Archiv für den Monat Januar 2014

Karteileichen #4 – Willkommen im Spukschloss

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Während das Wetter draußen grau und trüb ist und gelegentlich mal ordentlich Nebel aufkommt ist die Assoziation mit einem mystischen Spukschloss doch nicht ganz so weit hergeholt, oder?
Deshalb fällt mir glaube ich spontan keine Karteileiche ein, die besser dazu passen würde – auch wenn das passende Wetter zum Tragen vielleicht nicht unbedingt nebelig und nass-kalt aussieht.

Haunted House 4
Es dürfte schließlich auch auf den Fotos ersichtlich sein, diesen kurzen Rock habe ich noch bei besserem Wetter fotografiert. Genäht habe ich ihn übrigens glaube ich als erstes Teil in London, damals in meinem ersten WG-Zimmer, bevor das Studium losging…

Haunted House 3
Hach, das waren noch Zeiten, alles geritzt und erstmal warten, bis es wirklich los geht… keine weiteren Pläne klar machen oder Bewerbungen schreiben…

Haunted House 5
Den Schnitt oder viel mehr die Verarbeitung hab ich mir jedenfalls von der N&S-Userin „kleine Frau“ abgeguckt, die das mal in ihrem Work in Progress im Forum kurz erläutert hatte. Neben dem Bund mit Reißverschluss gibt es noch 8 Rockbahnen, ich meine es sind Tellersegmente, und das Ganze wurde zur Abwechslung mal links auf links zusammengenäht. Warum das? Weil dann Satinbänder drüberkamen, die die Nahtzugaben hervorragend verdecken.

Haunted House2
Das ist doch mal was anderes, oder? Außerdem geschickt genutzt, sodass innen keine Nahtzugaben mehr überstehen. Na ja, dass mir die Idee gefallen hat dürfte ja schon daran zu bemerken sein, dass ich sie nachgenäht habe.

Haunted House
Zusätzlich, um die Farbe noch mal aufzugreifen und einen Tick mehr Deko zu haben, hab ich nur noch besagtes Spukschloss von Urban Threads aufgestickt, das dem geneigten Leser vielleicht sogar bekannt vorkommen könnte.
Wenn ich so genau darüber nachdenke: Im Nachhinein betrachtet sind die Ähnlichkeiten zwischen abgewrakten Spukschlössern und der WG bzw. Londoner Wohnungen allgemein sogar größer als mir damals überhaupt klar war. Frappierend. Die Version auf meinem Rock gefällt mir da allerdings deutlich besser…

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Nichts wird so heiß angefasst wie es gekocht wird

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Aus diesem Grund habe ich schon vor einer ganzen Weile angefangen, ein paar Topflappen für meine Mutter zu patchworken. Die Quadrate hab ich fertig geschnitten bei ebay erstanden, sonst hätte ich sicher den Lebtag nicht so eine große Mustervielfalt zusammenbekommen. Na ja, und schon gar nicht in Lila- und Rosatönen…

Topflappen 3

Für die Rückseite habe ich dann ein Stück lila Baumwolle gekauft, aus dem ich auch das Einfassband gebügelt habe. Selbiges anzunähen war übrigens wohl der größte Kampf an den ganzen Topflappen (und mit ein Grund, warum sie es erst in den Adventskalender geschafft haben), da ich es anscheinend, egal wie viel ich stecke, hefte oder sonstwas tue, partout nie so hinkriege, dass Vorder- und Rückseite eines Schrägbands ordentlich und gleichmäßig aussehen. Jedenfalls nicht im ersten Anlauf.

Topflappen 4

Die rosafarbene Quiltung ist übrigens der Tatsache geschuldet, dass ich natürlich erstmal kein passendes lilafarbenes Garn hatte oder es erst hinterher gefunden habe. Aber so ist die Rückseite wenigstens nicht ganz einfarbig. Da es mein erster Quiltvorgang und noch dazu ein Geschenk war hab ich das Muster aber einfach gehalten und nur parallele Linien zu Karos gesteppt.

Topflappen 2

Das wirklich ärgerliche an der ganzen Geschichte ist aber, dass ich extra isolierendes Futtermaterial gekauft habe, das speziell für Topflappen und dergleichen gedacht ist, und man jetzt trotzdem kein Backblech gefahrlos aus dem Ofen holen kann ohne zu denken „Oooh, jetzt wird’s aber heiß!“.  In der beiliegenden Anleitung war selbstredend keine Rede von doppellagiger Verarbeitung oder ähnlichem…

Topflappen

Nu‘ hab ich also im 3. oder 4. Anlauf das Einfassband endlich so dranbekommen, dass ich halbwegs zufrieden war, um dann Topflappen zu verschenken, die ich qausi postwendend wieder einkassieren musste, damit ich sie wieder auseinander nehmen und mindestens eine weitere Lage Futter einfügen kann. Hmpf. Hätten die ja ruhig mal dazuschreiben können, dass eine Lage nicht reicht…

am Schlafittchen gepackt

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Nach wie vor „schulde“ ich euch ja noch ein paar Weihnachts- und Adventskalendergeschenke, die ich zum Teil aber noch fotografieren muss. Ein Teil, das ich schon abgelichtet habe, zeige ich euch aber heute.

Krawatte
Für meinen Vater habe ich nämlich recht spontan eine Krawatte genäht, bestickt und in den Adventskalender gepackt. Natürlich wieder mit nautischen Anleihen… aber solange er noch keinen Palstek als Krawattenknoten macht sollte wohl alles in Ordnung sein.

Krawatte 2

Bei den Abmaßen hab ich mich an einer seiner gekauften Krawatten orientiert, die Verarbeitung ist – natürlich – bei Natron und Soda schön erklärt. Lediglich die übliche Einstecklasche auf der Rückseite hab ich noch zugefügt.

Da 2013 jetzt vorbei ist möchte ich euch natürlich auch noch ein gutes und erfolgreiches neues Jahr wünschen. Auf dass eure Wünsche und Pläne in Erfüllung gehen mögen! Ich hoffe ihr habt schön gefeiert? (Mich hat es ja am meisten gefreut, als die verängstigte Katze irgendwann wieder unter meinem Bett vorkam und sich morgens um 8 bis mittags vertrauensvoll zu mir ins Bett kuschelte. An die Tiere denken die meisten ja wohl nicht, wenn sie stundenlang sinnlos ihr Geld anzünden und ihr Erspartes in Form von lauten Böllern verpulvern, die womöglich nicht mal hübsch aussehen…)

Einen Jahresrückblick, wie er momentan an jeder Ecke auf beinahe jedem Blog aus dem Boden sprießt, möchte ich euch und mir an dieser Stelle aber sparen. Es sei nur so viel gesagt: die erste Jahreshälfte war anstrengend und arbeitsreich, hielt dafür aber – neben dem Rückzug aus England – mit etwas Verzögerung einen ausgezeichneten Studienabschluss bereit, die Jahresmitte wartete mit einer zum Glück sehr gut verlaufenen großen Bauch-OP auf und die zweite Jahreshälfte war eigentlich hauptsächlich nur noch frustrierend und deprimierend (um nicht zu sagen scheiße), weil der tolle Studienabschluss und alle anderen Mühen mir bisher leider trotzdem keinen Job oder ähnliches beschert haben.  Bleibt also zu hoffen, dass sich das 2014 bald endlich ändern wird! (Sonst bin ich nämlich ehrlich gesagt mit meinem Latein, das ich nie konnte, auch am Ende.)

Einen positiveren Schluss kann ich aber zumindest bezüglich der Stoffbilanz ziehen: seit 21. August habe ich nämlich meinen Aufzeichnungen zufolge in Etwa 24,8596 m² Stoff verarbeitet! (Wenn ich nichts vergessen habe…) Es sind zwar auch 14,904 m² dazu gekommen, nahezu ausschließlich für Geschenke, von denen aber immerhin 10,454 m² für selbige auch gleich wieder drauf gingen, sodass nur 4,45 m² unverplante Reste übrig blieben, die tatsächlich auf den Stoffberg aufschlagen. Nichtsdestotrotz mussten so immerhin 14,4056 m² meines ursprünglichen Stoffbergs dran glauben und dessen Gesamtheit ist um 9,9556 m² geschrumpft.  Zusätzlich ist von einigen Stoffen jetzt nur noch so wenig übrigens – meistens auch noch unförmiger Verschnitt, der sich kaum richtig messen lässt – dass sich einiges getrost eher der Restekiste zuordnen lässt, aus der ich ausgleichend natürlich auch gelegentlich gezehrt habe.
Dafür, dass ich doch einiges zukaufen musste, in der ersten Jahreshälfte kaum Zeit zum Nähen hatte und mich in der zweiten auch nicht immer unbedingt als sonderlich produktiv empfunden habe ist ein effektives Minus von fast 10 m² gar nicht so schlecht, oder? Ich bin gespannt, wie das nächstes Jahr aussehen wird.