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Karteileichen #6 – High Five, uhm, Skull

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Ohne Fernauslöser Fotos von sich selbst zu machen ist gar nicht so einfach.
Erst alles zurecht rücken,…

Highwaist Skull

… dann zur Kamera tigern, den verzögerten Selbstauslöser drücken, zurück zur Fotoposition flitzen und hoffen, dass man sie auch wirklich rechtzeitig trifft.

Highwaist Skull (1)

So viel zu dem Thema, das hat wohl schon mal nicht geklappt. Und das Zurechtrücken hätte ich mir auch sparen können. (Dafür mit im Bild: meine treue Palme. Das wohl einzige Gewächs, dass es bisher lange genug mit mir in meinem dunklen Zimmer ausgehalten hat, um von ca. Topfhöhe auf die aktuelle Höhe anzuwachsen. Weshalb sie jetzt auch von meiner zu kleinen Fensterbank ins Wohnzimmer bzw. aktuell die Terrasse weichen musste.)

Highwaist Skull (8)

Aber wenn der Auslöser auch manchmal beim ersten Drücken funkioniert und manchmal erst dann schnallt, dass er nicht nur fokusieren, sondern auch fotografieren soll, wenn man ihn ein paar Mal genötigt hat… na ja, dann weiß man eben manchmal nicht rechtzeitig, ob man jetzt schon wegrennen oder lieber noch mal drücken soll.

Highwaist Skull (10)

Das sieht doch schon besser aus. Ein Glück bieten die Fugen unserer Wohnzimmerfliesen eine ganz passable Orientierung hinsichtlich des angestrebten Fotostandpunkts.

Highwaist Skull (12)

Von der Gardine der Terassentür hingegen kann man wohl kaum behaupten, dass sie einen guten Hintergrund abgibt. Sind die Klappläden draußen zu ist es viel zu dunkel, sind sie auf gibt es Probleme mit Gegenlicht und Beleuchtung von hinten. (Alles aber selbstständlich nur wenn die Sonne scheint, ansonsten kann man sämtlich Fotoversuche nämlich ohnehin vergessen, weil es dann grundsätzlich zu dunkel ist.)

Highwaist Skull (13)

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten geht’s dann aber meistens doch ganz gut voran. Also, vorausgesetzt die Kamera spinnt nicht wieder oder hat die Akkuladung im Rekordtempo leergefressen. Was, wie ihr vielleicht an der relativen Vielzahl der Bilder merkt, bei dieser Fotosession ausnahmsweise mal nicht der Fall war. Aber die liegt auch schon einige Monate zurück.

Highwaist Skull (14)

Trotzdem: yippie, schmeißt die Hände in die Luft, es ist geschafft!

Ach, ihr wollt auch noch was zum Rock wissen und nicht nur über meine Fotoodyssee lesen? Na gut, will ich mal nicht so sein…

Highwaist Skull Detail

Es ist, falls es bisher nicht aufgefallen ist,  ein ganz simpler Highwaist-Rock aus 4 Bahnen, die sich einfach mathematisch konstruieren lassen. Im Prinzip hätte ich auch Goldkinds Anleitung von der Page  nehmen können – wenn ich das Ding nicht etwa zeitgleich bzw. zumindest vor Erscheinen (oder Wahrnehmen) der Anleitung zusammengezimmert hätte. Aber wie gesagt, einfaches mathematisch-geometrisches Prinzip, darauf basieren quasi eh so ziemlich alle meine Schnittversuche, von  daher nimmt sich das wohl eh nichts.

Zwischen den Bahnen habe ich jeweils eine Satinpaspel mitgefasst, außerdem Ober- und Unterkante mal wieder mit Schrägband verstürzt. Ansonsten gibt’s dazu gar auch nicht mehr zu sagen, ist ja ein simples Teil, aber dennoch eins, dass ich immer wieder gerne anziehe.

 

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Karteileichen #4 – Willkommen im Spukschloss

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Während das Wetter draußen grau und trüb ist und gelegentlich mal ordentlich Nebel aufkommt ist die Assoziation mit einem mystischen Spukschloss doch nicht ganz so weit hergeholt, oder?
Deshalb fällt mir glaube ich spontan keine Karteileiche ein, die besser dazu passen würde – auch wenn das passende Wetter zum Tragen vielleicht nicht unbedingt nebelig und nass-kalt aussieht.

Haunted House 4
Es dürfte schließlich auch auf den Fotos ersichtlich sein, diesen kurzen Rock habe ich noch bei besserem Wetter fotografiert. Genäht habe ich ihn übrigens glaube ich als erstes Teil in London, damals in meinem ersten WG-Zimmer, bevor das Studium losging…

Haunted House 3
Hach, das waren noch Zeiten, alles geritzt und erstmal warten, bis es wirklich los geht… keine weiteren Pläne klar machen oder Bewerbungen schreiben…

Haunted House 5
Den Schnitt oder viel mehr die Verarbeitung hab ich mir jedenfalls von der N&S-Userin „kleine Frau“ abgeguckt, die das mal in ihrem Work in Progress im Forum kurz erläutert hatte. Neben dem Bund mit Reißverschluss gibt es noch 8 Rockbahnen, ich meine es sind Tellersegmente, und das Ganze wurde zur Abwechslung mal links auf links zusammengenäht. Warum das? Weil dann Satinbänder drüberkamen, die die Nahtzugaben hervorragend verdecken.

Haunted House2
Das ist doch mal was anderes, oder? Außerdem geschickt genutzt, sodass innen keine Nahtzugaben mehr überstehen. Na ja, dass mir die Idee gefallen hat dürfte ja schon daran zu bemerken sein, dass ich sie nachgenäht habe.

Haunted House
Zusätzlich, um die Farbe noch mal aufzugreifen und einen Tick mehr Deko zu haben, hab ich nur noch besagtes Spukschloss von Urban Threads aufgestickt, das dem geneigten Leser vielleicht sogar bekannt vorkommen könnte.
Wenn ich so genau darüber nachdenke: Im Nachhinein betrachtet sind die Ähnlichkeiten zwischen abgewrakten Spukschlössern und der WG bzw. Londoner Wohnungen allgemein sogar größer als mir damals überhaupt klar war. Frappierend. Die Version auf meinem Rock gefällt mir da allerdings deutlich besser…

Hast du nicht noch irgendwas niedliches?

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„Hast du nicht noch irgendwas niedliches, was ich ihr mitbringen kann?“, fragte mich meine Mutter neulich, als sie mir von ihrer neuen Kollegin ein Kochbuch über das fruktosearme Kochen mitbrachte. Eben jene Kollegin hat nämlich auch einiges ausprobiert, bis sie zu der Erkenntnis kam, was sie nicht verträgt. Da das aber keine Fruktose ist hatte sie ohnehin keine gesteigerte Verwendung mehr für das Kochbuch und hat es netterweise meiner Mutter bzw. mir zukommen lassen, da es tatsächlich ein Buch war, dass wir noch nicht kannten. (Beim Durchblättern ist mir schon an der einen oder anderen Stelle das Wasser im Mund zusammengelaufen…)

Kirschkernkatzen (2)
Aber zurück zu den Niedlichkeiten, denn erst kurz zuvor hatte meine Mutter beim Anblick eines alten Stoffrestes gesagt, dass der ihrer Kollegin sicher gefallen würde. Obwohl die Metal hört steht sie nämlich anscheinend auf niedliches bis kitschiges (Wüsste ich es nicht besser könnte man hier fast meinen es handle sich um Soda…) und trägt voller Stolz eine quietschgrün-orangene Handtasche. Schnell kam mir also die Idee, ihr aus besagtem Stoff ein Kirschkernkissen zu nähen (, was übrigens fast genau so schnell passiert war). Was passt schließlich besser bei Bauchschmerzen als etwas wärmendes?

Kirschkernkatzen (7)
So kann sie sich auch warme Katzen auf den Bauch legen, wenn ihre Stubentiger gerade keinen Bock haben, Wärmflasche zu spielen. (Schließlich kann Mela jetzt, Selene sei Dank, auch mit ihrem Mops spazieren gehen. =P)
Außerdem kann das Kissen sogar irgendwie ein bisschen auf Katzenkopf machen, findet ihr nicht?

Kirschkernkatzen (4)
Wenn ihr übrigens wissen wollt, was in diesem Fall „alt“ bedeutet: ich erinnere mich, als Kleinkind (Meine Eltern würden jetzt sicher kichernd einwenden: „Du bist immer noch klein, Kind.“) eine Puppenwiege gehabt zu haben, deren Himmel und Bettzeug aus diesem Stoff bestanden. So alt also. Eigentlich verwunderlich, dass er so lange in diesem Haushalt überlebt hat… aber vermutlich fand meine Mutter ihn auch irgendwie süß und hat ihn deshalb pfleglich aufhoben. Sein Alter sieht man dem Stoff jedenfalls keineswegs an.

Maler Klecksels neustes Helferlein

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Heute gibt’s mal ein kleines Last-Minute-Nähwerk, denn ich fahre relativ kurzfristig morgen zu meiner Oma nach Kiel und beim packen fiel mir ein, dass ich gar keine gute Transportaufbewahrung für meine Schminkpinsel habe. Zugegeben, für den Rest eigentlich auch nicht, aber das Pinselproblem ließ sich schneller beheben, zumal ich da wenigstens überhaupt weiß, was ich will und wie ich es mir vorstelle.

Pinselrolle
Also hab’ ich mir das Maßband geschnappt, ausgemessen, ein paar Stoffreste rausgekramt und losgelegt. Das hat wirklich nicht lange gedauert und verhindert wunderbare abgeknickte Sturmfrisuren auf Seiten der Pinsel. Bei mir kann man sich da bei einer steifen Ostseebrise nicht so sicher sein. Aber ist ja auch nur ein kleiner Haufen Rechtecke…

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Ich präsentiere: die Mini-Pinselrolle. Sieht im Vergleich zu größeren Exemplaren irgendwie erstmal seltsam aus, da höher als breit, aber solche Unmengen von Pinseln muss ich halt auch nicht rumschleppen. Um genau zu sein würde sogar noch einer mehr reinpassen. Taktisch betrachtet würde vermutlich ein Foundationpinsel fehlen, aber da ich für gewöhnlich keine trage…

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Um die Haare noch weiter zu schützen oder gar das Rausfallen zu verhindern habe ich oben noch eine Schutzlasche angenäht.

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Geschlossen wir das Ganze mit einem Schleifchen.

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Übrigens war ich auch ansonsten nicht untätig, aber quasi alles, was ich gewerkelt habe, ist für einen Adventskalenderswap im grünen Forum. Deshalb kann ich es hier natürlich nicht zeigen, bevor mein Wichtelchen es nicht ausgepackt hat. Das werde ich aber selbstverständlich bei Zeiten nachholen. Sind ja schließlich nur noch knapp 6,5 Wochen bis Weihnachten. (Höre ich da allgemeine Panik ausbrechen?)

Winterliche Tarnung: steht.

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Dass ich auch an der Nähmaschine in den letzten Wochen nicht ganz faul war hab ich ja schon gesagt. Meistens beschränkt sich das anscheinend auf Fotos, aber diesmal habe ich meine Mutter dankenswerterweise dazu bekommen, ein paar Bilder zu machen. (Nachdem der gewünsche Bildausschnitt dann geklärt und sie extra für mich in die Hocke gegangen war… na ja, seht selbst. Sonst macht sie nämlich bevorzugt Fotos aus ihrer mir gegenüber erhöhten Perspektive und schneidet irgendwas ab oder hat viel zu viel Bildrand, was alles nicht sehr vorteilhaft aussieht. Aber immerhin macht sie es überhaupt. Danke, Mama!)

Bis vor kurzem war nämlich finde ich perfektes „Rock-und-Strumpfhose-Wetter“. Bei lauwarmen, herbstlichen Sonnenstrahlen hatte ich da richtig Lust drauf und so habe ich noch einen Rock genäht, als hätte ich nicht schon genug. Aber irgendwas ist ja immer: entweder zu viel Stoff oder zu viele Nähwerke. Oder beides.
Als ich den Rock mit der abgebildeten Strumpfhose dann die Tage anhatte war es mit 7-8°C dummerweise doch schon etwas kühl, darauf war ich augenscheinlich nicht eingestellt gewesen, aber glücklicherweise habe ich ja auch noch dickere Strumpfhosen für’s nächste Mal.

Tarnrock 2

Der Rock ist nach dem wunderbar-wandelbaren Schnitt zum „Wednesday Winterrock“ von N&S entstanden, den ich immer wieder gerne nutze. Einfach, schnell, verlässlich und trotzdem sehr kleidsam. Nur einen kleinen Schlitz in einer der vorderen Nähte habe ich diesmal hinzugefügt.

Tarnrock 4
Der Stoff war übrigens ein größeres Reststück, das ich auch mal im N&S-Forum im Flohmarkt erstanden habe. Dadurch, dass er recht fest und dick ist hat der Rock auch richtig schön Stand.

Tarnrock 5
Ansonsten gibt’s zu diesem einfachen Teil gar nicht viel zu sagen. Saum und Bund sind wieder mit Schrägband verstürzt wie ich es so gerne mache, das hat auch den Vorteil, dass gerade bei dem festen Stoff beides nicht zu dick und steif wird.

Tarnrock
Auf der Rückseite verbirgt sich ein Reißverschluss hinter einem kleinen Übertritt, ähnlich wie bei einer Hose.

Tarnrock 3

Weißt du wie viel Sternlein stehen?

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Schon wieder ein Post, der mit einem Kinderlied anfängt, Schande über mich.

Damals auf dem Stoffmarkt hab ich ja eine graue Baumwolle mit großen Sternen gekauft, die hab ich jetzt endlich verarbeitet. Das heißt, genau genommen kommt jetzt der zweite Teil der Fotosession von neulich, also ist das auch schon wieder etwas her. Da hatte ich wohl einen kleinen Lauf., an der Nähmaschine und dem Fotoapparat. Geworden ist daraus ein 3/4-Tellerrock, weil ich befürchtete, dass die Sterne bei einem ganzen Teller irgendwie untergehen oder zu unruhig werden könnten.

Sternchenrock

Der hat aber trotzdem noch eine ordentliche Saumweite.

Sternchenrock (7)
Dinge, die auf Taille enden, wie herkömmliche Tellerröcke, machen mich allerdings wahnsinnig, das Gefühl kann ich gar nicht leiden, deshalb hab ich einen Sattel genäht, der von der Hüfte bis zum Hintern reicht. Das lässt letzteren vermutlich auch weniger ausladend wirken. Der schließt seitlich mit einem Reißverschluss, den ich intelligenterweise nicht mit fotografiert habe, weil er sich auf der anderen Seite befindet.

Sternchenrock (2)
Weil das Muster am Übergang natürlich nicht zusammen passt habe ich außerdem spontan schwarze Paspeln dazwischen gesetzt um den Bruch etwas zu entschärfen und nicht ganz so offensichtlich zu machen.
Die ist übrigens nicht geschwungen, das liegt nur an meinem Entenarsch der Perspektive und Körperhaltung. Wobei, das wäre eigentlich auch keine schlechte Idee.

Sternchenrock (3)
Zusätzlich hab ich mir den angesetzten Bund und die Weite des Rockes zu Nutze gemacht um endlich mal wieder Taschen einzubauen. Diese simplen Eingriffexemplare befinden sich mehr oder weniger versteckt zwischen Rockteil, Paspel und Bund, ganz ohne das Muster nochmal zu brechen.

Sternchenrock (9)

Von weitem fällt auch gar nicht mehr auf, dass sich die Tasche ohne Füllung etwas nach außen schiebt.

Sternchenrock (4)
Ärgerlicherweise hat der Stoff allerdings einen Webfehler, der mir leider erst nach dem Zuschneiden aufgefallen ist. Ausgerechnet auf einem Rockteil, sodass auch nicht genug Stoff für’s neu zuschneiden da war. Ich hab das beschädigte Teil also grummelnd als Rückseite verwendet und werde bei Gelegenheit versuchen, es mit Farbe ein wenig zu kaschieren.

Sternchenrock (15)

„Nähst du dir eine Schuluniform?“

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Ihr ahnt es vielleicht, solche Sprüche können quasi nur von meinem Vater kommen. (Oder habt ihr auch so welche?)

Jedenfalls hab ich natürlich keine Schuluniform genäht (meine Mutter brach in schallendes Gelächter aus als sie diese Mutmaßung hörte) und es ist mir ehrlich gesagt auch ein Rätsel, warum Schottenröcke oder gar andere Röcke, die entfernt kariert und/oder gefaltet sind, so häufig automatisch und ausschließlich mit Schuluniformen assoziiert werden. Als habe es vor Schuluniformen keine Tartan- oder Faltenröcke gegeben.

Gesamtansicht
Aber was will man machen, ich habe jedenfalls einen Faltenrock genäht, und zwar aus etwas, dass ich eigentlich eher als „Westernkaro“ bezeichnet hätte. Vielleicht übersteigt das aber auch einfach das Mustererfassungsvermögen eines männlichen (oder zumindest väterlichen) Gehirns. Da werden einem schließlich auch Vichykaro, Pepitamuster und Hahnentritt als Ska-Karo (oder kurz „Skaro“) verkauft. (Andererseits behauptet das Kreuzworträtsel unserer Tageszeitung auch schon seit Jahren fälschlicherweise Ska sei eine englische Musikrichtung, wo er doch tatsächlich auf Jamaika entstand und lediglich die zweite Welle eher in England aufkam.)

Karorock
Es handelt sich um einen Wickelrock, der mit zwei kleinen schwarzen Knöpfen verschlossen wird.

Knopf außen
Zwei? Ja, richtig, auf der Innenseite des Bundes hat sich nochmal einer versteckt, der den (etwas spärlich ausgefallenen) „Unterlapp“ festhält.

Knopf Innen
Ups, da muss ich wohl einen Unterrock drunter tragen oder nur kleine Schritte machen.

Karorock Überlapp
Der Überlapp beherbergt mit Abstand zur Kante 4 Falten, die sich am Rapport des Karos orientieren, und auf der Rückseite mittig nochmal 8. Seitlich ist dann mal Ruhe im Karton.

Karorock hinten
Karorock seite
Weil der Bund nur ein schmaler Streifen ist, der die Rockkante einfasst, habe ich die Falten oben noch einige Zentimeter zugesteppt, damit sie nicht so weit oben aufspringen.

Falten + Nahtschatten

Falten außen
Außerdem habe ich die Falten auf der Rockinnenseite knappkantig abgesteppt, das erleichtert das Bügeln, ist aber gleichzeitig auch unauffälliger als von außen sichtbar abgesteppte Falten. Die hätten mir an dem Stück nämlich nicht so gut gefallen.

Falten innen
Auf dem oberen Bild sieht man den Rock (inklusive Steppnaht) von innen, auf dem unteren noch mal von außen. Da erkennt man ganz gut, dass die Oberseite nur gebügelt ist und kann erahnen, dass sich im Pfalz eine Naht versteckt.

Falten außen + innen
Den Bund habe ich übrigens im Nahtschatten festgenäht (oben sieht man schon, dass das im Bereich der Knöpfe nicht ganz so perfekt geworden ist), die Idee kam mir spontan und gefiel mir. Es sind eben doch die kleinen, unauffällig-ordentlichen Details, die einen im Endeffekt glücklich machen. Auch wenn sie die Nutzung des Bügeleisens erfordern. Das ist also auch von der Verarbeitung her endlich mal wieder ein Teil, mit dem ich richtig zufrieden bin. Einziges Manko: Taschen hab ich keine untergebracht bekommen.

Nahtschatten
Übrigens: die vielleicht etwas  ungewohnte Bilderflut ist der Tatsache geschuldet, dass mein Vater bei der Beweisführung, dass im Keller Platz für eine Eismaschine wäre, eben dort vor meinen Augen ein altes Stativ aus einem Karton fischte und mir Nutzungsrechte dafür erteilte. Meine Kamera ist nämlich blöderweise so gebaut, dass die hochkant nicht stehen bleibt, mal davon abgesehen, dass die Ablageflächen nie die richtige Höhe haben.
Also hab ich schon vor einer Weile, es war noch ein teilweise bewölkter Sommertag, auf der Terrasse Position bezogen und mit der Kamera gespielt. Weil es mit meinen Fotografiekünsten leider nicht weit her ist (und ich nicht wüsste, warum ich am hellichten Tag die ISO hochschrauben sollte?) hab ich blöderweise erst am PC gemerkt, dass die Tragebilder viel zu dunkel geworden sind und musste sie deshalb aufhellen (Ihr ahnt es, der Grund, warum ihr die Bilder erst jetzt seht.) , aber die Detailbilder treffen die Farben ganz gut.  Das mit der Beleuchtung werd ich dann wohl bei Gelegenheit weiter üben…

Na ja gut, und dass der Rock das eine oder andere Detail enthält, dass mir so gut gefällt, dass ich es zeigen möchte, ist natürlich auch nicht ganz unschuldig…