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Nussschnecken mit viel sss und mmmh

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Endlich gibt’s hier mal wieder was zu futtern!
Da mein Vater (momentan wenig) Außendienst mit (viel) Heimarbeit kombiniert und meine Mutter mit ihren halben Tagen irgendwie auch ständig zuhause ist komme ich viel seltener dazu, mich mal ungeniert in der Küche auszuleben (und Essen zu fotografieren), als mir lieb ist.  Aber vorgestern… Vater über Nacht weg, Mutter zur Abwechslung mal wieder ganztags im Laden… tschaka! Da kam es mir quasi gerade recht als mich urplötzlich das starke Verlangen nach Nussschnecken überfiel.

Okay, streng genommen sind es Mandelschnecken mit Walnüssstückchen (für den gewissen „Knack“) geworden, aber das seh‘ ich nicht so eng, und man muss ja nehmen, was da ist, nicht wahr?

Nussschnecken2

Nussschnecken

für etwa 1 Blech:
Hefeteig
250g Mehl
140ml Milch, warm
25g Margarine, weich
1 Prise Salz
20g frische Hefe
90g Traubenzucker

Hefe zwischen den Händen krümelig reiben und in die warme Milch bröseln, Traubenzucker und ggf. Margarine (zum weich werden) zufügen.
Den Mix dann zu Mehl und Salz in eine Schüssel kippen und zu einem glatten Teig verkneten.

Teig an einem warmen Ort (bei mir ist das traditionell auf dem Boiler) gehen lassen bis sich die Größe verdoppelt hat.

Füllung
130g gemahlene Nüsse/Mandeln
50g (grob) gehackte Nüsse/Mandeln
70g Traubenzucker
1 Prise Salz
4 EL Milch
evt. etwas Vanille oder Zimt

Alles gut miteinander vermischen, sodass eine leicht feuchte Masse entsteht.

Nussschnecken

Wenn der Teig genug aufgegangen ist auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausbreiten – nicht(!) ausrollen, sondern nur sanft mit den Händen nach außen drücken/ziehen. Das sorgt dafür, dass nicht die ganzen Gase aus dem Teig entweichen, sondern er schön luftig bleibt. Sofern der Teig jetzt ein großes Rechteck formt dieses noch mal der Länge nach durchschneiden, sodass zwei lange, schmalere Streifen entstehen.

Anschließend die Füllung auf eben diesen verteilen, dabei an den langen Seiten etwas freien Platz lassen. Jetzt die Streifen zu langen Rollen aufrollen, das freie Ende etwas andrücken, die Rollen in etwa 3cm dicke Scheiben schneiden und diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Jetzt noch im vorgeheizten Ofen bei 160°C (Ober-/Unterhitze) 25-30 Minuten backen, den Teig bei Belieben vorher noch mit Milch oder Ei anpinseln, und fertig!

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Meine Mutter war jedenfalls meiner Meinung: schneckt lecker. 😉

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Zuckerbombenalarm! Schokocremetörtchen!

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Cremetörtchen (aka „Cupcakes„) sind ohne Zweifel hübsch anzusehen. Zu lagern eher weniger gut, Stapeln wäre eindeutig kontraproduktiv. Was sie aber für meinen Geschmack auch sind: absolute Zuckerbomben.
Wenn ich mir herkömmliche Rezepte so ansehe bilde ich mir ein, schon verhältnismäßig wenig Traubenzucker benutzt zu haben, aber nach einem von den Dingern fühlte ich mich dem Zuckerschock trotzdem schon so nahe, dass mir die allgemeine Beliebheit, der sie sich erfreuen, doch ehrlich gesagt etwas schleierhaft ist. Dagegen sind Karamellbonbons gar nix. Aber vielleicht kann ich auch einfach nichts mehr ab.

Aber wenn die Welt Zuckerbomben will soll sie natürlich welche kriegen und ich werde beim nächsten Creme-Topping-Versuch einfach noch weniger Traubenzucker nehmen. Geschmäcker sind eben verschieden.
Das gilt übrigens auch den Namen dieser Teile, denn ein weiteres Mysterium ist mir , warum man jetzt neumodisch von „Cupcakes“ oder „Muffins“ spricht oder diese von herkömmlichen Törtchen unterscheidet. Für mich sind das alles Törtchen und „Cupcakes“ haben halt eine Creme oder sonstwie geartetes „Topping“ (noch so ein neumodisches Wort) – man könnte auch einfach Cremetörtchen sagen, oder nicht?

Schokocupcakes (13)

Schokocremetörtchencupcakes

für etwa 12 Törtchen Cupcakes:
150 g Mehl
4 g Vanilletraubenzucker (meinen hab ich ja aus dem Adventskalender)
1 Prise Salz
80 g Traubenzucker
2 TL Backpulver
35 g Backkakao
250 ml Milch (oder Pflanzenmilch wenn’s vegan sein soll)

Zuerst alle trockenen Zutaten grob miteinander vermischen, dann die Milch dazu kippen und gut zu einem glatten Teig vermixen.
Den Teig anschließend auf etwa 12 Förmchen verteilen und im vorgeheizten Ofen bei 170°C ca. 20 Minuten backen.

für die Creme das Topping:
100 g Margarine
80 g Traubenzucker (oder nach Geschmack eben weniger)
20 g Backkakao

Alle Zutaten mit dem Handrührer gut vermischen und cremig schlagen, das kann einen Moment dauern bis sich alles gut verbunden hat. Wenn die Masse noch zu weich ist sollte sie eine Weile in den Kühlschrank, die Törtchen müssen ja eh noch abkühlen damit die Margarine beim Garnieren nicht gleich anschmilzt.
Jetzt kann die Creme in eine Spritztülle gefüllt und auf die Törtchen gespritzt werden (oder für die Rabiaten unter euch, bei denen es nicht hübsch werden muss: mit dem Löffel draufgeklatscht – sieht in der Farbgebung eh etwas beknackt aus, oder?)

Schokocupcakes (9)
Da Zuckerstreusel ja als Deko auch wegfallen hab ich einfach mal ein paar Müsliklumpen (Alverde Dinkel-Hafer-Crunchy mit Reissirup) drübergestreut.

Schokocupcakes (14)
Sieht doch gleich viel hübscher aus, das Cremetörtchen, oder?

Schokocupcakes (19)
Sicherheitshalber lagere ich sie übrigens im Kühlschrank, wo außerdem die Creme schön fest wird/bleibt.

Karamellbonbons (anderweitig bekannt als Toffees)

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Schon letztes Jahr um die Weihnachtszeit habe ich erste Versuche unternommen, fruktosearmes Marzipan und etwas Nougat-ähnliches herzustellen. Das Marzipan konnte sich echt sehen lassen (was mich daran erinnert, dass ich bei Zeiten unbedingt ein Rezept veröffentlichen muss) und das Nougat, na ja, sagen wir es so: geschmeckt hat es (ganz gut ausgesehen eigentlich auch), nur eben nicht direkt nach Nougat. Wobei mein Vater im Blindversuch immerhin Nüsse und Kakao rausgeschmeckt hat, also kann es gar nicht soo verkehrt gewesen sein.

Was fehlt also im Trio der Süßwaren-Hauptdarsteller, abgesehen von Schokolade, noch? Richtig, Karamell natürlich.
Verschiedene Dinge karamellisiert und Karamell-Brotaufstrich gemacht habe ich ja schon, aber neulich überkam mich dann ein ganz anderer Gedanke: Karamellbonbons! Oder Karamell-Füllung für Schoko-Keks-Riegel…

Nachdem der heimische Vorrat an Traubenzucker also wieder aufgefüllt war (Glaubt ihr das? Wir hatten keinen Traubenzucker mehr!) und meine Eltern sich am Feiertag für einen ausgedehnten Spaziergang verabschiedet hatten (Sturmfreie Küche!) hab ich mich gleich ans Werk gemacht und zähe, klebrige, völlig überzuckerte leckere Karamellbonbons gemacht. Okay, ein gewisser Grad an Überzuckerung ist bei Karamell eigentlich nie von der Hand zu weisen, aber das liegt ja in der Natur der Sache und muss auch manchmal sein.

Karamellbonbons

Karamellbonbons

100 ml Sahne
100g Traubenzucker
1 Prise Salz

Salz, Sahne und Traubenzucker verrühren und in eine heiße, beschichtete Pfanne kippen. Unter ständigem Rühren auf- und einkochen lassen, das dauert ein Bisschen und die Temperatur kann man nach einer Weile etwas runterdrehen. Irgendwann zwischendrin sieht es aus wie Rührei, das nicht fest werden will, aber Unmengen von Bläschen schlägt, mit der Zeit wird das Ganze aber fester und bekommt die typische karamellbraune Farbe.

Ein weiterer Indikator ist wieder die „Gassenbildung“, das heißt wenn man mit dem Kochlöffel eine Furche durch die Masse zieht bleibt für kurze Zeit eine Gasse sichtbar, die den Blick auf den Pfannenboden freigibt. Das ist dann ein guter Zeitpunkt den Herd auszustellen und die Karamellmasse ggf. etwas abkühlen (und die Bläschen verschwinden) zu lassen.

Jetzt braucht man das Karamell nur noch vorsichtig in kleine Förmchen, zum Beispiel Eiswürfelförmchen aus Silikon (Meine tollen hat mir Rudykon zu Weihnachten geschenkt, vielen Dank!), oder in eine größere mit Backpapier ausgekleidete Form zu füllen – aber Achtung, das Zeug ist schweineheiß! (Also nicht auf die Idee kommen, verkleckertes mal eben mit dem Finger wegzuwischen.) Wenn das Ganze abgekühlt und etwas ausgehärtet ist kann man es im Fall einer großen Form in mundgerechte Bonbonstücke schneiden, aus den kleinen Förmchen lässt es sich nach dem vollständigen Erkalten gut rausdrücken.

Fertig sind die Plombenzieher und Kariesunterstützer! Direkt draufbeißen würde ich allerdings nicht empfehlen, denn sie sind hart, also muss man schon erst mal ein Bisschen lutschen – Bonbons eben. (Für eventuelle Zahnschäden übernehme ich keine Haftung.)

Shortbread

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Letzten Dienstag hat mich mein Kumpel Djendja (sein NuS-Forenname) angerufen und gefragt, ob ich spontan Lust hätte, mit ins Felsenmeer zu kommen. Da war ich schon ewig nicht mehr, außerdem dünkte mir ich müsse das sonnige Herbstwetter genießen, solange es noch da ist, also hab ich zugesagt.
Während er noch seine Sachen zusammensuchte bemängelte er dann, dass seine Kekse leer  seien, dabei nehme er die immer so gerne als kleine Wegzehrung mit. Nachdem ich eruiert hatte, dass er mit „diese kleinen, flachen, rechteckigen, die immer so teuer sind“ nicht etwa das Karamellgebäck, das man auswärts häufig zum Kaffee gereicht bekommt, sondern Shortbread meinte fragte ich, ob er denn keinen Backofen habe. Die Antwort kam prompt: „Hast du denn ein Rezept?“

In der Tat hatte ich sogar schon mal Shortbread gebacken, passenderweise noch in England, und den damaligen Versuch als verbesserungsfähig empfunden.  Da bot sich der gemeinsame Stoffmarktbesuch am Sonntag natürlich als ideale Gelegenheit, diese Optimierung endlich mal durchzuführen, und so stellte ich mich Samstag Abend flugs in die Küche um uns etwas Wegzehrung zu backen.

Mein Kumpel hat sich sehr über die Überraschung (und das Rezept ;)) gefreut und weil es ja wirklich ziemlich einfach ist möchte ich es natürlich auch wieder mit euch teilen.

Shortbread 2

Shortbread

300g Mehl
200g Margarine oder weiche Butter
140g Traubenzucker
je eine Prise Salz und Vanille

Alle Zutaten mit den Knethaken eines Handrührgeräts gut miteinander vermischen. Bei Bedarf noch mit den Händen weiterkneten, aber es muss gar nicht unbedingt eine kompakte Teigkugel werden – es reicht auch, den etwas bröseligen Teig so auf ein Backpapier zu kippen.
Dann ein zweites Backpapier drauflegen und den Teig beliebig dick ausrollen, hierbei verhindert das obere Backpapier, dass der Teig am Nudelholz kleben bleibt. Anschließend den Teig möglichst gleichmäßig leicht einstechen, zum Beispiel mit einer Gabel oder einer Stricknadel (dazu natürlich das obere Backpapier wieder entfernen, das wird nicht mehr gebraucht), und im vorgeheizten Ofen bei 170°C etwa 20 Minuten backen, womöglich sogar weniger. Der Teig soll nicht nennenswert bräunen und ist noch etwas weich wenn er aus dem Ofen kommt. Das ist dann der richtige Zeitpunkt, das Messer zu zücken, und das Backwerk in beliebig große Streifen, Rauten oder sonstige Stücke zu schneiden. Das fertige Shortbread wird dann mit dem Abkühlen hart und knusprig, also nicht warten, bis es im Ofen knusprig wird, sonst könnt ihr damit nachher Scheiben einschlagen!

Shortbread
Obiges Rezept ergibt übrigens je nach Dicke ungefähr 1 Blech, ich hab nur exemplarisch weniger geknipst.

Haferflocken-Vanille-Kaffee-Kuchen

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Neulich überkam mich an einem Sonntag spontan die Lust auf Kuchen. Eigentlich wollte ich schnell einen kleinen Vanillekuchen zusammenschmeißen, doch auf halbem Weg, die meisten Zutaten waren schon in der Schüssel, fiel mir auf, dass meine Mutter vergessen hatte, Mehl nachzukaufen. Die Schütte in der Küche gab aber auch nicht mal mehr die Hälfte der benötigten Menge her, also musste ich mal wieder kurzfristig umdisponieren. Roggen- oder Vollkornmehl erschienen mir geschmacklich wenig passend und meine Gedanken schweiften zu Haferflocken. Spontan war dann auch der Vanillekuchen vergessen.
Das Endergebnis möchte ich jedenfalls gerne wieder mit euch teilen. Also, das Rezept, denn der Kuchen ist ja längst gegessen. Aber Achtung, der Vanillegeschmack ist nicht so präsent und der Kuchen auch nicht so locker-luftig sondern allgemein fester, mächtiger als beispielsweise der Vanillekuchen. Lecker ist er natürlich trotzdem.

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Haferflocken-Vanille-Kaffee-Kuchen

(für 1 kleine Gugelhupfform, für eine große die Menge verdoppeln)
50g Margarine
90g Mehl
100g Haferflocken
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
250ml Kaffee
110g Traubenzucker
1,5 TL Vanillearoma

Alle Zutaten miteinander vermischen, in eine gefettete kleine Gugelhupfform füllen und im vorgeheizten Ofen bei 200°C etwa 25 Minuten backen. Das war’s schon. =)

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saftiger Vanillekuchen

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Heute gibt es endlich mal das Rezept, dass ich eigentlich (nach den Vitalkeksen) als erstes vorstellen wollte. (Deshalb sind die Bilder auch schlechter als die der letzten Rezepte.) Warum das so nichts geworden ist, keine Ahnung, aber besser spät als nie. Diesen saftigen Kuchen fand ich nämlich so lecker, dass ich tatsächlich in der Uni saß und heimlich davon träumte, ihn zu essen, mich regelrecht danach sehnte… dabei bin ich normalerweise gar kein großer Vanille-Fan. Vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass es so ziemlich das erste selbst erstellte Backrezept war und mein Magen und Geschmackssinn diesen gewissen Stolz und die Freude, dass es geklappt hat, unterstützen wollten? (Oder natürlich an der langweiligen Vorlesung?)
Das Rezept ist jedenfalls denkbar einfach, kommt ohne Eier aus und die abgebildete Menge entspricht 1/3 des (entsprechend hochgerechneten) Rezepts,  da wohl nicht jeder so kleine 1-Frau-Kuchen backen will und die Menge für eine kleine Kastenform irgendwie auch zu wenig (will heißen: flach) war um wirklich als Kuchen durchzugehen. Mittlerweile habe ich aber auch eine große Version gebacken und kann daher guten Gewissens sagen, dass das prima in einen Gugelhupf passt.Vanillekuchen

saftiger Vanillekuchen

105g Margarine
225g Traubenzucker
Vanille(mark) + Vanillearoma (ca. 3 TL)
1 Prise Salz
360g Mehl
4,5 TL Backpulver
450ml Milch

Backofen auf Gas 4/ca. 180°C vorheizen.
Margarine, Traubenzucker, Vanillemark, Vanillearoma und Salz miteinander schaumig schlagen.
Mehl, Backpulver und Milch zugeben und noch mal gut verrühren, sodass ein glatter Teig entsteht, der reißend vom Löffel fällt wie man so schön sagt.
Teig in eine gefettete Form (z.B. einen Gugelhupf) füllen, glatt streichen und bei oben genannter Temperatur ca. 35 Minuten backen.

IMG_7020Am Kuchen selbst erkennt man die Schädelform leider nicht mehr so gut… Ist aber trotzdem die ideale Menge um als Einzelperson nicht Ewigkeiten an einem Kuchen zu sitzen.

IMG_7019 Diagnose: Schädelbruch

IMG_7025Ob da wohl auch Osteoporose im Spiel war? Schön luftig-locker ist der Kuchen jedenfalls.

Mandelmuffins mit Mütze

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Schon wieder eine Alliteration, und diesmal kann ich quasi nicht mal was dafür. Na ja fast. Wofür ich aber was kann sind die leckeren Mandelmuffins, die diese Alliteration beschreibt. Im Zuge meines „Stashbustings“ aka Vorratsvernichtung ist mir nämlich noch ein angebrochenes Tütchen gemahlene Mandeln zwischen die Finger gekommen, für das ich in Kombination mit den ebenfalls angebrochenen, gehobelten Mandeln spontan eine Idee hatte. Quasi ein bisschen wie Bienenstich in Muffinform. Deshalb auch mal ein etwas aufwändigeres Rezept, aber ich finde es lohnt sich und sieht ausnahmsweise mal auch recht gut aus.
Mandelmuffins mit Mütze (15)

Mandelmuffins mit Mütze

Muffins
60g gemahlene Mandeln
20g Margarine
1 Prise Salz
etwas Vanille
50g Traubenzucker
1,5 TL Backpulver
100g Mehl
200g Milch
nach Belieben noch etwas Mandelaroma (dann schmecken sie etwas mehr nach Mandel)

Mütze
90g gehobelte Mandeln
80g Traubenzucker
1-2 EL Milch

Füllung
200ml Milch
20g Traubenzucker
20g Stärke
Vanille(aroma)

Alle Zutaten für die Muffins gut miteinander vermischen, in ca. 16 Törtchenformen füllen und für 15 Minuten bei Gas 5 im vorgeheizten Ofen backen.

Als nächstes die gehobelten Mandeln in einer Pfanne ohne Öl leicht anrösten bis sie anfangen zu bräunen, dann den Traubenzucker zugeben und karamellisieren lassen. Ein Schuss Milch hilft, um das Ganze besser zusammenkleben zu lassen. Rühren bis die Flüssigkeit weitestgehen verdampft ist, dann, das ist der etwas schwierigere Part (ich muss spontan an sich gegen Mützen sträubende Kleinkinder denken), den Muffins vorsichtig die Mützen aufsetzen. (Achtung, Mützen trägt man zwar wenn’s kalt ist, diese hier sind aber heiß und  deshalb erstmal nicht angenehm anzufassen. Mit anderen Worten: verbrennt euch nicht Flossen!)

Zum Schluss geht’s an die Füllung, hierfür kochen wir im Prinzip einen Pudding. Ihr könnt auch einfach Puddingpulver (oder gar fertigen Pudding) nehmen, aber den hatte ich natürlich auch nicht mehr hier.
Also: von den 200ml Milch ein paar Löffel abnehmen und Stärke, Traubenzucker und Vanille damit verrühren. Die restliche Milch aufkochen und wenn sie kocht den Stärkemix einrühren. Kurz aufkochen lassen und dabei rühren, bis der Mix eindickt, dann vom Herd nehmen.

Während die Füllung abkühlt vorsichtig einen Deckel von den Muffins schneiden (zugegeben, dafür wäre ein Kuchen vielleicht besser geeignet, das erfordert etwas Übung und es waren nicht alle Muffings so fotogen), anschließend einen Klecks Füllung auf den Boden geben und den Deckel wieder aufsetzen.

Puh, endlich fertig! Jetzt also: guten Appetit.Unbenannt

kleine Kokosküchlein

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Dass ich Alliterationen mag dürfte ja mittlerweile nichts Neues mehr sein, und was blöderes fiel mir ehrlich gesagt gerade nicht ein. Aber das soll ja dem Geschmack keinen Abbruch tun, denn den mag ich auch.
In meinen Vorräten befanden sich jedenfalls noch etwas Kokosraspel und ich hatte spontan Lust auf Kokostörtchen. Jetzt sind sie weg (Raspel und Törtchen) und ich bereue es fast, das Rezept nicht gleich wieder machen zu können, aber schlappe 2,5 Wochen vor der Heimreise (Countdown!) noch neue Raspel zu kaufen macht irgendwie auch keinen Sinn. Wenn ihr aber über einen kleinen Vorrat Kokosraspel verfügt und nicht wisst, was ihr damit anstellen sollt, präsentiere ich das schnelle Vergnügen:

kleine Kokoskuchen (5)kleine Kokosküchlein

80g Kokosraspel
20g Margarine
60g Traubenzucker
1,5 TL Backpulver
100g Mehl
190ml Milch

Alles gut verschmischen, auf ca. 15 Törtchenformen verteilen und im vorgeheizten Ofen bei ca. 190°C (Gas 5) etwa 15 Minuten backen bis sie leicht anfangen zu bräunen. Das war’s, mehr Aufwand ist es wirklich nicht. =)
Wie man sieht habe ich übrigens sicherheitshalber jeweils 2 Förmchen genommen, weil der Teig doch relativ flüssig ist und ich von im Ofen ausgelaufenen Törtchen ein klein bisschen „traumatisiert“ bin. Wer ein Muffinblech oder stabilere Förmchen hat braucht sich darüber aber sicher keine Sorgen machen.
Dafür werden sie schön locker-luftig und saftig und haben eine herrliche, nicht zu aufdringliche aber doch eindeutig wahrnehmbare Kokosnote.

kleine Kokoskuchen (20)

 

Mohn-Hefe-Streuselkuchen

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Bevor vor einigen Wochen meine Eltern zu Besuch kamen und meine Backformen mit ihnen die Heimreise antreten sollten wollte ich natürlich gerne nochmal einen großen Kuchen backen. Für mich alleine ist das schließlich immer viel zu viel und  in der Uni hab ich mich jedes Mal geärgert, wenn trotz Kuchen-Ankündigung kaum jemand kam oder unter Angabe fadenscheiniger Gründe selbst das Probieren verweigerte („Danke, aber ich mag grundsätzlich keinen Käse.“ – „In Käsekuchen ist doch aber gar kein Käse drin?!“) und ich schlussendlich trotzdem wieder zu viel Kuchen übrig hatte und so hab ich doch meistens auf kleine Formen oder Törtchen zurückgegriffen. Es sollte nun jedenfalls ein großer her, damit die Springform wenigstens ein paar Mal in Benutzung gewesen war, und da sowohl meine Mutter als auch ich die Woche zuvor Geburtstag gehabt und uns nichts gesehen hatten bot sich die Gelegenheit quasi zum verspäteten Geburtstagskuchen backen an.
Das „stash busting“  in der Küchenedition und ein grob ähnliches Rezept förderten dann den Wunsch zu Tage, einen Kuchen mit Mohnfüllung zu backen, und ich hab mal wieder mehr oder weniger frei Schnauze drauf losgelegt und ein Rezept entwickelt, das Hefeteig, Mohnfüllung und Mohnstreusel miteinander kombiniert.

Hefe-Mohn-StreuselDie kleinen, schwarzen Punkte sind übrigens selbstverständlich Mohn. Nicht, dass es euch geht wie meiner Mutter letztens als ich Spinatwaffeln  mit Heim brachte und sie, ohne die Dose geöffnet zu haben, ganz entsetzt fragte: „Ih, sind die schon verschimmelt? Die sind ja ganz grün!“ – „Mama, das ist der Spinat!“

Mohn-Hefe-Streuselkuchen

Hefeteigboden:
260g Mehl

150 ml Milch
26g Margarine
1 Prise Salz
1/2 Würfel Hefe (20g)
80g Traubenzucker

Füllung:
400ml Milch

20g Traubenzucker
50g Grieß
210g Mohn

Streusel:
30g Mohn

135g Mehl
90g Traubenzucker
105g Margarine

Die Hefe in lauwarmer Milch auflösen und anschließend aus Mehl, Hefe-Milch, Margarine, Traubenzucker und einer Prise Salz einen glatten Hefeteig kneten. Diesen dann an einem warmen Ort gehen lassen bis er sich in Etwa verdoppelt hat. Danach den Teig in einer 26er-Springform auseinander ziehen und einen Rand formen, das geht ganz gut wenn man mit einem feuchten Löffel in 1-2cm Abstand vom Rand entlangfährt und den Teig so zu einemWall hochschiebt. Im vorgeheizten Ofen bei ca. 190-200°C (Gas 5-6) etwa 10 Minuten vorbacken.

In der Zwischenzeit ca. 350ml Milch aufkochen, die restlichen 50ml mit dem Grieß und dem Traubenzucker glattrühren und dann gefolgt vom Mohn unter die kochende Milch rühren. Rühren bis eine leicht pudding-ähnliche, cremige Füllung ohne Klumpen entsteht und vom Herd nehmen.

Während die Füllung leicht abkühlt nun alle Streuselzutaten miteinander verkneten, das wird allerdings keine richtig bröselige Angelegenheit sondern mehr ein großer Klumpen, den man dann zu streuselartigen Gebilden oder Fetzen auseinander reißen muss. (Vielleicht qualifiziert sich das eher als Haube wie bei einem Zupfkuchen und weniger als Streusel?)

Den Hefeboden aus dem Ofen holen, die Mohnfüllung darauf verteilen und glatt streichen (wenn der Rand nicht so hoch ist macht das nichts). Zum Schluss die Streusel auf der Füllung verteilen und den Kuchen nochmal für ca. 20 Minuten in den Ofen stellen bis die Streusel schön bräunlich sind.
Hefe-Mohn-Streusel 2Seht ihr’s? Seht ihr’s? Da ist Sonne!

Zwischen backen und probieren war ich mir ehrlich unsicher, ob der Kuchen schmecken würde und besonders bezüglich der Streusel etwas unzufrieden, da sie nicht so knusprig-trocken sind wie man das vielleicht gewohnt ist, aber der Geschmackstest hat überzeugt und schlussendlich sind saftige Streusel finde ich echt nicht verkehrt. Meinen Eltern hat’s jedenfalls geschmeckt und mir auch und, da er doch recht mächtig ist, mit das Beste ist wohl, dass der Kuchen lange saftig und lecker bleibt. Ich hatte ihn Dienstag Abend gebacken und die Reste, zwischendrin in Alufolie oder Plastikdosen verpackt, waren selbst am folgenden Montag immer noch nicht ansatzweise trocken und schmeckten so gut wie am ersten Tag. Länger haben sie dann nicht überlebt. (Aber das lag nicht an ihnen sondern an ihrer Vernichtung meinerseits.)  Außerdem war der Kuchen erstaunlich krümelfrei, was wohl der saftigen Natur zu verdanken ist, sodass ich ihn auch in der (sonnigen!) Mittagspause in der Uni gut ohne Besteck essen konnte ohne den Tauben ein Festmahl auf dem Rasen zu servieren.

Einziger Nachteil: Mohn und Zähne mögen sich vielleicht ein bisschen zu sehr. Aber das ist ja nichts neues.

Blätterteigteilchen mit nussiger Quarkfüllung

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Während meines Heimaturlaubs um Ostern rum, ich saß gerade am PC und versuchte mit meinem „final year project report“ voranzukommen, klopfte meine Mutter an meine Zimmertür und verkündete: „Der Kassler ist jetzt soweit fertig vorbereitet, ich hab noch Blätterteig übrig, willst du dir da nicht irgendwas draus machen zum mitnehmen nachher? Wie ich deine Tante kenne hat die doch bestimmt wieder irgendwas gebacken und dann hast du wenigstens auch was zu essen…“ So viel also zum Thema arbeiten…. und dann wundert sie sich, dass ich daheim nie vorankomme.

Wie dem auch sei, ich hab mir also spontan was aus dem Ärmel geschüttelt und weil es mir gut geschmeckt hat und eigentlich denkbar einfach ist möchte ich es gerne mit euch teilen. Also… das Rezept, denn das Ergebnis ist selbstverständlich schon längst verspeist. Vorhang auf für

IMG_7092Was da so dekorativ in den Bildhintergrund ragt ist übrigens das Katzengras auf der Fensterbank an der Treppe, wo ich die ersten Fotoversuche unternommen habe, ehe ich meiner Mutter unter ihrem entrüsteten Blick die Deko vom Couchtisch mopste  („Hee, wo willst du mit meinen Schafen hin?!“) und an den Esszimmertisch umzog.

Blätterteigteilchen mit nussiger Quarkfüllung

Zutaten:
1 Packung Blätterteig (ob tiefgekühlt, aus dem Kühlregal, als Block oder ausgerollt ist nebensächlich)
500g Quark
1 Ei
140g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
100g Walnüsse (gehackt oder in grobe Stücke gebrochen)
50g Reissirup
40g Traubenzucker
nach Belieben (Dosen-)Milch oder Ei zum Abstreichen

Blätterteig falls tiefgefroren auftauen lassen und ausrollen, in Quadrate schneiden. Derweil den Backofen auf 200 °C vorheizen.

Für die Füllung Quark, Ei, gemahlene Mandeln/Haselnüsse und Walnussbruch miteinander vermengen, mit Reissirup und Traubenzucker süßen.

Die Füllung mittig auf den Blätterteigquadraten verteilen und jeweils die 4 Ecken in der Mitte zusammenfassen, dann die Kanten zusammendrücken damit nicht alles gleich rausläuft und kleine Päckchen entstehen. (Andere Formen sind natürlich auch denkbar, ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass zum Beispiel beim hälftig Zusammenklappen  der sogenannte Kamm gerne aufreißt und die Füllung seitlich leicht rauslaufen kann, während es hier nicht schlimm ist, wenn oben was rauskommt. Die Füllung fällt allerdings beim Abkühlen eh wieder etwas in sich zusammen, das sieht man auf den Bildern glaube ich ganz gut.)

Für mehr Glanz ach Belieben mit Ei oder (Dosen-Milch) abstreichen und dann bei 200°C  ca. 15 Minuten backen bis die gewünschte Bräune erreicht ist.

Schafe

Die entführten Schafe. Der hübsche Teller war übrigens ein DIY-Weihnachtsgeschenk von der lieben Tigerkeks. Die Schafe gab’s bei meiner Mutter auf dem Wohnzimmertisch glaube ich mal bei dm.

Abwandlung:
Der Reissirup kann vermutlich auch weggelassen und die Süße durch mehr Traubenzucker oder Stevia erreicht werden, er gibt dem Ganzen aber finde ich noch eine besondere Geschmacksnote – ein bisschen wie griechischer Joghurt mit Honig und Walnüssen. Wo wir gerade dabei sind: Nicht-FMler können mit Sicherheit auch Honig und Zucker nehmen, dann würde ich allerdings empfehlen, mit weniger anzufangen und sich vorsichtig an die gewünschte Süße ranzutasten, da Honig und Zucker eine stärkere Süßkraft haben als die FM-Varianten und daher geringere Mengen für die gleiche Süße nötig sind.
Achtung außerdem, nicht jeder verträgt Mandeln und Nüsse, daher bitte logischerweise die persönliche Verträglichkeit beachten.