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Frusano jetzt bei dm

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Gestern rief mich meine Mutter ganz aufgeregt aus dem dm an: im Regal stehen Frusano-Produkte! Kurze Nachfrage bei der Mitarbeiterin ergab dann, das jetzt tatsächlich alle dm-Filialen eine Auswahl fruktosearmer Produkte von Frusano ins Sortiment aufnehmen, auch wenn vereinzelt noch nicht alle Produkte geliefert wurden – das Fach für die Schokolade war zum Beispiel noch leer.
Ist das nicht eine tolle Nachricht? Meine Wenigkeit wäre jedenfalls vermutlich vor Freude jubelnd durch den dm gehüpft, bis mich alle irr angeguckt hätten. Aber wenn endlich mal jemand Produkte für die häufigste, aber dennoch vom Markt vollkommen vernachlässigte Unverträglichkeit ins Programm nimmt und einfach verfügbar macht muss man sich doch wohl freuen, oder? Zumal vielleicht auch die Hoffnung besteht, dass die Produkte (und das Problem an sich) so bekannter, damit die Nachfrage höher und auf Dauer der Preis niedriger wird. Aber selbst wenn nicht, allein die Ersparnis der Versandkosten und –zeit finde ich schon super, und ganz nebenbei erwähnt war der Preis für den Johannisbeersirup, den meine Mutter mir mitgebracht hat, mit 4,25€ auch noch ohnehin günstiger als der Preis für eine Einzelflasche im Onlineshop.

Frusano
Um aber noch mal auf die Häufigkeit zurückzukommen: verschiedenen Quellen zufolge leiden in Deutschland/Europa ca. 30-40% der Bevölkerung an einer Fruktosemalabsorption. Laktoseintolerante gibt es mit 15-20% (Achtung, ungefragter Videostart – wie ich sowas hasse!) also nur halb so viele und den Vergleich mit Glutenintoleranten mit weniger als 1% braucht man wohl kaum noch ziehen. Schaut man sich in deutschen Lebensmittelmärkten um könnte man dennoch meinen die Verteilung sei genau andersrum, denn die Regale haben sich in den letzten Jahren immer mehr mit gluten- und laktosefreien Produkten gefüllt (was ich ja per se auch begrüßenswert finde). Mittlerweile findet man sie selbst bei Discountern und viele Firmen drucken ihren Produkten freiwillig einen entsprechenden Stempel oder Vermerk auf, selbst wenn sie von Natur aus immer allergenfrei sind, einfach weil es auch ohne Unverträglichkeit „in Mode“ gekommen zu sein scheint.
Auf zahlreichen Verpackungen finden sich mittlerweile freiwillig bzw. zu Werbezwecken ganze Listen mit Informationen wie „glutenfrei, laktosefrei, vegan, ohne Konservierungsstoffe, ohne Farbstoffe, für Diabetiker geeignet“ und so weiter und so fort, zusätzlich zu den vorgeschriebenen Allergiehinweisen auf Schalenfrüchte, Nüsse und Co.

Warum also gibt es kein entsprechendes Äquivalent, das die betroffenen 30-40% der Deutschen auf einen Blick vor Fruktose und Zucker warnt? Warum müssen 30-40% der Bevölkerung jede Packung rumdrehen, die Inhaltsangaben genauestens studieren um dann immer noch unsicher zu sein, ob sie vage Zutaten ohne Mengenangaben wie „Gemüse“ oder „Gewürz(extrakt)e“ vertragen? Und warum müssen sie ohnehin die große Mehrzahl der Produkte im Laden lassen, weil immer noch in die erdenklichsten Dinge Zucker reingepanscht wird? Ist denn Zucker in herzhaftem Aufschnitt wirklich unabdingbar? Ich glaube kaum.

Selbst wenn vielleicht zu viele der Betroffenen gar nicht wissen, was sie da genau plagt, da hinlänglich bekannt ist, dass Zucker nicht zu den gesündesten Lebensmitteln gehört, warum scheinen 30-40% der Bevölkerung und eine entsprechende Lebensmittelkennzeichnung Behörden und Verbraucherschützern egal zu sein? Es gibt doch schließlich auch unzählige Diät- und Diabetikerprodukte und entsprechende Hinweise, aber selbst wenn auf einer Packung „zuckerfrei“ draufsteht müssen bei Fruktosemalabsorbern die Alarmglocken schrillen, weil das oft bedeutet, dass stattdessen genau so unverträgliche Zuckeralkohole wie Sorbit oder Maltitol enthalten sind oder beispielsweise mit der Fruktosebombe Honig gesüßt wurde.

Während es also für deutlich kleinere Personengruppen an jeder Ecke ganze Regale voll geeigneter Produkte gibt und Diabetiker aus 10-15 Sorten mit Fruktose gesüßter Schokolade für 1,20€ auswählen können gehen 30-40% in den meisten Produktkategorien leer aus. Oder können jetzt 3,70€ für eine 85g-Tafel Schokolade zahlen, wobei sie mit etwas Glück 3 Sorten zur Auswahl haben. Versteht mich nicht falsch, ich bin wirklich froh, dass es immerhin diese Möglichkeit gibt und die Produkte jetzt bei dm einfach zu erwerben sind und hoffentlich bekannter werden, aber ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum das Angebot und der Bekanntheitsgrad ausgerechnet für die häufigste Unverträglichkeit so verschwindend gering sind.

Ich würde mir jedenfalls wünschen, dass Industrie, Behörden und Verbraucherschützer da nachrüsten und auf die Bedürfnisse immerhin gut eines Drittels der Bevölkerung eingehen. Ich erwarte ja nicht, dass jemand fruktosearme Obst- und Gemüsesorten entwickelt, aber ein paar mehr herkömmliche Produkte in fruktosearm und eine bessere Kennzeichnung aller Lebensmittel dahingehend wären schon nicht verkehrt. Allein ein entsprechender Vermerk auf der Packung könnte die Dauer einer gewöhnliche Einkaufstour eines Malabsorbers jedenfalls signifikant verkürzen und auch Außenstehenden, die ihnen eine Freude machen oder für sie kochen wollen, die Auswahl erleichtern.

Nichts desto trotz, einen Schritt nach dem anderen, also freue ich mich erstmal, dass dm abseits der Reformhäuser (die bei uns auch nichts vorrätig haben) hier eine Pionierstellung einnimmt und hoffe, dass die Verkaufszahlen dem Recht geben werden. Danke, dm!

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Cashew-Mozzarella-Nudelsalat

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Nun ist es nach meiner OP doch erstmal wieder etwas ruhig hier geworden, aber das hatte nicht etwa gesundheitliche Gründe, sondern ist primär mal wieder meiner Fotofaulheit und der plättenden Hitzewelle geschuldet. Die OP hab ich nämlich gut überstanden, erstaunlich gut sogar, und kann zu meiner großen Freude sogar schon wieder auf dem Bauch liegen. Überhaupt hatte ich nach der Bauchspiegelung damals viel mehr und länger Schmerzen und konnte viel länger nicht auf dem Bauch liegen, obwohl das nur ein winziger Schnitt am Bauchnabel war – nicht zu vergleichen mit 3 Löchern für die Geräte und einem kaiserschnittartigen Schnitt von 13cm Länge, über den auch bei Minimalstbekleidung noch was drüber muss. Einziges noch vorhandenes Ärgernis ist ein – immerhin nicht schmerzhaft – geblähter Bauch, der sich noch ungern in Hosen oder enge Oberteile quetschen lässt. Aber bei der Hitze der letzten Wochen ließ sich auch dieses Problem mit Infinitykleidern größtenteils ganz passabel umschiffen.

Na jedenfalls hat mich die OP auch essenstechnisch viel weniger eingeschränkt als ich erwartet hatte und ich konnte bereits nach wenigen Tagen wieder mehr oder weniger feste Nahrung zu mir nehmen. Sofern das Krankenhaus mir denn mal was fruktosearmes vorsetzen konnte.Daheim durfte ich dann wieder essen wonach mir beliebte ohne mich rechtfertigen zu müssen, warum ich dies und jenes nicht essen kann, und das hab ich neulich ausgenutzt als meine Eltern ein befreundetes Paar zum Grillen eingeladen hatten. Nachdem ich nämlich hier und hier von einem „Nudelsalat mit Rucola, Mozzarella, getrockneten Tomaten und Cashewkernen“ gelesen hatte wollte ich so was in der Art gerne auch mal probieren. Natürlich ohne Tomaten, aber ein Rezept hatte ich ja eh nicht, also frei Schnauze. (Mutter: „Was sagt denn das Rezept?“ – Ich: „Es gibt kein Rezept.“ – Mutter: „Wie, du hast kein Rezept?“ – Vater: „Du kennst doch unsere Tochter, die ist da wie ich: Kreativkoch.“)

Also hab ich kurz bevor die Gäste kamen kommen sollten („Die wollten doch um 6 kommen, oder?“ – „Sagen wir so, wir haben sie zu um 6 eingeladen…“) noch fix ein paar Fotos für den Blog gemacht – denn geschmeckt hat’s uns.

Nudelsalat

Cashew-Mozzarella-Nudelsalat

Nudeln
2 Packungen Minimozzarella
ca. 120g Cashewkerne
1 Packung Speckwürfel
1 Packung Rucola (ca. 100g)
3 EL Creme Fraiche (oder saure Sahne)
Pfeffer und Salz
Öl

Nudeln mit einem Schuss Öl und Salz kochen.
Speck in der Pfanne knusprig auslassen und ggf. „entfetten“.
Cashewkerne grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett anrösten bis sie leicht bräunen und duften.
Rucola waschen, trocknen und eventuell kleinrupfen, Minimozzarella abtropfen.
Nudeln abkippen, ggf. abschrecken und mit Creme Fraiche und dem Speck vermischen. Mit Pfeffer und Salz und nach Belieben/Verträglichkeit anderen Gewürzen abschmecken.
Kurz vor dem Verzehr Rucola, Mozzarella und Cashewkerne untermischen und, falls die Nudeln zu viel Flüssigkeit gezogen haben und trocken geworden sind, noch etwas Öl und/oder Creme Fraiche zufügen.
Nudelsalat2

Lieber Arm dran als Arm ab?

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Es ist mal wieder so weit…

Nicht nur, dass meine Kreativität und Nählust gemeinsam mit meinem Arbeitspensum für die Uni überborden, nein, auch mein Arm hat sich mal wieder einfach so mir nichts dir nichts verabschiedet und Kontaktversuche stoßen auf taube Ohren Finger.

Genau das ist es nämlich, ausgerechnet mein Schreibarm, der es schon damals im November 2008 kurz vor meinem Abi für nötig hielt, mich plötzlich im Stich zu lassen, ist mal wieder ab kurz oberhalb des Ellbogens taub, eiskalt, schmerzt und schwillt bei Gelegenheit blau oder kreidebleich an.

Alles ohne erkennbaren Grund natürlich, ich war nämlich seinerzeit bei unzähligen Spezialisten aller möglicher Fachgebiete, die aber alle nur erfolgreich ausschließen konnten, was es nicht ist, mir aber nicht sagen konnten, was es denn nun ist.

Fakt ist, keiner weiß, was es ist, und keiner weiß, was man dagegen machen kann.

Gegen Schmerzmittel scheine ich hinlänglich ohnehin immun zu sein und das Einzige, was ein bisschen Linderung verschafft ist eigentlich Wärme, aber die belässt es dann auch bei minimaler Linderung und schafft es keineswegs, das Gefühl auch nur teilweise wieder zu reanimieren. Demnach sitze ich moment wieder in der Uni und schmiere mit links so unleserlich und langsam dahin, dass ich es größtenteils nicht mal selbst lesen kann, und durfte mich Mittwoch schon im Pipettieren mit links üben. Für Prüfungen oder unter Zeitdruck ist das aber natürlich auch keine Lösung, also muss ich mich jetzt zumindest für die Prüfungen auch noch darum kümmern, was ich denn tun muss, damit ich minstestens mehr Zeit und gegebenenfalls auch einen PC bekomme (Nützt ja nichts wenn ich mit links schreibe und es hinterher keiner lesen kann!), aber neben der grundsätzlichen Frage besteht da natürlich auch noch das Problem,  dass sämtliche Dokumente zu dem Thema von 2008/9 und auf Deutsch sind und meine Uni vermutlich nicht meine Uni wäre, wenn sie das so einfach akzeptieren würden. Wollen wir hoffen, dass meine Uni wenigstens einmal nicht meine Uni sein möchte und mir entgegenkommt.

Na ja, ihr könnt euch sicher denken, dass Dank dieses Zwischenfalls auch an der Nähfront wieder noch mehr Stillstand herrscht als ohnehin schon, irgendwas ausschneiden ist einfach ganz doof gerade und ob ich zum Stecknadeln stecken mit irgendeiner Hand genug Feinmotorik habe gilt es auch noch festzustellen. Glücklicherweise habe ich für den 3. Akt von Projekt 12/12 aber ohnehin ein sehr einfaches Stück geplant, ich hoffe also, dass sich das trotzdem verwirklichen lässt. Ansonsten muss ich womöglich schummeln und Ruby sticken lassen, aber das ist ja dann auch mehr Deko als ein vollwertiges Nähprojekt. =(

Vielleicht sollte ich mich stattdessen mal damit beschäftigen, das Layout hier fertig zu kriegen, da fehlt nämlich noch was und so glücklich bin ich damit ohnehin noch nicht. Eigentlich hätte ich auch gerne so eine Musik- und/oder Stimmungsleiste, aber entweder geht das mit meinem Theme nicht oder ich bin einfach zu doof, es zu finden. ^^

Jetzt hoffe ich erstmal, dass das DKD, zu dem ich in Kürze Goth sei Dank darf, sich besser anstellt und endlich mal rausfindet, warum ich eigentlich so viele körperliche Probleme habe und sie beheben kann. Mit etwas Glück gehört da ja vielleicht sogar der Arm dazu. *toi toi toi*