Hallo Allerseits!

Ich bin knaxgurke und hier seid ihr in meinem kleinen imaginären Kreativstübchen gelandet.

Ich habe von September 2010 bis Juni 2013 zwecks Bachelorstudiums  in London gewohnt – und es gehasst. Wer auf kaltes Wasser, schlechte Dämmung und kaputte Heizungen in Kombi mit horrenden Mieten steht dem wird es vielleicht gefallen, da zu wohnen.

Obwohl ich eigentlich die Nase voll von England hatte bin ich dann 2014 dummerweise mangels Alternativen trotzdem für meine Doktorandenstelle zurück gegangen, aber immerhin nicht nach London, sondern Sheffield. Das war zwar günstiger als London, aber mit dem heißen Wasser und ausreichender Heizung haben die Briten es leider anscheinend trotzdem nicht so… (Außerdem durfte ich mich jetzt mit einer vermutlich narzisstischen Betreuerin rumschlagen, aber das ist eine andere Geschichte.) Diesmal musste ich aber leider ohne mein Team gehen und konnte daher nur in den Heimaturlauben ein bisschen nähen, oder wenn ich mal bei einer Freundin an die Maschine durfte.

Anfang 2018, nach meiner Promotion, hatte ich dann erstmal wieder einen Job in UK angenommen, der eigentlich nichts mit meinem Wunschgebiet zu tun hatte, aber mir eben erstmal „besser als nichts“ erschien. Der Job war auch in Ordnung und die Leute nett, aber mit England werde ich einfach nicht mehr warm, im wahrsten Sinne des Wortes. Nachdem ich wieder Probleme hatte, eine bezahlbare, warme, annehmbare Wohnung zu finden und in UK grundsätzlich einfach nur kreuzunglücklich war habe ich dann nach wenigen Monaten meinen persönlichen Brexit beschlossen und befinde mich seitdem wieder auf nervtötender Jobsuche – außerhalb Englands! Mal schauen, was diesmal so auf mich wartet…

 

Aber jetzt: Darf ich meine Mitarbeiter vorstellen?

Das hier ist gewissermaßen das Zugpferd unseres Teams und Namensgeberin dieses Projekts, die ratternde Ruby:

die ratternde Ruby

Ruby, eine Brother vom Typ Innov-is 900, ist seit Juni 2010 im Team und hat sich bisher als kreative und verlässliche Partnerin bezahlt gemacht. Kennen gelernt haben wir uns auf dem Maimarkt in Mannheim und auch die Dame vom Nähcenter war der Meinung, dass wir uns von Anfang an gut verstanden. Da ich nach einigen vorangegangenen Pleiten schon länger händeringend auf der Suche nach einer zuverlässigen und möglichst flexiblen Partnerin war (und nicht zuletzt wegen des guten Maimarktangebots) bin ich darüber auch mehr als froh und wir unterschrieben den Arbeitsvertrag gleich an Ort und Stelle.
Ihr sehnsüchtig erwarteter Einzug und die Einarbeitung wurden dann lediglich davon überschattet, dass ich kurz bevor ich das Haus verlassen wollte feststellte, dass die Katze mir auf die Schuhe gekotzt hatte, es aus Kübeln schüttete und ich mir, als ich Ruby so auf der vom Nähcenter freundlicherweise ausgeliehenen Transportkarre durch die Stadt schleifte (einen Parkplatz in der Nähe hatte ich natürlich nicht bekommen), die plötzlich nur noch aus groben, glatten Kopfsteinpflastern zu bestehen schien, eine dicke Macke in meine noch nicht sehr alten Stahlkappenstiefel schlug. Da so eine klappbare Transportkarre außerdem nicht sehr wendig ist und ich aufpassen musste, Ruby nicht womöglich schon auf halber Strecke zu verlieren, blieb für einen Schirm natürlich keine Hand frei und ich durfte mich dabei gehörig nass regnen lassen. Aber wie sagt man so schön? Schwund ist immer.

Weiterhin im Team und die meiste Zeit sträflich vernachlässigt ist die kopflose Kaja:

die kopflose Kaja

Weil er im Weg rumlag sie sich manchmal für ihren nicht vorhandenen Schrumpfkopf schämt trägt Kaja gerne einen Hut. (O-Ton meiner Mutter beim Sykpen: „Ist Michael Jackson bei dir zu Besuch?“)
Sie ist glaube ich irgendwann 2008/2009 zu meinem damals noch kaum funktionstüchtigen 2-Frau-Team aus einer sch… (nein, diesmal keine Alliteration *sich auf die Finger hau*) verfluchten Singer 1120 Edition und mir gestoßen und hat meine Aufmerksamkeit in einem Prospekt des dänischen Bettenlagers erweckt. Da ich offenbar nicht ganz konfektionskonforme Körperformen habe sind auch verstellbare Schneiderbüsten Stuntdoubles für mich nie wirklich in Frage gekommen und der bekannte Klebebandversuch scheiterte irgendwie auch, da das Double schlussendlich doch deutlich mehr Zentimeter auf den Rippen hatte als ich. Bevor es also womöglich an einen Gipsbindenversuch gehen sollte wollte ich erstmal die Schönheit vom Bettenlager in Augenschein nehmen und nachdem sie in der heimischen Filiale nicht zu finden war wurde ich bei einem spontanen Abstecher à la „Mama, da ist ein Bettenlager!“ fündig. Leider hatten wir ob dieser Spontaneität natürlich kein Maßband dabei um das Double auf ausreichende Tauglichkeit zu testen, aber glücklicherweise konnte die Verkäuferin uns immerhin mit einer Rolle Packschnur dienen. Die legte meine Mutter dann also kurzerhand vergleichsweise um mich und das Ladenmodell und so konnten wir mit Freude feststellen, dass sich Kaja erstaunlich gut als Double eignet. Auch wenn böse Zungen im Internet Dinge schreiben wie „[…] die aber so unmögliche Maße haben in der Taillie [sic] etc. das man die leider nicht nutzen kann“ oder „Modell […] wir haben den Magen aus Platzmangel entfernt“ (beides bei Kostuemkram.com). Die Figuren und Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und ich kann schließlich auch nicht wirklich was dafür, dass ich so eine schmale Taille habe. Da es mir aber offensichtlich möglich ist zu existieren können die Maße auch nicht vollkommen unmöglich sein und das letzte Mal als ich nachsah war mein Magen auch noch da. Der Arzt, der selbigen Anfang des Jahres gespiegelt hatte, kann das sicher bezeugen. Im Gegenteil, 2012 hat sich nach einer langen Odyssee sogar herausgestellt, dass ich nicht nur einen Magen habe, sondern – TMI – auch Darm für drei. Von wegen Platzmangel!

 

Seit 2016 neu im Team ist außerdem Olga Overlock. Eigentlich war diese Neuanstellung erst für nach der Promotion und der Rückkehr nach Deutschland geplant, aber als ich sie da so im Angebot bei Penny sah konnte ich nicht widerstehen. Seitdem hat sie mir auch gute Dienste geleistet und ich freue mich jedes Mal, wenn ich die sauberen Nähte sehe oder einen Tellerrock im Null-Komma-Nix rollsäumen kann.  (Foto folgt)

 

Als gelegentliche, treue Aushilfe darf ich außerdem die heimische Herta vorstellen, die eigentlich meiner Mutter gehört, mir aber schon oft mit ihrem Engagement und der Bereitschaft auch in letzter Sekunde einzuspringen den A…llerwertesten gerettet hat wenn – und das ist oft vorgekommen, sehr oft – die verfluchte Singer mich mal wieder hängen gelassen hat, so zum Beispiel bei meinem Abiballkleid. Ursprünglich hatte ich mir die Singer gekauft um mehr Funktionen zu haben und nicht immer Mamas Maschine benutzen zu müssen, aber so ist das irgendwie nach hinten los gegangen, denn mehr Funktionen nutzen mir nur dann, wenn sie auch tatsächlich funktionieren.
Herta kam jedenfalls immer noch gelegentlich zum Einsatz wenn ich während meines Auslandsstudiums daheim war.

die heimische Herta

Außerdem habe ich 2012 nach über 8 Jahren täglicher Bauchkrämpfe endlich die Diagnose Fruktosemalabsorption bekommen, die natürlich großen Einfluss auf mein Leben und vor allem meine Essgewohnheiten hat – aber man gewöhnt sich dran. Allemal besser als tägliche Krämpfe! Weil ich – seit es nur noch selten Bauchschmerzen bereitet – auch tatsächlich wieder gerne esse und koche zeige ich euch neben meinen Nähwerken ab und zu auch mal, was ich da in der Küche so zusammengeschmissen habe.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass ich es – zumindest mit diversen Auslandsaufenthalten – irgendwie nicht auf die Reihe kriege, regelmäßig zu posten, aber dennoch möchte ich den Blog nicht komplett einstampfen. Ich hoffe ihr seht es mir nach, wenn von mir auch mal längere Zeit nichts kommt, aber ich möchte euch trotzdem gerne ab und zu Dinge ausführlicher zeigen als auf Instagram.

Liebe Grüße und viel Spaß auf meinem Blog,
knaxgurke

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