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with a little help from my friends

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Letztes Wochenende war ich wieder bei meiner Freundin A. – die mit den Katzen, mit der ich neulich auch im Peak District war. A. hat nämlich eine Nähmaschine als Dauerleihgabe einer Freundin und hatte mich gefragt, ob ich ihr dabei behilflich sein könnte, eines ihrer liebsten Jerseykleider nachzuarbeiten. Da sag ich natürlich nicht nein…
Als wir 2 Tage vorher auf der Suche nach Gardinengewichten für eines ihrer anderen Projekte in einem Stoff- und Gardinenladen laden waren kam mir dort, wie sollte es auch anders sein, ein hübscher Jersey unter. £2.99 der Meter und nicht mehr viel auf der Rolle, etwa 1,5m – ich denke, viel mehr brauche ich nicht sagen, oder? So weitete sich der Plan also von „A. helfen und ein paar T-Shirts einnähen“ um einen Rock aus und ich stolzierte um £4.50 ärmer mit einem Beutel Stoff heim. (Okay, streng genommen wurde ich heimgefahren und war um einiges mehr ärmer, weil ich hinterher noch Schuhe und Klamotten für zukünftige Peak District-Trips gekauft und einen größeren Einkauf bei Aldi getätigt habe – wenn mir schon mal ein Auto zur Verfügung steht und ich nicht alles schleppen muss…)

Das Wochenende haben wir dann auch gut kreativ genutzt: los ging’s mit dem Vorbereiten von Panini-Broten, die später gebacken und noch später belegt, gegrillt und gefuttert wurden, dazwischen wurde fleißig Stoff geschnippelt, gebügelt und genäht und anschließend durften noch ein paar Angel’s Foodcakes in der Hölle schmoren im Backofen schwitzen. A. hat erstmal eine einfache, luftige Bluse genäht, quasi ein großes Rechteck mit Ausschnitt, und ich wurde ein bisschen von den Massen meines Stoffes davongetragen…

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So sieht übrigens die Nähmaschine aus. Die Stichwahl ist auf den ersten (und zweiten und dritten, …) Blick ziemlich konfus gestaltet und es half nicht, dass der linke Schalter nicht etwa auf Position „A“ stehen muss wenn man die damit gekennzeichneten Stiche will, sondern nach oben zeigen muss. Aber wir hatten ja ein Reststück zum rumspielen, an dem wir uns dann meistens vorher vergewissert haben, dass wir auch wirklich den richtigen Stich erwischt haben, bevor es an die Klammotte ging.

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Um das also mal zu erklären: oben gibt es quasi 2 Reihen und 2 Spalten Stiche, die in verschiedenen Farben gekennzeichnet sind. Neben der oberen Reihe steht zusätzlich ein A, neben der unteren ein B, und über allen Stichen gibt es quasi ein kleines Fenster, ein bisschen wie die Indikatoren an Toilettentüren. Man muss also erstmal einstellen ob A (bzw. „oben“) oder B und dann den Ring um diesen Schalter herum drehen um die ToilettenIndikatoren zu bewegen.  Die bewegen sich aber in beiden Spalten gleichzeitig, also parallel zueinander, weshalb man dann an den anderen Rädern die Farbe anwählen muss, mit der der gewünschte Stich gekennzeichnet ist. Gleichzeitig stellt man an diesen Rädern aber auch noch Stichlänge und -breite ein (An dieser Stelle muss ich lobend anmerken, dass die Maschine die Nadel auch nach rechts stellen kann, was ich bei den meisten modernen Maschinen schmerzlich vermisse.) und muss deshalb dabei aufpassen, dass man nicht aus Versehen zu einer anderen Farbe und damit einem anderen Stich wechselt…

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Aber zum Glück hatten wir ja die üblichen, fleißigen Helfer, die uns mit Rat und Tatze zur Seite standen. Sowohl beim Messen, …

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Zuschneiden…

Sassy
… und nähen als auch bei der finalen Anprobe:

Ninja
Von der Nähhilfe gibt es leider kein Bild, weil mein Handy und A. beide in einem Zimmer waren als die Katze es sich auf meinem Schoß gemütlich machte während ich an der Nähmaschine saß. Etwas irritiert hat sie dann aber schon auf’s Füßchen geguckt als ich wieder anfang zu nähen…

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Ganz uneigennützig war diese Hilfestellung von den Pelzträgern natürlich nicht, denn für sie ist auch was abgefallen.

Ninja3Und das nicht nur beim Nähen…

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Mein ursprünglicher Plan als ich den Stoff gesehen hatte war eine Art Tellerrock mit Zipfeln, also quasi einfach ein Quadrat mit Bund. (Irgendwie habe ich hierfür den Begriff „handkerchief skirt“ im Hinterkopf?) Das hab ich mir mit den Streifen, die dadurch ja in verschiedene Richtungen laufen, ganz hübsch vorgestellt, und siehe da:

Rock
Der Plan ging auf. Als Bund habe ich einfach einen langen Streifen Jersey genommen, den ich dann umgeschlagen habe. Kann man aber natürlich auch un-gekrempelt als längeren Rock tragen, und sogar als Top macht das Ganze erstaunlich gut. (Hab ich aber natürlich vergessen zu fotografieren.)

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Weil damit von knappen 1,6m Stoff natürlich noch eine ganze Menge übrig war habe ich als nächstes einen Shrug genäht. Hier ist die Einfassung finde ich ein bisschen labbrig geworden, da würde ich beim nächsten Mal einen kürzeren Streifen nehmen und ihn leicht gedehnt annähen, sodass das Ganze besser anliegt.

Rock 2
Aber so schlimm ist es auch wieder nicht. Da so ein Shrug aber natürlich nicht viel Stoff frisst durfte auch noch ein Top her. Weil wir keine Zwillingsnadel zur Hand hatten habe ich das übrigens mit dem elastischen ZickZack gesäumt – ihr wisst schon, diesem dreigeteilten ZickZack. Das gefällt mir sogar überraschen gut, ich glaube, das werde ich jetzt öfter machen.

Shirt
Am Ende des Wochenendes stellte A. also fest, dass ich quasi ein gesamtes Outfit genäht hatte und fragte amüsiert bis erstaunt: „Wie viel hat der Stoff nochmal gekostet? £4.50?“ Die letzten Reste hab ich nämlich auch noch zu einem kurzen Loopschal verarbeitet.

Saum

Etwas weniger amüsiert war zumindest ich allerdings als ich mich, wieder daheim, in mein WiFi einwählte und etwa 10 WhatsApp-Nachrichten und 2 E-Mails meiner Eltern und meines Freundes fand, die panisch fragten, ob ich noch lebe und offenbar jederzeit bereit waren, einen Suchtrupp loszuschicken – weil ich mal ganze 30 Stunden nicht online war.
Obwohl ich vorher gesagt hatte, dass ich am Wochenende zu A. gehe und mich auch schon mehrfach darüber ausgelassen hatte, dass ich keine mobilen Daten habe weil die Mobilfunkanbieter hier mir derzeit aus ungeklärten Gründen selbst die günstigsten Verträge verweigern.
Obwohl ich zuletzt Samstags gegen Mittag online gewesen war und WhatsApp ihnen das anzeigt.
Obwohl es deshalb natürlich überhaupt keinen Sinn macht, mir 10 Nachrichten zu schicken und um Antwort zu bitten, wenn ich  die erste noch nicht gelesen habe.
Obwohl meine Mutter im gleichen Atemzug fragte, ob ich denn meine neuen Wandersachen schon ausprobiert habe, und ich, so ich es denn getan hätte, im Peak District natürlich auch keinen Empfang oder Internet gehabt hätte.
Obwohl es für mich gar nicht ungewöhnlich ist, mal eine Weile nicht online zu sein, weil ich nicht zu denjenigen gehöre, denen das Handy quasi an der Handfläche festgewachsen ist, sondern das Ding insbesondere in guter Gesellschaft gut und gerne auch mal beiseite legen kann und möchte.
Obwohl ich bereits mehrfach klargestellt habe, dass ich gar nicht rund um die Uhr erreichbar sein will und mir diese Erwartungshaltung ziemlich stinkt.
Dennoch hat mein Freund offenbar sogar mehrere meiner Freunde hier in Sheffield bei Facebook angeschrieben weil sie ja „seit Tagen“ nichts von mir gehört hätten. Es ist ja lieb und nett, dass sie sich Sorgen um mich machen, aber seit wann bitte ist von Samstag Mittag bis Sonntag früher Abend „seit Tagen“?! (Zumal ich meine harmlosen Pläne ja angekündigt und man sie offenbar nur mal wieder vergessen hatte…) Mir hat diese unnütze Flut an Nachrichten voller Erwartungshaltung dass ich doch bitte gefälligst online zu sein und mich zu melden habe jedenfalls irgendwie einen ganz schönen Dämpfer verpasst und etwas die Stimmung nach einem eigentlich tollen Wochenende verdorben.

Die Tücken der modernen Kommunikation…

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Was lange währt wird endlich gut… (hoffentlich)

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Nachdem ich bereits im letzten Sommer mein Bachelorstudium erfolgreich beendet habe war ich ja lange vergeblich auf der Suche nach einem Job oder im Idealfall einer Doktorandenstelle. Bevor sich jemand wundert: ja, im englischsprachigen Ausland ist es durchaus üblich und demnach natürlich auch erlaubt, nach dem Bachelor direkt zur Promotion (PhD) überzugehen wenn man die entsprechenden Noten hat. Ein Master ist keine Grundvoraussetzung für eine PhD-Position und wird vielfach nur zwischengeschoben, wenn entweder die Noten „nicht gut genug“ für einen Direkteinstieg sind oder man eben kein Thema bzw. keinen Studienplatz für einen PhD findet.

Nun war ja bei mir das Problem, dass ich zwar ausgezeichnete Noten, aber eben keine eigene Forschungsidee hatte, und somit auf eine ausgeschriebene Stelle angewiesen war, die wiederum in meinem Feld natürlich rar gesät sind. Auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat man mich mit meinem Abschluss gelinde gesagt mit dem Arsch nicht angeschaut und lieber fleißig Quereinsteiger (entweder Laboranten oder Doktoren anderer Fachrichtungen) eingestellt und mir maximal erzählt, ich sei ja fachlich überqualifiziert, aber habe eben nicht genug Erfahrung. Welche natürlich intelligenterweise auch niemand bereit war, mich machen zu lassen.

Ich hatte mir also für September sicherheitshalber schon mal einen Masterstudienplatz als Plan B gesichert und mich weiter umgesehen und auf Doktorandenstellen beworben, die komischerweise alle erst kurz vor Beginn beworben werden. Aber so sind sie wohl, die Engländer, hätte ich mir ja eigentlich denken können. Jedenfalls schickte ich einige Bewerbungen los, erhielt natürlich die eine oder andere Absage, und siehe da: beim zweiten Vorstellungsgespräch erzählte man mir, man werde sich am nächsten Tag melden, nur um dann keine 45 Minuten später anzurufen und meine Zusage zu erbitten. Die muss ich anscheinend überzeugt haben. (Man sagte mir allerdings auch direkt am Gesprächsende, ich sei die einzige gewesen, die mit dem gewählten Kommunikationsprogramm WebEx zurechtgekommen sei. Oha.)

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Ab 6. Oktober werde ich also wieder offiziell Studentin – beziehungsweise viel mehr Doktorandin – sein. Doktorandin – das klingt irgendwie so… komisch. Aber da werde ich mich wohl dran gewöhnen, ich hab schließlich 3 Jahre Zeit.

Diesmal geht es aber zum Glück nicht wieder nach London, sondern ziemlich in die Mitte Englands, nämlich nach Sheffield, und ich hoffe, dass es dort besser für mich laufen wird. Bisher macht die Uni jedenfalls einen ganz guten Eindruck auf mich – viel schlimmer als meine alte geht’s aber auch ehrlich gesagt gar nicht, die lag nämlich die letzten Jahre konsequent auf den letzten oder gar dem letzten oder vorletzten Platz des UK-Rankings. Es kann also eigentlich nur besser werden… Abgesehen davon habe ich glaube ich in den paar Wochen um Bewerbung, Gespräch und Zusage schon mehr (beantworteten, hilfreichen) E-Mail-Kontakt mit der neuen Uni gehabt als mit der alten in über 3 Jahren.

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Eine erste, kurze Sondierung des Sheffielder Wohnungsmarktes ergab außerdem, dass die Wohnungen zumindest auf den Fotos schon mal allesamt deutlich schöner aussehen als in London, und noch dazu auch bezahlbarer sind.

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Ein Haken an der Sache (neben der Distanz zu Familie, Freund, Freunden und Katze, selbstredend) ist allerdings, dass ich dieses Mal nicht so viel Krempel mitnehmen kann, sondern erstmal nur mit einem großen Koffer und ausgereiztem Handgepäck reisen werde. Ihr ahnt es: da kann ich meine Nähmaschine natürlich nicht mitnehmen. Das stimmt mich ehrlich gesagt ziemlich traurig und ich weiß nicht, wie ich 3 Jahre ohne sie überstehen soll, auch wenn ich vielleicht nicht täglich nähe.
Dieser ganze kreative Prozess und das „ich kann jederzeit, wenn ich will“ werden mir sehr fehlen. Ich denke, ich werde mich wenn ich richtig angekommen bin mal umsehen, ob ich vielleicht irgendwo günstig eine gebrauchte Maschine oder gar eine Dauerleihgabe finde. Auch um zumindest ein paar kleine, aber stabile Änderungen oder Reparaturen ausführen zu können ist eine Nähmaschine für mich faule Socke mittlerweile geradezu unerlässlich geworden.

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Da mein Flug für den 28. September gebucht ist geht jetzt also auch in allen Belangen wieder das große Suchen, Überlegen und Listen machen los: was muss auf jeden Fall mit (spezielle Teile genauso wie Überbegriffe à la „Businessklamotte“), was darf eventuell mit und was kaufe ich ohnehin am besten erst vor Ort? Immerhin kommt mir zu Gute, dass ich schon weiß, was ich grundsätzlich wo bekomme und was nicht… Aber wonach entscheide ich, was ich mitnehme? In meinen Schränken gibt es so viel Auswahl an Klammotten und Kosmetik und ich mag die Abwechslung, da fällt es mir nicht leicht, mir jeweils nur ein paar Teile rauszupicken.

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Für welche Temperaturspanne muss ich überhaupt packen, wenn ich erst kurz vor Weihnachten wieder nach Deutschland komme und nicht weiß, wie warm es in der Uni sein wird? Oder bricht gar in England auch nochmal der Spätsommer aus, so wie hier gerade? Was muss bis zur Abreise noch erledigt, besorgt oder genäht werden, wann kann ich mich von wem verabschieden und wo werde ich für den Anfang überhaupt wohnen, bis ich eine Wohnung gefunden habe? (Ohne Besichtigung einen längerfristigen Mietvertrag zu unterschreiben ist nämlich nicht zu empfehlen.)

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Außerdem muss ich mich noch mit der Frage nach einem Laptop beschäftigen, denn bis jetzt gehöre ich noch zur Fraktion Desktop-PC – und der ist nun auch nicht gerade Koffer-tauglich. Nicht ganz unwichtig hierbei ist auch die Sache mit dem Betriebssystem. Wie ist Windows 8, kann ich mich damit arrangieren und „will“ ich das wirklich?! Und wie viel Auswahl habe ich überhaupt, wenn ich es nicht will?

Fragen über Fragen…
Also, was würdet ihr mitnehmen und wonach entscheiden? Was darf ich auf keinen Fall vergessen und habt ihr womöglich sogar eine Laptopempfehlung für mich?

the sun will shine again

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Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich bekomme bei zunehmendem Sonnenschein aktuell auch wieder zunehmend häufiger Lust, was zu nähen. Sogar was, das nicht nur das 95.000 Jerseyshirt (wovon ich selbstredend auch noch ein paar habe) ohne großen Schnick-Schnack ist. (Oder vielleicht liegt es auch einfach daran, dass man bei Sonnenscheint und Tageslicht auch wieder besser fotografieren kann? Also, theoretisch.)
Wenn ich aus dem Fenster gucke und blauen Himmel sehe, wenn sich sogar in mein Nordseiten-Zimmer ein bisschen Tageslicht verirrt und ich nicht die ganze Zeit die schiefe Deckenlampe anhaben muss… (Ohne Witz, sie hängt quasi seit ihrer Befestigung so besorgniserregend schief, dass ich seit Jahren jeden Tag damit rechne, von ihr erschlagen zu werden. Dummerweise tut sie das nämlich ziemlich genau über meinem Schreibtischstuhl.)
Wenn draußen nicht mehr nur das Surren und Quietschen so manchen Autos zu hören ist, sondern auch wieder das Zwitschern der Vögel, die langsam den Frühling ankündigen…
Wenn die Katze nicht mehr von Körbchen zu Bett zu Sofa zu Körbchen wechselt, sondern auch wieder häufiger draußen unterwegs ist und die aufkeimende Vegetation unter die Lupe nimmt

Na ja, lange Rede, kurzer Sinn, von der Frühlingssonne motiviert habe ich mir endlich mal ein Projekt vorgenommen, dass schon eine gefühlte Ewigkeit auf meiner Nähliste steht. Ich hatte da nämlich mal eine Hose mit einem tollen Bund, dessen grobe Struktur ich gerne an einem Rock nacharbeiten wollte.

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Die Katze, die eben doch noch gerne im Bett liegt, hat mich dabei natürlich tatzkräftig unterstützt.

pelzige HilfeBevor es weitergehen kann muss ich aber erstmal Druckknöpfe aus Metall organisieren, und D-Ringe, die eben keine D-Form haben, sondern eckig sind. Wenn jemand eine Idee hat, welcher Suchbegriff hier zum Erfolg führen oder wo ich die herkriegen könnte: immer her damit.  Bisher bin ich etwas ratlos.
Na ja, und dann wäre da natürlich noch das Wenden einiger schmaler Stoffstreifen… eine Aufgabe, die ich auch jedes Mal auf’s Neue verfluche.

Wiederholungstäter

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Vor ein paar Wochen, als ich mein grünes Rippshirt bloggte, überkam mich mal wieder die Lust, unbedingt etwas nähen zu wollen. Wegen „schnell, einfach und spontan“ natürlich aus Jersey. Ich grübelte also so vor mich hin was es werden sollte, als es mir siedend heiß wieder einfiel – da war doch was, bei dem ich mich gefragt hatte, warum ich es nicht schon viel öfter umgesetzt habe!

Ein passender Jersey war schnell gefunden und innerhalb von wenigen Stunden hatte ich das Shirt zusammengerattert. Einzige Schwierigkeit dabei war eigentlich das plattbügeln der Falten – nicht etwa wegen des Stoffes, sondern weil meine Eltern ihre ausrangierten Matratzen im Keller zwischengeparkt und damit den Zugang zum Bügelbrett verbaut hatten. Aber nichts, was man nicht mit ein bisschen Akrobatik und ein paar Verrenkungen hätte lösen können…  (Call me determined, you know?)

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Auf Schulterklappen hab ich diesmal verzichtet und auch den Abstand zwischen den beiten Faltengruppen verringert, denn die waren mir ja beim letzten Mal etwas zu weit auseinander. So gefällt es mir aber richtig gut, das hab ich mir gleich mal notiert.

Kurzfristig (ca. 1 fixe Wäsche lang, überall Kreidemarkierungen, ne?) hatte ich überlegt, das Shirt so zu lassen, aber dann hab ich doch wieder die Totenkopfnieten vom vorigen Werk rausgekramt. Die haben gegenüber den Schiffsknöpfen vom nautischen Kleid auch den Vorteil, dass sie nicht so traurig runterhängen. Auch wenn man mir vermutlich trotzdem wieder auf die Hupen glotzt.

Faltenschädel
Dachte ich. Wie man an diesem Schnappschuss eindeutig sieht war das aber trotzdem keine gute Idee, die Dinger fallen bei diesem Stoff nämlich öfter einfach mal ab. Da steht man also bei einer Verstaltung (rausgeschmissenes Geld übrigens) in der Schlage auf dem Damenklo, es macht leise „pling“ und es hat sich wieder ein Schädel in Richtung Fliesen verabschiedet. Ich schätze es liegt daran, dass das Shirt, im Vergleich zu dem relevanten Teil beim grünen, nicht mit Bügeleinlage verstärkt ist und der Jersey sich ja doch bewegt und dehnt.
Na ja, jedenfalls habe ich die Schädel dann schweren Herzens alle wieder abgemacht, zum Glück hat der Stoff davon wenigstens keine Löcher zurückbehalten.

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Auf diesen Fotos sieht man übrigens auch wieder schön das Belichtungsproblem meiner Kamera – ich bin zwar grundsätzlich sprichwörtlich „weiß wie ’ne Wand“, aber eben nicht so weiß. Zumal diese unsere Außenwand gar nicht weiß ist, sondern hellgrau. Und das bin ich ja wohl ganz sicher nicht, oder? Aber wenn halt mal die Sonne scheint… scheint die Kamera schnell überfordert zu sein.

Das wusste übrigens auch die Katze zu schätzen und hat sich zu uns nach draußen gesellt als meine Mutter Fotos machte. Und sich unter Protest meiner Mutter („Hee, ich hab da was gepflanzt!“) ins Blumenbeet gesetzt.

24.2.2014 (27)
Dabei hat sie doch so schön aufgepasst und ihren Schwanz schützend um das sprießend Blümchen gelegt…
Ach und apropos Totenköpfe, da fällt mir doch ein, dass ich hier auch endlich mal den Link zu meinem Gastbeitrag bei Miss Xtravaganz hinterlassen wollte, bevor ich das wieder vergesse (wie ungefähr bei den letzten 5 Beiträgen). Die liebe Miss hat  nämlich Anfang des Jahres eine Gastbloggeraktion gemacht und dafür einen meiner unveröffentlichten Beiträge gepostet. (Vielen Dank nochmal!) Wer also schon immer mal wissen wollte, wie man sich mit Frischhaltefolie und stinknormalem Papier stenciltaugliches „Freezerpaper“ zum Aufbügeln selbst machen kann, der findet unter obigem Link eine Anleitung.

 

 

24 tolle Kleinigkeiten oder: der N&S Adventskalender-Swap

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Im grünen Forum gibt es ja nicht nur das jährliche Weihnachtswichteln, sondern auch das ganze Jahr über immer wieder eine Reihe von Swaps zu verschiedenen Themen. (Ein Swap funktioniert – im Gegensatz zum forenspezifischen Wichtelsystem – quasi wie eine „normale“ Wichtelaktion, also mit einer festgelegten Anzahl von Teilnehmern, von denen jeder ein Wichtelkind zugeteilt bekommt, für das er Geschenke zum Thema werkelt und von einer dritten Person eben so welche bekommt.)
Als ich dieses Jahr dann tatsächlich rechtzeitig den reduzierten Adventskalenderswap gesehen habe wollte ich endlich auch gerne mal mitmachen. Ich hatte schon so lange keinen Adventskalender mehr… und dann auch noch selbstgemacht/-zusammengestellt?
Kurze Rücksprache mit der Organisatorin und den anderen Teilnehmerinnen ergab, dass auch meine FM kein Problem sein sollte und so war ich dabei. Da ich ja schon in der Familie merke, dass vielfach nicht extra fruktosearme Sachen gebacken werden, hatte ich nämlich etwas Bedenken, meinem Wichtel da zu viel aufzubürden,  zumal Süßigkeiten ja durchaus gerne als Adventskalenderfüllung verwendet werden und unsere Version „nur“ 6 selbstgewerkelte Geschenke enthalten sollte. Denn ehrlich, wenn schon meine Familie größtenteils nicht bereit ist, den Zucker einfach durch Traubenzucker zu ersetzen damit ich mir nicht extra was mitbringen muss, dann erwarte ich das von im Prinzip Fremden erst Recht nicht. (Auch wenn ich meinen lieben Wichtel ja sogar im Swapzeitraum auf einem CT in Frankfurt kennen lernen durfte und es ihr nach eigener Aussage verständlicherweise schwer fiel, sich da nicht zu verplappern. *rüberwink*)

Kalender Zebri
Dennoch hat die liebe Todeszebra mir einen allein optisch schon ganz wunderbaren Adventskalender gebastelt, den meine Mutter hier als unübersehbaren Passantenstopper auf die Treppe gestellt hat, während ich mein eigenes Swappaket zum Versandunternehmen kutschierte. Und wie es aussieht hat Zebri sogar einige Leckereien produziert, denn im beliegenden Brief schrieb sie, dass ihr Freund sie jetzt „Küchenchemikerin“ nennt und ich im Laufe des Dezembers ja vielleicht rausfinden werde warum.
Bevor sich jetzt jemand wundert, dass ich schon ein großes Paket optisch ansprechend finde zeige ich euch aber lieber den Kalender selbst, der mir beim Öffnen des Kartons ein entzücktes Quietschen und freudiges Lachen entlockte:

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Ist das nicht genial?

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Lauter Beweisbeutel! (Jetzt kann ich wenigsten so tun, als hätte ich endlich einen Job…)

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Manche der Beutel sind zusätzlich zur Nummerierung auch noch bedruckt.

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Die Nummer 6 zum Beispiel passenderweise mit einem Schuhabdruck. Ob der stilecht vom Nikolaus ist wird beizeiten noch untersucht. (Die erste Frage meines Vaters war ja typischerweise: „Hat die ’n Kind?“)

Selbstverständlich musste die hauseigene QM-Beauftragte ihre Nase auch wieder reinstecken und überprüfen, ob auch alles in Ordnung ist:

Kalender Zebri 3
Mittlerweile sind selbstverständlich alle Tütchen ordnungsgemäß im (auf dem) Asservatenschrank verstaut und ich warte sehnlichst darauf, sie endlich untersuchen zu dürfen.
Noch 4 Mal schlafen… das ist sozusagen der Countdown zum Countdown. Ehrlich, momentan freue ich mich geradezu mehr auf den Kalender als auf Weihnachten selbst.

mein Leben und ich #4

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Diesen Monat kommt der Post zu Inas „things about my life“-Aktion etwas spät, aber leider hat eben jenes Leben leider wirklich mal wieder meine Aufmerksamkeit gefordert und so musste das virtuelle Leben warten. Ich hoffe aber, dass es hier jetzt so richtig los gehen kann und ich im Sommer in den kommenden Monaten auch endlich mal das angestrebte Blogdesign fertig stellen kann.
Aber jetzt Bahn erstmal frei für das Thema im Mai: „deine 5 Lieblingsplätze“. Ein Thema, das mir zugegebenermaßen nicht ganz leicht gefallen ist, auch wenn manche Plätze gleich feststanden, aber seht selbst.

1. das MeerIMG_5082Durchpusten lassen auf Fehmarn im Sommer 2011

Ein Ort, an den es mich immer wieder zieht, ist das Meer. Ob Sandstrand oder steile Klippen, Sonne oder stürmischer Wind, ich liebe die frische, salzige Seeluft und merke, wie gut sie mir tut. Meine Lungen fühlen sich nach einem Tag am Meer immer regelrecht durchgepustet an, frei; ein Gefühl, dass ich unglaublich gerne mag. Es tut mir einfach gut, körperlich und geistig, mich auch von einer stürmischen Windböe mal so richtig durchpusten zu lassen und den Geruch von Salz und Seetang zu genießen, selbst wenn das Wetter nicht zum Baden einlädt.UnbenanntSandstrand, Sonne und T-Shirt-Wetter in Norwegen im Sommer 2008

2. die Küche
Die Küche ist ohne Zweifel ein Ort für mich, an dem ich mich wohl fühlen kann. Klar kann es auch passieren, dass hartnäckige Essensgerüche, begrenzter Platz oder wenig ansprechende Einrichtung das gelegentlich vereiteln, aber im Großen und Ganzen ist die Küche an sich für mich schon deshalb einer meiner Lieblingsplätze, weil ich hier Leckereien aller Art „zaubern“ kann. (Außerdem: epische Küchenschlachten! [siehe unten]) Eine schön eingerichtete, große Küche, in der man auch gemütlich sitzen kann wäre natürlich nicht verkehrt, in erster Linie geht es mir hierbei aber um den kulinarischen Aspekt der Küche als Ort der Essensherstellung, auch wenn sie durchaus ein Gemeinschaftsraum sein kann und das gerne öfter sein dürfte.
Robots vs dinosaursRobots vs. Dinosaurs – der neue Actionthiller, demnächst in ihrer Küche ihrem Kino!

3. der Garten
Der Garten ist für mich deshalb ein besonderer Ort, weil er irgendwie ein Stück Natur in der Wohngegend ist, eben direkt hinter dem Haus, ein Stück Natur, für das man nicht weit laufen oder fahren oder sich großartig zurecht machen muss. Im Garten habe ich, wenn er ausreichend vor neugierigen Blicken geschützt ist, das Gefühl mich zwar draußen und in der Natur zu befinden, aber gleichzeitig auch daheim, geschützt. Ich kann bequem im Jogginganzug und ungeschminkt im Garten liegen, mit der Katze spielen, ein Buch lesen oder einen Kaffee trinken, ohne das Fleckchen Grün mit fremden Leuten teilen zu müssen und Gefahr zu laufen, eine Frisbeescheibe an den Kopf zu kriegen. Und wenn es zuzieht oder plötzlich anfängt zu regnen bin ich im Null Komma Nichts wieder drin und brauche nicht erst durch den Regen heim weil An- und Abreise auch entfallen. Außerdem finden sich unter Umständen so viele schöne Pflanzen im Garten…JD800031Ein altes Bild. 2007. Naturhaarfarbe. Und deutlich kürzer. Die Katze war auch noch fähig, ihr Halsband mehr als 2 Tage an zu behalten.

4. mein Bett
Wer hätte es gedacht, ich bin manchmal ein kleiner Faulpelz und liebe mein Bett. Früh aufstehen ist nicht unbedingt mein Ding und überhaupt, wenn man nichts zu tun hat kann man doch so schön im warmen, gemütlichen Bett liegen bleiben und sich nochmal einkuscheln. Ob zum Lesen, Musik hören oder einfach nur Tagträumen und die Gedanken schweifen lassen, so ein Bett ist schon was Feines. Noch viel schöner wird es übrigens, wenn man es mit einem Schnurrsauger teilt. Na ja gut, vorausgesetzt der macht sich nicht so breit. (Ja, das kommt vor. Gelegentlich.)IMG_6487Selbstverständlich standesgemäß präsentiert von einer schläfrigen Mietze.

5. Burgen/Mittelaltermärkte
Ein Lieblingsort, an den ich leider viel zu selten komme. (Davon gäb’s noch mehr…) Trotzdem finde ich die Atmosphäre immer wieder toll, auch oder gerade abseits der Märkte. Insbesondere dann, wenn viele gewandet sind und sich die Zahl der „Neuzeitbürger“ in Grenzen hält. (Auch wenn zum Beispiel auf den Fotoapparat ungern verzichten würde.)SAMSUNGLetztes Jahr um diese Zeit, das Foto entstand Ende Mai, gab’s noch was wie „Sommer“.
Dieses Jahr ist es vermutlich locker 20°C kälter. Ich prangere das an! Frühling, Sommer, das ist Arbeitsverweigerung!

Wie ihr vielleicht gemerkt habt fühle ich mich zuhause einfach wohl. 😉 Ich bin zwar auch gerne mal unterwegs und entdecke neue Sachen, reise, aber oft finde ich es auch irgendwann anstrengend. Es zehrt an mir, mich nicht mal ein bisschen ausruhen zu können oder meine Ruhe zu haben, nicht das tun, essen oder trinken zu können, was ich gerade gerne hätte oder einfach mal ein paar Minuten die Reizüberflutung abzuschalten. Insbesondere was das Essen angeht ist es natürlich jetzt bei mir noch schwieriger, aber auch mich auf öffentliche Verkehrsmittel verlassen zu müssen kann ganz schön anstrengend und neurotoxisch nervtötend sein. Ja, manchmal glaube ich, ich bin ein kleiner Stubenhocker. Aber sei’s drum, ich fühl mich wohl daheim und kann dann wenigstens dem einen oder anderen Hobby nachgehen. Für andere Hobbies verlasse ich aber selbstverständlich auch gerne das Haus, nur leider hat sich die Möglichkeit für diese Hobbies in letzter Zeit, teils auch des Studiums wegen, nicht ergeben.

mein Leben und ich #2

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Heute soll es mal wieder einen Post zu Inas „Privatlebensaktion“ geben. Nachdem ich schon zum Februarthema „dein perfekter Bed and Breakfast-Tag“ nicht viel zu sagen und auch keine Zeit gehabt hätte will ich euch doch wenigstens einen kleinen Blick hinter die Kulissen geben (Wundert euch also nicht, dass März #2 ist, denn Februar hab ich ja nichts geschrieben und eine #3 ohne #2 zu machen erschien mir noch verwirrender.), das Thema ist nämlich „Hinter den Kulissen eines Blogposts von dir“. Zugegeben, Zeit hab ich eigentlich immer noch nicht wirklich und viel zu sagen gibt’s auch nicht, aber vielleicht schaffe ich es so wenigstens,  mich kurz zu fassen.

Los geht’s eigentlich immer mit einer Idee, sei das jetzt ein mehr oder weniger kreatives Machwerk, eine Küchenschlacht oder ich weiß nicht was. Während ich dann so vor mich hin werkele kommen mir oft schon Ideen für einen Post, aber gerne auch nachts kurz vorm Einschlafen. Weil ich ein Mensch bin, dem Formulierungen, die mir gut gefallen, leider auch schnell wieder entfallen versuche ich meistens so bald wie möglich meine Gedanken aufzuschreiben, deshalb sind viele meiner Post vorgeschrieben – woran ich gerade arbeite weiß ich ja schließlich. Das hat den Vorteil, dass ich noch Dinge ergänzen kann, die ich mal wieder vergessen habe, bevor der Post online geht und nicht hinterher denke „Mist, das wollte ich doch auch noch schreiben.“; ein klarer Nachteil entsteht aber auch, wenn ich mal wieder nicht rechtzeitig zu Fotos komme und der Post dann eigentlich gar nicht mehr passt, weil ich darin auf die zur Zeit des Schreibens gegenwärtige Situation Bezug genommen habe, wie zum Beispiel bei der Vorbereitung der Weihnachtsgeschenke. Außerdem passiert es mir so tatsächlich manchmal, dass ich denke, irgendwas schon längst gepostet zu haben, während der Beitrag noch friedlich auf der Entwurfsliste im Dashboard schlummert. Dafür kann ich dann gegebenenfalls auch wenn ich nicht viel Zeit habe nur noch schnell Bilder einfügen und den Post in der Orbit jagen weil der Text ja schon fertig ist.

Tja, das war’s dann auch schon wieder, so viel gibt’s zu meinen Posts wohl wirklich nicht zu sagen, vor allem weil sie eben stark vom Inhalt/Thema abhängen. Ich mag es zwar eigentlich gerne, den Text mit Bildern etwas aufzulockern und versuche deshalb auch vermehrt, schon vom Entstehungsprozess ein paar Bilder zu machen die vermutlich eh keinen interessieren, aber oftmals scheitert das irgendwie daran, dass ich keine zum Thema passenden Fotos auf Lager habe. Damit dieser Post also nicht ohne auskommen muss mal ein Experiment mit einem eigentlich zusammenhanglosen aber dafür sehr niedlichen Katzenfoto:

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Dieses Bild hat mein Vater mir vor ein paar Wochen mit den Worten „Übernimmst du mal?“ geschickt, weil die Katze wohl momentan militant schmusebedürftig ist und für mich ja glücklicherweise in Kürze wieder ein Heimatbesuch ansteht. Mal davon abgesehen, dass goldige Katzenfotos ja eigentlich immer gut sind, oder? Meine Freundinnen in der Uni fanden die „smiley cat“ jedenfalls auch sehr süß, deshalb mein Gedanke: Was haltet ihr davon, mehr oder weniger wortreiche Einträge ohne wirklich hilfreiche, themenbezogene Fotos mit anderen Fotos aufzubrechen? Ob das jetzt immer die Katze ist oder ein schönes Landschaftsfoto, ein Bild von einem Stift auf Papier (hinter den Kulissen und so…) oder ich weiß nicht was, findet ihr das generell gut um den Post aufzulockern oder keine so gute Idee, weil ich dann offenbar womöglich auch noch in Versuchung komme, zumindest ein Bisschen über das Foto zu schwafeln (Abhilfe könnte eine kurze Bildunterschrift schaffen) und das Bild das Thema nicht wirklich unterstützt sondern eben einfach nur da ist, ohne großen Sinn und Zweck?