Karteileichen #5 – Lila, der letzte Versuch

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Da ich euch den Rock von neulich leider immer noch nicht zeigen kann und hier nicht so lange Brach liegen lassen möchte finde ich, ist es heute mal wieder Zeit für eine Karteileiche, die ich schon vor einer ganzen Zeit fotografiert habe. (Deshalb auch an der Puppe und mit, wie ich gerade feststelle, leider erstaunlich mieser Fotoqualität. Es war doch hell, also ISO-Rauschen ist das nicht…?)

Ganz eindeutig ebenfalls dazu zählt das Kleid, das ich euch heute zeigen möchte. Damals stand meine ich außer meinem T-Shirt-Schnitt noch nicht viel und vor allem habe ich mich noch mit dem Drecksteil von der Singer-Nähmaschine rumgeschlagen, die den dünnen Jersey selbstverständlich überhaupt nicht mochte. (An dieser Stelle muss ich meiner Aussage bezüglich Jerseykämpfen wohl eine Ausnahme hinzufügen, aber das lag an der Maschine, nicht am Jersey.) Trotzdem hab ich sie (und mich) damit gequält und am Ende den Sieg errungen.

Streifenkleid
Die Bauweise des Brustteils hab ich mir bei einem gekauften Top abgeguckt, das Prinzip ist eigentlich ganz einfach. Die Ausschnittkante ist gerade waagerecht, ich habe sie unsichtbar gesäumt, und wird erst durch das Band in der Mitte runtergerafft. Das wiederum ist nur um den Stoff gelegt und zusammen damit unter der Brust festgenäht.

Streifenkleid 7

Streifenkleid 5
Ein Bisschen kniffliger wurde es dann schon beim Nackenträger. Hier habe ich zuerst die Länge festgelegt, die später um den Nacken führen sollte, und den Stoff in dem Bereich rechts auf rechts zusammengenäht. Nach dem Wenden hatte ich dann schon mal den schönen Trägerteil, nur wie die es beim Kauftop geschafft haben, den Rest jetzt auch noch ohne sichtbare Naht oder Nahtschatten an das Oberteil zu bringen ist mir ehrlich gesagt schleierhaft.

Streifenkleid 2
Ich habe mich jedenfalls dafür entschieden, das Bündchen einfach doppelt gelegt ganz normal in einem Zug festzunähen. Nur der Übergang zum präsentablen Trägerteil war dann etwas schwierig, nichts mit „Innenschön“ hier…

Streifenkleid 4…. aber immerhin „Außenschön“, von da sieht man es nämlich nicht.

Streifenkleid 3
Der Stoff hat übrigens sichtbar eine rechte und eine linke Seite: einmal sind die dicken Streifen heller und die dünnen dunkeler, auf der andere Seite ist es umgekehrt. Dieses Detail habe ich am Saum des Kleides aufgegriffen und die Rüsche so angenäht, dass man hier die andere Seite des Stoffes sieht.

Streifenkleid 6
Nachteile des Kleides sind übrigens eindeutig, dass man jedes noch so kleine Speckpölsterchen sieht und die Farbe vielleicht nicht ganz so gut mit meinen rot gefärbten Haaren harmoniert. (Ja, ich glaube so alt ist das Kleid schon, dass es noch meine Naturhaarfarbe miterlebt hat.)

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Über knaxgurke

- Baujahr 1990 in Südhessen - Doktorandin in Sheffield, UK - näht gerne - macht gelegentlich einfache Versuche im Stricken/Häkeln - würde ganz viele andere tolle, kreative Dinge auch gern können oder zumindest die Zeit haben, sie zu lernen - kocht und isst eigentlich gerne, würde das aber noch viel lieber tun wenn sie endlich nicht mehr von jedem Bissen ungeklärte Bauchschmerzen und andere Beschwerden bekäme nicht auf Fruktose verzichten müsste

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    • Ja, sagt mein Vater immer. (Oder „Lila schützt vor Schwangerschaft“ – möchte ich mich aber eher nicht drauf verlassen… ;P)

      Das würde ich auch mal vermuten. 😉

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