Archiv für den Monat September 2016

schwarze Tulpen rocken

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Heute gibt’s mal wieder was ein wenig schickeres, das ich vor einer Weile (ich verliere den Überblick…) spontan daheim genäht habe. Ich war nämlich über dieses Kleid mit Tulpenrock gestolpert und dachte mir so ein Rock könne ja für eine Konferenz in heißen Gefilden ganz gut sein. Also hab ich mir schwarzen Jersey geschnappt und losgelegt. Weil ich die obere Kante (aus welchen Gründen auch immer?) aber kaum abgerundet habe sah das Ganze am Ende doch etwas anders aus und hat, vermutlich auch wegen der Stoffbreite, nicht so schön viele Falten. Na ja, beim nächsten Mal…tulip-skirt

Den Bund habe ich schlicht doppelt umgeschlagen und ein Gummiband eingezogen, dazu gab es einen mehr oder weniger gut geglückten Blindsaum für die Unterkante. Den hab ich übrigens zuerst gemacht, weil der Saum durch den Überlapp ja bis oben zum Bund reicht und deshalb für den Gummibund mit umgeschlagen werden musste.

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Leider erkennt man auf den Fotos mal wieder nicht viel, weil die komische App, die ich zur Nutzung der Fernbedienung brauche, anscheinend ohne mein Wissen einen Filter über die Fotos gelegt hat, der die Fotos ziemlich abdunkelt. Sowas doofes… Gut, dass ich auch etwas rumgealbert habe, damit man wenigstens den Überlapp etwas sieht.

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Immerhin ist der Plan für einen luftigen Businessrock aber soweit aufgegangen und der Rock hat mir im Juni bei einer Konferenz im heißen San Antonia, Texas (Hitzschlag ahoi!), gute Dienste geleistet. Na ja, wenn man mal von den Lüftungsgittern im Gehweg absieht, aber auch da waren ehrlich gesagt andere Kleider mit weiter schwingenden Röcken viel schlimmer und haben für den einen oder anderen unerwarteten Marylin Monroe-Moment gesorgt…

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Aber auch das war immer noch besser und amüsanter als mit 2 ununterbrochen laut schnatternden Labertaschen das Zimmer teilen zu müssen, die mich fast in den Wahnsinn getrieben haben. So schön San Antonio an sich war, ich war so froh als ich wieder daheim war und hatte das dringende Bedürfnis, mich mindestens 3 Wochen lang allein in meiner Wohnung einschließen und keine Menschenseele sehen zu müssen. Aber immerhin hatte ich ein bisschen amerikanische Kosmetik shoppen können und sogar Rabatt bekommen, weil die nette Dame in der Schlange hinter mir ihre Kundenkarte für mich durchgezogen hat, sodass ich den Angebotspreis bekam und sie die Treuepunkte – win/win sozusagen.

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In the circle

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Letztes Mal als ich daheim war und das zweifelhafte Vergnügen hatte, mein Zimmer zwecks neuen Fußbodens auszuräumen, hab ich natürlich beim bummeln mit meiner Mutter auch wieder mal bei Karstadt zugeschlagen. Neben einem schönen, wie gemalten Jersey, hab ich dabei auch diesen hübschen, grauen Strickstoff mit einer Art Zebramuster ergattert, den ich ebenfalls gleich verarbeitet habe, und zwar zu einer Kreisjacke. Natürlich auf Pinterest entdeckt. Sowas hatte ich schon länger mal vor, aber eben keinen Stoff gehabt.

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Dummerweise waren dazu aber keine Maße zu finden, und so hab ich mal wieder Pi mal Daumen gearbeitet (Hierzu übrigens eine Weißheit meiner Mutter: „Pi ist ja eine feste Größe, aber der Daumen ist immer unterschiedlich…“) und einfach vom Oberkopf bis zum Hintern gemessen, damit ich auch sowas wie eine Kapuze habe, ähnlich wie hier. Das Teil, das mich dazu inspiriert hat, finde ich jetzt natürlich gerade nicht, aber im Prinzip war der Nacken einfach nach oben hin lang genug, um ihn auch als Kapuze nutzen zu können.

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Was meiner natürlich nicht ist. Zu wenig Stoff, zu viel Haare, wie auch immer, es hält halt nicht auf dem Kopf. Aber so ist ja auch schön, und für’s nächste Mal weiß ich, dass ich mehr als die hier benutzen 45cm Radius veranschlagen muss. Dann sollte ich auch vorne mehr Länge und mehr Stoff zum überschlagen und kuschelig einwickeln haben, der ist so nämlich auch etwas spärlich.

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Dafür fällt das Ganze gerade seitlich aber trotzdem sehr schön, finde ich, und wie ihr seht hab ich natürlich Ärmel angefügt, damit es eben auch schön kuschelig warm ist. Westen schön und gut, aber irgendwie finde ich die was die Wärme anbelangt halt doch immer etwas… unbefriedigend.

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Für die Ärmel habe ich einfach meinen T-Shirt-Schnitt aufgelegt um den richtigen Schulterabstand hinzubekommen, und dann je einen minimal gebogenen Schlitz geschnitten, sodass die Ärmel (ebenfalls vom Shirt-Schnitt) genau reinpassten. Genäht und gesäumt hab ich das ganze Ding übrigens mit meiner neuen Overlock, der ich bei meinem Heimaturlaub nicht widerstehen konnte, aber dazu ein andern mal mehr. Jetzt erst nochmal Rumgehampel mit der Jacke.

Kreisjacke Die Fotos hab ich übrigens neulich gemacht, nachdem ich vom Kaffeeklatsch bei meiner netten Nachbarin zurück war, wo ich das Teil anhatte – Mensch war das ein kalter, regnerischer Tag. Aber den hab ich ja tatsächlich fast zur Hälfte mit der Nachbarin verquatscht, mit der ich mich um 11 Uhr zum Kaffee verabredet hatte und von der ich dann um halb 5 wieder daheim war. Ups. Na ja, ich würde mal sagen, wir haben uns gut unterhalten. Hat eben nicht nur was die Wohnung anbelangt Vorteile, dass ich endlich umgezogen bin. (Ich habe jetzt übrigens Tageslicht!)

Faltenrock mal anders

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Als ich neulich (mittlerweile ist das auch schon fast 1 Jahr her!) letzten Oktober daheim und ein anderes Teil, das ich noch nicht fotografiert habe, fast fertig war stöberte ich noch etwas weiter in meinen Stoffkisten und bei Pinterest auf der Suche nach Inspiration und Ideen, was ich kurzfristig so nähen könnte. Dabei stieß ich wieder auf diesen hübschen Rock, den ich mir mal etwas genauer ansah. Ursprünglich wollte ich ihn aus dem Rest des roten Polojerseys machen, der noch vom Shrug anderen Teil übrig war, aber der war dann doch nicht lang genug, also habe ich mich spontan für einen anderen roten Jersey entschieden. Der ist dünner, und das war vielleicht auch besser so, denn sowohl Vorder- als auch Rückteil des Rock kommen am Ende mit doppelten Stofflagen daher, die Falten natürlich sogar mit noch mehr.

Am Anfang fand ich die Anleitung etwas konfus und nicht so gut erklärt, aber am Ende klappte es dann doch ganz gut. Im Prinzip wird das Vorderteil nur in Falten gelegt, die untere Lage davon auf dem Futter festgenäht sodass die eigentliche Falte die Naht verdeckt und dieser Doppeldecker dann mit dem Rückteil zu einem Sandwich verarbeitet, wobei das Rückteil an der Unterkante hochgefaltet wird – dadurch spart man sich auch noch einen Saum und hat innen keine offen liegenden Nähte. Gar nicht so doof.

Faltenrock rot

Den Part mit dem Falten festnähen fand ich etwas konfus erklärt und gelöst – ich habe einfach die Falte hochgeklappt, sodass der Bruch frei lag, diesen mit Kreide markiert und am darunter liegenden Futter festgesteckt und dann genäht. Nichts mit kryptisch unter dem Stoff Falten fühlen und bei den Fingerspitzen feststecken…

Faltenrock rot 2

Als die Seitennähte dann aufeinander gesteckt waren hieß es anprobieren, hier habe ich oben auf jeder Seite etwa 1,5-2cm weggenommen. Bei dieser Gelegenheit stellte ich aber auch fest, dass der Rock trotz meiner *hust* überschaubaren *hust* Körpergröße doch eher ziemlich kurz war, weshalb ich einen längeren Bund von etwa 10cm angenäht habe. Im Nahtschatten. Wie ich es liebe… Tausend Mal stecken und heften und trotzdem immer irgendwelche nicht mitgefassten Kanten auf der Innenseite.

Faltenrock rot 3

Mit einem kürzeren Bund sähe das vielleicht besser aus, aber das kann ich ja dann beim nächsten Mal machen, wenn ich entsprechend mehr Länge einkalkuliert habe. Nichtsdestotrotz gefällt mir der Rock nämlich sehr gut und es wird sicher nicht der letzte seiner Art gewesen sein. (Ich kann schon verraten, dass er es nicht ist, weil ich zwischen Schreiben dieses Beitrags, Fotos machen und Fotos bearbeiten und veröffentlichen glatt noch einen genäht habe.) Obwohl die Anleitung elastischen Stoff verlangt kann ich mir den Rock sogar auch aus festem, nicht dehnbarem Material vorstellen, dann eben mit Reißverschluss wie in diesen Versionen. Nur ob ich gestreiften Stoff so in Falten legen möchte bin ich mir noch nicht ganz schlüssig, aber ich denke, ich würde andere Muster bevorzugen.

Faltenrock rot 4