Archiv der Kategorie: FM-Küche

Couscous-Gurken-Feta-Salat mit Walnüssen

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IMG_20150504_190118Obwohl ich nicht ganz untätig war war es hier schon wieder viel zu still. Ich war nämlich auf Heimaturlaub und habe dort sogar eine Thai-Fischerhose genäht. Sonst aber nix. Irgendwie komme ich da ja trotz Urlaub zu nichts. Weil ich natürlich auch nicht zum fotografieren gekommen bin habe ich mir jetzt vorgestern spontan Mini-Stativ und Fernauslöser für’s Handy bestellt, damit ich es hier wenigstens auch mehr oder weniger problemlos zeigen kann, wenn ich denn mal wieder was gemacht habe. Hoffentlich klappt das…

Heute gibt’s aber erstmal wieder ein flottes Rezept, das ich mir gestern Abend in Ermangelung anderer Planung für’s heutige (und morgige… deshalb auch etwa 2 Portionen) Mittagessen aus den Fingern gesaugt habe. Weil ich natürlich erst hinterher daran gedacht habe, dass ich das ja bloggen könnte, sind die Angaben mal wieder nur so grob geschätzt, aber zum Glück kommt’s darauf hier ja eh nicht an.

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Couscous-Gurken-Feta-Salat mit Walnüssen

2 Portionen Couscous (laut Packungsempfehlung also etwa 72g)
ca. 120g Gurke
ca. 80g Feta
1 Handvoll gehackter Walnüsse
1 Schalotte
nach Belieben und Verträglichkeit etwas gehackten Knoblauch
1 Schuss Öl
1 Schuss Zitronensaft
Pfeffer & Salz
etwas Basilikum

Couscous nach Packungsanweisung zubereiten. In der Zwischenzeit Gurke, Schalotte und Feta würfeln.
Grob gehackte Walnüsse in einer Pfanne anrösten und anschließend bei Seite stellen. Die Schalottenwürfel mit etwas Öl in der heißen Pfanne glasig schwitzen, dann den Knobi zugeben und kurz weiter braten bis er duftet. (Achtung: Knobi verbrennt schnell, deshalb erst zugeben wenn die Schalotten schon glasig sind.)
Schalotten, Knobi, Gurke, Feta und Walnüsse zum fertigen Couscous geben und vermischen. Mit etwas Öl, einem Schuss Zitronensaft sowie Pfeffer und Salz abschmecken. Anschließend ein paar Blättchen Basilikum als Zierde drüberstreuen – für den Geschmack tut das natürlich auch was. 😉

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Das Ganze kann ich mir übrigens auch gut mit Zucchini statt Gurke vorstellen, aber die hatte ich natürlich nicht da. Schließlich war das ein „Hm, was nehm‘ ich denn Morgen mit was die Schränke so hergeben?“-Essen. Aber auch als Beilage z.B. zu Gegrilltem oder Hähnchenbrustfilet wäre der Salat bestimmt lecker.

 

Nussschnecken mit viel sss und mmmh

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Endlich gibt’s hier mal wieder was zu futtern!
Da mein Vater (momentan wenig) Außendienst mit (viel) Heimarbeit kombiniert und meine Mutter mit ihren halben Tagen irgendwie auch ständig zuhause ist komme ich viel seltener dazu, mich mal ungeniert in der Küche auszuleben (und Essen zu fotografieren), als mir lieb ist.  Aber vorgestern… Vater über Nacht weg, Mutter zur Abwechslung mal wieder ganztags im Laden… tschaka! Da kam es mir quasi gerade recht als mich urplötzlich das starke Verlangen nach Nussschnecken überfiel.

Okay, streng genommen sind es Mandelschnecken mit Walnüssstückchen (für den gewissen „Knack“) geworden, aber das seh‘ ich nicht so eng, und man muss ja nehmen, was da ist, nicht wahr?

Nussschnecken2

Nussschnecken

für etwa 1 Blech:
Hefeteig
250g Mehl
140ml Milch, warm
25g Margarine, weich
1 Prise Salz
20g frische Hefe
90g Traubenzucker

Hefe zwischen den Händen krümelig reiben und in die warme Milch bröseln, Traubenzucker und ggf. Margarine (zum weich werden) zufügen.
Den Mix dann zu Mehl und Salz in eine Schüssel kippen und zu einem glatten Teig verkneten.

Teig an einem warmen Ort (bei mir ist das traditionell auf dem Boiler) gehen lassen bis sich die Größe verdoppelt hat.

Füllung
130g gemahlene Nüsse/Mandeln
50g (grob) gehackte Nüsse/Mandeln
70g Traubenzucker
1 Prise Salz
4 EL Milch
evt. etwas Vanille oder Zimt

Alles gut miteinander vermischen, sodass eine leicht feuchte Masse entsteht.

Nussschnecken

Wenn der Teig genug aufgegangen ist auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausbreiten – nicht(!) ausrollen, sondern nur sanft mit den Händen nach außen drücken/ziehen. Das sorgt dafür, dass nicht die ganzen Gase aus dem Teig entweichen, sondern er schön luftig bleibt. Sofern der Teig jetzt ein großes Rechteck formt dieses noch mal der Länge nach durchschneiden, sodass zwei lange, schmalere Streifen entstehen.

Anschließend die Füllung auf eben diesen verteilen, dabei an den langen Seiten etwas freien Platz lassen. Jetzt die Streifen zu langen Rollen aufrollen, das freie Ende etwas andrücken, die Rollen in etwa 3cm dicke Scheiben schneiden und diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Jetzt noch im vorgeheizten Ofen bei 160°C (Ober-/Unterhitze) 25-30 Minuten backen, den Teig bei Belieben vorher noch mit Milch oder Ei anpinseln, und fertig!

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Meine Mutter war jedenfalls meiner Meinung: schneckt lecker. 😉

Zuckerbombenalarm! Schokocremetörtchen!

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Cremetörtchen (aka „Cupcakes„) sind ohne Zweifel hübsch anzusehen. Zu lagern eher weniger gut, Stapeln wäre eindeutig kontraproduktiv. Was sie aber für meinen Geschmack auch sind: absolute Zuckerbomben.
Wenn ich mir herkömmliche Rezepte so ansehe bilde ich mir ein, schon verhältnismäßig wenig Traubenzucker benutzt zu haben, aber nach einem von den Dingern fühlte ich mich dem Zuckerschock trotzdem schon so nahe, dass mir die allgemeine Beliebheit, der sie sich erfreuen, doch ehrlich gesagt etwas schleierhaft ist. Dagegen sind Karamellbonbons gar nix. Aber vielleicht kann ich auch einfach nichts mehr ab.

Aber wenn die Welt Zuckerbomben will soll sie natürlich welche kriegen und ich werde beim nächsten Creme-Topping-Versuch einfach noch weniger Traubenzucker nehmen. Geschmäcker sind eben verschieden.
Das gilt übrigens auch den Namen dieser Teile, denn ein weiteres Mysterium ist mir , warum man jetzt neumodisch von „Cupcakes“ oder „Muffins“ spricht oder diese von herkömmlichen Törtchen unterscheidet. Für mich sind das alles Törtchen und „Cupcakes“ haben halt eine Creme oder sonstwie geartetes „Topping“ (noch so ein neumodisches Wort) – man könnte auch einfach Cremetörtchen sagen, oder nicht?

Schokocupcakes (13)

Schokocremetörtchencupcakes

für etwa 12 Törtchen Cupcakes:
150 g Mehl
4 g Vanilletraubenzucker (meinen hab ich ja aus dem Adventskalender)
1 Prise Salz
80 g Traubenzucker
2 TL Backpulver
35 g Backkakao
250 ml Milch (oder Pflanzenmilch wenn’s vegan sein soll)

Zuerst alle trockenen Zutaten grob miteinander vermischen, dann die Milch dazu kippen und gut zu einem glatten Teig vermixen.
Den Teig anschließend auf etwa 12 Förmchen verteilen und im vorgeheizten Ofen bei 170°C ca. 20 Minuten backen.

für die Creme das Topping:
100 g Margarine
80 g Traubenzucker (oder nach Geschmack eben weniger)
20 g Backkakao

Alle Zutaten mit dem Handrührer gut vermischen und cremig schlagen, das kann einen Moment dauern bis sich alles gut verbunden hat. Wenn die Masse noch zu weich ist sollte sie eine Weile in den Kühlschrank, die Törtchen müssen ja eh noch abkühlen damit die Margarine beim Garnieren nicht gleich anschmilzt.
Jetzt kann die Creme in eine Spritztülle gefüllt und auf die Törtchen gespritzt werden (oder für die Rabiaten unter euch, bei denen es nicht hübsch werden muss: mit dem Löffel draufgeklatscht – sieht in der Farbgebung eh etwas beknackt aus, oder?)

Schokocupcakes (9)
Da Zuckerstreusel ja als Deko auch wegfallen hab ich einfach mal ein paar Müsliklumpen (Alverde Dinkel-Hafer-Crunchy mit Reissirup) drübergestreut.

Schokocupcakes (14)
Sieht doch gleich viel hübscher aus, das Cremetörtchen, oder?

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Sicherheitshalber lagere ich sie übrigens im Kühlschrank, wo außerdem die Creme schön fest wird/bleibt.

Frusano jetzt bei dm

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Gestern rief mich meine Mutter ganz aufgeregt aus dem dm an: im Regal stehen Frusano-Produkte! Kurze Nachfrage bei der Mitarbeiterin ergab dann, das jetzt tatsächlich alle dm-Filialen eine Auswahl fruktosearmer Produkte von Frusano ins Sortiment aufnehmen, auch wenn vereinzelt noch nicht alle Produkte geliefert wurden – das Fach für die Schokolade war zum Beispiel noch leer.
Ist das nicht eine tolle Nachricht? Meine Wenigkeit wäre jedenfalls vermutlich vor Freude jubelnd durch den dm gehüpft, bis mich alle irr angeguckt hätten. Aber wenn endlich mal jemand Produkte für die häufigste, aber dennoch vom Markt vollkommen vernachlässigte Unverträglichkeit ins Programm nimmt und einfach verfügbar macht muss man sich doch wohl freuen, oder? Zumal vielleicht auch die Hoffnung besteht, dass die Produkte (und das Problem an sich) so bekannter, damit die Nachfrage höher und auf Dauer der Preis niedriger wird. Aber selbst wenn nicht, allein die Ersparnis der Versandkosten und –zeit finde ich schon super, und ganz nebenbei erwähnt war der Preis für den Johannisbeersirup, den meine Mutter mir mitgebracht hat, mit 4,25€ auch noch ohnehin günstiger als der Preis für eine Einzelflasche im Onlineshop.

Frusano
Um aber noch mal auf die Häufigkeit zurückzukommen: verschiedenen Quellen zufolge leiden in Deutschland/Europa ca. 30-40% der Bevölkerung an einer Fruktosemalabsorption. Laktoseintolerante gibt es mit 15-20% (Achtung, ungefragter Videostart – wie ich sowas hasse!) also nur halb so viele und den Vergleich mit Glutenintoleranten mit weniger als 1% braucht man wohl kaum noch ziehen. Schaut man sich in deutschen Lebensmittelmärkten um könnte man dennoch meinen die Verteilung sei genau andersrum, denn die Regale haben sich in den letzten Jahren immer mehr mit gluten- und laktosefreien Produkten gefüllt (was ich ja per se auch begrüßenswert finde). Mittlerweile findet man sie selbst bei Discountern und viele Firmen drucken ihren Produkten freiwillig einen entsprechenden Stempel oder Vermerk auf, selbst wenn sie von Natur aus immer allergenfrei sind, einfach weil es auch ohne Unverträglichkeit „in Mode“ gekommen zu sein scheint.
Auf zahlreichen Verpackungen finden sich mittlerweile freiwillig bzw. zu Werbezwecken ganze Listen mit Informationen wie „glutenfrei, laktosefrei, vegan, ohne Konservierungsstoffe, ohne Farbstoffe, für Diabetiker geeignet“ und so weiter und so fort, zusätzlich zu den vorgeschriebenen Allergiehinweisen auf Schalenfrüchte, Nüsse und Co.

Warum also gibt es kein entsprechendes Äquivalent, das die betroffenen 30-40% der Deutschen auf einen Blick vor Fruktose und Zucker warnt? Warum müssen 30-40% der Bevölkerung jede Packung rumdrehen, die Inhaltsangaben genauestens studieren um dann immer noch unsicher zu sein, ob sie vage Zutaten ohne Mengenangaben wie „Gemüse“ oder „Gewürz(extrakt)e“ vertragen? Und warum müssen sie ohnehin die große Mehrzahl der Produkte im Laden lassen, weil immer noch in die erdenklichsten Dinge Zucker reingepanscht wird? Ist denn Zucker in herzhaftem Aufschnitt wirklich unabdingbar? Ich glaube kaum.

Selbst wenn vielleicht zu viele der Betroffenen gar nicht wissen, was sie da genau plagt, da hinlänglich bekannt ist, dass Zucker nicht zu den gesündesten Lebensmitteln gehört, warum scheinen 30-40% der Bevölkerung und eine entsprechende Lebensmittelkennzeichnung Behörden und Verbraucherschützern egal zu sein? Es gibt doch schließlich auch unzählige Diät- und Diabetikerprodukte und entsprechende Hinweise, aber selbst wenn auf einer Packung „zuckerfrei“ draufsteht müssen bei Fruktosemalabsorbern die Alarmglocken schrillen, weil das oft bedeutet, dass stattdessen genau so unverträgliche Zuckeralkohole wie Sorbit oder Maltitol enthalten sind oder beispielsweise mit der Fruktosebombe Honig gesüßt wurde.

Während es also für deutlich kleinere Personengruppen an jeder Ecke ganze Regale voll geeigneter Produkte gibt und Diabetiker aus 10-15 Sorten mit Fruktose gesüßter Schokolade für 1,20€ auswählen können gehen 30-40% in den meisten Produktkategorien leer aus. Oder können jetzt 3,70€ für eine 85g-Tafel Schokolade zahlen, wobei sie mit etwas Glück 3 Sorten zur Auswahl haben. Versteht mich nicht falsch, ich bin wirklich froh, dass es immerhin diese Möglichkeit gibt und die Produkte jetzt bei dm einfach zu erwerben sind und hoffentlich bekannter werden, aber ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum das Angebot und der Bekanntheitsgrad ausgerechnet für die häufigste Unverträglichkeit so verschwindend gering sind.

Ich würde mir jedenfalls wünschen, dass Industrie, Behörden und Verbraucherschützer da nachrüsten und auf die Bedürfnisse immerhin gut eines Drittels der Bevölkerung eingehen. Ich erwarte ja nicht, dass jemand fruktosearme Obst- und Gemüsesorten entwickelt, aber ein paar mehr herkömmliche Produkte in fruktosearm und eine bessere Kennzeichnung aller Lebensmittel dahingehend wären schon nicht verkehrt. Allein ein entsprechender Vermerk auf der Packung könnte die Dauer einer gewöhnliche Einkaufstour eines Malabsorbers jedenfalls signifikant verkürzen und auch Außenstehenden, die ihnen eine Freude machen oder für sie kochen wollen, die Auswahl erleichtern.

Nichts desto trotz, einen Schritt nach dem anderen, also freue ich mich erstmal, dass dm abseits der Reformhäuser (die bei uns auch nichts vorrätig haben) hier eine Pionierstellung einnimmt und hoffe, dass die Verkaufszahlen dem Recht geben werden. Danke, dm!

Karamellbonbons (anderweitig bekannt als Toffees)

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Schon letztes Jahr um die Weihnachtszeit habe ich erste Versuche unternommen, fruktosearmes Marzipan und etwas Nougat-ähnliches herzustellen. Das Marzipan konnte sich echt sehen lassen (was mich daran erinnert, dass ich bei Zeiten unbedingt ein Rezept veröffentlichen muss) und das Nougat, na ja, sagen wir es so: geschmeckt hat es (ganz gut ausgesehen eigentlich auch), nur eben nicht direkt nach Nougat. Wobei mein Vater im Blindversuch immerhin Nüsse und Kakao rausgeschmeckt hat, also kann es gar nicht soo verkehrt gewesen sein.

Was fehlt also im Trio der Süßwaren-Hauptdarsteller, abgesehen von Schokolade, noch? Richtig, Karamell natürlich.
Verschiedene Dinge karamellisiert und Karamell-Brotaufstrich gemacht habe ich ja schon, aber neulich überkam mich dann ein ganz anderer Gedanke: Karamellbonbons! Oder Karamell-Füllung für Schoko-Keks-Riegel…

Nachdem der heimische Vorrat an Traubenzucker also wieder aufgefüllt war (Glaubt ihr das? Wir hatten keinen Traubenzucker mehr!) und meine Eltern sich am Feiertag für einen ausgedehnten Spaziergang verabschiedet hatten (Sturmfreie Küche!) hab ich mich gleich ans Werk gemacht und zähe, klebrige, völlig überzuckerte leckere Karamellbonbons gemacht. Okay, ein gewisser Grad an Überzuckerung ist bei Karamell eigentlich nie von der Hand zu weisen, aber das liegt ja in der Natur der Sache und muss auch manchmal sein.

Karamellbonbons

Karamellbonbons

100 ml Sahne
100g Traubenzucker
1 Prise Salz

Salz, Sahne und Traubenzucker verrühren und in eine heiße, beschichtete Pfanne kippen. Unter ständigem Rühren auf- und einkochen lassen, das dauert ein Bisschen und die Temperatur kann man nach einer Weile etwas runterdrehen. Irgendwann zwischendrin sieht es aus wie Rührei, das nicht fest werden will, aber Unmengen von Bläschen schlägt, mit der Zeit wird das Ganze aber fester und bekommt die typische karamellbraune Farbe.

Ein weiterer Indikator ist wieder die „Gassenbildung“, das heißt wenn man mit dem Kochlöffel eine Furche durch die Masse zieht bleibt für kurze Zeit eine Gasse sichtbar, die den Blick auf den Pfannenboden freigibt. Das ist dann ein guter Zeitpunkt den Herd auszustellen und die Karamellmasse ggf. etwas abkühlen (und die Bläschen verschwinden) zu lassen.

Jetzt braucht man das Karamell nur noch vorsichtig in kleine Förmchen, zum Beispiel Eiswürfelförmchen aus Silikon (Meine tollen hat mir Rudykon zu Weihnachten geschenkt, vielen Dank!), oder in eine größere mit Backpapier ausgekleidete Form zu füllen – aber Achtung, das Zeug ist schweineheiß! (Also nicht auf die Idee kommen, verkleckertes mal eben mit dem Finger wegzuwischen.) Wenn das Ganze abgekühlt und etwas ausgehärtet ist kann man es im Fall einer großen Form in mundgerechte Bonbonstücke schneiden, aus den kleinen Förmchen lässt es sich nach dem vollständigen Erkalten gut rausdrücken.

Fertig sind die Plombenzieher und Kariesunterstützer! Direkt draufbeißen würde ich allerdings nicht empfehlen, denn sie sind hart, also muss man schon erst mal ein Bisschen lutschen – Bonbons eben. (Für eventuelle Zahnschäden übernehme ich keine Haftung.)

Shortbread

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Letzten Dienstag hat mich mein Kumpel Djendja (sein NuS-Forenname) angerufen und gefragt, ob ich spontan Lust hätte, mit ins Felsenmeer zu kommen. Da war ich schon ewig nicht mehr, außerdem dünkte mir ich müsse das sonnige Herbstwetter genießen, solange es noch da ist, also hab ich zugesagt.
Während er noch seine Sachen zusammensuchte bemängelte er dann, dass seine Kekse leer  seien, dabei nehme er die immer so gerne als kleine Wegzehrung mit. Nachdem ich eruiert hatte, dass er mit „diese kleinen, flachen, rechteckigen, die immer so teuer sind“ nicht etwa das Karamellgebäck, das man auswärts häufig zum Kaffee gereicht bekommt, sondern Shortbread meinte fragte ich, ob er denn keinen Backofen habe. Die Antwort kam prompt: „Hast du denn ein Rezept?“

In der Tat hatte ich sogar schon mal Shortbread gebacken, passenderweise noch in England, und den damaligen Versuch als verbesserungsfähig empfunden.  Da bot sich der gemeinsame Stoffmarktbesuch am Sonntag natürlich als ideale Gelegenheit, diese Optimierung endlich mal durchzuführen, und so stellte ich mich Samstag Abend flugs in die Küche um uns etwas Wegzehrung zu backen.

Mein Kumpel hat sich sehr über die Überraschung (und das Rezept ;)) gefreut und weil es ja wirklich ziemlich einfach ist möchte ich es natürlich auch wieder mit euch teilen.

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Shortbread

300g Mehl
200g Margarine oder weiche Butter
140g Traubenzucker
je eine Prise Salz und Vanille

Alle Zutaten mit den Knethaken eines Handrührgeräts gut miteinander vermischen. Bei Bedarf noch mit den Händen weiterkneten, aber es muss gar nicht unbedingt eine kompakte Teigkugel werden – es reicht auch, den etwas bröseligen Teig so auf ein Backpapier zu kippen.
Dann ein zweites Backpapier drauflegen und den Teig beliebig dick ausrollen, hierbei verhindert das obere Backpapier, dass der Teig am Nudelholz kleben bleibt. Anschließend den Teig möglichst gleichmäßig leicht einstechen, zum Beispiel mit einer Gabel oder einer Stricknadel (dazu natürlich das obere Backpapier wieder entfernen, das wird nicht mehr gebraucht), und im vorgeheizten Ofen bei 170°C etwa 20 Minuten backen, womöglich sogar weniger. Der Teig soll nicht nennenswert bräunen und ist noch etwas weich wenn er aus dem Ofen kommt. Das ist dann der richtige Zeitpunkt, das Messer zu zücken, und das Backwerk in beliebig große Streifen, Rauten oder sonstige Stücke zu schneiden. Das fertige Shortbread wird dann mit dem Abkühlen hart und knusprig, also nicht warten, bis es im Ofen knusprig wird, sonst könnt ihr damit nachher Scheiben einschlagen!

Shortbread
Obiges Rezept ergibt übrigens je nach Dicke ungefähr 1 Blech, ich hab nur exemplarisch weniger geknipst.

Kartoffelrösti mit Belag

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So langsam aber sicher hält hier augenscheinlich der Herbst Einzug. Es regnet häufig, wird kälter und kälter und sich den ganzen Tag in eine warme Decke zu kuscheln ist mehr als verlockend. Von sommerlichen Temperaturen um die 25°C und praller Sonne ist jedenfalls nicht mehr viel zu sehen. Da wundert es wohl nicht, dass mein neustes Rezept irgendwie eher rustikal-herbstlich anmutet…
Während meine Eltern – mal wieder – auf dem Weinfest gespeist haben musste ich mir nämlich spontan was anderes überlegen und hatte Lust auf Kartoffeln. Und zwar möglichst schnell.

Rösti

Kartoffelrösti mit Belag

350g Kartoffeln
20g Mehl
1 Ei
Pfeffer
Salz
1 Hand voll Käse
2 EL Crème Fraîche
2 Scheiben Schinken schwarzwälder Art

Ofen auf 200°C vorheizen.
Kartoffeln schälen und reiben, mit Mehl, Ei und Gewürzen vermischen und in kleinen Talern in der heißen, leicht geölten Pfanne braten. (Sie müssen nicht ganz knusprig oder fertig sein, da sie ja noch in den Ofen kommen.)
Anschließend je einen Klecks Creme Fraiche und ein paar Krümel Käse auf die Röstitaler geben und für 3-4 Minuten in den Ofen schieben sodass der Käse etwas schmelzen kann.  Erst dann den in Stücke geschnittenen Schinken auf den Talern verteilen und noch mal für 2 Minuten backen.

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Für mich als Einzelperson hat die Menge gut als Hauptmahlzeit gereicht, etwas ist sogar übrig geblieben, aber sie macht sich sicher auch prima als Vorspeise oder kleiner Snack für 2-3 Personen.

Schinken-Käse-Muffins

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Am ersten Sonntag des Septembers fängt in meiner Heimatstadt traditionell das örtliche Weinfest an. Das heißt, eigentlich fallen schon am Abend vorher die ersten Scharen grölender Besoffener an unserem Haus vorbei (Argh!), aber der Umzug ist erst Sonntags.

An besagtem Sonntag haben meine Kopfschmerzen und ich uns also, unterstützt von einer in hohen Dosen leberschädigenden Schmerztablette, auf den Weg zu unserem Stammplatz gemacht und mit dem Rest der Familie den Umzug angesehen. (Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass die zahlreichen Musikkapellen immer genau vor unserer Nase zum Stehen kommen mussten, oder?)
Immerhin habe ich neben ein paar Bonbons und anderen Süßigkeiten für meine Mutter auch ganze 2 Stück Traubenzucker mit Aufdruck der Stadt für mich abbekommen.

Meine Eltern sind danach noch in die Stadt und über das Fest gegangen um dort was zu essen. Mir war das irgendwie zu deprimierend. Nein, mal ehrlich, ich habe mich ja weitestgehend mit der Fruktosemalabsorption und der eingeschränkten Nahrungsmittelauswahl arrangiert, aber die zahlreichen verschiedenen Gerüche und volksfest-typischen Verlockungen von gebrannten Mandeln, Winzerschinken oder Früchten in Schokolade sind manchmal doch einfach eine Spur zu viel. Vor allem, wenn man eh schon Hunger hat. Und saufen konnte ich ja auch nix. Ich fange ja schon an, einkaufen an sich deprimierend zu finden, wenn man alles Mögliche unter die Nase gerieben bekommt und doch nicht essen darf. Aber ich schweife ab…

Jedenfalls stand ich dann also leicht betrübt zuhause, hatte Hunger und wollte mir auch was Leckeres gönnen… Der Kühlschrankinhalt war etwas mager, aber für spontan zusammengewürfelte Schinken-Käse-Muffins hat es dann, wie sich rausstellte, gerade noch gereicht. Und die waren so lecker, dass ich sie heute gleich noch mal gemacht habe, als Stärkung für einen kleinen Shoppingtrip. Außerdem „musste“ ich ja meine neuen Silikonförmchen noch mal „ausprobieren“… Die Mini-Gugelhupfe sind zwar auf den Foodblogs dieser Welt wohl schon ein alter Hut, aber ich hab sie erst neulich beim Discouter erstanden, weil Papierförmchen sich oft als zu instabil erwiesen und die tollen Sterne, Tannenbäume und Lebkuchenmännchen von der lieben Rudykon mir bei ganzjähriger Verwendung doch eher irritierte „Hast du einen an der Klatsche?“-Blicke einbrachten. Banausen!

Käse-Schinken-Muffins (14)

Schinken-Käse-Muffins

260g Mehl
2TL Backpulver
100g Schinkenwürfel (Welche ohne Zucker gibt’s z.B. bei Penny im 3er-Pack.)
100g geriebener Käse
300ml Milch
Pfeffer und Salz

Alle Zutaten kurz zusammenrühren und in 12 Muffinförmchen verteilen. (Wer, wie ich, Minigugelhupfe möchte sollte eher mit 16 rechnen, sonst haben die Hupfe hinterher kein durchgehendes Loch mehr. ;))
Im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) 25 Minuten backen.
Fertig!

Cashew-Mozzarella-Nudelsalat

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Nun ist es nach meiner OP doch erstmal wieder etwas ruhig hier geworden, aber das hatte nicht etwa gesundheitliche Gründe, sondern ist primär mal wieder meiner Fotofaulheit und der plättenden Hitzewelle geschuldet. Die OP hab ich nämlich gut überstanden, erstaunlich gut sogar, und kann zu meiner großen Freude sogar schon wieder auf dem Bauch liegen. Überhaupt hatte ich nach der Bauchspiegelung damals viel mehr und länger Schmerzen und konnte viel länger nicht auf dem Bauch liegen, obwohl das nur ein winziger Schnitt am Bauchnabel war – nicht zu vergleichen mit 3 Löchern für die Geräte und einem kaiserschnittartigen Schnitt von 13cm Länge, über den auch bei Minimalstbekleidung noch was drüber muss. Einziges noch vorhandenes Ärgernis ist ein – immerhin nicht schmerzhaft – geblähter Bauch, der sich noch ungern in Hosen oder enge Oberteile quetschen lässt. Aber bei der Hitze der letzten Wochen ließ sich auch dieses Problem mit Infinitykleidern größtenteils ganz passabel umschiffen.

Na jedenfalls hat mich die OP auch essenstechnisch viel weniger eingeschränkt als ich erwartet hatte und ich konnte bereits nach wenigen Tagen wieder mehr oder weniger feste Nahrung zu mir nehmen. Sofern das Krankenhaus mir denn mal was fruktosearmes vorsetzen konnte.Daheim durfte ich dann wieder essen wonach mir beliebte ohne mich rechtfertigen zu müssen, warum ich dies und jenes nicht essen kann, und das hab ich neulich ausgenutzt als meine Eltern ein befreundetes Paar zum Grillen eingeladen hatten. Nachdem ich nämlich hier und hier von einem „Nudelsalat mit Rucola, Mozzarella, getrockneten Tomaten und Cashewkernen“ gelesen hatte wollte ich so was in der Art gerne auch mal probieren. Natürlich ohne Tomaten, aber ein Rezept hatte ich ja eh nicht, also frei Schnauze. (Mutter: „Was sagt denn das Rezept?“ – Ich: „Es gibt kein Rezept.“ – Mutter: „Wie, du hast kein Rezept?“ – Vater: „Du kennst doch unsere Tochter, die ist da wie ich: Kreativkoch.“)

Also hab ich kurz bevor die Gäste kamen kommen sollten („Die wollten doch um 6 kommen, oder?“ – „Sagen wir so, wir haben sie zu um 6 eingeladen…“) noch fix ein paar Fotos für den Blog gemacht – denn geschmeckt hat’s uns.

Nudelsalat

Cashew-Mozzarella-Nudelsalat

Nudeln
2 Packungen Minimozzarella
ca. 120g Cashewkerne
1 Packung Speckwürfel
1 Packung Rucola (ca. 100g)
3 EL Creme Fraiche (oder saure Sahne)
Pfeffer und Salz
Öl

Nudeln mit einem Schuss Öl und Salz kochen.
Speck in der Pfanne knusprig auslassen und ggf. „entfetten“.
Cashewkerne grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett anrösten bis sie leicht bräunen und duften.
Rucola waschen, trocknen und eventuell kleinrupfen, Minimozzarella abtropfen.
Nudeln abkippen, ggf. abschrecken und mit Creme Fraiche und dem Speck vermischen. Mit Pfeffer und Salz und nach Belieben/Verträglichkeit anderen Gewürzen abschmecken.
Kurz vor dem Verzehr Rucola, Mozzarella und Cashewkerne untermischen und, falls die Nudeln zu viel Flüssigkeit gezogen haben und trocken geworden sind, noch etwas Öl und/oder Creme Fraiche zufügen.
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Haferflocken-Vanille-Kaffee-Kuchen

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Neulich überkam mich an einem Sonntag spontan die Lust auf Kuchen. Eigentlich wollte ich schnell einen kleinen Vanillekuchen zusammenschmeißen, doch auf halbem Weg, die meisten Zutaten waren schon in der Schüssel, fiel mir auf, dass meine Mutter vergessen hatte, Mehl nachzukaufen. Die Schütte in der Küche gab aber auch nicht mal mehr die Hälfte der benötigten Menge her, also musste ich mal wieder kurzfristig umdisponieren. Roggen- oder Vollkornmehl erschienen mir geschmacklich wenig passend und meine Gedanken schweiften zu Haferflocken. Spontan war dann auch der Vanillekuchen vergessen.
Das Endergebnis möchte ich jedenfalls gerne wieder mit euch teilen. Also, das Rezept, denn der Kuchen ist ja längst gegessen. Aber Achtung, der Vanillegeschmack ist nicht so präsent und der Kuchen auch nicht so locker-luftig sondern allgemein fester, mächtiger als beispielsweise der Vanillekuchen. Lecker ist er natürlich trotzdem.

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Haferflocken-Vanille-Kaffee-Kuchen

(für 1 kleine Gugelhupfform, für eine große die Menge verdoppeln)
50g Margarine
90g Mehl
100g Haferflocken
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
250ml Kaffee
110g Traubenzucker
1,5 TL Vanillearoma

Alle Zutaten miteinander vermischen, in eine gefettete kleine Gugelhupfform füllen und im vorgeheizten Ofen bei 200°C etwa 25 Minuten backen. Das war’s schon. =)

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