die andere unbedruckt, die diesmal mit hübschem, dunkelrotem Band verschlossen sind.

Tür 3 1
Was auf den ersten, morgendlich-schlaftrunkenen Blick aussehen mag wie Pralinen aus weißer Schokolade (welche mir fruktosearm allerdings noch nicht untergekommen ist) entpuppt sich dann als sogenannte Bodymelts mit leckerem Blutorangenduft. Das große enthält ein Tensid und sollte sich daher gut zum duschen eigenen, die kleinen sind eher anstelle von Bodylotion für’s Eincremen nach weniger pflegenden Duschgelen gedacht. Meine trockene Haut freut sich! Außerdem dürfte dann jetzt auch klar sein, dass sich Zebris Einsatz als „Küchenchemikerin“ nicht nur auf Essbares beschränkt hat.

Tür 3 2
Beweisstück 6811-4 präsentiert dann wieder eine kleine toxikologisch-pharmakologische Herausforderung in Form kleiner, weißer Tabletten mit quadratischer Grundfläche, einer Sollbruchstelle in der Mitte und der schwachen Prägung „Dextro“. Die neuste Modedroge? Ob die Datenbank zu dieser Form was herzugeben hat?

Tür 4
Nach der Analyse aber auch hier Entwarnung: die kurzfristig aufputschende Wirkung von „Dextro“ beruht keinesfalls auf einer verbotenen Zusammensetzung als neues Partyrauschmittel, sondern lediglich auf dem hohen Glukosegehalt. Mit anderen Worten: der Stoff ist ziemlich ungefährlich.

Tür 4 2
Asservatenbeutel 3117-5
enthält die sichergestellte Beute eines missglückten Diebstahls. Das arme, ausgeraubte Eichhörnchen… Ich werde weiterhin mein bestes tun, um die Täter zweifelsfrei zu überführen, doch die Spurenlage ist schwach. Außer dem Ursprung der Beute fand sich leider noch nicht viel brauchbares…

Tür 5
Mit Beweisstück 1696-6 durfte ich dann (mittlerweile) gestern das Beinholster einer verdeckten Ermittlerin auf die Fragestellung hin untersuchen, ob es sich womöglich im Einsatz nicht ausreichend gut unter Röcken und Kleidern verstecken ließ und somit für das Auffliegen der Tarnung sorgte.

Tür 6
Nach gründlicher Prüfung kam ich zu folgendem Ergebnis: es ist sogar so gut im verstecken, dass es mir quasi nicht möglich war, ein halbwegs passables Foto davon zu machen. Leider, denn das wird dem Stück nicht gerecht. Trotzdem: So in Etwa sieht das Ganze getragen aus, perfekt um in der Disco bei verdeckten Ermittlungen die Hände frei zu haben:

Tür 6 2
Tür 6 4
Der geübte Betrachter erkennt es außerdem schon, hier wurden weitere Spuren am Tatort hinterlassen. Da es sich allerdings um ein gängiges Schuhmodell in einer häufigen Größe handelt wird der Spurenverursacher ohne sein Schuhwerk zum Vergleich nur schwerlich festzustellen sein.

Tür 6 3
Hattet ihr auch so tolle Sachen in euren Adventskalender? Oder habt ihr  gar keine?
Hier wird es jedenfalls nächste Woche bestimmt den nächsten Gerichtstermin zur Darlegung der Beweismittel geben.

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Über knaxgurke

- Baujahr 1990 in Südhessen - Doktorandin in Sheffield, UK - näht gerne - macht gelegentlich einfache Versuche im Stricken/Häkeln - würde ganz viele andere tolle, kreative Dinge auch gern können oder zumindest die Zeit haben, sie zu lernen - kocht und isst eigentlich gerne, würde das aber noch viel lieber tun wenn sie endlich nicht mehr von jedem Bissen ungeklärte Bauchschmerzen und andere Beschwerden bekäme nicht auf Fruktose verzichten müsste

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    • Finde ich auch, ich bin so glücklich mit meinem Kalender. =)
      Och, ich bin mir gar nicht so sicher, ob es eine richtige, „große“ Lösung im Sinne eines Puzzles oder Falls gibt, oder es nicht eher einfach tolle Kleinigkeiten in genialer Verpackung sind, die wenn dann zu verschiedenen Fällen gehören würden. 😉 (Wobei so eine kontinuierliche Krimistory in 24 Teilen auch was hätte…)

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