Archiv der Kategorie: Leben

don’t you step on my suede sole shoes

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Letztes Jahr in der Erstiwoche bin ich glücklicherweise darauf aufmerksam geworden, dass es hier doch ein Tanzsportteam an der Uni gibt. Da das eigentlich zur anderen Uni gehört, Mitglieder aber dankend von beiden Unis angenommen werden, da sonst keine von beiden ein ausreichend großes Team hätte, will meine Uni das aber offensichtlich nicht auf der Webseite der „Uni Societies“ auflisten, sodass ich es eben leider erst fast 1 Jahr nach Beginn meines PhD gefunden habe. Man könnte also sagen die Uni hat mich darum gebracht, ein Jahr früher wieder das Tanzbein schwingen zu können. Frechheit.

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So habe ich also etwas verspätet wieder mit dem Tanzen angefangen und musste mich erstmal ziemlich umstellen, da ich zwar als Teenie eine ganze Reihe Tanzkurse belegt und viel getanzt hatte, aber eben immer nur aus Spaß an der Freude und „sozial“ in der Tanzschule und nie auf Turnieren. So hatte ich zwar viele Figuren in allen Tänzen gelernt (und durch die lange Pause natürlich auch die meisten wieder vergessen), aber leider nie so wirklich viel Technik, Fußarbeit oder „hübsche Arme“. Das Uniteam hingegen ist eigentlich nur auf Turniere ausgelegt, wo hauptsächlich 4 Tänze getanzt werden, aber dafür eben viel Wert auf die richtige Technik und auffallendes Aussehen gelegt wird – womit ich nicht gerade glänzen konnte, da viel Wissen vorausgesetzt zu werden schien, das ich nicht besaß. Zusätzlich hatte ich mit meiner Tanzpartnerin Pech und wir wurden von denn Lehrern vielfach nicht beachtet, sodass das Ganze für mich irgendwann eher frustrierend wurde.

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Dennoch hatte ich mich entschlossen, zu meinen Latein-Tanzschuhen auch ein Paar Standard-Schuhe kaufen zu wollen und bin netterweise bei Amazon günstig fündig geworden. Für den Preis hatte ich nichts hochwertiges erwartet, aber bei dem Stand der Dinge war das auch nicht unbedingt nötig/sinnvoll und tatsächlich erwiesen sich die Schuhe bisher als sehr bequem.
Da sie aber eben nicht von einem namhaften Tanzschuhhersteller kamen gab es auch keinen Beutel o.ä. als Aufbewahrung dazu und ich musste erstmal einen anderen nehmen als ich z.B. mit einem netten „ausgeliehenen“ Herren zu einem Turnier gefahren bin, das mir aufgrund seiner Frohnatur und tänzerischen Leistung auch viel mehr Spaß gemacht hat als die Turniere mit meiner grummeligen Partnerin, die mich nur rumkommandiert hat selbst wenn sie Fehler gemacht hat (was leider beides ständig vorkam), bevor sie mich schließlich wegen ihres Studienabbruchs komplett hat sitzen lassen. (Ich meine, dieses Foto sagt doch wohl einiges, oder? Da wird einem ständig eingetrichtert man soll Lächeln/Strahlen und sie sieht aus, als hege sie Mordgedanken. Was sie womöglich auch tat.)

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Dieses Jahr habe ich aber eine neue Partnerin – einen Herren hab ich aufgrund deren extremer Unterzahl mal wieder nicht abbekommen 😉 – mit der ich mich bisher sehr gut verstehe und sicherlich auch besser tanze (etwas hab ich ja schließlich im letzten Jahr auch gelernt, und allgemein harmoniert es zwischen uns besser), und von den Lehrern bekommen wir glücklicherweise bisher auch mehr Aufmerksamkeit. Toi toi toi. Jedenfalls sollte jetzt auch endlich mal eine passende Tasche für die Schuhe her, und damit sie sich darin nicht gegenseitig den Glitzer abreiben und anschließend alles vollglitzern hab ich dem Beutel eine Mittelnaht als Trennsteg verpasst.

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Minimal knapp ist es geworden, sodass es ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl bedarf, die Schuhe in die entsprechenden Abteile zu stecken, aber es passt und erfüllt seinen Zweck. Hübsch ist es noch dazu, und ganz zufällig ist der Stoff von Ikea auch noch teamfarben Blau.

 

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adjust as necessary

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Letztes Jahr im Oktober fand ich mich recht kurzfristig daheim wieder um meinen Pass im aufpreispflichtigen Expressverfahren zu verlängern. Nicht, dass ich mich über einen Heimatbesuch beschweren würde, aber wenn man Anfang Dezember nach Brasilien muss sollte es doch wohl eigentlich reichen, wenn der Pass noch bis folgenden März gültig ist, oder? Oder ist es so wahrscheinlich, dass man bei einem für 9 Tage angesetzten Trip plötzlich für über 4 Monate im Reiseland festsitzt?

wickelshrug

Wie dem auch sei, daheim hatte ich wieder Zugang zu meiner treuen Nähmaschine und meinen überbordenden Stoffvorräten und habe spontan was schnelles gewerkelt, nämlich einen Wickelshrug. Gesehen hatte ich das, wie sollte es anders sein, bei Pinterest, und die „Anleitung“ ist natürlich denkbar einfach. Wenn man denn den Maßen traut. Es ist vermerkt, dass man die Maße doch bitte unbedingt an die eigenen Körpermaße anpassen soll – aber leider wird mit keinem Wort erwähnt, wie genau oder gar nützliche Referenz- oder Toleranzwerte gegeben.

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Also habe ich auf gut Glück losgewerkelt, das ging ja schnell, und den dicken, roten Polojersey vernäht, den ich beim roten Faltenrock schon mal erwähnt hatte. Was auf den Anleitungsfotos noch charmant oversized aussah wirkte dann an mir und aus diesem Stoff aber irgendwie doch nicht so gut und hat mich nicht ganz überzeugt, weil es einfach nur beulte und ständig von den Schultern rutschte. So viel zum Thema wärmend, ne? Hätte ich das Teil mal kürzer gemacht…

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Bis vor kurzem lag es dann dementsprechend ungetragen im Schrank, bis ich es voller guten Willens, ihm noch eine Chance zu geben und etwas rumzuprobieren, mal wieder rausgezogen habe. Und siehe da, mit etwas Zuppeln und Zoppeln fand ich mich plötzlich in einer schräg über dem Bauch endenden Variante wieder, die ich eigentlich sogar ziemlich cool fand (und beim nächsten Tragen prompt genau so nicht mehr hinbekommen habe). Dazu habe ich die beulende Oberkante einfach etwas nach außen umgeschlagen.

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Ein Problem war auch, dass die Wickelung irgendwie auf einer Seite unter dem Arm durch musste um vorne halbwegs gut zu sitzen, was eben auch dazu führte, dass es dann oben beulte und vor allem von hinten aussieht wie Kraut und Rüben. Vielleicht bestünde das Problem aber bei einem weicher fallenden Stoff gar nicht. Jetzt, wo ich mir die Fotos der Anleitung nochmal ansehe, kommt mir allerdings auch der Gedanke, es mal mit einer anderen Anziehtechnik zu probieren und zuerst beide Arme in die Ärmel zu stecken und dann den Rest z.B. um den Hals zu schlingen um diesen Wasserfalleffekt wie bei der Anleitung zu kreieren, statt wie bisher einen Arm anzuziehen, dann um den Körper zu wickeln und den anderen Arm einzustecken.

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Bis auf die Rückansicht, an der ich immer etwas zuppeln muss, und die Tatsache, dass die Ärmel besonders bei Bewegung öfter mal von den Schultern rutschen bin ich jetzt aber doch ganz zufrieden mit der Tragevariante. Das mit dem von der Schulter rutschen lässt sich bei näherer Betrachtung vermutlich auch gar nicht vermeiden wenn das Ding quasi keine Schulter oder zusätzlichen Stoff rund um die Achsel vorgesehen hat… Man sieht ja auch, die Ärmelnaht verzieht sich dadurch etwas nach vorne.

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Aber mit einem Augenzwinkern kann man das doch tragen, oder?

shrug

biological woolfare

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Anfang September habe ich auf Instagram einen hübschen Häkelschal entdeckt, der es mir sofort angetan hatte. (Nein, ist nicht immer alles nur noch Pinterest hier. ;)) Netterweise lies sich über die Hashtags auch gleich leicht rausfinden, dass das schöne Teil – warum auch immer – Virus shawl heißt. Google hat mich dann bei Ravelry schnell auf eine Anleitung bzw. Häkelschrift gestoßen und anderswo auf eine Bilderanleitung auf facebook. Also hab ich während einer „Wochenendschicht“ in der Uni fix die Häkelschrift ausgedruckt und bin sonntags, nach Verlassen des sinkenden Schiffs (Toll wenn man sein Wochenende opfert und es dann trotzdem nicht funktioniert, oder?) und spätem Mittagessen mit einer Freundin, die ich viel zu lange nicht gesehen hatte, noch schnell zu Poundstretcher gespurtet und habe Wolle mit Farbverlauf gekauft. Da hatte ich schon mal so schöne gesehen und sie damals nicht mitgenommen, weil ich dachte „Nee, brauch erstmal die andere auf…“ (Hab ich natürlich nicht, das ist genau wie mit Stoff!), und jetzt war die Auswahl dann doch eher bescheiden, aber immerhin graue hatten sie noch. Die fand ich dann eigentlich doch ganz hübsch und für mich tragbar (eine der wenigen Alternativen war pink *grusel*). Außerdem wollte ich ja 2 Tage später auf der Zugfahrt zur Konferenz das Tuch häkeln und den nächsten Tag zum Ausgleich das Haus mal nicht verlassen. An den fehlenden Daten für die Konferenz war ja eh nichts mehr zu machen…

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Noch am selben Abend hab ich also mit dem Häkeln angefangen und mich dabei erstmal an der Bilderanleitung orientiert, die mich dann aber sehr schnell verwirrt hat. Warum? Weil da von 10 und 5 Luftmaschen (jetzt hatte ich doch tatsächlich Laufmaschen geschrieben…) die Rede war, in meiner Häkelschrift und der Videoanleitung (die ich, wie ich gestehen muss, wegen des schrecklichen deutschen Akzents im Englischen gar nicht angucken wollte/konnte) aber nur von 7 und 4. Gut, geht sicher beides, aber ausgedruckt hatte ich ja nun mal 7 und 4. Auch wenn, wie ich blöderweise erst daheim feststellte, dummerweise der Rand fehlte, weil das Muster nicht auf A4 skaliert ist. Also hab ich mit 7 und 4 weitergehäkelt und mich prompt bei der mittleren Luftmaschenkette gewundert, was da jetzt Sache ist. Da steht nämlich 7 auf der Häkelschrift, eingezeichnet sind aber 10 Punkte, die Luftmaschen darstellen. Weil da in der nächsten Reihe 10 Stäbchen reinsollen ging ich davon aus, dass da nur jemand die Nummern geändert hat und es zumindest beides mal die gleiche Anzahl sein sollte, aber im Video (musste ich mir dann ja doch zumindest teilweise ansehen) wurden tatsächlich 10 Stäbchen in den Zwischenraum der 7 Luftmaschen gehäkelt. Nachdem diese Unklarheiten beseitigt waren ging es dann aber mit dem Häkeln doch schnell voran und ich musste mich etwas bremsen, nicht schon Sonntag Abend und Montag ordentlich vorzuhäkeln – schließlich wollte ich ja Beschäftigung für die Zugfahrt.

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Auf eben dieser hab ich dann auch fleißig weitergehäkelt (unter zwischenzeitlichem Einwurf eines der mitreisenden Dozenten: „Keep going, knaxgurke.“), sogar so fleißig, dass ich doch noch ein zweites Knäuel Wolle aus dem Gepäck fischen musste. (Zum Glück hatte ich es in weiser Vorraussicht in die Außentasche gesteckt, sodass ich leicht dran kam.) Von dem hab ich dann auch mehr gebraucht als angenommen. Bei der Anleitung war der Garnverbrauch nämlich dummerweise nur in Metern angegeben – aber auf der Banderole meiner Wolle waren natürlich nur Gramm (immerhin keine Unzen) und keine Meter zu finden. Aber weil die Wolle schön ist und nur £2.99 kostete hatte ich spontan alle 3 Knäuel mitgenommen, die ich finden konnte.

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Auf der Rückreise von der Konferenz hab ich das Teil dann, ziemlich überrascht und vom Glück beflügelt, einen Preis für den besten Karriereeinsteiger-/Studentenvortrag gewonnen zu haben, fast fertig gehäkelt. Fast deshalb, weil ich natürlich zwischendrin mal einen Fehler gemacht hatte und eine halbe bis ganze Reihe wieder aufribbeln musste, die mir dann bei der Ankunft in Sheffield gefehlt hat. Da war die letzte Reihe nämlich zu gut 2/3 fertig, aber die hab ich dann eben am nächsten Abend auf dem Sofa schnell erledigt.

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Gehäkelt habe ich das Ganze übrigens mit einer 4mm-Häkelnadel und die Wolle scheint ein für den Billigschuppen eigens fabriziertes oder umetikettiertes Model zu sein, denn die Banderole sagt überaus aufschlussreich nur „Colour Blend Yarn“, Shade Z894 und ein paar wenige Infos zu Maschenprobe, Waschtemperatur und Material (100% Acryl). Ein paar Fehler waren auch im Garn, wo quasi ein loses Ende mitten aus dem Faden rausstand, aber na ja… was soll man von 2.99 für 150g auch groß erwarten?

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Wie ihr seht ist das Ding übrigens breiter als ich groß… Außerdem wiegt es fertig 274g und lässt sich auch schön von einer Flexi 8 zusammenhalten (hier in Größe S, die sonst meistens meine Pferdeschwänze zusammenhält).

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Aber auch rumblödeln lässt sich damit prima: Flieg, Vogel, flieg!

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Ja, ich weiß, ich habe einen Vogel.

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Das Spannen des Tuchs war übrigens auch sehr… spannend. (Aber leider notwendig, vorher hat man die kleinen „Schuppen“ gar nicht richtig gesehen.) Die liebe Schmunsel, bei der ich das Muster glaube ich auch entdeckt hatte, hat mir netterweise ein Foto ihrer Spannvorrichtung geschickt, da ich sowas noch nie gemacht hatte. Aber mit Teppich ist es eben etwas doof, ein trotz kräftigen Auswringen tropfnasses Tuch aufzuhängen… Ich habe also Plasiktüten untergelegt, aber darauf hat sich im Nu eine Pfütze gebildet, die sich dann bei einer falschen Bewegung doch auf den Teppich ergossen hat. Außerdem hing das Tuch ziemlich schief, weil der Türknauf des Schranks natürlich nicht auf gleicher Höhe mit dem Fenstergriff war.

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Letzenendes bin ich dann zum Glück doch noch auf die Idee bekommen, die Wäscheleine statt um den Türknauf um eine der Lamellen der Schranktür zu knoten, und das hat zu meiner großen Erleichterung auch gehalten, ohne die Lamelle zu zerlegen. Puh! Und siehe da, dann hing das Ganze auch hoch genug um einen Eimer unterzustellen, der dem finalen Füllstand nach auch dringend nötig war.

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schwarze Tulpen rocken

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Heute gibt’s mal wieder was ein wenig schickeres, das ich vor einer Weile (ich verliere den Überblick…) spontan daheim genäht habe. Ich war nämlich über dieses Kleid mit Tulpenrock gestolpert und dachte mir so ein Rock könne ja für eine Konferenz in heißen Gefilden ganz gut sein. Also hab ich mir schwarzen Jersey geschnappt und losgelegt. Weil ich die obere Kante (aus welchen Gründen auch immer?) aber kaum abgerundet habe sah das Ganze am Ende doch etwas anders aus und hat, vermutlich auch wegen der Stoffbreite, nicht so schön viele Falten. Na ja, beim nächsten Mal…tulip-skirt

Den Bund habe ich schlicht doppelt umgeschlagen und ein Gummiband eingezogen, dazu gab es einen mehr oder weniger gut geglückten Blindsaum für die Unterkante. Den hab ich übrigens zuerst gemacht, weil der Saum durch den Überlapp ja bis oben zum Bund reicht und deshalb für den Gummibund mit umgeschlagen werden musste.

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Leider erkennt man auf den Fotos mal wieder nicht viel, weil die komische App, die ich zur Nutzung der Fernbedienung brauche, anscheinend ohne mein Wissen einen Filter über die Fotos gelegt hat, der die Fotos ziemlich abdunkelt. Sowas doofes… Gut, dass ich auch etwas rumgealbert habe, damit man wenigstens den Überlapp etwas sieht.

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Immerhin ist der Plan für einen luftigen Businessrock aber soweit aufgegangen und der Rock hat mir im Juni bei einer Konferenz im heißen San Antonia, Texas (Hitzschlag ahoi!), gute Dienste geleistet. Na ja, wenn man mal von den Lüftungsgittern im Gehweg absieht, aber auch da waren ehrlich gesagt andere Kleider mit weiter schwingenden Röcken viel schlimmer und haben für den einen oder anderen unerwarteten Marylin Monroe-Moment gesorgt…

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Aber auch das war immer noch besser und amüsanter als mit 2 ununterbrochen laut schnatternden Labertaschen das Zimmer teilen zu müssen, die mich fast in den Wahnsinn getrieben haben. So schön San Antonio an sich war, ich war so froh als ich wieder daheim war und hatte das dringende Bedürfnis, mich mindestens 3 Wochen lang allein in meiner Wohnung einschließen und keine Menschenseele sehen zu müssen. Aber immerhin hatte ich ein bisschen amerikanische Kosmetik shoppen können und sogar Rabatt bekommen, weil die nette Dame in der Schlange hinter mir ihre Kundenkarte für mich durchgezogen hat, sodass ich den Angebotspreis bekam und sie die Treuepunkte – win/win sozusagen.

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In the circle

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Letztes Mal als ich daheim war und das zweifelhafte Vergnügen hatte, mein Zimmer zwecks neuen Fußbodens auszuräumen, hab ich natürlich beim bummeln mit meiner Mutter auch wieder mal bei Karstadt zugeschlagen. Neben einem schönen, wie gemalten Jersey, hab ich dabei auch diesen hübschen, grauen Strickstoff mit einer Art Zebramuster ergattert, den ich ebenfalls gleich verarbeitet habe, und zwar zu einer Kreisjacke. Natürlich auf Pinterest entdeckt. Sowas hatte ich schon länger mal vor, aber eben keinen Stoff gehabt.

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Dummerweise waren dazu aber keine Maße zu finden, und so hab ich mal wieder Pi mal Daumen gearbeitet (Hierzu übrigens eine Weißheit meiner Mutter: „Pi ist ja eine feste Größe, aber der Daumen ist immer unterschiedlich…“) und einfach vom Oberkopf bis zum Hintern gemessen, damit ich auch sowas wie eine Kapuze habe, ähnlich wie hier. Das Teil, das mich dazu inspiriert hat, finde ich jetzt natürlich gerade nicht, aber im Prinzip war der Nacken einfach nach oben hin lang genug, um ihn auch als Kapuze nutzen zu können.

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Was meiner natürlich nicht ist. Zu wenig Stoff, zu viel Haare, wie auch immer, es hält halt nicht auf dem Kopf. Aber so ist ja auch schön, und für’s nächste Mal weiß ich, dass ich mehr als die hier benutzen 45cm Radius veranschlagen muss. Dann sollte ich auch vorne mehr Länge und mehr Stoff zum überschlagen und kuschelig einwickeln haben, der ist so nämlich auch etwas spärlich.

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Dafür fällt das Ganze gerade seitlich aber trotzdem sehr schön, finde ich, und wie ihr seht hab ich natürlich Ärmel angefügt, damit es eben auch schön kuschelig warm ist. Westen schön und gut, aber irgendwie finde ich die was die Wärme anbelangt halt doch immer etwas… unbefriedigend.

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Für die Ärmel habe ich einfach meinen T-Shirt-Schnitt aufgelegt um den richtigen Schulterabstand hinzubekommen, und dann je einen minimal gebogenen Schlitz geschnitten, sodass die Ärmel (ebenfalls vom Shirt-Schnitt) genau reinpassten. Genäht und gesäumt hab ich das ganze Ding übrigens mit meiner neuen Overlock, der ich bei meinem Heimaturlaub nicht widerstehen konnte, aber dazu ein andern mal mehr. Jetzt erst nochmal Rumgehampel mit der Jacke.

Kreisjacke Die Fotos hab ich übrigens neulich gemacht, nachdem ich vom Kaffeeklatsch bei meiner netten Nachbarin zurück war, wo ich das Teil anhatte – Mensch war das ein kalter, regnerischer Tag. Aber den hab ich ja tatsächlich fast zur Hälfte mit der Nachbarin verquatscht, mit der ich mich um 11 Uhr zum Kaffee verabredet hatte und von der ich dann um halb 5 wieder daheim war. Ups. Na ja, ich würde mal sagen, wir haben uns gut unterhalten. Hat eben nicht nur was die Wohnung anbelangt Vorteile, dass ich endlich umgezogen bin. (Ich habe jetzt übrigens Tageslicht!)

hug my soul

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Bekanntermaßen bin ich ja leider nicht mehr wirklich mit ausreichend Zeit/Muße gesegnet, regelmäßig zu bloggen, auch wenn ich es gerne möchte, noch mit einer Nähmaschine vor Ort, aber gelegentlich fabriziere ich doch mal was. Beim Serien suchten nebenher zu häkeln funktioniert zum Beispiel ganz gut. Nach meiner Decke habe ich also schon ein paar Mal wieder zur Nadel gegriffen und dabei unter anderem dieses Gebilde mit dem gewöhnungsbedürftigen Namen „Seelenwärmer“ fabriziert, das mir bei Pinterest ganz gut gefiel, hauptsächlich wegen der Kapuze.Seelenwärmer2Da Wolle und Nadel in der Anleitung viel größer/dicker waren als bei mir habe ich mit meiner 6er-Nadel natürlich viel mehr Reihen häkeln müssen, aber das war in Ordnung und ging trotzdem flott voran. Problem daran war nur, dass ich keinen rechten Referenzwert für die Kapuzengröße hatte und diese bei näherer Betrachtung daher für meinen Geschmack viel zu groß geraten war.Seelenwärmer4Von hinten und von der Seite fiel das fand ich besonders auf.

Seelenwärmer3Bis zum Hintern gehen braucht so eine Kapuze dann doch nicht, oder? 😉SeelenwärmerJedenfalls hat es mich so genervt, dass ich die Kapuze kurzentschlossen nochmal geküzt habe. Das war kein großer Aufwand und gefällt mir so viel besser.

Seelenwärmer8Auch wenn das Ding keine Ärmel hat kann man sich darin soweit ganz gut einkuscheln und es sich gemütlich machen.

Seelenwärmer5Und wenn man die Arme ausstreckt hat man quasi Flügel.

Seelenwärmer6Fun fact übrigens: als ich das Teil das erste Mal anhatte bin ich mit einer der neuen Doktorandinnen, K., näher ins Gespräch gekommen und wir haben zufällig in unserer (*hust* ausgedehnten, 2-stündigen *hust*) Mittagspause festgestellt, dass wir nicht nur einen sehr ähnlichen Musikgeschmack haben, sondern sie auch häkelt und näht und schon im Stillen gedacht hatte, dass so ein Ding wie ich es da trug sicher gut selbstzumachen sei und sie das mal versuchen müsse.

Seelenwärmer7Ich hab ihr dann also prompt ein paar Links geschickt, sie mir auch, und beim nächsten Mittagessen haben wir sogar noch festgestellt, dass sie auch Katzen mag (Das war ja sozusagen die letzte offene „große Frage“.) und *Trommelwirbel* laktoseintolerant ist. Ist das nicht ein Zufall? Jetzt haben wir quasi unsere eigene Invalidentruppe, und neulich konnte ich sogar meine fruktosefreie Schokolade mit ihr teilen, weil die praktischerweise aus laktosefrei ist – der Dozent, der im Vortrag neben uns saß, hat uns etwas irritiert angesehen…
Kommentar meiner Mutter dazu übrigens: „Jetzt ist es raus, du hast eine Zwillingschwester.“
Kommentar K.s Freundes: „Oh Gott, da laufen zwei von euch rum?!“

Edit: Gehäkelt habe ich übrigens mit einer 6mm-Nadel (oder war’s 6.5mm?) und dabei 250g Wolle verbraucht, die dunkelgraue, die noch von der Decke übrig war/ist.

 

 

 

with a little help from my friends

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Letztes Wochenende war ich wieder bei meiner Freundin A. – die mit den Katzen, mit der ich neulich auch im Peak District war. A. hat nämlich eine Nähmaschine als Dauerleihgabe einer Freundin und hatte mich gefragt, ob ich ihr dabei behilflich sein könnte, eines ihrer liebsten Jerseykleider nachzuarbeiten. Da sag ich natürlich nicht nein…
Als wir 2 Tage vorher auf der Suche nach Gardinengewichten für eines ihrer anderen Projekte in einem Stoff- und Gardinenladen laden waren kam mir dort, wie sollte es auch anders sein, ein hübscher Jersey unter. £2.99 der Meter und nicht mehr viel auf der Rolle, etwa 1,5m – ich denke, viel mehr brauche ich nicht sagen, oder? So weitete sich der Plan also von „A. helfen und ein paar T-Shirts einnähen“ um einen Rock aus und ich stolzierte um £4.50 ärmer mit einem Beutel Stoff heim. (Okay, streng genommen wurde ich heimgefahren und war um einiges mehr ärmer, weil ich hinterher noch Schuhe und Klamotten für zukünftige Peak District-Trips gekauft und einen größeren Einkauf bei Aldi getätigt habe – wenn mir schon mal ein Auto zur Verfügung steht und ich nicht alles schleppen muss…)

Das Wochenende haben wir dann auch gut kreativ genutzt: los ging’s mit dem Vorbereiten von Panini-Broten, die später gebacken und noch später belegt, gegrillt und gefuttert wurden, dazwischen wurde fleißig Stoff geschnippelt, gebügelt und genäht und anschließend durften noch ein paar Angel’s Foodcakes in der Hölle schmoren im Backofen schwitzen. A. hat erstmal eine einfache, luftige Bluse genäht, quasi ein großes Rechteck mit Ausschnitt, und ich wurde ein bisschen von den Massen meines Stoffes davongetragen…

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So sieht übrigens die Nähmaschine aus. Die Stichwahl ist auf den ersten (und zweiten und dritten, …) Blick ziemlich konfus gestaltet und es half nicht, dass der linke Schalter nicht etwa auf Position „A“ stehen muss wenn man die damit gekennzeichneten Stiche will, sondern nach oben zeigen muss. Aber wir hatten ja ein Reststück zum rumspielen, an dem wir uns dann meistens vorher vergewissert haben, dass wir auch wirklich den richtigen Stich erwischt haben, bevor es an die Klammotte ging.

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Um das also mal zu erklären: oben gibt es quasi 2 Reihen und 2 Spalten Stiche, die in verschiedenen Farben gekennzeichnet sind. Neben der oberen Reihe steht zusätzlich ein A, neben der unteren ein B, und über allen Stichen gibt es quasi ein kleines Fenster, ein bisschen wie die Indikatoren an Toilettentüren. Man muss also erstmal einstellen ob A (bzw. „oben“) oder B und dann den Ring um diesen Schalter herum drehen um die ToilettenIndikatoren zu bewegen.  Die bewegen sich aber in beiden Spalten gleichzeitig, also parallel zueinander, weshalb man dann an den anderen Rädern die Farbe anwählen muss, mit der der gewünschte Stich gekennzeichnet ist. Gleichzeitig stellt man an diesen Rädern aber auch noch Stichlänge und -breite ein (An dieser Stelle muss ich lobend anmerken, dass die Maschine die Nadel auch nach rechts stellen kann, was ich bei den meisten modernen Maschinen schmerzlich vermisse.) und muss deshalb dabei aufpassen, dass man nicht aus Versehen zu einer anderen Farbe und damit einem anderen Stich wechselt…

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Aber zum Glück hatten wir ja die üblichen, fleißigen Helfer, die uns mit Rat und Tatze zur Seite standen. Sowohl beim Messen, …

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Zuschneiden…

Sassy
… und nähen als auch bei der finalen Anprobe:

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Von der Nähhilfe gibt es leider kein Bild, weil mein Handy und A. beide in einem Zimmer waren als die Katze es sich auf meinem Schoß gemütlich machte während ich an der Nähmaschine saß. Etwas irritiert hat sie dann aber schon auf’s Füßchen geguckt als ich wieder anfang zu nähen…

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Ganz uneigennützig war diese Hilfestellung von den Pelzträgern natürlich nicht, denn für sie ist auch was abgefallen.

Ninja3Und das nicht nur beim Nähen…

Sassy3
Mein ursprünglicher Plan als ich den Stoff gesehen hatte war eine Art Tellerrock mit Zipfeln, also quasi einfach ein Quadrat mit Bund. (Irgendwie habe ich hierfür den Begriff „handkerchief skirt“ im Hinterkopf?) Das hab ich mir mit den Streifen, die dadurch ja in verschiedene Richtungen laufen, ganz hübsch vorgestellt, und siehe da:

Rock
Der Plan ging auf. Als Bund habe ich einfach einen langen Streifen Jersey genommen, den ich dann umgeschlagen habe. Kann man aber natürlich auch un-gekrempelt als längeren Rock tragen, und sogar als Top macht das Ganze erstaunlich gut. (Hab ich aber natürlich vergessen zu fotografieren.)

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Weil damit von knappen 1,6m Stoff natürlich noch eine ganze Menge übrig war habe ich als nächstes einen Shrug genäht. Hier ist die Einfassung finde ich ein bisschen labbrig geworden, da würde ich beim nächsten Mal einen kürzeren Streifen nehmen und ihn leicht gedehnt annähen, sodass das Ganze besser anliegt.

Rock 2
Aber so schlimm ist es auch wieder nicht. Da so ein Shrug aber natürlich nicht viel Stoff frisst durfte auch noch ein Top her. Weil wir keine Zwillingsnadel zur Hand hatten habe ich das übrigens mit dem elastischen ZickZack gesäumt – ihr wisst schon, diesem dreigeteilten ZickZack. Das gefällt mir sogar überraschen gut, ich glaube, das werde ich jetzt öfter machen.

Shirt
Am Ende des Wochenendes stellte A. also fest, dass ich quasi ein gesamtes Outfit genäht hatte und fragte amüsiert bis erstaunt: „Wie viel hat der Stoff nochmal gekostet? £4.50?“ Die letzten Reste hab ich nämlich auch noch zu einem kurzen Loopschal verarbeitet.

Saum

Etwas weniger amüsiert war zumindest ich allerdings als ich mich, wieder daheim, in mein WiFi einwählte und etwa 10 WhatsApp-Nachrichten und 2 E-Mails meiner Eltern und meines Freundes fand, die panisch fragten, ob ich noch lebe und offenbar jederzeit bereit waren, einen Suchtrupp loszuschicken – weil ich mal ganze 30 Stunden nicht online war.
Obwohl ich vorher gesagt hatte, dass ich am Wochenende zu A. gehe und mich auch schon mehrfach darüber ausgelassen hatte, dass ich keine mobilen Daten habe weil die Mobilfunkanbieter hier mir derzeit aus ungeklärten Gründen selbst die günstigsten Verträge verweigern.
Obwohl ich zuletzt Samstags gegen Mittag online gewesen war und WhatsApp ihnen das anzeigt.
Obwohl es deshalb natürlich überhaupt keinen Sinn macht, mir 10 Nachrichten zu schicken und um Antwort zu bitten, wenn ich  die erste noch nicht gelesen habe.
Obwohl meine Mutter im gleichen Atemzug fragte, ob ich denn meine neuen Wandersachen schon ausprobiert habe, und ich, so ich es denn getan hätte, im Peak District natürlich auch keinen Empfang oder Internet gehabt hätte.
Obwohl es für mich gar nicht ungewöhnlich ist, mal eine Weile nicht online zu sein, weil ich nicht zu denjenigen gehöre, denen das Handy quasi an der Handfläche festgewachsen ist, sondern das Ding insbesondere in guter Gesellschaft gut und gerne auch mal beiseite legen kann und möchte.
Obwohl ich bereits mehrfach klargestellt habe, dass ich gar nicht rund um die Uhr erreichbar sein will und mir diese Erwartungshaltung ziemlich stinkt.
Dennoch hat mein Freund offenbar sogar mehrere meiner Freunde hier in Sheffield bei Facebook angeschrieben weil sie ja „seit Tagen“ nichts von mir gehört hätten. Es ist ja lieb und nett, dass sie sich Sorgen um mich machen, aber seit wann bitte ist von Samstag Mittag bis Sonntag früher Abend „seit Tagen“?! (Zumal ich meine harmlosen Pläne ja angekündigt und man sie offenbar nur mal wieder vergessen hatte…) Mir hat diese unnütze Flut an Nachrichten voller Erwartungshaltung dass ich doch bitte gefälligst online zu sein und mich zu melden habe jedenfalls irgendwie einen ganz schönen Dämpfer verpasst und etwas die Stimmung nach einem eigentlich tollen Wochenende verdorben.

Die Tücken der modernen Kommunikation…

Ich versteh‘ nur Bahnhof…

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Erinnert ihr euch noch, wie ich euch das erste Mal vom Bahnhof in Sheffield vorgeschwärm habe? Und wie ich euch danach mehrfach mit der Ankündigung, dass ich Fotos gemacht habe, den Mund wässrig gemacht habe? Jetzt gibt’s endlich Futter!

Bahnhof
Meine lückenhafte Erinnerung hat mich damals also nicht ganz in die Irre geführt: es gibt bunte Blumenkästen. Wenn auch aus Plastik. Zusätzlich ist auch die gesamte Überdachung der Länge nach mit diesen hübschen Bögen und Dekoelementen verziert.

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Bewegt man sich von den Gleisen selbst weg nimmt der pitoreske Eindruck aber nicht ab, nein, es gibt weitere Blumenampeln und noch stärker ausgeprägte Schnörkelelemente. Die finden sich sowohl in den Torbögen über den Durchgängen wieder…

Bahnhof (18)
… als auch in den Metallstreben an der imposanten Glasdecke der Haupthalle. Bei schlechtem Wetter sieht das natürlich nicht halb so nett aus, aber bei so strahlendem Sonnenschein wie hier kann man sich doch ganz gut an dem Anblick erfreuen, oder?

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Ja, da steht ein Klavier. Mitten im Bahnhof. Und es spielt sogar gerade jemand dran.
Woran man sich also auch gelegentlich erfreuen kann ist Livemusik. Das ist mir aber auch erst aufgefallen, als ich am Tag an dem diese Fotos entstanden sind meinen Freund zum Zug brachte und mich beim Betreten des Bahnhofs wunderte, seit wann dort denn Musik laufe oder ob mir das zuvor nur nie aufgefallen sei. Tja, bis ich dann diesen Herrn in die Tasten hauen sah und begriff, dass man dort tatsächlich ein Klavier aufgestellt hatte um Passanten die Möglichkeit zu geben, nach Lust und Laune andere Passanten zu unterhalten. Gefällt mir jedenfalls deutlich besser als die fanatisch brüllenden, aufdringlichen Personen, die sich in London vor „meinem“ Bahnhof regelmäßig zum Sprachrohr Gottes ernannten und alle (gänzlich unverständlich) darüber informierten, wen oder was Gott warum hasse, liebe oder retten könne und dergleichen.

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Offensichtlich finden sich hierbei dann auch immer einige Leute, die ein paar Minuten Zeit haben, einem Fremden inmitten des mehr oder minder ausgeprägten Bahnhofstrubels beim Klimpern zuzuhören. Nett, oder?

Bahnhof (22)
Hier hätten wir auch noch mal ein Beispiel der Ticket-Abholautomaten, die mir bei in Manchester bei meiner ersten Einreise solche Probleme gemacht hatten. Na ja, und mehr nette Steinbögen und Stahlornamente, auch wenn die Seite mit dem Klavier sicher reicher verziert war.

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So sieht der Bahnhof dann schlussendlich übrigens von außen aus. Türmchen, Bögen, Glas, Stein… also ich habe schon deutlich weniger einladende Bahnhofsgebäude gesehen.

Bahnhof (24)
Falls ihr euch auch noch an die Installation der Wand erinnert, an der Wasser runterfloss: so sieht das Ganze ohne Wasser aus. Ich weiß nicht, ob das im Winter der Kälte wegen generell abgeschaltet wird, und meine mich auch zu erinnern, dass die Springbrunnen auf der anderen Seite an waren, aber trotzdem – ich war vollkommen begeistert von diesem Lichtspiel.

Bahnhof (23)

Deshalb konnte ich mir auch ein zweites Foto nicht verkneifen. Mag zwar sein, dass das Licht letztes Mal einfach nur nicht perfekt dafür war und es grundsätzlich mit Wasser auch so schick aussehen kann, aber ich glaube fast, mir gefällt es ohne Wasser sogar noch einen Tick besser.

Corporate Identity

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Letztes Wochenende hatte ich quasi die volle Bandbreite an Programm.
Freitag Abend wurde ich zu einer angeblichen „Rocknacht“ in den örtlichen „Rockclub“ namens „Corporation“ (oder kurz „Corp“) gelockt. Die Schwester einer Freundin hatte Geburtstag und besagte Freundin wollte nicht nur mit Freunden ihrer Schwester losziehen. Nun denn…

Bereits im Vorfeld wurde ich gewarnt Schuhe anzuziehen, die mir egal sind bzw. um die ich mich nicht schere, da der Boden sehr klebrig sei. Hm, na ja. Ich weiß ja nicht, wie ihr das handhabt, aber wenn ich ins Ausland gehe und quasi nur einen Koffer mitnehmen kann, dann nehme ich nicht gerade Dinge mit, die ich nicht mag. Aber sei’s drum, ich dachte so schlimm könne es schon nicht werden, schließlich ist es ja quasi normal, dass Clubböden eher klebrig sind.
Wie sich herausstellte ist Corp aber kein Vergleich zu den Clubs, in denen ich bisher in Deutschland war – selbst zu denen, die man mir dort als eher schmuddelig anpries.
(Weil ich aber im Club keine Fotos gemacht habe und nicht einfach welche von Facebook klauen möchte streue ich an dieser Stelle zur optischen Auflockerung ein paar der Bilder aus der Nähe des Bahnhofs ein, die ich neulich erwähnt habe. Ist eh viel hübscher.)

Blick auf den Bahnhof

Das Problem beginnt wohl hauptsächlich damit, dass die Getränke recht günstig sind und in pfandlosen Plastikbechern oder maximal Blechdosen verkauft werden (Gläser wären sicher auch fatal). Will heißen: sobald der Becher mehr oder weniger leer ist landet er auf dem Boden, wo er von der Masse plattgetrampelt wird. Dementsprechend ist der Boden eigentlich im kompleten Club mit verschütteten Getränken bedeckt, denn entsprechend viel wird ja auch getrunken.
Hinzu kommt, dass meinem Empfinden (und der Sichtung der Facebookfotos) nach der Club trotz Ausweiskontrolle sehr stark mit Teenies und „jungen Leuten“ bevölkert war – und wenn ich das mit meinen 24 Jahren sage und mir regelrecht alt vorkomme will das wohl was heißen. Überhaupt: seit wann sind eigenlich Bauchfreitops wieder modern? Am besten in Kombi mit Leggins…?

Hatte ich mir jetzt von einer Rock- und Alternativenacht halbwegs gute Musik erhofft wurde ich leider auch eher enttäuscht. Zu Anfang lief wenigstens noch hauptsächlich etwas, das ich milde als erträglichen „Poprock“ (oder „Teenierock“) beschreiben würde und die Massen gröhlten zu (wie google mir verriet) Biffy Clyro und Sum 41, aber dazu mischten sich schnell Sachen, die eindeutig eher Techno oder HipHop und dergleichen waren, und immer wenn mal kurz 1 annehmbarer Song kam reihten sich danach direkt mehrere furchtbare ein, sodass es sich nicht lohnte, überhaupt auf der Tanzfläche zu bleiben.
Während ich mir vorher also noch wohlwollend dachte „Na ja, immerhin etwas besser als die Musik in ’normalen‘ Clubs…“ wandte sich das schnell zu „Das ist genau die Musik, wegen der ich in einen Rockclub statt in ’normale‘ gehe um sie zu vermeiden!“. Ich meine: Eminem geht doch nun wirklich beim besten Willen nicht mehr als Rock oder Alternative durch, oder?! Aber die Teenies auf der großen Tanzfläche fanden es offenbar gut und gröhlten weiter fleißig mit, sodass man zum Glück oftmals  kaum noch die Musik hören konnte, inbesondere wenn man weiter weg von der „DJ-Bühne“ war. Einzig eine (ältere) Freundin pflichtete mir bei, erklärte, dass das früher (vor ein paar Jahren) besser gewesen sei, und wir ja noch die kleine Tanzfläche im Nebenraum hätten, auf der ich (sie musste leider weiter zur nächsten Veranstaltung) mich dann auch etwas besser aufgehoben fühlte.

Letzteres sogar wortwörtlich, denn als ich – enthusiastisch darüber, nach 1 einsamen Stunde mal wieder ein bekanntes Gesicht zu sehen – über die Tanzfläche hüpfte hätte ich mir gewünscht, dass sie klebrig gewesen wäre. Stattdessen bestand aber leider Aquaplaninggefahr, ich schlitterte meiner Freundin fast über die Füße und legte mich volle Lotte auf der Tanzfläche lang.
Tat aber zum Glück nicht weh, ich konnte herzhaft drüber lachen und es waren sofort ein paar Hände zur Stelle, die mir unter die Arme griffen und aufhalfen. Bis auf eine aufdringliche Ausnahme schienen sich auf der anderen, kleineren Tanzfläche nämlich auch vorwiegend halbwegs erwachsene Menschen rumzutreiben und es wurde zumindest größtenteils bessere Musik gespielt. Mit dem Rumhüpfen zu einer Reihe Skasongs oder Rock’n’Roll war ich danach trotzdem etwas vorsichtiger…

Blick auf den Bahnhof 2

Schließlich war es aber doch meine Freundin B., die ich am Ende des Abends mit einem Haufen blutiger Taschentücher auf dem Schoß und einer noch blutigeren Nase in der Nähe des Ausgangs wiederfand, da sie anscheinend im „Moshpit“ (Keine Ahnung, wozu die Teenies da gemosht haben sollen! Aber wenn sie natürlich die ganze Zeit rücksichtslos mit den Armen rudernd durch die Gegend hüpfen wie in diesem Video bei z.B. 6:10… ) aus versehen eins auf die Nase bekommen hat – die ist übrigens gebrochen. Muss ich noch mehr sagen?

Insgesamt konnte Corp übrigens finde ich auch von den Räumlichkeiten selbst keinem der deutschen Clubs in denen ich bisher war das Wasser reichen. (Dabei hätte es zumindest Flüssigkeit eigentlich mehr als genug gegeben…) Es gab ein absolutes Minimum an Sitzgelegenheiten und sonst eigentlich nur Bar und Tanzfläche. Keinerlei Deko, nicht mal anständige Licht- oder Nebeleffekte, nichts. Nur einen Haufen gröhlender, mit den Armen rudernder, besoffener Teenies. Unter anderem deshalb ist auch das Wort, das mir am ehesten in den Sinn kommt um Corp zu beschreiben, „unzivilisiert“.
Aber hey: ich kenne jetzt immerhin ein paar Gründe, warum es – zumindest in Corp – tatsächlich Sinn macht immer mindestens zu zweit auf’s Klo zu gehen. Dann hat man nämlich jemanden der 1. die eigenen Sachen  und 2. die Klotür zuhalten kann. Ungelogen, ich habe bei meinen 4-5 Toilettenbesuchen keine einzige Klokabine gefunden, die noch einen Riegel oder ein anderweitig intaktes Schloss hatte. Keine einzige. Eine (vermutlich weniger frequentierte) hatte immerhin Klopapier und in 4 Waschbecken mit je 2 Wasserhähnen fand sich auch ein Hahn, der tatsächlich ein Rinnsal Wasser ausspuckte. Allerdings nicht genug, um die etwa 2,5 zentimeterhohe, geschlossene Flüssigkeitsschicht zu erklären, die mich um ca. 2 Uhr auf der Damentoilette erwartete. Da möchte man doch nun wirklich nicht weiter drüber nachdenken, oder? Ein Votum mehr für „unzivilisiert“… *grusel*

Um so weniger dürfte es vermutlich überraschen, dass ich nur zu gerne dem Kontrasprogramm zustimmte, das meine Freundin A. am nächsten Tag spontan vorschlug als sie mich fragte, ob ich Lust habe, Sonntag mit in den Peak District zu kommen. Das ist ein Nationalpark in der Nähe Sheffields, der etwa 1440km² Fläche misst, wovon allerdings (beides Wikipedia zufolge) nur 8% Waldgebiet ist.
Dort habe ich natürlich, trotz der Tatsache, dass ich nach wie vor nur die Kamera meines Handys zur Verfügung habe, einen Haufen Fotos gemacht, aber die zeige ich euch wann anders, denn 1. würde das jetzt ziemlich den Rahmen sprengen und 2. bin ich gerade fix und fertig, weil ich heute mit einem Kollegen auf dem Sheffield Festival of Science and Engineering einen Stand betrieben habe, an dem sich die Kinder vermutlich mehr für kostenlose Mitbringsel als für die Wissenschaft dahinter interessiert haben.

 

Schneeflöckchen, Eisdeckchen…

Standard

Auch Schnee kann England.

Hinterhof im SchneeNur damit umgehen leider nicht.

jetzt geht's Berg abAuf dem ersten Viertel meines Weges zur Uni sieht es etwa so aus. Also, wenn etwas frischer Schnee liegt.

City CentreAber auch nach 2/3 sieht es mitten im Stadtzentrum nicht viel besser aus – nur etwas weniger hügelig. Man könnte auch das nonchalante Motto „Ach, tritt sich fest!“ anwenden.

Turm im SchneeNa ja, und die Town Hall sieht eigentlich sogar ganz nett aus. Wobei, das tut sie ohne Schnee auch. Aber mit wirkt sie finde ich noch etwas märchenhafter. Findet ihr nicht?

Town Hall im SchneeAls ich morgens aufgestanden war hatte es übrigens bei mir noch eher geregnet als geschneit, aber bis ich das Haus verließ hatte sich die Situation eindeutig zu Schneeflocken geändert. Auf dem Weg zur Uni wurden die dann auch immer größer und klumpten zu bis zu ca. 5cm großen Schneeflockenkomplexen zusammen, und als ich später im Labor mal aus dem Fenster sah schneite es gerade waagerecht.
Am Tag, an dem es schneite, war es in der Uni übrigens ziemlich leer, weil anscheinend viele im Verkehr stecken geblieben waren oder sich sicherheitshalber gar nicht erst raus getraut hatten. Andererseits, da in England offenbar nicht geräumt und nur in seltenen Einzelfällen gestreut wird braucht es mich wohl nicht wundern. Ich persönlich muss dennoch sagen: ich fand den Tag danach viel schlimmer. Was Abends nur noch Schneematsch gewesen war hatte so nämlich die ganze Nacht Zeit, gemütlich zu einer mehrere Zentimeter dicken, geschlossenen Eisschicht auf den Gehwegen und wenig befahreren Straßen zusammenzufrieren, und die war arschglatt.

EislaufbahnErschwerend hinzu kommt, dass Sheffield dummerweise auch noch ein einziges bergauf und bergab ist, dessen vielfach glatte Gehwegplatten schon bei Regen ordentlich rutschig sein können, weshalb ich den Frost schon seit meiner Ankunft etwas gefürchtet hatte, und ich sollte Recht behalten. Es war wie Schlittschuhlaufen, nur ohne Schnittschuhe. Na ja, und halt bergauf und bergab.

„In Einzelfällen gestreut“ heißt übrigens so viel wie „Der Fahrer des LKWs, der mitten in der Kurve am oberen Ende der Straße stand, kippte Splitt rund um seine Reifen um doch noch vorwärts zu kommen.“. Da kann ich wohl froh sein, dass es nicht schon vor oder um Weihnachten geschneit hat und auch im neuen Jahr nur ein paar Mal. Letzte Woche war sogar mal ein paar Tage lang richtig schönes Wetter, mit Sonnenschein und so, da konnte ich direkt endlich mal eine Gelegenheit nutzen und ein paar Fotos vom Bahnhof machen. Die zeige ich euch aber wann anders, denn vom Weihnachtsmarkt und der festlich beleuchteten Innenstadt habe ich auch noch ein paar Fotos, die hier denke ich auch ohne Schnee etwas besser reinpassen.

Weihnachtsmarkt3Der kleine Weihnachtsmarkt, der sich die „Fußgängerzone“ von der Town Hall bis zur Straßenbahnlinie hinunterzog bestand vornehmlich aus kleinen, beleuchteten Holzbuden, die allerlei Krims und Krams anboten – vorwiegend natürlich Essen. Neben Lammburgern mit Minzsoße und indischen Curries fand sich darunter auch ein von meinen Kommilitonen/Kollegen schon geradezu sehnsüchtig erwarteter deutscher Wurststand, der vor allem Bratwurst, Krakauer (so viel zum Thema Deutsch…) und Käsewurst verkaufte. Ob die Mitarbeiter tatsächlich Deutsch sprachen habe ich allerdings nicht ausprobiert, ich war nämlich zu sehr davon abgelenkt mir a.) ein richtiges Brötchen statt diesem weichen Pappzeug zu wünschen, in das die Wurst da gestopft wurde (man denke in etwa an nicht aufgebackene Aufbackbrötchen, nur noch weicher und geschmacksneutraler), und b.) meinen Freunden auf expliziten Wunsch wiederholt die korrekte Aussprache des Wortes „Käsewurst“ zu demonstrieren, damit sie voller Stolz eine selbige statt einer „cheesy sausage“ bestellen konnten. Aber irgendwie ist es ja auch süß, wenn sie einen bitten doch noch mal die „Umlauts“ aufzusagen…

Weihnachtsmarkt2Auch auf dem Weg von der Uni in den Kern der Innenstadt wurde übrigens schon schnörkelige Beleuchtung aufgefahren – mal was anderes als die Sterne, die man in Deutschland überall findet. Noch etwas, was ich bisher bewusst nur in Sheffield gesehen habe, ist übrigens diese grüne Police Box an der City Hall. Meine Dr. Who-Kenntnisse beschränken sich beschämenderweise auf etwa 2-3 Folgen, aber dennoch musste ich da sofort dran denken. Der Dr. Who-vernarrte und überhaupt allgemein sehr wissensreiche und gebildete R., der AirBnB-Gastgeber, bei dem ich ursprünglich untergekommen war, erklärte mir dann aber auch bei Gelegenheit, dass die Polizei früher in diesen Boxen unter anderem einkassierte Ganoven eingeschlossen hatte, wobei ein Licht auf dem Dach anzeigte, ob die Box besetzt sei, damit ein Gefangener nicht etwa aus Versehen wieder freigelassen – oder vergessen – wurde.

WeihnachtsmarktÜbrigens: mit Blick auf die multikulturelle Identität Großbrittaniens wünscht Sheffield nicht etwa nur frohe Weihnachten, nein, es werden auch Juden und Muslime mit Festtagswünschen in Leuchtbuchstaben bedacht. Genau genommen werden Eid und Chanukah sogar noch von passenden Symbolen begleitet, während dafür beim Weihnachtsfest wohl kein Platz mehr war. (Erinnert mich übrigens alles an das hier, was ich neulich mit dem netten Titel „die 4 großen Weltreligionen“ gesehen habe.)

Happy Holidays