Archiv der Kategorie: FM-Küche

Zucchini-Walnuss-Hähnchen-Lasagne

Standard

Heute gibt’s mal wieder ein herzhaftes Rezept (und ganz ohne Alliterationen!). Ihr erinnert euch vielleicht, da waren noch Lasagneplatten in meiner englischen Schublade
Außerdem hatte die liebe MvX zufällig pünktlich zum Erwerb meiner ersten post-FM Test-Zucchini ein tolles Rezept für ein einfaches Zucchini-Walnuss-Pesto gepostet, das postwendend auch auf meinem Teller gelandet war – kann ich nur empfehlen! Die Nudeln waren mir jedenfalls langsam ausgegangen, aber die Lasagneplatten waren noch da, ebenso eine Portion Hähnchenfilet im Gefrierschrank, und so kam mir eine Idee, die ich neulich auch gleich daheim für meine Mutter nachgekocht habe, unter abgewandelter Verwendung von MvX‘ leckerem Pesto (Ehre, wem Ehre gebührt!).  Deshalb gibt’s schon wieder ein Rezept, aber seid versichert, es geht auch bald an nähtechnischer Front wieder weiter, versprochen!

Wer also, wie ich glücklicherweise, Zucchini verträgt, kann ja folgendes mal ausprobieren:
ZucchiniPesto-Hähnchen-Lasagne (5)Mehr Bilder gibt’s diesmal nicht, Mutter kam schon rein: „Fotografierst du mein Essen?!“, und viel zu erkennen ist ja eigentlich eh nicht.

Zucchini-Walnuss-Hähnchen-Lasagne

(für 2 Personen)
2 Portionen Hähnchenfilet
2 Lasagneplatten
1 Zucchini
evt. 1 kleine Schalotte (nach Verträglichkeit!)
1-2 Hände voll Walnüsse
ca. 30-40g Parmesan
etwas (Oliven-)Öl
Salz und Pfeffer, nach Belieben und Verträglichkeit Kräuter
2-3 EL saure Sahne
geriebener Käse zum Überbacken

Zuerst, das ist optional, habe ich die Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett etwas geröstet, danach geht’s eigentlich erstmal wie bei MvX beschrieben weiter. Gewaschene Zucchini und ggf. Schalotte würfeln, mit etwas Öl anbraten bis sie weich sind. (Das mit dem Würfel zur Seite stellen hab ich mir hier gespart.)
Zucchini und Schalotte dann zusammen mit den Walnüssen und einem Stück Parmesan (lieber vorsichtig rantasten und erstmal zu wenig als zu viel) sowie Pfeffer und Salz und einem Schluck Öl  in die Küchenmaschine geben und zu einer mehr oder weniger homogenen Masse häckseln lassen. Bei Bedarf nochmit mehr Pfeffer und Salz, Parmesan oder Öl abschmecken.
In der Zwischenzeit das gewürfelte Hähnchenfilet in der Pfanne leicht anbraten, es muss noch gar nicht durch sein, dann das Pesto wieder zugeben. Außerdem die saure Sahne unterrühren, sodass eine cremige Soße mit Hähnchenstücken entsteht. Etwa die Hälfte davon wird dann auf dem Boden der Auflaufform verteilt, eine Lasagneplatte draufgelegt und der Rest wiederum darauf verteilt. Wer noch mehr saure Sahne hat kann ein bisschen davon darauf verteilen, wie bei herkömmlicher Lasagne eben, und dann den Käse drüberstreuen.Jetzt ab in den vorgeheizten Ofen und bei 200°C etwa 25 Minuten überbacken bis der Käse bräunlich und ggf. das Hähnchen gar ist.

Abwandlung:
Unter Umständen böte es sich auch an, nicht das gesamte Pesto mit dem Hähnchen zu mischen, sondern für die oberste Schicht pures Pesto zurückzubehalten, dass sich dann besser und glatter verteilen lässt. Alternativ kann man das Hähnchen natürlich auch ganz weglassen, wobei dann womöglich eine größerere Menge Pestosoße nötig wäre um die Lasagneplatten ausreichend zu tränken und zu sättigen.

Advertisements

saftiger Vanillekuchen

Standard

Heute gibt es endlich mal das Rezept, dass ich eigentlich (nach den Vitalkeksen) als erstes vorstellen wollte. (Deshalb sind die Bilder auch schlechter als die der letzten Rezepte.) Warum das so nichts geworden ist, keine Ahnung, aber besser spät als nie. Diesen saftigen Kuchen fand ich nämlich so lecker, dass ich tatsächlich in der Uni saß und heimlich davon träumte, ihn zu essen, mich regelrecht danach sehnte… dabei bin ich normalerweise gar kein großer Vanille-Fan. Vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass es so ziemlich das erste selbst erstellte Backrezept war und mein Magen und Geschmackssinn diesen gewissen Stolz und die Freude, dass es geklappt hat, unterstützen wollten? (Oder natürlich an der langweiligen Vorlesung?)
Das Rezept ist jedenfalls denkbar einfach, kommt ohne Eier aus und die abgebildete Menge entspricht 1/3 des (entsprechend hochgerechneten) Rezepts,  da wohl nicht jeder so kleine 1-Frau-Kuchen backen will und die Menge für eine kleine Kastenform irgendwie auch zu wenig (will heißen: flach) war um wirklich als Kuchen durchzugehen. Mittlerweile habe ich aber auch eine große Version gebacken und kann daher guten Gewissens sagen, dass das prima in einen Gugelhupf passt.Vanillekuchen

saftiger Vanillekuchen

105g Margarine
225g Traubenzucker
Vanille(mark) + Vanillearoma (ca. 3 TL)
1 Prise Salz
360g Mehl
4,5 TL Backpulver
450ml Milch

Backofen auf Gas 4/ca. 180°C vorheizen.
Margarine, Traubenzucker, Vanillemark, Vanillearoma und Salz miteinander schaumig schlagen.
Mehl, Backpulver und Milch zugeben und noch mal gut verrühren, sodass ein glatter Teig entsteht, der reißend vom Löffel fällt wie man so schön sagt.
Teig in eine gefettete Form (z.B. einen Gugelhupf) füllen, glatt streichen und bei oben genannter Temperatur ca. 35 Minuten backen.

IMG_7020Am Kuchen selbst erkennt man die Schädelform leider nicht mehr so gut… Ist aber trotzdem die ideale Menge um als Einzelperson nicht Ewigkeiten an einem Kuchen zu sitzen.

IMG_7019 Diagnose: Schädelbruch

IMG_7025Ob da wohl auch Osteoporose im Spiel war? Schön luftig-locker ist der Kuchen jedenfalls.

Mandelmuffins mit Mütze

Standard

Schon wieder eine Alliteration, und diesmal kann ich quasi nicht mal was dafür. Na ja fast. Wofür ich aber was kann sind die leckeren Mandelmuffins, die diese Alliteration beschreibt. Im Zuge meines „Stashbustings“ aka Vorratsvernichtung ist mir nämlich noch ein angebrochenes Tütchen gemahlene Mandeln zwischen die Finger gekommen, für das ich in Kombination mit den ebenfalls angebrochenen, gehobelten Mandeln spontan eine Idee hatte. Quasi ein bisschen wie Bienenstich in Muffinform. Deshalb auch mal ein etwas aufwändigeres Rezept, aber ich finde es lohnt sich und sieht ausnahmsweise mal auch recht gut aus.
Mandelmuffins mit Mütze (15)

Mandelmuffins mit Mütze

Muffins
60g gemahlene Mandeln
20g Margarine
1 Prise Salz
etwas Vanille
50g Traubenzucker
1,5 TL Backpulver
100g Mehl
200g Milch
nach Belieben noch etwas Mandelaroma (dann schmecken sie etwas mehr nach Mandel)

Mütze
90g gehobelte Mandeln
80g Traubenzucker
1-2 EL Milch

Füllung
200ml Milch
20g Traubenzucker
20g Stärke
Vanille(aroma)

Alle Zutaten für die Muffins gut miteinander vermischen, in ca. 16 Törtchenformen füllen und für 15 Minuten bei Gas 5 im vorgeheizten Ofen backen.

Als nächstes die gehobelten Mandeln in einer Pfanne ohne Öl leicht anrösten bis sie anfangen zu bräunen, dann den Traubenzucker zugeben und karamellisieren lassen. Ein Schuss Milch hilft, um das Ganze besser zusammenkleben zu lassen. Rühren bis die Flüssigkeit weitestgehen verdampft ist, dann, das ist der etwas schwierigere Part (ich muss spontan an sich gegen Mützen sträubende Kleinkinder denken), den Muffins vorsichtig die Mützen aufsetzen. (Achtung, Mützen trägt man zwar wenn’s kalt ist, diese hier sind aber heiß und  deshalb erstmal nicht angenehm anzufassen. Mit anderen Worten: verbrennt euch nicht Flossen!)

Zum Schluss geht’s an die Füllung, hierfür kochen wir im Prinzip einen Pudding. Ihr könnt auch einfach Puddingpulver (oder gar fertigen Pudding) nehmen, aber den hatte ich natürlich auch nicht mehr hier.
Also: von den 200ml Milch ein paar Löffel abnehmen und Stärke, Traubenzucker und Vanille damit verrühren. Die restliche Milch aufkochen und wenn sie kocht den Stärkemix einrühren. Kurz aufkochen lassen und dabei rühren, bis der Mix eindickt, dann vom Herd nehmen.

Während die Füllung abkühlt vorsichtig einen Deckel von den Muffins schneiden (zugegeben, dafür wäre ein Kuchen vielleicht besser geeignet, das erfordert etwas Übung und es waren nicht alle Muffings so fotogen), anschließend einen Klecks Füllung auf den Boden geben und den Deckel wieder aufsetzen.

Puh, endlich fertig! Jetzt also: guten Appetit.Unbenannt

Spinat-Schafskäse-Lasagne

Standard

Heute gibt’s zur Abwechslung zu den ganzen Naschereien, die ich euch hier sonst auf den virtuellen Tisch stelle, mal was Richtiges zu essen. Ein herzhaftes Hauptgericht – kann ja nicht angehen, dass ich euch hier immer nur Süßkram präsentiere!

Ich befinde mich ja momentan im Prozess der Vorratsvernichtung um noch möglichst viel aufzubrauchen bevor ich England verlasse, und  im Zuge dessen hab ich mich neulich der Existenz einiger Lasagneplatten entsinnt. Gewöhnliche Lasagne ist ja nicht mehr drin, also musste eine andere Idee her.
Obwohl man mich früher mit Spinat überhaupt nicht hinter dem Ofen vorlocken konnte ist er mittlerweile ein gern gesehener Gast auf meinem Teller, nicht zuletzt weil er einfach zu den wenigen, unkomplizierten Dingen gehört, die ich bisher vertrage. (Auch wenn ich nach wie vor finde, dass er nicht sonderlich geschmacksintensiv ist. Aber was tut man nicht alles um wenigstens ein bisschen Grünzeug intus zu bekommen, und „nicht geschmacksintensiv“ heißt wenigstens auch, dass es nicht schlecht schmeckt.) Eine einfache Kombination, die ich recht gerne mag weil sie noch etwas mehr Geschmack aus dem Spinat heraus kitzelt, ist Spinat und Feta, und genau die hab ich auch noch mit meinen Lasagneplatten gekreuzt.Spinat-Schafskäse-Lasagne

Spinat-Schafskäse-Lasagne

(für 1 Person)
2 Lasagneplatten
ein paar Boller TK-Spinat
ca. 180g Schafskäse/Feta
2-3 EL Creme Fraiche (oder saure Sahne)
Pfeffer und Salz, andere Gewürze nach Belieben und Verträglichkeit

Spinat auftauen lassen und leicht ausdrücken (oder frischen nehmen und blanchieren), dann in einer Pfanne (evt. mit einem kleinen Klecks Öl) leicht anschwitzen. Etwa 80g zerbröckelten Schafkäse oder Feta zugeben und leicht schmelzen lassen, dann gut würzen. Nun 1 EL Creme Fraiche  unterrühren sodass eine Art Soße entsteht und die Hälfte der selbigen in einer ofenfesten Form auf eine Lasagneplatte schichten (die unterste Platte kann man sich theoretisch auch sparen). Eine weitere Lasagneplatte drauflegen und den Rest der Soße darauf verstreichen.

Jetzt noch 1-2 EL Creme Fraiche  darüber geben und den restlichen Schafkäse obendrüber bröseln bevor es bei ca. 180°C (Gas 5) für 30 Minuten in den Ofen geht bis der Schafskäse leicht solariumgebräunt ist.

Schmeckt ürigens bestimmt auch lecker mit gewürfelter, angebratener Hähnchenbrust in der Soße.

Spinat-Schafskäse-Lasagne 2 Äh, ja, an der Futter-Fotografie arbeite ich noch… Wie man sieht war’s heiß. Aber ich will ja auch essen, bevor’s kalt und fotogen ist.

kleine Kokosküchlein

Standard

Dass ich Alliterationen mag dürfte ja mittlerweile nichts Neues mehr sein, und was blöderes fiel mir ehrlich gesagt gerade nicht ein. Aber das soll ja dem Geschmack keinen Abbruch tun, denn den mag ich auch.
In meinen Vorräten befanden sich jedenfalls noch etwas Kokosraspel und ich hatte spontan Lust auf Kokostörtchen. Jetzt sind sie weg (Raspel und Törtchen) und ich bereue es fast, das Rezept nicht gleich wieder machen zu können, aber schlappe 2,5 Wochen vor der Heimreise (Countdown!) noch neue Raspel zu kaufen macht irgendwie auch keinen Sinn. Wenn ihr aber über einen kleinen Vorrat Kokosraspel verfügt und nicht wisst, was ihr damit anstellen sollt, präsentiere ich das schnelle Vergnügen:

kleine Kokoskuchen (5)kleine Kokosküchlein

80g Kokosraspel
20g Margarine
60g Traubenzucker
1,5 TL Backpulver
100g Mehl
190ml Milch

Alles gut verschmischen, auf ca. 15 Törtchenformen verteilen und im vorgeheizten Ofen bei ca. 190°C (Gas 5) etwa 15 Minuten backen bis sie leicht anfangen zu bräunen. Das war’s, mehr Aufwand ist es wirklich nicht. =)
Wie man sieht habe ich übrigens sicherheitshalber jeweils 2 Förmchen genommen, weil der Teig doch relativ flüssig ist und ich von im Ofen ausgelaufenen Törtchen ein klein bisschen „traumatisiert“ bin. Wer ein Muffinblech oder stabilere Förmchen hat braucht sich darüber aber sicher keine Sorgen machen.
Dafür werden sie schön locker-luftig und saftig und haben eine herrliche, nicht zu aufdringliche aber doch eindeutig wahrnehmbare Kokosnote.

kleine Kokoskuchen (20)

 

Mohn-Hefe-Streuselkuchen

Standard

Bevor vor einigen Wochen meine Eltern zu Besuch kamen und meine Backformen mit ihnen die Heimreise antreten sollten wollte ich natürlich gerne nochmal einen großen Kuchen backen. Für mich alleine ist das schließlich immer viel zu viel und  in der Uni hab ich mich jedes Mal geärgert, wenn trotz Kuchen-Ankündigung kaum jemand kam oder unter Angabe fadenscheiniger Gründe selbst das Probieren verweigerte („Danke, aber ich mag grundsätzlich keinen Käse.“ – „In Käsekuchen ist doch aber gar kein Käse drin?!“) und ich schlussendlich trotzdem wieder zu viel Kuchen übrig hatte und so hab ich doch meistens auf kleine Formen oder Törtchen zurückgegriffen. Es sollte nun jedenfalls ein großer her, damit die Springform wenigstens ein paar Mal in Benutzung gewesen war, und da sowohl meine Mutter als auch ich die Woche zuvor Geburtstag gehabt und uns nichts gesehen hatten bot sich die Gelegenheit quasi zum verspäteten Geburtstagskuchen backen an.
Das „stash busting“  in der Küchenedition und ein grob ähnliches Rezept förderten dann den Wunsch zu Tage, einen Kuchen mit Mohnfüllung zu backen, und ich hab mal wieder mehr oder weniger frei Schnauze drauf losgelegt und ein Rezept entwickelt, das Hefeteig, Mohnfüllung und Mohnstreusel miteinander kombiniert.

Hefe-Mohn-StreuselDie kleinen, schwarzen Punkte sind übrigens selbstverständlich Mohn. Nicht, dass es euch geht wie meiner Mutter letztens als ich Spinatwaffeln  mit Heim brachte und sie, ohne die Dose geöffnet zu haben, ganz entsetzt fragte: „Ih, sind die schon verschimmelt? Die sind ja ganz grün!“ – „Mama, das ist der Spinat!“

Mohn-Hefe-Streuselkuchen

Hefeteigboden:
260g Mehl

150 ml Milch
26g Margarine
1 Prise Salz
1/2 Würfel Hefe (20g)
80g Traubenzucker

Füllung:
400ml Milch

20g Traubenzucker
50g Grieß
210g Mohn

Streusel:
30g Mohn

135g Mehl
90g Traubenzucker
105g Margarine

Die Hefe in lauwarmer Milch auflösen und anschließend aus Mehl, Hefe-Milch, Margarine, Traubenzucker und einer Prise Salz einen glatten Hefeteig kneten. Diesen dann an einem warmen Ort gehen lassen bis er sich in Etwa verdoppelt hat. Danach den Teig in einer 26er-Springform auseinander ziehen und einen Rand formen, das geht ganz gut wenn man mit einem feuchten Löffel in 1-2cm Abstand vom Rand entlangfährt und den Teig so zu einemWall hochschiebt. Im vorgeheizten Ofen bei ca. 190-200°C (Gas 5-6) etwa 10 Minuten vorbacken.

In der Zwischenzeit ca. 350ml Milch aufkochen, die restlichen 50ml mit dem Grieß und dem Traubenzucker glattrühren und dann gefolgt vom Mohn unter die kochende Milch rühren. Rühren bis eine leicht pudding-ähnliche, cremige Füllung ohne Klumpen entsteht und vom Herd nehmen.

Während die Füllung leicht abkühlt nun alle Streuselzutaten miteinander verkneten, das wird allerdings keine richtig bröselige Angelegenheit sondern mehr ein großer Klumpen, den man dann zu streuselartigen Gebilden oder Fetzen auseinander reißen muss. (Vielleicht qualifiziert sich das eher als Haube wie bei einem Zupfkuchen und weniger als Streusel?)

Den Hefeboden aus dem Ofen holen, die Mohnfüllung darauf verteilen und glatt streichen (wenn der Rand nicht so hoch ist macht das nichts). Zum Schluss die Streusel auf der Füllung verteilen und den Kuchen nochmal für ca. 20 Minuten in den Ofen stellen bis die Streusel schön bräunlich sind.
Hefe-Mohn-Streusel 2Seht ihr’s? Seht ihr’s? Da ist Sonne!

Zwischen backen und probieren war ich mir ehrlich unsicher, ob der Kuchen schmecken würde und besonders bezüglich der Streusel etwas unzufrieden, da sie nicht so knusprig-trocken sind wie man das vielleicht gewohnt ist, aber der Geschmackstest hat überzeugt und schlussendlich sind saftige Streusel finde ich echt nicht verkehrt. Meinen Eltern hat’s jedenfalls geschmeckt und mir auch und, da er doch recht mächtig ist, mit das Beste ist wohl, dass der Kuchen lange saftig und lecker bleibt. Ich hatte ihn Dienstag Abend gebacken und die Reste, zwischendrin in Alufolie oder Plastikdosen verpackt, waren selbst am folgenden Montag immer noch nicht ansatzweise trocken und schmeckten so gut wie am ersten Tag. Länger haben sie dann nicht überlebt. (Aber das lag nicht an ihnen sondern an ihrer Vernichtung meinerseits.)  Außerdem war der Kuchen erstaunlich krümelfrei, was wohl der saftigen Natur zu verdanken ist, sodass ich ihn auch in der (sonnigen!) Mittagspause in der Uni gut ohne Besteck essen konnte ohne den Tauben ein Festmahl auf dem Rasen zu servieren.

Einziger Nachteil: Mohn und Zähne mögen sich vielleicht ein bisschen zu sehr. Aber das ist ja nichts neues.

Blätterteigteilchen mit nussiger Quarkfüllung

Standard

Während meines Heimaturlaubs um Ostern rum, ich saß gerade am PC und versuchte mit meinem „final year project report“ voranzukommen, klopfte meine Mutter an meine Zimmertür und verkündete: „Der Kassler ist jetzt soweit fertig vorbereitet, ich hab noch Blätterteig übrig, willst du dir da nicht irgendwas draus machen zum mitnehmen nachher? Wie ich deine Tante kenne hat die doch bestimmt wieder irgendwas gebacken und dann hast du wenigstens auch was zu essen…“ So viel also zum Thema arbeiten…. und dann wundert sie sich, dass ich daheim nie vorankomme.

Wie dem auch sei, ich hab mir also spontan was aus dem Ärmel geschüttelt und weil es mir gut geschmeckt hat und eigentlich denkbar einfach ist möchte ich es gerne mit euch teilen. Also… das Rezept, denn das Ergebnis ist selbstverständlich schon längst verspeist. Vorhang auf für

IMG_7092Was da so dekorativ in den Bildhintergrund ragt ist übrigens das Katzengras auf der Fensterbank an der Treppe, wo ich die ersten Fotoversuche unternommen habe, ehe ich meiner Mutter unter ihrem entrüsteten Blick die Deko vom Couchtisch mopste  („Hee, wo willst du mit meinen Schafen hin?!“) und an den Esszimmertisch umzog.

Blätterteigteilchen mit nussiger Quarkfüllung

Zutaten:
1 Packung Blätterteig (ob tiefgekühlt, aus dem Kühlregal, als Block oder ausgerollt ist nebensächlich)
500g Quark
1 Ei
140g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
100g Walnüsse (gehackt oder in grobe Stücke gebrochen)
50g Reissirup
40g Traubenzucker
nach Belieben (Dosen-)Milch oder Ei zum Abstreichen

Blätterteig falls tiefgefroren auftauen lassen und ausrollen, in Quadrate schneiden. Derweil den Backofen auf 200 °C vorheizen.

Für die Füllung Quark, Ei, gemahlene Mandeln/Haselnüsse und Walnussbruch miteinander vermengen, mit Reissirup und Traubenzucker süßen.

Die Füllung mittig auf den Blätterteigquadraten verteilen und jeweils die 4 Ecken in der Mitte zusammenfassen, dann die Kanten zusammendrücken damit nicht alles gleich rausläuft und kleine Päckchen entstehen. (Andere Formen sind natürlich auch denkbar, ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass zum Beispiel beim hälftig Zusammenklappen  der sogenannte Kamm gerne aufreißt und die Füllung seitlich leicht rauslaufen kann, während es hier nicht schlimm ist, wenn oben was rauskommt. Die Füllung fällt allerdings beim Abkühlen eh wieder etwas in sich zusammen, das sieht man auf den Bildern glaube ich ganz gut.)

Für mehr Glanz ach Belieben mit Ei oder (Dosen-Milch) abstreichen und dann bei 200°C  ca. 15 Minuten backen bis die gewünschte Bräune erreicht ist.

Schafe

Die entführten Schafe. Der hübsche Teller war übrigens ein DIY-Weihnachtsgeschenk von der lieben Tigerkeks. Die Schafe gab’s bei meiner Mutter auf dem Wohnzimmertisch glaube ich mal bei dm.

Abwandlung:
Der Reissirup kann vermutlich auch weggelassen und die Süße durch mehr Traubenzucker oder Stevia erreicht werden, er gibt dem Ganzen aber finde ich noch eine besondere Geschmacksnote – ein bisschen wie griechischer Joghurt mit Honig und Walnüssen. Wo wir gerade dabei sind: Nicht-FMler können mit Sicherheit auch Honig und Zucker nehmen, dann würde ich allerdings empfehlen, mit weniger anzufangen und sich vorsichtig an die gewünschte Süße ranzutasten, da Honig und Zucker eine stärkere Süßkraft haben als die FM-Varianten und daher geringere Mengen für die gleiche Süße nötig sind.
Achtung außerdem, nicht jeder verträgt Mandeln und Nüsse, daher bitte logischerweise die persönliche Verträglichkeit beachten.

„Dulche de Leche“ oder: Karamellhimmel auf Brot

Standard

Vor einer Weile hatte ich mal wieder einen Rappel nach Rezepten für Süßigkeiten zu suchen, die ich für mich FM-tauglich abwandeln könnte. Dabei machte ich auch den Umweg über Softkarmell und entdeckte die sogenannte Dulce de Leche (spanisch: dulce Süßes, Leche Milch), eine Art Karamellaufstrich aus Lateinamerika. Viele „Rezepte“ machten es sich einfach und erhitzen schlichtweg gezuckerte Kondensmilch bis sie eindickte, manche sogar direkt in der Dose, andere gestalteten das Ganze etwas komplizierter und benutzen frische Milch oder Sahne und kochten die Sache studenlang in Wasserbad oder Ofen.

Meine Neugierde war geweckt, zumal meine bisherigen Versuche mit Schokoaufstrichen irgendwie auch nicht so der Bringer waren. (Aber das kann auch an der englischen Margarine liegen, ich habe schon extra ungesalzene, aber irgendwie gibt sie einem Schokoaufstrich trotzdem eine ganz merkwürdige Geschmacksnote.) Glücklicherweise fand ich im Supermarkt tatsächlich ungezuckerte Kodensmilch und da ich kürzlich sogar Traubenzucker in einem drogerieähnlichen Laden gefunden hatte konnte ich meinen wertvollen Importvorräten guten Gewissens zu Leibe rücken.

Weil meine Pfannen Mist waren wollte ich es lieber in einem Glas im Wasserbad probieren, aber Fehlanzeige. Auch nach stundenlangem Kochen, wahlweise mit oder ohne Deckel, hatte sich maximal eine dickere Haut auf der Oberfläche gebildet während alles untendrunter noch weich war. Nach einer nicht minder frustrierenden Runde im Ofen lies ich die Sache stehen und zog am nächsten Tag aus, endlich eine gescheite, neue Pfanne zu besorgen. Der nächste Supermarkt kam mir netterweise mit einem Angebot entgegen und so marschierte ich mit einem Zweierpack robuster, beschichteter Pfannen nach Hause und freute mich, als ich erst dort bemerkte, dass sie rot sind.

Mit meinen neuen Pfannen wagte ich mich also erneut an das mittlerweile ziemlich zugewutze Glas mit der Kondensmilch und siehe da, es klappte auf Anhieb. Ein bisschen klumpig, aber es klappte.  Und schmeckte… zugegebenermaßen natürlich ziemlich süß (obwohl ich nur wenig Traubenzucker genommen hatte), aber man muss sich das Zeug ja nicht zentimeterdick auf’s Brot schmieren.
Obwohl ich das nicht tat war das Glas verdächtig schnell wieder leer und als ich kürzlich mal wieder einen Grund suchte, mich vor der Recherche für einen Essay zu drücken, hab ich kurzerhand eine neue Portion gemacht und diesmal ein bisschen besser dokumentiert. (Es war spät, deshalb sind die Pfannenfotos etwas dunkel…)

IMG_7006

fruktosefreie Dulce de Leche

340g ungezuckerte Kondensmilch
ca. 85g TraubenzuckerIMG_6983

Zuerst den Traubenzucker in einer beschichteten Pfanne karamellisieren lassen, dann die Kondensmilch mit einem Kochlöffel (oder ähnlichen Gerätschaften, die nicht die Beschichtung himmeln, also keine Metallteile) einrühren und das Ganze eine Weile köcheln lassen.

IMG_6984

IMG_6990

Dabei immer mal umrühren, es enstehen allerdings trozdem Klumpen, die früher karamellisieren (vielleicht liegt das aber auch an der ungleichmäßigen/zu hohen Temperatur des Gasherds und mit niedrigerer Tempertur und mehr Zeit/Geduld ließe es sich womöglich vermeiden).
Edit Januar 2015: Ich weiß nicht ob es daran liegt oder am anderen Herd, aber diesmal habe ich den Zucker nicht vorher karamellisiert, sondern in die warme Kondensmilch gerührt, und quasi keine Klumpen gehabt.

Dulce

Nach einer Weile dickt das Ganze dann etwas ein und man kann mit dem Spatel eine Gasse ziehen, die kurz sichtbar bleibt. Je länger sie sichtbar bleibt desto härter wird das Endergebnis. Wie ihr sehen könnt blieb meine kaum lange genug in Form um sie gescheit zu fotografieren, aber dafür ließ präsentierte sich die Dulce hinterher schön streichzart. Der erste Versuch damals war nämlich härter und demnach auch schwieriger zu verteilen.

IMG_6993

Wenn die Masse also die gewünschte „Standfestigkeit“ erreicht hat (eine halbe Stunde sollte man schon einplanen) kann sie in ein ausgekochtes Glas gefüllt werden, sie härtet dann beim abkühlen noch nach. Um die Klumpen zumindest zu reduzieren habe ich sie außerdem (im Glas, deshalb sieht das so verkleckert aus) nochmal mit einem Schneebesen ordentlich durchgerührt. Und ja, das halbe Glas ist leider alles was bei der Menge rauskam, da ja Flüssigkeit verdampft. Mehr wollte ich der Pfanne aber auch nicht auf einmal zumuten.

IMG_7003

Sobald die Dulce abgekühlt ist kann man sie dann jedenfalls zum Beispiel, wie ich, auf einem leckeren, frischen Stück Brot genießen oder auf Pfannkuchen streichen, ich habe aber auch gelesen, dass sie sich gut als Tortenfüllung eignen soll. Wenn man sie entsprechend lange kochen lässt und anschließend in Förmchen oder auf Backpapier gießt kann man daraus aber sicher auch leckere, harte Karamellbonbons machen und eine kürzere Kochzeit ergibt bestimmt eine leckere Karamellsoße, die sich auch über Eis oder Waffeln hervorragend machen dürfte.

IMG_7005

Fixes für den Süßhunger

Standard

Heute gibt’s zur Abwechslung mal was aus der Küche, die zwar in meinem Studioappartment zugegebenermaßen auch gleichzeitig Arbeits-, Näh-, Schlaf- und Wohnzimmer ist, aber sei’s drum. Schließlich bin ich nicht nur beim nähen eine DIY-Tante sondern auch in der Küche.

Zuerst also ein Blick in meinen gorkeligen Gasofen:

Vitalgebäck mochte ich schon immer und hab es auch besonders in der letzten Prüfungsphase häufig selbst gemacht um den gelegentlichen Süßhunger wenigstens mit was halbwegs gesundem zu befriedigen. Über den Sommer daheim und den gewissen Frust über die Fruktosemalabsorption hatte ich das schon fast wieder vergessen, bis meine Mutter mir heute beim Skypen erzählte sie habe welches für den Nachmittagsbesuch gemacht.
Prompt wurde ich etwas neidisch, denn die Originalversion wird mit Zucker und Honig (Fruktosebombenalarm!) gemacht, und der Süßstoff, den ich in letzter Zeit zwangsweise etwas für mich entdeckt habe würde hier natürlich kaum ausreichend kleben. Dann brachte meine Mutter meine begrenzten Traubenzuckervorräte ins Spiel (Wieso bitte scheint man das Zeug in England nicht zu kriegen?) und mir viel der ebenfalls limitierte Reissirup ein. Daraus müsste sich doch… *diabolisches Kichern*

Ich hab’s also gewagt und es hat sich gelohnt, auch wenn das Ergebnis natürlich nicht so süß ist wie das Original. An dieser Stelle könnte man also schätzungsweise entweder mehr Traubenzucker oder Reissirup zugeben oder zusätzlich noch ein bisschen Süßstoff reinschmeißen. Das wird jedenfalls beim nächsten Mal getestet.

Hier also das Rezept für

fruktosearmes Vitalgebäck

1 Ei
2 EL Traubenzucker
2 EL Reissirup
250g Körner, Samen, Nüsse, Schokolade, … was das Herz begehrt und der Verdauungsapparat verträgt (das Originalrezept sieht hierbei 50g Haferflocken und 200g Körnerkrams vor, ich finde jedoch das ist ziemlich variabel)

Das Ei mit Traubenzucker und Reissirup mischen, ein Löffel ist dabei ausreichend. Jetzt in beliebiger Zusammensetzung Körnerkrams reinkippen und alles gut vermischen, sodass die Ei-Mischung grob die Körner überzieht – die klebt das Ganze schließlich zusammen.
Mit einem Teelöffel kleine Häufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen, gegebenenfalls etwas an-/zusammendrücken damit sie nicht so leicht auseinanderfallen.
Im vorgeheizten Backofen bei etwa 180°C (ich hab Gas 4 genommen) ca. 12-15 Minuten backen, bei Bedarf länger, dabei darauf achten, dass nichts verbrennt (Traubenzucker brennt schneller an und wird schwarz als normaler hab ich mir sagen lassen) und die Kekse nur leicht bräunlich werden. Sie sind fertig wenn man sie mit dem Finger oder einem Löffel begrabbelt und sie nicht mehr nachgiebig-weich und klebrig sind, sondern einen zusammenhängenden,  knusprigen Taler bilden.

Für den Körnermix eignet sich so ziemlich alles: Sesam, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, verschiedene Nüsse (inkl. Mandeln, Pistazien und Cashewkernen), Schokolade, Haferflocken, Kokosflocken oder -stücke, verträgliche Frühstückscerealien, … Wer mag kann auch ein bisschen Backkakao untermischen um dem Ganzen eine leicht schokoladige Note zu verleihen.
Wer Fruktose verträgt kann natürlich auch Trockenobst wie z.B. Cranberries unterrühren, Reiscrispies und dergleichen reinschmeißen und selbstverständlich auf Zucker und Honig zurückgreifen.

Ich weiß zwar zugegebenermaßen selbst noch nicht, ob ich sie überhaupt vertrage, aber das weiß ich glaube ich momentan bei so ziemlich gar nichts außer Schafskäse, insofern war es mir den Versuch mal wert. Schmeckt jedenfalls sehr lecker zu einem heißen Kaffee, aber sicher auch zu allem anderen. 😉