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No smoking within 7 metres of these doors!

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Schilder mit dieser oder ähnlicher Aufschrift hingen bei meiner Uni an jeder Außentür. Fazit nach 3 Jahren: Entweder haben rauchende Englänger keine Ahnung, wie viel 7 Meter sind, oder es ist ihnen Schnuppe. Ich jedenfalls musste nahezu jedes Mal beim Betreten oder Verlassen eines Gebäudes luftanhaltend durch eine Rauchwolke eilen, die wenn überhaupt maximal einen Meter von der Tür entfernt war. Nicht nur einqualmen, nein, auch noch den Weg blockieren, genial. Aber das ist ja in Deutschland auch nicht anders, nur dass da keine Schilder hängen.

Ich will keinen Hehl daraus machen, normalerweise herrscht in meiner Umgebung rauchfreie Zone sofern ich das beeinflussen kann. Mit Rauchen kann ich nichts anfangen und hätte auch kein Problem damit, wenn es komplett verboten würde, im Gegenteil. Ist schließlich auch nur eine gesundheitsschädliche Sucht, die die Taschen der Produzenten füllt und auch noch unbeteiligte beinflusst. Wenn mir nur jemand mit einer Kippe in der Hand auf der Straße entgegen kommt rieche ich das 50 Meter gegen den Wind und kriege meistens postwendend Hustenanfälle, bin ich gar längere Zeit dem ätzenden Qualm ausgesetzt komme ich aus dem röchelnden Husten noch Tage später nicht raus und habe mindestens eine Woche mit einer schmerzenden Lunge zu kämpfen. (In diesem Zusammenhang meinte übrigens die Mutter einer Freundin, die uns – vor dem Rauchverbot – mal von einem Konzert abholte, ich habe wohl schon ein paar Zigaretten zu viel in meinem Leben geraucht. Es war keine einzige, nicht mal ein Zug! So viel zum Thema Passivrauchen.)
Das geht sogar so weit, dass ich quasi ein menschlicher Rauchmelder bin. Einer meiner Mitbewohner in meiner ersten WG in England war besonders schlecht in der „Lebensmittelzubereitung“ und so kam es, dass ich eines Tages in meinem Zimmer im ersten Stock den Geruch von Rauch vernahm und mich fragte, ob Adam mal wieder versuchte was warmes zu Essen zu machen. Wohlgemerkt, die Küche lag im Erdgeschoss und Türen und Fenster waren verschlossen. Ungefähr 30 Sekunden später ging der Rauchmelder – in der Küche! – los. Meine Nase hat also selbst auf mehrere Meter und ein Stockwerk inklusive Türen und Fenster ein sensibles Gerät in knapp ein Meter hindernissfreier Entfernung zum Herd geschlagen. Ohne visuelle,  akustische oder andere Hilfsmittel oder Vorwarnungen.

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Um jedenfalls zum Thema zurück zu kommen, ich habe bezüglich des Smoken mal eine Ausnahme gemacht, und zwar eine unter Umweltaspekten betrachtete, gesundheitlich und geruchstechnisch gänzlich unbedenkliche (jedenfalls für mich): ich habe ein Nähwerk gesmokt. Okay, ich gebe zu, das hat nichts mit Rauchen zu tun, aber dieses Shirt hier wäre ja schließlich glatt ein passendes Exemplar aus diesem amüsanten Sammelsurium an Anti-Raucher-Sprüchen.

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Das Kleid, das ich mir kürzlich spontan genäht habe, finde ich dann aber doch hübscher. 😉 Inspiriert hat mich eigentlich dieses Exemplar, vermutlich vorrangig wegen des tollen Stoffs, aber so einen tollen Stoff hatte ich natürlich nicht. Und eigentlich wollte ich auch nicht bloß einen Gummizug in der Taille, auf solche überdimensioniert-schlabbrigen Ärmel war ich auch nicht scharf, und überhaupt… überhaupt ist eigentlich alles ganz anders. Aber so ist das wohl manchmal mit der Inspiration und dem, was letzten Endes daraus wird.

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Weil ich auch sonst keinen meiner gemusterten Jerseys passend fand – gesmokte Streifen müssen irgendwie nicht sein, oder? – hab ich schlussendlich zu dem roten Jersey gegriffen, aus dem auch schon mein erstes Infinitydress und der Cozy sind. Keine Ahnung, warum ich da so viel von habe und woher, aber sei’s drum, hübsch ist er ja, wenn auch, je nach Schnitt, etwas knitteranfällig. Aber bei den Kräuseln, die durch’s Smoken enstehen, fällt das glaube ich nicht weiter negativ auf.

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Gesmokt habe ich also auf gut Glück 9 Reihen im Taillenbereich. Danach war die zweite Unterfadenspule Gummifaden leer und ich hatte keine Lust, noch eine dritte aufzuwickeln. Etwas erstaunt über den Verbrauch hierbei war ich allerdings schon. Ansonsten ging das Smoken aber relativ problemlos – nach der Erkenntnis, dass meine Maschine von mir möchte, dass ich den Unterfaden nach jeder Reihe und dem folgenden Abschneiden wieder neu einfädele.

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Die kleinen Falten im Ausschnitt sind übrigens durchaus gewollt – nur irgendwie nicht so. Eigentlich hatte ich mir da schöne, größere, tiefere Falten vorgestellt, die ein bisschen das Brustteil hinunterragen, aber dafür habe ich ganz offensichtlich zu sparsam kalkuliert.

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Bei den Ärmeln sah das ursprünglich genau so aus, wenn nicht noch blöder, aber die hatten immerhin den Vorteil, dass ein neuer Zuschnitt nicht so viel Stoff verschwendete wie bei einem komplett neuen Frontteil. Viel besser hat es das allerdings auch nicht gemacht, und einen Tick zu lange finde ich sie im Nachhinein auch. Hätte ich nicht das Ausschnittdetail noch mal aufgreifen wollen hätte ich vermutlich eh Flatterärmel gemacht.

Beim nächsten Mal werde ich dann wohl auch den Taillentbereich großzügiger zuschneiden, denn während die 10 cm Zugabe um die Hüfte, die der Inspirationsquelle empfohlen werden, dort gut ausreichen finde ich es doch etwas schade, dass vom Smok in der Taille im angezogenen Zustand nicht mehr viele Kräusel überbleiben. Da empfiehlt es sich vielleicht tatsächlich, einfach gerade oder gar leicht ausgewölbte Stoffteile für den Korpus zu nehmen, damit auch getragen genug Smok übrig bleibt.

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Da ja jetzt offenbar schon der Herbst vor der Tür steht und die warmen Tage noch spärlicher gesäht sind werde ich das Kleid übrigens zu einem Sommerfest (Welch Ironie!) gestern voraussichtlich erstmal mit einem langärmligen Oberteil drunter oder Shrug drüber und Strumpfhosen getragen haben. (Wer sich über den kuriosen zeitlichen Satzbau wundert: das hier ist vorgebloggt, demnach kann ich Donnerstag noch nicht wissen, ob ich das Samstag wirklich so tragen werde.) Ein längeres Jäckchen drüber zu ziehen fände ich bei dem Smokteil gerade doch noch irgendwie schade.
Aber immerhin habe ich für die Fotos noch mal einen sonnigen, halbwegs warmen Tag erwischt. Eine neue Kamera habe ich übrigens immer noch nicht, irgendwie gibt es das, was ich suche, so nicht oder nur als teure Spiegelreflex außerhalb meines Budgets (Stichwort Fernbedienung). Dafür habe ich dran gedacht, dass mein Handy ja auch einen Selbstauslöser haben könnte, und siehe da… Die Qualität ist nicht die beste, aber besser als gar nichts. Einziges Problem: wie stellt man so ein Handy hin?

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Mit Hilfsmitteln. Sie sehen: eine verstaubte, eigentlich immer leere Vase aus dem Wohnzimmer und eine Untertasse aus dem Küchenschrank. Dazwischen „klemmte“ dann mein Handy, in beide Richtungen gegen das abrutschen geblockt, aber das konnte ich selbstredend so nicht in Aktion fotografieren. (Jetzt wo ich darüber nachdenke, ein Spiegel hätte es getan… aber ich schätze, das Terrain ist hier auch ohne schon kurios genug.)

Ingesamt habe ich, trotz Neuzuschnitt der Ärmel, für das Kleid etwa 90cm Jersey von 1,8m Breite verbraucht. Warum ich das hier extra erwähne? Weil meine Stoffbilanz, oder um genau zu sein mein gesamtes Stoffarchiv, leider trotz vielfacher Datensicherung beim kürzlichen Neu-Aufsetzen des PCs flöten gegangen ist. Einfach so.
Da habe ich Stunden reingesteckt, sämtliche Bestände abzutippen, Neuzugänge einzufügen und verbrauchtes möglich genau aufzuführen und rauszurechnen, habe extra ein Programm, dass Festplattensicherungen, Synchronisierungen & Co. macht und das mehrfach behauptet hat, alle Daten auf die externe Festplatte kopiert zu haben, und dann? Dann fehlt doch alles Mögliche! Ich hätte so kotzen können.  Ich meine, was soll denn das bitte? Entweder es ist alles als Kopie gesichert oder eben nicht, aber so kommt man sich doch ziemlich verarscht vor, oder?

Zum Glück ist das nicht mitten im Studium mit irgendwelchen wichtigen Daten passiert und zum Glück habe ich die Stoffbestände auch noch jeweils auf Zetteln an/in den Kisten selbst vermerkt, sonst müsste ich das jetzt auch noch alles wieder neu ausmessen. So muss ich es immerhin „nur“ neu abtippen, die paar noch nicht vermerkten neuen Stoffe ausmessen und mich ärgern, dass ich jetzt doch keine Stoffbilanz für das Jahr abgeben kann. Leider kann ich mich nämlich nur noch erinnern, dass die ganz gut aussah, aber eben nicht wie gut genau, und deshalb will ich jetzt sicherheitshalber lieber immer direkt dazuschreiben, wie viel ich wofür verbraucht habe. Doof ist das nur bei Dingen, die es aus diversen Gründen nicht zeitnah auf den Blog schaffen…  aber auch das Problem werde ich wohl in absehbarer Zeit erstmal nicht mehr haben.

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am Schlafittchen gepackt

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Nach wie vor „schulde“ ich euch ja noch ein paar Weihnachts- und Adventskalendergeschenke, die ich zum Teil aber noch fotografieren muss. Ein Teil, das ich schon abgelichtet habe, zeige ich euch aber heute.

Krawatte
Für meinen Vater habe ich nämlich recht spontan eine Krawatte genäht, bestickt und in den Adventskalender gepackt. Natürlich wieder mit nautischen Anleihen… aber solange er noch keinen Palstek als Krawattenknoten macht sollte wohl alles in Ordnung sein.

Krawatte 2

Bei den Abmaßen hab ich mich an einer seiner gekauften Krawatten orientiert, die Verarbeitung ist – natürlich – bei Natron und Soda schön erklärt. Lediglich die übliche Einstecklasche auf der Rückseite hab ich noch zugefügt.

Da 2013 jetzt vorbei ist möchte ich euch natürlich auch noch ein gutes und erfolgreiches neues Jahr wünschen. Auf dass eure Wünsche und Pläne in Erfüllung gehen mögen! Ich hoffe ihr habt schön gefeiert? (Mich hat es ja am meisten gefreut, als die verängstigte Katze irgendwann wieder unter meinem Bett vorkam und sich morgens um 8 bis mittags vertrauensvoll zu mir ins Bett kuschelte. An die Tiere denken die meisten ja wohl nicht, wenn sie stundenlang sinnlos ihr Geld anzünden und ihr Erspartes in Form von lauten Böllern verpulvern, die womöglich nicht mal hübsch aussehen…)

Einen Jahresrückblick, wie er momentan an jeder Ecke auf beinahe jedem Blog aus dem Boden sprießt, möchte ich euch und mir an dieser Stelle aber sparen. Es sei nur so viel gesagt: die erste Jahreshälfte war anstrengend und arbeitsreich, hielt dafür aber – neben dem Rückzug aus England – mit etwas Verzögerung einen ausgezeichneten Studienabschluss bereit, die Jahresmitte wartete mit einer zum Glück sehr gut verlaufenen großen Bauch-OP auf und die zweite Jahreshälfte war eigentlich hauptsächlich nur noch frustrierend und deprimierend (um nicht zu sagen scheiße), weil der tolle Studienabschluss und alle anderen Mühen mir bisher leider trotzdem keinen Job oder ähnliches beschert haben.  Bleibt also zu hoffen, dass sich das 2014 bald endlich ändern wird! (Sonst bin ich nämlich ehrlich gesagt mit meinem Latein, das ich nie konnte, auch am Ende.)

Einen positiveren Schluss kann ich aber zumindest bezüglich der Stoffbilanz ziehen: seit 21. August habe ich nämlich meinen Aufzeichnungen zufolge in Etwa 24,8596 m² Stoff verarbeitet! (Wenn ich nichts vergessen habe…) Es sind zwar auch 14,904 m² dazu gekommen, nahezu ausschließlich für Geschenke, von denen aber immerhin 10,454 m² für selbige auch gleich wieder drauf gingen, sodass nur 4,45 m² unverplante Reste übrig blieben, die tatsächlich auf den Stoffberg aufschlagen. Nichtsdestotrotz mussten so immerhin 14,4056 m² meines ursprünglichen Stoffbergs dran glauben und dessen Gesamtheit ist um 9,9556 m² geschrumpft.  Zusätzlich ist von einigen Stoffen jetzt nur noch so wenig übrigens – meistens auch noch unförmiger Verschnitt, der sich kaum richtig messen lässt – dass sich einiges getrost eher der Restekiste zuordnen lässt, aus der ich ausgleichend natürlich auch gelegentlich gezehrt habe.
Dafür, dass ich doch einiges zukaufen musste, in der ersten Jahreshälfte kaum Zeit zum Nähen hatte und mich in der zweiten auch nicht immer unbedingt als sonderlich produktiv empfunden habe ist ein effektives Minus von fast 10 m² gar nicht so schlecht, oder? Ich bin gespannt, wie das nächstes Jahr aussehen wird.

die unendlichen Weiten des blauen Meeres

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So oder so ähnlich komme ich mir jedenfalls in meinem neuen Kleid vor – fehlt bloß die Abkühlung.

Äh, ja, sehr vorteilhaft fotografiert... blöder Selbstauslöser.

Äh, ja, sehr vorteilhaft fotografiert… blöder Selbstauslöser.

Das Infinity Dress heißt aber keinesfalls so, weil das Säumen sich ins unendliche zieht und gefühlte 20.000 Stecknadeln braucht (Stimmt allerdings auch!), sondern weil es unzählige Tragevarianten gibt.  Und dass ich auf sowas stehe hab ich ja bereits erwähnt.
Genau genommen kannte ich das auch als Convertible Dress bekannte Kleid schon länger als den Cozy und bin das erste Mal hier darauf gestoßen. Noch genauer genommen habe ich sogar bereits eins im Schrank, nämlich in rot – sogar aus dem gleichen leider recht knitteranfälligen Stoff wie der Cozy. (Langsam wird’s wirr, oder?) Schon damals hab ich eine Änderung vorgenommen: das Unterbrustband. In der herkömmlichen Variante verdeckt es nämlich keinen BH, was mir dann doch recht wichtig war, sodass ich es kurzerhand entsprechend verbreitert habe. Dabei geht dann aber auch der Ausschnitt flöten…

Nicht so bei dieser Version, denn hier habe ich eine entsprechende Aussparung eingebaut, sodass das Unterbrustband des BHs verdeckt wird, aber vorne noch etwas Ausschnitt sichtbar bleibt. Wenn man es nicht gerade trägerlos wickelt.

Säumen macht ja sooo viel Spaß!

Im Übrigen ist das Kleid nicht nur auf Grund der Wandelbarkeit klasse, sondern auch weil der Rock (natürlich, bei dem Umfang) herrlich luftig ist. Okay, Wind sollte man vielleicht vermeiden, logisch, aber sonst ist das ein prima Begleiter für den Sommer und aus dem richtigen, knitterarmen Stoff sogar für den Urlaubskoffer. Ein Teil, zig Looks, ade „Was pack ich nur ein?“.

Komplimente absahnen kann man damit übrigens auch bestens. 😉

Und das kommt dabei heraus, wenn man den schwingenden Rock fotografisch festhalten und sich 10 Sekunden auf der Stelle drehen will, bis der Selbstauslöser knipst...

Und das kommt dabei heraus, wenn man den schwingenden Rock fotografisch festhalten und sich 10 Sekunden mehr oder weniger auf der Stelle drehen will, bis der Selbstauslöser knipst… Dass ich nie Ballett getanzt habe brauche ich wohl nicht zu erwähnen?

P.S.: Damit wäre dann auch mit der neuste Stoff aus meinem Lager seiner angedachten Bestimmung zugeführt und, obgleich ich etwas großzügig eingekauft hatte (heißt: brauchbare Reste), freut sich die Stoffbilanz über ein Minus von etwa 1,65m x 1,60m. Gar nicht so viel für ein eigentlich so stoffintensives Kleid, was?

der Mount McKinley der Textilwaren

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Jetzt, wo mein ganzer Schotter und ich erstmal endlich wieder in Deutschland sind, habe ich das ganze Aus-, Um- und Aufräumen diverser Dinge genutzt, um auch mal wieder meine Stoffe zu sortieren. Alle. Und zu vermessen. Auch alle.

Dass meine Eltern beide aus beruflichen Gründen von Sonntag/Montag bis Mittwoch/Donnerstag nicht daheim sein sollten kam mir dabei entscheidend zu Gute, denn so konnte ich mich in aller Ruhe im elterlichen Schlafzimmer ausbreiten, das bedeutend größer und geräumiger ist als meins. Dachte ich.
Montag Nachmittag, ich stand noch mitten im Chaos, rief nämlich mein Vater an und verkündete eine kleine Planänderung: er komme heute doch nach Hause. Ihr könnt euch meinen entsetzten Gesichtsausdruck und den leicht panisch durch den Raum schweifenden Blick vielleicht vorstellen… Ich musste also ranklotzen, das Zimmer zumindest mal wieder begehbar zu machen, und habe zu meiner Überraschung doch tatsächlich das meiste an besagtem Montag erledigt und bei der Gelegenheit die Zeit und das Essen vollkommen vergessen. Über die beiden für den Speicher bestimmten Vakuumsäcke mit in absehbarer Zeit nicht dringend benötigten Stoffen vor seiner Kommode sah mein Vater dann auch großzügig hinweg: „Kein Problem, schon klar, du dachtest, du hättest 3 Tage Zeit…“

IMG_7663 Nein, das sind nicht alle.

Wie dem auch sei, mittlerweile sind alle meine Stoffe wieder verstaut und mehr oder minder genau ausgemessen, in Länge und Breite. Denn obwohl ich bereits eine Exceltabelle über meine Stoffvorräte führte kam es immer wieder vor, dass ich es versäumte, einen Zuwachs oder die Nutzung gleich einzutragen, oder schlichtweg die Breite gar nicht beachtet hatte. Ein neuer Überblick und ein besseres „In welcher Kiste war der Stoff doch gleich wieder?“-System war also fällig. Zweifelsohne wusste ich bereits vorher, dass ich zu viel Stoff habe, aber ich schätze das stundenlange sortieren und vermessen half auch, mir mal vor Augen zu halten wie viel zu viel das ist.

Deshalb möchte ich jetzt, wie Natron bei ihrer Stoffbilanz, dieses Ausmaß ein wenig als motivierenden Arschtritt nutzen und mir gleichzeitig bei der reizenden Veführung möglicher neuer Einkäufe besser auf die Finger hauen. Im Übrigen hatte ich zwar eh vor, diesen Sommer in den nächsten Monaten endlich mal wieder mehr zu nähen, meine Stoffberge zu dezimieren und lange gehegte Ideen in die Tat umzusetzen, aber das so amtlich zu verzeichnen bietet sich natürlich zusätzlich an. Demnach wird’s in nächster Zeit hoffentlich auch endlich wieder mehr Nähposts geben.  Yay!

Ziel ist also jetzt, Stoffberge (der Mount McKinley ist übrigens einer der „Seven Summits“ ) in Klamottenberge zu verwandeln.
Zugegeben: ob sich der Kleiderschrank darüber nun wiederum so sehr freut ist die andere Frage.