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Eule mit W(eu/)olle

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Mitte letzter Woche hatte meine Freundin A. Geburtstag und zu diesem Anlass im Voraus eine Gruppe Freunde einschließlich meiner Wenigkeit zum Essen gebeten. Da ich natürlich nicht mit leeren Händen aufkreuzen wollte und ohnehin eine Idee hatte habe ich ihr kurzerhand (und kurzfristig) was gehäkelt. Sie mag nämlich – wer auch quasi nicht? – Eulen, Füchse und Co. und meine Eulenstulpen fand sie auch niedlich. Also Eulenstulpen. Auf dem Markt ein Knäuel senfgelbe Wolle gekauft und los.

Stulpen2
Oder auch nicht… Die 6er-Häkelnadel, die ich von daheim mitgenommen hatte, passte zwar für die Wolle selbst theoretisch gut (auf der Banderole werden auch 6er empfohlen, aber nur Stricknadeln), produzierte dann aber viel zu große Resultate, und ewig viele Stiche wegnehmen kann man ja nun auch nicht. Also nochmal los, 4 Läden in der Nähe der Uni erfolglos nach einer 4er-Häkelnadel abgeklappert und dann am nächsten Tag doch noch mal zum Markt gestiefelt. Kurioserweise kostete die 4er-Nadel dort 3 mal so viel wie alle anderen, und irgendwie erschien mir 3,5 dann sogar doch etwas passender.

Stulpen34

So bin ich also mit meiner 3,5er-Häkelnadel nach Hause marschiert und habe angefangen die Eulen zu häkeln. Diesmal mit 26 statt 30 Maschen, das passte gut und ging soweit wieder einfach von der Hand, wenn man mal davon absieht, dass die 3-fädige Wolle sich natürlich gerne mal etwas spaltete, insbesondere mit der kleinen Nadel.
Als die erste Eule fast fertig war fiel mir dann natürlich ein, dass ich ja eigentlich auch noch Knöpfe oder Perlen für die Augen bräuchte… So viel zum Thema Eile mit Weile.
Die Läden in Uninähe gaben natürlich wieder nichts her, das nicht weiß, pink oder pastellgrün/-gelb und blümchenförmig war, und so musste ich Anfang der Woche ein drittes Mal zum Markt traben und Knöpfe aussuchen. Hätte ich mir natürlich auch sparen können wenn ich da früher drüber nachgedacht hätte…

Stulpen

Die Krone habe ich dem Ganzen dann aber damit aufgesetzt, dass ich nur zwei Knöpfe gekauft habe. Sind ja auch zwei Augen, ne? *Kopf–>Tisch* Diese Dämlichkeit ist mir dann natürlich erst am Abend vor’m Geburtstag aufgefallen als ich die Knöpfe annähen wollte, den ersten mit der ersten Stulpe zur Hand nahm und plötzlich dachte „Moment – ich hab nur noch einen anderen Knopf. Aber… oooh neeiiin! Wie kann man nur so blöd sein?!“
Dabei wäre es das Endergebnis echt wert gewesen.

Stulpen5

Schlussendlich habe ich die Stulpen dann also zähneknirschend ohne Augen verschenkt und versprochen, diese nach meinem Urlaub nachzureichen bzw. noch anzunähen.

Die Farbe, laut Banderole übrigens „Old Gold“, ist bekanntermaßen ja nicht so meins, aber die Stulpen sind ja auch nicht für mich. Zum Glück scheine ich auch etwas dazugelernt zu haben, denn diesmal sind die sogar ohne Aufwand gleich groß geworden. Eigentlich ist zwar schon nicht mehr wirklich das Wetter für kalte Pfoten und Stulpen, aber die nächste Kälteperiode kommt bestimmt…

Stulpen4
Verwendet habe ich übrigens 82g der 100g Magnum lightweight chunky-Wolle von King Cole, und weil es ja gerade lief dann beim Rausholen des Geschenkpapiers festgestellt, dass das zwar – wie in meiner Erinnerung – niedliche Füchse zeigt, aber eben auch weihnachtliche Glückwünsche ausspricht. Natürlich ebenfalls am Abend vor’m Geburtstag…

Geschenkpapier
Auch hier konnte ich die Situation aber in einen Lacher verwandeln, der meine Freundin schon vor dem Auspacken gänzlich verzückte und köstlich amüsierte: ich habe weil ich faul bin nur auf der Front einfach „season’s“ durchgestrichen und durch „birthday“ ersetzt und das gleiche mit „winter“ und „spring“ getan. Okay, Schneeflocken sind trotzdem noch drauf, aber… die Botschaft kam jedenfalls an (und wurde voller Freude den anderen Gästen präsentiert), und das Geschenk gefiel auch.

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Klein, kleiner…

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Nachdem ich neulich ja schon Erfahrung mit kleinen Puppenklamotten gesammelt habe ging es jetzt gleich wieder mit was kleinem weiter. Einer kleinen Hose, um genau zu sein, allerdings nicht für Omas Puppen, sondern für den Sohn einer Freundin, für den ich auch schon das Lätzchen genäht habe.
Durch Zufall bin ich nämlich vor einer Weile unter anderem in den Besitz einiger Kinderjerseys gekommen, die ich zwar ganz niedlich finde, aber na ja… eben doch nicht unbedingt zu meinem Stil auf offener Straße passen. Ein paar habe ich also weggegeben, aber zum Glück nicht alle, sodass ich noch ein bisschen Auswahl hatte, als ich dann von besagtem Baby erfuhr und auf das Schnittmuster für die Babyhose „Ras“ stieß. Hose 3 Denn mal ehrlich, diese glücklichen Elefanten auf grünem Grund sind doch niedlich, oder? Hose Was ich dummerweise natürlich nicht hatte war Bündchenstoff. Also hab ich erstmal zum Nächstbesten gegriffen, nämlich geripptem Jersey; großzügige Reste von meinem Oberteil. So eine Babyhose braucht ja echt nicht viel Stoff, erst Recht nicht die Bündchen. Hose 5 Ich fürchte, dass der Rippjersey etwas zu locker sein könnte, Bündchenstoff ist da vermutlich fester und stabiler, aber es wird sich zeigen. Bei Reklamationen ziehe ich da notfalls noch ein Gummi ein oder tausche den Bund aus. Hose 2 Das Schnittmuster ist jedenfalls denkbar einfach umzusetzen, sodass es wirklich ein schnelles Geschenk ist. Es hätte mir zwar – pure Gewohnheit und Faulheit – besser gefallen, wenn die Nahtzugaben bereits eingezeichnet gewesen wären, aber bei so einem kleinen Teil ist das zusätzliche Anzeichnen ja kaum ein großer Mehraufwand. Wenn sie passt und gefällt wird das jedenfalls sicher nicht die letzte Hose sein… (Und wer weiß, vielleicht kriege ich die Mama ja damit in einem ruhigen Moment früher oder später auch mal an die Nähmaschine?) Hose 4 Genäht habe ich übrigens Größe 74, da ich immer noch denke, dass die Eltern vermutlich ohnehin genug Kleidung für den Anfang haben werden, aus der der Zwerg so schnell rauswachsen wird. Davon abgesehen: wenn uns noch mal so eine Hitzewelle ereilt wie kurz vor der Geburt (36°C, pralle Sonne und eine wahrliche Riesenkugel –  meine Freundin tat mir schon etwas Leid) wären lange Hosen für den Sommer wohl eh etwas unpassend. Mit etwas Glück könnte die Hose also gegen Herbst/Winter gut passen. Obwohl 74  in einem Größenspektrum von 50 bis 92 ja eher in der Mitte liegt erwischte ich mich während des Nähens übrigens immer wieder dabei, irrationalerweise zu denken, das Teil müsse sicher viel zu klein sein – aber Babys sind ja so winzig.

Es darf gesabbert werden…

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Anfang Oktober hat die Tochter unserer Nachbarn ein Baby bekommen. Ich selbst war als kleines Kind öfter mal bei ihnen drüben und habe zum Beispiel „Es war einmal das Leben…“ (Wie passend… Und, wer hat jetzt noch einen Ohrwurm?) mit ihnen geguckt und angeblich beim letzten Einhorn Rotz und Wasser geheult. Dass ich den Vater damit etwas ins Straucheln gebracht habe kam dann auch beim Polterabend vor ein paar Jahren, zu dem wir ebenfalls eingeladen waren, wieder amüsiert zur Sprache. (Ich bin mir übrigens keiner Schuld bewusst, aber die Nachbarskinder sind ja auch ein paar Jahre älter und können sich daran sicher besser erinnern als ich.)

Als wir dann mit den ersten Fotos auch das Geschlecht und den Namen verkündet bekamen wollten wir natürlich auch wieder gerne ein kleines Präsent überreichen können. Ich ergriff also die Initiative und hatte schon bald eine Idee – ein Lätzchen. Mein Gedankengang dabei war vor allem, dass frisch gebackene Eltern vermutlich Strampler zu Hauf geschenkt bekommen oder bereits haben und das Kind da ohnehin schnell rauswachsen wird. Daher erschien es mir sinnvoller, etwas zu machen, was vielleicht nicht unbedingt sofort benötigt wird, deshalb aber voraussichtlich auch noch nicht in x-facher Ausführung vorhanden und außerdem weniger größenkritisch ist.

Lätzchen4

Zuerst war meine Mutter von der Idee eines Lätzchens gar nicht so angetan – bis ich ihr sagte, dass ich doch ein Motiv und den Namen draufsticken möchte und sie plötzlich ganz begeistert war und fand, dass die Eltern sich über so ein individuelles, persönliches Geschenk sicher freuen würden. Da war mein Vater schon schneller von Begriff, der hat meine Idee nämlich schon bei der bloßen Erwähnung eines Lätzchens sofort durchschaut.
Die Motiv-, Stoff- und Farbauswahl sowie die Umsetzung blieb dann aber selbstverständlich doch wieder nahezu komplett an mir hängen. 😉 Lediglich bei der Stoffauswahl der Vorderseite hat meine Mutter für Brei-rutschhemmenden Frottee votiert.

Lätzchen3

Den in den Stickrahmen der Maschine einzuspannen oder sich beim zuschneiden komplett davon vollfusseln zu lassen war allerdings kein so großes Vergnügen… Aber ich das Frotteemonster erfolgreich bezwungen.

Unter dem Frosch ist wie gesagt noch der Name des Mädchens gestickt, aber den hab ich lieber mal unkenntlich gemacht. So viel sei gesagt: das Garn ist rot.

Lätzchen#

Der Zwischenstand in Form eines fertig bestickten, alles vollfusselnden Frotteelappens fand dann auch bei meinen Eltern Anklang. Gesprächsfetzen gefällig?
Ich: „Also find’st du das auch gut so?“
Vater im Brustton der Überzeugung: „Ich find das super-mega-süß!“
Na dann… kann ja nichts mehr schief gehen, was?

Als Verschluss haben die Teile vor dem Verstürzen noch einen Klettverschluss spendiert bekommen, das dünkte mir praktischer als die elenden Bindebändchen, die an meinen Lätzchen früher immer ausgefranst sind. Außerdem: wer bindet denn eigentlich bitte gerne einem zappelnden oder sich wehrenden Kleinkind irgendwelche Schnüre um den Hals?

Lätzchen2

Und falls ihr euch jetzt wundert: obiger Text ist natürlich zeitnah im Oktober entstanden, aber – ihr ahnt es vielleicht – da die einzige Aufgabe meiner Mutter darin bestand, das Geschenk einzupacken, habe ich es prompt versäumt, Fotos zu machen. Super, ne?

Warum ihr das jetzt trotzdem seht? Weil eine gute Freundin von mir quasi „so nett war“, vor ein paar Tagen ebenfalls ein Kind zu bekommen. Und weil sie bei der Erzählung vom anderen Lätzchen so begeistert von der Idee war, dass sie selbstverständlich auch eins bekommen sollte. (Sollte sie natürlich eh, aber im Vorhinein zu wissen, dass sich jemand freuen wird, hat doch auch was, oder?) Das bot mir natürlich die perfekte Gelegenheit, die ganze Sache endlich mal fotografisch festzuhalten. Welcher Name hier unkenntlich gemacht wird ist ja dann letztenendes auch egal, der Unterschied liegt ohnehin – abseits des Namens selbst natürlich – nur darin, dass ich den Namen ihres Sohnes in einem leuchtenden Blau gestickt habe.

Lätzchen5

Die Rückseite besteht übrigens aus schlichter dunkelgrüner Baumwolle, leider hat sich hier beim Absteppen der Frottee etwas durchgezogen.

am Schlafittchen gepackt

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Nach wie vor „schulde“ ich euch ja noch ein paar Weihnachts- und Adventskalendergeschenke, die ich zum Teil aber noch fotografieren muss. Ein Teil, das ich schon abgelichtet habe, zeige ich euch aber heute.

Krawatte
Für meinen Vater habe ich nämlich recht spontan eine Krawatte genäht, bestickt und in den Adventskalender gepackt. Natürlich wieder mit nautischen Anleihen… aber solange er noch keinen Palstek als Krawattenknoten macht sollte wohl alles in Ordnung sein.

Krawatte 2

Bei den Abmaßen hab ich mich an einer seiner gekauften Krawatten orientiert, die Verarbeitung ist – natürlich – bei Natron und Soda schön erklärt. Lediglich die übliche Einstecklasche auf der Rückseite hab ich noch zugefügt.

Da 2013 jetzt vorbei ist möchte ich euch natürlich auch noch ein gutes und erfolgreiches neues Jahr wünschen. Auf dass eure Wünsche und Pläne in Erfüllung gehen mögen! Ich hoffe ihr habt schön gefeiert? (Mich hat es ja am meisten gefreut, als die verängstigte Katze irgendwann wieder unter meinem Bett vorkam und sich morgens um 8 bis mittags vertrauensvoll zu mir ins Bett kuschelte. An die Tiere denken die meisten ja wohl nicht, wenn sie stundenlang sinnlos ihr Geld anzünden und ihr Erspartes in Form von lauten Böllern verpulvern, die womöglich nicht mal hübsch aussehen…)

Einen Jahresrückblick, wie er momentan an jeder Ecke auf beinahe jedem Blog aus dem Boden sprießt, möchte ich euch und mir an dieser Stelle aber sparen. Es sei nur so viel gesagt: die erste Jahreshälfte war anstrengend und arbeitsreich, hielt dafür aber – neben dem Rückzug aus England – mit etwas Verzögerung einen ausgezeichneten Studienabschluss bereit, die Jahresmitte wartete mit einer zum Glück sehr gut verlaufenen großen Bauch-OP auf und die zweite Jahreshälfte war eigentlich hauptsächlich nur noch frustrierend und deprimierend (um nicht zu sagen scheiße), weil der tolle Studienabschluss und alle anderen Mühen mir bisher leider trotzdem keinen Job oder ähnliches beschert haben.  Bleibt also zu hoffen, dass sich das 2014 bald endlich ändern wird! (Sonst bin ich nämlich ehrlich gesagt mit meinem Latein, das ich nie konnte, auch am Ende.)

Einen positiveren Schluss kann ich aber zumindest bezüglich der Stoffbilanz ziehen: seit 21. August habe ich nämlich meinen Aufzeichnungen zufolge in Etwa 24,8596 m² Stoff verarbeitet! (Wenn ich nichts vergessen habe…) Es sind zwar auch 14,904 m² dazu gekommen, nahezu ausschließlich für Geschenke, von denen aber immerhin 10,454 m² für selbige auch gleich wieder drauf gingen, sodass nur 4,45 m² unverplante Reste übrig blieben, die tatsächlich auf den Stoffberg aufschlagen. Nichtsdestotrotz mussten so immerhin 14,4056 m² meines ursprünglichen Stoffbergs dran glauben und dessen Gesamtheit ist um 9,9556 m² geschrumpft.  Zusätzlich ist von einigen Stoffen jetzt nur noch so wenig übrigens – meistens auch noch unförmiger Verschnitt, der sich kaum richtig messen lässt – dass sich einiges getrost eher der Restekiste zuordnen lässt, aus der ich ausgleichend natürlich auch gelegentlich gezehrt habe.
Dafür, dass ich doch einiges zukaufen musste, in der ersten Jahreshälfte kaum Zeit zum Nähen hatte und mich in der zweiten auch nicht immer unbedingt als sonderlich produktiv empfunden habe ist ein effektives Minus von fast 10 m² gar nicht so schlecht, oder? Ich bin gespannt, wie das nächstes Jahr aussehen wird.

Herbst im Advent?

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Dass ich im grünen Forum an einem Adventskalender-Swap teilgenommen habe wisst ihr ja bereits, denn ich konnte mit meiner Freude über meinen Kalender von Todeszebra ja nicht hinter dem Berg halten.
Natürlich habe ich aber selbst auch einen Kalender zusammengestellt und mit Basteleien und anderen Dingen befüllt, und zwar für die liebe Lilienkind. Weil die jetzt alle Geschenke ausgepackt haben sollte kann ich euch dann endlich zumindest die selbstgemachten auch zeigen. Der Rest hat der Beschenkten zwar glücklicherweise auch gefallen, ist aber hierfür erstmal unwichtig.

Ihrem Steckbrief zufolge mag Lilienkind unter anderem die Natur, Blätter, Eiche(l)n, Windlichter und Dinge, bei denen man noch erkennt, dass sie aus Holz gemacht sind. Daran habe ich mich dann hauptsächlich orientiert und so ist ihr Adventskalender etwas jahreszeitenuntypisch recht herbstlich ausgefallen.

Zum Thema Blätter und Windlichter fiel mir sofort etwas ein, nämlich mit buntem Herbstlaub dekorierte Teelichthalter aus Glas. Dafür habe ich einen gemütlichen Spaziergang gemacht und Blätter gesammelt, die ich hinterher – ganz wie als Kind – zwischen zwei Lagen Zeitungspapier in einem dicken Buch getrocknet habe.
Danach habe ich meinen alten Serviettentechnikkleber rausgekramt und die Blätter damit auf ein etwas größeres Glas geklebt und großzügig mit dem Kleber bestrichen. Bei den dünnen Blättern hat das ganz gut geklappt, die dickeren hingegen brauchten etwas Überredung, da sie anscheinend so steif waren, dass ich sie länger ans Glas drücken musste, bis sie sich der Form zumindest größtenteils beugten. Das erforderte etwas Geduld und Fingerspitzengefühl, hat sich aber finde ich gelohnt.
Nachdem der Kleber durchsichtig getrocknet war habe ich das Ganze zur Sicherheit noch mit nicht enflammbarem Klarlack eingesprüht und ta-da:

Herbstteelicht
Testweise mal beleuchtet sieht es dann so aus. Schön gemütlich, oder?

Herbstteelicht 2
Weil mein Wichtelkind außerdem hatte verlauten lassen, dass es stimmungsvolle Dekoration mag, dachte ich mir, dass es ja nicht unbedingt bei einem Windlicht bleiben müsse, und habe mich an einem Stück orientiert, das bereits bei uns auf dem Wohnzimmertisch steht: ein Teelichthalter aus Treibholz. Gut, Treibholz vom Bodensee war jetzt spontan nicht aufzutreiben, aber glücklicherweise habe ich bei meinem Waldspaziergang doch ein paar Stücke Holz gefunden, die schon „organisch“ genug waren um natürlich auszusehen, ohne vermodert zu sein.
Das habe ich dann gründlich abgebürstet und gereinigt, ehe ich es erstmal sicherheitshalber zum Trocknen in den Heizungskeller legte. Danach brauchte ich nur noch mit dem Forsterbohrer drei Aussparungen bohren, in die die Teelicher perfekt reinpassen, und fertig ist die charaktervolle Holzdeko:

Holzteelicht
Holzteelicht 2
Und als ob zwei Utensilien für Zimmerfeuer im Miniaturformat noch nicht genug wären hab ich noch ein weiteres Glas verziert, diesmal allerdings mit silberner Farbe und Schablonen-Tupftechnik. Lilienkind mag nämlich auch den Landhausstil, und auch meine ursprüngliche Idee etwas anders aussah hoffe ich doch, hiermit die richtige Richtung eingeschlagen zu haben.

Landhausteelicht 2
Das ließ sich wegen der hohen Transparenz nur schlecht fotografieren und wurde daher für die Bilder mit buntem Papier gefüllt, aber beleuchtet sieht es eh wieder viel schöner aus:

Landhausteelicht
Kommen wir endlich mal weg von den Kerzenhaltern und hin zu den eher nützlichen Kleinigkeiten des Kalenders, denn auch davon hatte Lilienkind welche auf ihrer Wunschliste stehen. Mit dabei: Maschenmarkierer. Dazu gibt’s eigentlich nicht viel zu sagen… etwas Nylondraht, Quetschperlen und verschiedene Dekoperlen später war eine kleine Armee von Maschenmarkierern geboren und mir dünkte, Lilienkind werde nie so viele Hände (oder Strickteile) haben, um sie alle auf einmal in Gebrauch zu haben. Aber wer weiß…

Maschenmarkierer 2
Das langwierigste daran war jedenfalls das Warte auf die Quetschperlen, die einfach nicht ankommen wollten… Zum Glück kamen sie dann kurz vor knapp doch noch, um sich mit ihren Kumpanen von wegrutschenden Drähten durchs Wohnzimmer katapultieren zu lassen. (Muss schließlich ein Heidenspaß für die Dinger sein… wie Achterbahn fahren oder Fallschirm springen!)

Maschenmarkierer
Mit fallschirmartigen Abgängen kennen sich vielleicht auch diese fallenden Blätter aus.

Notizbuch
Die habe ich auf eine Miniaturbuchhülle gestickt, weil der Steckbrief besagte, dass sich über hübsche Notizbücher gefreut würde. Ein vielleicht nicht ganz so hübsches Exemplar hab ich dann selbstverständlich reingesteckt.

Notizbuch 2
Hierzu gibt es auch mal wieder eine kleine Anekdote aus dem Hause knaxgurke. Als ich nämlich in meinem Zimmer saß und an der Hülle werkelte mahnte mein Vater plötzlich durch den Türspalt: „Mach das ja ordentlich!“ Auf mein etwas irritiertes „Äh, ja, natürlich?“ antwortete er dann: „Gut… Was machst du da eigentlich?“
Bei der Inspektion der fertigen Hülle – die übliche Qualitätsprüferin durfte hier leider ihre Nase nicht reinstecken, weil Lilienkind eine Katzenhaarallergie hat – hatte er dann zu vermelden: „Das ist aber schööön.“

Notizbuch 3
Und damit wenigstens auch noch ein Bisschen was weihnachtliches den Weg in den Kalender findet bin ich noch Lilienkinds Wunsch nach Untersetzern für Tassen oder Gläser nachgekommen. In Form lace-gestickter Schneeflocken.

Untersetzer
Die können sogar eine zweite Schicht als Tannenbaumanhänger schieben und sind bei genauerem Hingucken steampunk-inspiriert.

Eine weitere Jahreszeit hat sich dann mit dem kleinen Kosmetiktäschen in den Kalender gemogelt, welches sich Lilienkind „für das nötigste“ gewünscht hatte.

Kosmetiktasche
Lustigerweise hatte ich sogar einen Reißverschluss in exakt der passenden Farbe und Länge da, obwohl ich sonst, außer dem Stoffrest, eigentlich absolut gar nichts in der Farbe hatte. Das Futter ist allerdings hell, damit man den Inhalt hoffentlich besser findet.

Kosmetiktasche 2
Als letztes selbstgemachtes Geschenk gäbe es dann noch ein paar Haarspangen zu zeigen, die dafür sorgen, dass sich auch der herbstliche Kreis wieder schließt.

Haarspangen
Wegen Lilienkinds Vorliebe für Eicheln habe ich bei meinem Spaziergang nämlich auch davon welche gesammelt und sie, zusammen mit etwas Bastelfilz, zu einem kleinen Laubarrangement für die Haare verarbeitet.

Haarspangen 2
Haarspangen 3
Zu den 24 Päckchen dazu gab’s dann noch eine Karte nach Centis Vorbild und, zum restlichen Kalender eigentlich völlig ohne Bezug, für jedes Geschenk einen Pacman-Anhänger, der die Nummer des entsprechenden „Päc-chens“ mampft. Die hab ich aber dummerweise nicht mehr fotografiert.

Karte

Beweisführung “Kriminalität im Advent”, Teil 4

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Endspurt! Also ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich finde es regelrecht schade, dass nun wir nun Heiligabend haben, weil damit die Zeit der Adventskalenderpäckchen vorbei ist.  (Vielen lieben Dank an dieser Stelle noch mal an Todeszebra für den tollen Kalender!) Eine letzte Runde kann ich euch aber noch präsentieren bevor es mit allerlei Wichtel- und Weihnachtsgeschenken und irgendwann auch wieder normalen Basteleien weitergeht. 😉

Mit Asservat 5664-19 wurden mir erneut keksförmige Gebilde in gemusterter Tüte überstellt:

Tür 19
Mit Beweisbeutel 5737-20 bekam ich dann neue Beweise im Fall der Nussdiebe vorgelegt.

Tür 20
Überraschenderweise wurde die Beute diesmal zusammen mit einer weiteren Haarspange, die der aus Beutel 7843-9 erschreckend ähnlich sieht, gefunden. Handelt es sich etwa um die gleichen Täter?

Tür 20 (1)
Wie das mir überstellte Beweisstück 4822-21 zeigt scheinen die Diebe jedenfalls immer noch am Werk zu sein:

Tür 21 (3)
Auch keksartige Gebilde erhielt ich mit Beutel 9410-22 noch mal zur Untersuchung:

Tür 22
Asservat 9975-23 hingegen hielt dann wieder ein Grablicht bereit, diesmal in lila mit Fledermäusen.

Tür 23
So hübsche Beweise bekommt man doch gerne vorgelegt, oder?

Tür 23 2
Damit wären wir dann auch schon beim letzten Untersuchungsobjekt vor dem Weihnachtsurlaub angekommen. (Da ist doch selbst Urlaub geradezu schade, oder?) Mit dem letzten Päckchen Nummer 9764-24, dem einzigen nicht tütenförmigen, bekam ich nämlich eine hübsche Tablethülle auf den Tisch, die bei einem Geschenkediebstahl mitgegangen war.

Tür 24 (5)
Nichts desto Trotz sind jetzt erstmal genug Hinweise, Indizien und Beweise gesammelt, dass meine werten Kollegen noch eine Reihe Festnahmen machen können bevor auch sie irgendwann endlich Weihnachten feiern können. Ich für meinen Teil verabschiede mich hiermit vorerst zufrieden aus dem Dienst und wünsche allen

frohe Weihnachten!

haarige Angelegenheiten

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Noch mehr Wichteleien, ihr bleibt noch nicht verschont! Dieses Jahr ist’s echt heftig, was? Aber seid euch gewiss, auch das geht irgendwann vorbei…

Wichteln 2013 für Enfant D'Enfer 4
Diesmal geht es um das Geschenk, das ich im Rahmen des alljährlichen N&S-„Karmawichteln“ für EnfantD’Enfer gebastelt habe. Da sie auch ein Langhaar ist hatte sie sich einen Haarstab gewünscht, mit dem sie im Winter verhindern kann, dass ihre Haare am Mantel schubbern und sich verknoten. Das Problem kenne ich natürlich selbst nur zu gut und konnte wahrlich mitfühlen, weshalb ich mir ihren Wunsch ausgesucht habe.

Wichteln 2013 für Enfant D'Enfer 2
Bei einem konnte ich es aber natürlich nicht belassen, Entscheidungschwierigkeiten und so… Im Nachhinein hätte ich sogar gerne noch ein paar mehr gemacht. Aber da konnte ich mich auch nicht entscheiden.

Wichteln 2013 für Enfant D'Enfer 3Im Endeffekt habe ich einen hellen, gewachsten und einen schwarzen, lackierten Stab gemacht. Bei den Perlen habe ich mich hauptsächlich für blaue entschieden, nicht nur weil das eine der genannten Farben war, die die Empfängerin mag, sondern auch weil ich mir vorstelle, dass das in ihren blonden Haaren hübsch leuchtet und heraussticht.

Wichteln 2013
Auch bei den Metallteilen habe ich mich einmal für silber- und einmal für bronzefarben entschieden.

Wichteln 2013 für Enfant D'Enfer
Zum Schluss gibt’s nochmal die Perlen in Nahaufnahme. Da wäre ein leuchtendes Blau, das sicher für mich selbst auch noch mal zum Einsatz kommen wird…

Wichteln 2013 für Enfant D'Enfer 5
… und eine Kombi aus einer hellblauen Crackle-Glasperle, einer cremefarbenen Wachsperle und einer Crackleperle, deren Farbe von der Verkäuferin liebevoll als „indiko“ [sic!] beschrieben wurde.

Wichteln 2013 für Enfant D'Enfer 6
Während des Werkelns kamen mir die Stäbe übrigens ziemlich winzig vor, denn EnfantD’Enfer hatte sich lediglich eine Nutzlänge zwischen 11 und 14 cm gewünscht. Da meine dicke Mähne gut und gerne mal 16cm in die Knie zwingt und 18cm oder mehr wohl eine bessere Option wären war das schon erst mal ein komisches Gefühl. Aber ist ja klar, es sind eben nicht alle Haare gleich (Übrigens auch nicht auf einem Kopf, um zu Vergleichszwecken ein gutes Bild der Haare einer Person zu bekommen wird empfohlen etwa 30-50 Haare einer Körperstelle zu untersuchen.) und deshalb braucht natürlich auch nicht jede gleich lange Haarstäbe.

Beweisführung “Kriminalität im Advent”, Teil 3

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Kommen wir also schon zum vorletzten Teil des grandiosen Adventskalenderinhalts. Leute: da sind jetzt nur noch 6 Päckchen übrig!

Beutel 5706-13 hält gleich wieder ein besonders Schmuckstück aus einem etwas kuriosen Fall bereit: ein Grablicht aus einem Fall von Störung der Totenruhe.

Tür 13
Stimmungsvoll beleuchtet mit einer lecker nach Apfel und Zimt duftenden Kerze sieht das dann so aus:

Tür 13 (12)
Bei Beweisstück 8476-14 drehte es sich dann wieder um die Ladendiebstahlserie, die die Stadt bereits mehrfach in Atem gehalten hat. Jetzt gibt es endlich eine heiße Spur!

Tür 14
Am 15. durfte ich dann mit 2748-15 neue Indizien im Fall der Nussdiebe im wahrsten Sinne des Wortes unter die Lupe nehmen:

Tür 15 2
Langsam kommen wir der Sache näher…

Tür 15
Untersuchungsobjekt 9072-16 kam in einem kleinen Plasikpott daher und musste schnellstmöglich auf toxische Verunreinigungen untersucht werden.  Zum Missfallen der leitenden Ermittlerin musste ich der Körperbutter allerdings absolute Harmlosigkeit bescheinigen.

Tür 16
Am 17. tauchten dann überraschend neue Lipiputaner-Knochenfunde auf, die ich, katalogisiert unter der Nummer 1996-17, unter anderem auf genetische Übereinstimmung mit den Füßen aus 4191-11 untersuchen durfte.

Tür 17
Auffallend auch hier wieder: die Präsentation als Kopfschmuck.

Tür 17 (3)
Dieser wird übrigens mit ganz besonders großen Haken und Augen geschlossen:

Tür 17 (9)
Ebenfalls wieder deutlich erkennbar sind natürlich auch die Körperteile, um deren Knochenstruktur es sich hier handelt: die fehlenden Beine vom letzten Mal sowie Arme und Hände. Diesmal aber wirklich.

Tür 17 (5)Im mysteriösen 18. Päckchen mit der Nummer 7783-18, das in einem Bekennerschreiben schon als ursprünglich anders geplant angekündigt worden war, …

Tür 18
… fanden sich dann eine Rolle Pillen sowie ein Tütchen mit braunen Herzen:

Tür 18 (1)
Die Untersuchungsergebnisse brachten aber Klarheit, es handelt sich wieder nicht um kontrollierte Substanzen, sondern um Traubenzucker und Schokolade.

Tür 18 (4)
Wer hier mit solchen Spielchen Ressourcen verschwendet wird sich vielleicht nach Abgleich des hinterlassenen Fingerabdrucks zeigen.

Tür 18 (3)
(Ansonsten kann ich nur hoffen, dass er ein gutes Omen dafür ist, dass ich wenigstens die Stelle in der Daktyloskopie, auf die ich mich kürzlich beworben habe, bekomme. Zur Abwechslung wurde da nämlich tatsächlich mal jemand mit Forensikstudium gesucht und nicht die tausendeste Laborantin – aber da ich schon von so vielen ansonsten gut passenden Stellenausschreibungen nichts mehr gehört habe…)

Karma-chameleon

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Ihr kennt es ja schon aus dem letzten Jahr: das „Karma-Wichteln“ im grünen Forum. Anscheinend habe ich bis auf bei der Jobsuche ganz passables Karma, denn obwohl meine eigenen Geschenke meistens eher, wie vom Wichtelprinzip angedacht, klein ausfielen habe ich dieses Jahr schon ganz fabulöse, große Wichtelpost von der lieben Frau Horror bekommen.
Während meine Mutter draußen ihre Windschutzscheibe freikratzte um mit der Katze zum Tierarzt zu fahren und ich die Hände im Plätzchenteig vergraben hatte brüllte ihr nämlich ihrer Erzählung zufolge schon von der anderen Straßenseite aus der Postbote zu, dass er Post habe, und lamentierte, wie er die denn in den Briefkasten hätte kriegen sollen (auch wenn mir schleierhaft ist, warum sowas dann nicht gleich vom Paketboten geliefert wird). Na was ein Glück musste die Katze geimpft werden… (Sie sieht das übrigens mit Sicherheit anders.)

Als meine Mutter dann verkündete, es sei für mich, und mir den Karton unter die Nase hielt setzte bei mir schon leichte Schnappatmung ein, denn: „Da, da… da! Da ist eine ID drauf. Wichtelpost!“ Gefolgt von einem ersten kleinen Freudentanz und mit ent-klebten Händen machte ich mir dann an dem Päckchen zu schaffen… und bekam es erstmal nicht auf. Sehr gut zugeklebt… aber Schätze behütet man eben, was?

Wichteln 2013 von Frau Horror 2
Zum Glück wollte ich das Geschenk vorsichtig rausziehen als ich den Karton endlich offen hatte, denn als erstes fielen mir gleich zwei Zusatzgeschenke in Form eines Duschgels und eines Lippenbalsams entgegen. Beides mit leckerem Apfel-Zimt-Duft… wenn ich schon keine Äpfel essen darf, hm?

Wichteln 2013 von Frau Horror
Mit dabei war auch ein Briefchen, das mich erstmal herzhaft hat lachen lassen:

Wichteln 2013 von Frau Horror 3
Zu den Verpackungskünsten maße ich mir keinen Kommentar an (auch wenn nichts „schlimmes“ daran sehen konnte), schließlich bin ich da selbst nicht gut drin, aber so viel sei gesagt: nähen kann sie auf jeden Fall!
Nachdem ich nämlich die wesentlich leichter zu öffnende Geschenkverpackung entfernt hatte kam diese ganz grandios-wunderbare Tasche zum Vorschein:

Wichteln 2013 von Frau Horror 4
Mit nicht nur einer Reißverschluss-, sondern auch noch einer Einstecktasche, die hier den Inhalt des kleinen roten Briefumschlags rauslugen lässt.

Wichteln 2013 von Frau Horror 5
Außerdem hat die Tasche einen Reißverschluss auf der Oberseite…

Wichteln 2013 von Frau Horror 6
… und D-Ringe an den Seiten, an die man einen langen Träger klippen kann:

Wichteln 2013 von Frau Horror 8
Das sieht dann so aus:

Wichteln 2013 von Frau Horror 14
Zusätzlich zu den hübschen Paspeln und der Schlossstickerei…

Wichteln 2013 von Frau Horror 15
… gibt es sogar auf der anderen Seite noch eine Stickerei, diesmal in Form einer Fledermaus, und noch ein kleines Fach.

Wichteln 2013 von Frau Horror 7
Ehrlich, ich war so begeistert beim Auspacken, mir fehlten die Worte und ich kam gar nicht mehr aus dem Staunen raus. „Oh, ist die schön… Punkte! Und mit Stickerei… oh, und da ist ja noch eine! Und eine gestreifte Innentasche, nein zwei, nein drei, nein sogar vier!“

Wichteln 2013 von Frau Horror 9
Da musste ich selbstverständlich gleich mal was reinpacken:

Wichteln 2013 von Frau Horror 10
Passenderweise kam die Tasche nämlich genau einen Tag vor einem geplanten Shoppingtrip, auf den ich mich mit dieser tollen Begleitung gleich noch viel mehr gefreut habe. Wer würde das nicht?

Für die besagten D-Ringe an den Seiten gab es übrigens selbstverständlich auch noch einen langen Tragegurt, denn eigentlich mochte ich solche bis dato lieber. Sogar einen mit, äh, Schulterpolster? Gibt’s dafür ein passenderes Wort?

Wichteln 2013 von Frau Horror 11
Beim Shoppen habe ich dann erstmal, neugierig wie ich bin, die kurzen Henkel ausprobiert und den langen nur sicherheitshalber eingepackt, und was soll ich sagen? Ich hab Gefallen daran gefunden. Vielleicht hatten alle vorherigen Testobjekte nicht die richtige Länge oder Konsistenz, aber hier sind die Henkel auch für das bequeme Kurz-Tragen perfekt. Da tun sich doch glatt neue Welten auf. Nichts desto Trotz ist die großartige Tasche natürlich auch mit angebrachtem langen Gurt absolut perfekt.

Wichteln 2013 von Frau Horror 16
So perfekt sogar, dass meine Mutter bei ihrem Anblick auch spontan verzückt verlauten ließ „Ooh, ich will auch so eine!“, obwohl ihr Geschmack natürlich ganz anders ist, und mein Vater mal wieder begeistert seine Bewunderung dafür kundtat, wie toll er das Forenwichteln findet und dass sich da mehr oder weniger fremde Leute so viel Mühe geben für andere zu werkeln, dass ein derart fantastisches Geschenk dabei herauskommt, das so perfekt zu mir passt obwohl mich Frau Horror nicht mal persönlich kennt. Wenn das kein Lob ist…

Wichteln 2013 von Frau Horror 13
Ihr könnt euch jedenfalls vielleicht denken, dass ich den ganzen Tag nicht mehr aus dem Strahlen und Grinsen rauskam und es kaum erwarten konnte, am nächsten Tag voller Stolz meine tolle Tasche durch’s Einkaufszentrum zu tragen und allen damit eine lange Nase zu machen.

Tausend Dank noch mal an Frau Horror, die mir meinen größten und aufwändigsten Wunsch so liebevoll und durchdacht erfüllt hat! Damit hätte ich wirklich nie im Leben gerechnet. Wer das Wichteln kennt weiß nämlich: in der Beschreibung der Aktion steht, man solle sich etwas wünschen, das auch für eine berufstätige Person an ein paar Abenden zu erledigen sei, und bei Aufwand und Materialkosten eher an eine Kleinigkeit für die Bürokollegin als an ein Geschenk für die besten Freundin denken.  Also wenn das eine Kleinigkeit für die Kollegin ist, was kriegt denn dann die beste Freundin?! Allein die unzähligen Schnitteile und das Material, von der sauberen Verarbeitung mal ganz abgesehen… da kann Frau Horror noch so oft sagen sie habe das schließlich gelernt und der Schnitt sei nicht auf ihrem Mist gewachsen (Ich hab nachgefragt, er hört auf den klangvollen Namen „Schnabelina„.), ich glaube so ein elaboriertes Wahnsinnsgeschenk kann man nicht kleinreden.

Wichteln 2013 von Frau Horror 12
Ich freue mich jedenfalls immer noch wahnsinnig und fange jedes Mal an verzückt zu Lächeln wenn ich diese großartige Tasche sehe, in die der Lippenbalsam übrigens auch gleich eingezogen ist. (Wobei ich eigentlich gar nicht weiß, womit ich bei so einem wunderschönen, genialen Geschenk auch noch Zusatzgeschenke verdient habe. So gut kann mein Karma doch gar nicht sein!)
So viel sei jedenfalls gesagt: meine Fotos werden diesem Prachtexemplar gar nicht gerecht! (Oder sollte ich eher sagen: ich kann mich besser freuen als Fotos machen?)

Hast du nicht noch irgendwas niedliches?

Standard

„Hast du nicht noch irgendwas niedliches, was ich ihr mitbringen kann?“, fragte mich meine Mutter neulich, als sie mir von ihrer neuen Kollegin ein Kochbuch über das fruktosearme Kochen mitbrachte. Eben jene Kollegin hat nämlich auch einiges ausprobiert, bis sie zu der Erkenntnis kam, was sie nicht verträgt. Da das aber keine Fruktose ist hatte sie ohnehin keine gesteigerte Verwendung mehr für das Kochbuch und hat es netterweise meiner Mutter bzw. mir zukommen lassen, da es tatsächlich ein Buch war, dass wir noch nicht kannten. (Beim Durchblättern ist mir schon an der einen oder anderen Stelle das Wasser im Mund zusammengelaufen…)

Kirschkernkatzen (2)
Aber zurück zu den Niedlichkeiten, denn erst kurz zuvor hatte meine Mutter beim Anblick eines alten Stoffrestes gesagt, dass der ihrer Kollegin sicher gefallen würde. Obwohl die Metal hört steht sie nämlich anscheinend auf niedliches bis kitschiges (Wüsste ich es nicht besser könnte man hier fast meinen es handle sich um Soda…) und trägt voller Stolz eine quietschgrün-orangene Handtasche. Schnell kam mir also die Idee, ihr aus besagtem Stoff ein Kirschkernkissen zu nähen (, was übrigens fast genau so schnell passiert war). Was passt schließlich besser bei Bauchschmerzen als etwas wärmendes?

Kirschkernkatzen (7)
So kann sie sich auch warme Katzen auf den Bauch legen, wenn ihre Stubentiger gerade keinen Bock haben, Wärmflasche zu spielen. (Schließlich kann Mela jetzt, Selene sei Dank, auch mit ihrem Mops spazieren gehen. =P)
Außerdem kann das Kissen sogar irgendwie ein bisschen auf Katzenkopf machen, findet ihr nicht?

Kirschkernkatzen (4)
Wenn ihr übrigens wissen wollt, was in diesem Fall „alt“ bedeutet: ich erinnere mich, als Kleinkind (Meine Eltern würden jetzt sicher kichernd einwenden: „Du bist immer noch klein, Kind.“) eine Puppenwiege gehabt zu haben, deren Himmel und Bettzeug aus diesem Stoff bestanden. So alt also. Eigentlich verwunderlich, dass er so lange in diesem Haushalt überlebt hat… aber vermutlich fand meine Mutter ihn auch irgendwie süß und hat ihn deshalb pfleglich aufhoben. Sein Alter sieht man dem Stoff jedenfalls keineswegs an.