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gestreifte Stufen

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Was vielleicht entfernt nach Fluchtpunkten in alten Gemälden klingt ist nichts anderes als eines meiner neueren Nähwerke. Ein Stufenrock. Ein gestreifter Stufenrock.
Den Stoff kennt ihr vielleicht noch. Da hab ich allerdings die andere Seite nach außen genommen, die ist mehr grob meliert-strukturiert, während diese hier eben ordentlich gestreift ist. Im Nachhinein bin ich mir nicht mehr sicher, ob die andere nicht doch besser gewesen wäre, aber sei’s drum. 2 Meter Minus auf der Stoffbilanz macht das übrigens.

Stufenrock2
So spannend ist der Rock eh nicht und weil der Stoff doch recht dick und wie ihr seht steif ist wird er wohl den Sommer über doch noch eine Weile im Schrank bleiben müssen. (Das Teil zum rüschen oder säumen auf dem Schoß zu haben war jedenfalls bei Temperaturen um die 30°C kein allzugroßes Vergügen.) Im Herbst oder Winter stelle ich ihn mir allerdings mit Strumpfhosen ziemlich dufte vor, und für Mittelaltermärkte sollte er sich auch gut eignen, auch wenn dann die ungleichmäßige Seite des Stoffes sicher passender gewesen wäre.

Stufenrock

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aus nordwestlicher Richtung nähert sich überraschend ein Produktiv-Hoch

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Tja, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, nicht wahr? Gänzlich unerwartet jedenfalls hat sich der Mai bei mir doch noch als relativ produktiver Monat entpuppt. Nachdem meine Prüfungen vorbei, der Cozy und das 12/12-Shirt genäht waren und ich das Grillen bei meinen englischen Freunden auch erfolgreich überlebt hatte (An dieser Stelle besser kein Kommentar außer: Schwarz ist eben doch nicht immer gut.) hab ich Sonntags noch mal eine kleine Power-Nähsession eingelegt. Zugeschnitten und mit besticken (lassen) hatte ich schon vorher zwischendurch mal angefangen, trotzdem kam noch ein bisschen Gehirn- und Fingerakrobatik auf mich zu.

Gesamt

Ich wollte nämlich endlich mal eine große Tasche, natürlich mit Kleinkramfächern und nicht so langweilig, also hab ich mal wild drauf losgestickt und meine studierten Hirnwindungen für ein bisschen Schnittakrobatik missbraucht. Grundschnitt sowie aufgesetzte Innen- und Außentaschen sind dabei natürlich eher wenig kompliziert, aber eine kleine Finesse hab ich mir doch noch einfallen lassen: eine Wasserflaschentasche!

Flaschentasche

tanzende Skelette

Als ziemlich durstiger Mensch trage ich für gewöhnlich immer eine Wasserflasche bei mir und bin, gerade bei großen „Rumpeltaschen“ meistens schnell genervt davon, wenn die Flasche wüst in der Tasche umherfliegt, umkippt, beim tragen unbequem gegen mein Bein bollert oder ähnliches und ich sie immer erst umständlich wieder hervorgraben muss wenn ich dann mal was trinken will. Also eine Außentasche speziell für die Flasche, oben mit Gummizug der sich bei 1,5l-Flaschen nahezu hervorragend in die Griffmulde einfügt.  Darauf tanzen dann fröhlich zwei Skelette.

Auf der gegenüberliegenden Seite noch eine kleinere Tasche für schnell zu erreichende Kleinigkeiten, mit Schlüsselring und einem meiner liebsten Stickmotive. Muhahaha! (Leider sieht man da auch, dass sich am oberen Ende schon ein kleines Loch gebildet hat, da war die Nahtzugabe wohl nach dem Einnähen des Reißverschlusses etwas knapp, das werde ich früher oder später ausbessern müssen. Und wie überblitzt das wieder ist… )

Seitentasche

Auf der Vorderseite außerdem zwei weitere kleine Taschen, oben eine für Handy und Fahrkarte, unten eine z.B. für eine kleine Notration Süßkram. Hier sieht man die Motive auch noch mal etwas besser, die auf der Vorderseite sowie der verrückte Wissenschaftler sind alle von Urban Threads, das tanzende Skelett von hier.

Front

Innen gab’s außerdem zwei weitere Taschen, z.B. für Geldbeutel & Co., Taschentücher und andere Utensilien die Frau gelegentlich braucht, eine davon mit aufgesetztem Stiftehalter. Letzter eignet sich wie ich leider zu spät feststellte allerdings nicht für etwas größere Stifte wie beispielsweise meinen USB-Stick-Kugelschreiber, aber was solls. Notfalls wird er falschrum drangesteckt oder landet in den Innentaschen, etwas Schwund ist ja immer.

Innentaschen

Als ob das für den „ausgebuchten“ Mai noch nicht genug wäre habe ich dann daheim auch noch ein Oberteil für einen Mittelaltermarktbesuch zusammengestümpert, weil das Kleid, dass ich von meiner Tante zum Abi bekommen habe zwar wunderschön, aber langärmlig und schwarz bei knapp30°C leider eher weniger geeignet ist.

Den Rock habe ich schon vor Ewigkeiten mal selbst genäht, den Beutel hab ich auch noch schnell zusammengeschustert und das Mieder war mal als Probeteil eines Schnittes gedacht. Leider lag es jetzt so lange ohne Ösen im Schrank herum, dass ich mittlerweile  schon vollkommen vergessen habe, welcher Schnitt das war. Soviel zum Thema Probeteil. =P Leider krumpelt es auch etwas, da ich keine Stäbchen verwendet habe, weil die Wendeseite aus so steifem Kunstleder ist, dass ich das für ein Probeteil nicht unbedingt für nötig hielt. Als dann plötzlich der Markt vor der Tür stand hab ich es einfach angezogen um das andere sackige Oberteil etwas auf Figur zu bringen, dabei hatte ich nicht mal Ösen da.