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Herbst im Advent?

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Dass ich im grünen Forum an einem Adventskalender-Swap teilgenommen habe wisst ihr ja bereits, denn ich konnte mit meiner Freude über meinen Kalender von Todeszebra ja nicht hinter dem Berg halten.
Natürlich habe ich aber selbst auch einen Kalender zusammengestellt und mit Basteleien und anderen Dingen befüllt, und zwar für die liebe Lilienkind. Weil die jetzt alle Geschenke ausgepackt haben sollte kann ich euch dann endlich zumindest die selbstgemachten auch zeigen. Der Rest hat der Beschenkten zwar glücklicherweise auch gefallen, ist aber hierfür erstmal unwichtig.

Ihrem Steckbrief zufolge mag Lilienkind unter anderem die Natur, Blätter, Eiche(l)n, Windlichter und Dinge, bei denen man noch erkennt, dass sie aus Holz gemacht sind. Daran habe ich mich dann hauptsächlich orientiert und so ist ihr Adventskalender etwas jahreszeitenuntypisch recht herbstlich ausgefallen.

Zum Thema Blätter und Windlichter fiel mir sofort etwas ein, nämlich mit buntem Herbstlaub dekorierte Teelichthalter aus Glas. Dafür habe ich einen gemütlichen Spaziergang gemacht und Blätter gesammelt, die ich hinterher – ganz wie als Kind – zwischen zwei Lagen Zeitungspapier in einem dicken Buch getrocknet habe.
Danach habe ich meinen alten Serviettentechnikkleber rausgekramt und die Blätter damit auf ein etwas größeres Glas geklebt und großzügig mit dem Kleber bestrichen. Bei den dünnen Blättern hat das ganz gut geklappt, die dickeren hingegen brauchten etwas Überredung, da sie anscheinend so steif waren, dass ich sie länger ans Glas drücken musste, bis sie sich der Form zumindest größtenteils beugten. Das erforderte etwas Geduld und Fingerspitzengefühl, hat sich aber finde ich gelohnt.
Nachdem der Kleber durchsichtig getrocknet war habe ich das Ganze zur Sicherheit noch mit nicht enflammbarem Klarlack eingesprüht und ta-da:

Herbstteelicht
Testweise mal beleuchtet sieht es dann so aus. Schön gemütlich, oder?

Herbstteelicht 2
Weil mein Wichtelkind außerdem hatte verlauten lassen, dass es stimmungsvolle Dekoration mag, dachte ich mir, dass es ja nicht unbedingt bei einem Windlicht bleiben müsse, und habe mich an einem Stück orientiert, das bereits bei uns auf dem Wohnzimmertisch steht: ein Teelichthalter aus Treibholz. Gut, Treibholz vom Bodensee war jetzt spontan nicht aufzutreiben, aber glücklicherweise habe ich bei meinem Waldspaziergang doch ein paar Stücke Holz gefunden, die schon „organisch“ genug waren um natürlich auszusehen, ohne vermodert zu sein.
Das habe ich dann gründlich abgebürstet und gereinigt, ehe ich es erstmal sicherheitshalber zum Trocknen in den Heizungskeller legte. Danach brauchte ich nur noch mit dem Forsterbohrer drei Aussparungen bohren, in die die Teelicher perfekt reinpassen, und fertig ist die charaktervolle Holzdeko:

Holzteelicht
Holzteelicht 2
Und als ob zwei Utensilien für Zimmerfeuer im Miniaturformat noch nicht genug wären hab ich noch ein weiteres Glas verziert, diesmal allerdings mit silberner Farbe und Schablonen-Tupftechnik. Lilienkind mag nämlich auch den Landhausstil, und auch meine ursprüngliche Idee etwas anders aussah hoffe ich doch, hiermit die richtige Richtung eingeschlagen zu haben.

Landhausteelicht 2
Das ließ sich wegen der hohen Transparenz nur schlecht fotografieren und wurde daher für die Bilder mit buntem Papier gefüllt, aber beleuchtet sieht es eh wieder viel schöner aus:

Landhausteelicht
Kommen wir endlich mal weg von den Kerzenhaltern und hin zu den eher nützlichen Kleinigkeiten des Kalenders, denn auch davon hatte Lilienkind welche auf ihrer Wunschliste stehen. Mit dabei: Maschenmarkierer. Dazu gibt’s eigentlich nicht viel zu sagen… etwas Nylondraht, Quetschperlen und verschiedene Dekoperlen später war eine kleine Armee von Maschenmarkierern geboren und mir dünkte, Lilienkind werde nie so viele Hände (oder Strickteile) haben, um sie alle auf einmal in Gebrauch zu haben. Aber wer weiß…

Maschenmarkierer 2
Das langwierigste daran war jedenfalls das Warte auf die Quetschperlen, die einfach nicht ankommen wollten… Zum Glück kamen sie dann kurz vor knapp doch noch, um sich mit ihren Kumpanen von wegrutschenden Drähten durchs Wohnzimmer katapultieren zu lassen. (Muss schließlich ein Heidenspaß für die Dinger sein… wie Achterbahn fahren oder Fallschirm springen!)

Maschenmarkierer
Mit fallschirmartigen Abgängen kennen sich vielleicht auch diese fallenden Blätter aus.

Notizbuch
Die habe ich auf eine Miniaturbuchhülle gestickt, weil der Steckbrief besagte, dass sich über hübsche Notizbücher gefreut würde. Ein vielleicht nicht ganz so hübsches Exemplar hab ich dann selbstverständlich reingesteckt.

Notizbuch 2
Hierzu gibt es auch mal wieder eine kleine Anekdote aus dem Hause knaxgurke. Als ich nämlich in meinem Zimmer saß und an der Hülle werkelte mahnte mein Vater plötzlich durch den Türspalt: „Mach das ja ordentlich!“ Auf mein etwas irritiertes „Äh, ja, natürlich?“ antwortete er dann: „Gut… Was machst du da eigentlich?“
Bei der Inspektion der fertigen Hülle – die übliche Qualitätsprüferin durfte hier leider ihre Nase nicht reinstecken, weil Lilienkind eine Katzenhaarallergie hat – hatte er dann zu vermelden: „Das ist aber schööön.“

Notizbuch 3
Und damit wenigstens auch noch ein Bisschen was weihnachtliches den Weg in den Kalender findet bin ich noch Lilienkinds Wunsch nach Untersetzern für Tassen oder Gläser nachgekommen. In Form lace-gestickter Schneeflocken.

Untersetzer
Die können sogar eine zweite Schicht als Tannenbaumanhänger schieben und sind bei genauerem Hingucken steampunk-inspiriert.

Eine weitere Jahreszeit hat sich dann mit dem kleinen Kosmetiktäschen in den Kalender gemogelt, welches sich Lilienkind „für das nötigste“ gewünscht hatte.

Kosmetiktasche
Lustigerweise hatte ich sogar einen Reißverschluss in exakt der passenden Farbe und Länge da, obwohl ich sonst, außer dem Stoffrest, eigentlich absolut gar nichts in der Farbe hatte. Das Futter ist allerdings hell, damit man den Inhalt hoffentlich besser findet.

Kosmetiktasche 2
Als letztes selbstgemachtes Geschenk gäbe es dann noch ein paar Haarspangen zu zeigen, die dafür sorgen, dass sich auch der herbstliche Kreis wieder schließt.

Haarspangen
Wegen Lilienkinds Vorliebe für Eicheln habe ich bei meinem Spaziergang nämlich auch davon welche gesammelt und sie, zusammen mit etwas Bastelfilz, zu einem kleinen Laubarrangement für die Haare verarbeitet.

Haarspangen 2
Haarspangen 3
Zu den 24 Päckchen dazu gab’s dann noch eine Karte nach Centis Vorbild und, zum restlichen Kalender eigentlich völlig ohne Bezug, für jedes Geschenk einen Pacman-Anhänger, der die Nummer des entsprechenden „Päc-chens“ mampft. Die hab ich aber dummerweise nicht mehr fotografiert.

Karte

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Beweisführung “Kriminalität im Advent”, Teil 4

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Endspurt! Also ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich finde es regelrecht schade, dass nun wir nun Heiligabend haben, weil damit die Zeit der Adventskalenderpäckchen vorbei ist.  (Vielen lieben Dank an dieser Stelle noch mal an Todeszebra für den tollen Kalender!) Eine letzte Runde kann ich euch aber noch präsentieren bevor es mit allerlei Wichtel- und Weihnachtsgeschenken und irgendwann auch wieder normalen Basteleien weitergeht. 😉

Mit Asservat 5664-19 wurden mir erneut keksförmige Gebilde in gemusterter Tüte überstellt:

Tür 19
Mit Beweisbeutel 5737-20 bekam ich dann neue Beweise im Fall der Nussdiebe vorgelegt.

Tür 20
Überraschenderweise wurde die Beute diesmal zusammen mit einer weiteren Haarspange, die der aus Beutel 7843-9 erschreckend ähnlich sieht, gefunden. Handelt es sich etwa um die gleichen Täter?

Tür 20 (1)
Wie das mir überstellte Beweisstück 4822-21 zeigt scheinen die Diebe jedenfalls immer noch am Werk zu sein:

Tür 21 (3)
Auch keksartige Gebilde erhielt ich mit Beutel 9410-22 noch mal zur Untersuchung:

Tür 22
Asservat 9975-23 hingegen hielt dann wieder ein Grablicht bereit, diesmal in lila mit Fledermäusen.

Tür 23
So hübsche Beweise bekommt man doch gerne vorgelegt, oder?

Tür 23 2
Damit wären wir dann auch schon beim letzten Untersuchungsobjekt vor dem Weihnachtsurlaub angekommen. (Da ist doch selbst Urlaub geradezu schade, oder?) Mit dem letzten Päckchen Nummer 9764-24, dem einzigen nicht tütenförmigen, bekam ich nämlich eine hübsche Tablethülle auf den Tisch, die bei einem Geschenkediebstahl mitgegangen war.

Tür 24 (5)
Nichts desto Trotz sind jetzt erstmal genug Hinweise, Indizien und Beweise gesammelt, dass meine werten Kollegen noch eine Reihe Festnahmen machen können bevor auch sie irgendwann endlich Weihnachten feiern können. Ich für meinen Teil verabschiede mich hiermit vorerst zufrieden aus dem Dienst und wünsche allen

frohe Weihnachten!

Beweisführung “Kriminalität im Advent”, Teil 3

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Kommen wir also schon zum vorletzten Teil des grandiosen Adventskalenderinhalts. Leute: da sind jetzt nur noch 6 Päckchen übrig!

Beutel 5706-13 hält gleich wieder ein besonders Schmuckstück aus einem etwas kuriosen Fall bereit: ein Grablicht aus einem Fall von Störung der Totenruhe.

Tür 13
Stimmungsvoll beleuchtet mit einer lecker nach Apfel und Zimt duftenden Kerze sieht das dann so aus:

Tür 13 (12)
Bei Beweisstück 8476-14 drehte es sich dann wieder um die Ladendiebstahlserie, die die Stadt bereits mehrfach in Atem gehalten hat. Jetzt gibt es endlich eine heiße Spur!

Tür 14
Am 15. durfte ich dann mit 2748-15 neue Indizien im Fall der Nussdiebe im wahrsten Sinne des Wortes unter die Lupe nehmen:

Tür 15 2
Langsam kommen wir der Sache näher…

Tür 15
Untersuchungsobjekt 9072-16 kam in einem kleinen Plasikpott daher und musste schnellstmöglich auf toxische Verunreinigungen untersucht werden.  Zum Missfallen der leitenden Ermittlerin musste ich der Körperbutter allerdings absolute Harmlosigkeit bescheinigen.

Tür 16
Am 17. tauchten dann überraschend neue Lipiputaner-Knochenfunde auf, die ich, katalogisiert unter der Nummer 1996-17, unter anderem auf genetische Übereinstimmung mit den Füßen aus 4191-11 untersuchen durfte.

Tür 17
Auffallend auch hier wieder: die Präsentation als Kopfschmuck.

Tür 17 (3)
Dieser wird übrigens mit ganz besonders großen Haken und Augen geschlossen:

Tür 17 (9)
Ebenfalls wieder deutlich erkennbar sind natürlich auch die Körperteile, um deren Knochenstruktur es sich hier handelt: die fehlenden Beine vom letzten Mal sowie Arme und Hände. Diesmal aber wirklich.

Tür 17 (5)Im mysteriösen 18. Päckchen mit der Nummer 7783-18, das in einem Bekennerschreiben schon als ursprünglich anders geplant angekündigt worden war, …

Tür 18
… fanden sich dann eine Rolle Pillen sowie ein Tütchen mit braunen Herzen:

Tür 18 (1)
Die Untersuchungsergebnisse brachten aber Klarheit, es handelt sich wieder nicht um kontrollierte Substanzen, sondern um Traubenzucker und Schokolade.

Tür 18 (4)
Wer hier mit solchen Spielchen Ressourcen verschwendet wird sich vielleicht nach Abgleich des hinterlassenen Fingerabdrucks zeigen.

Tür 18 (3)
(Ansonsten kann ich nur hoffen, dass er ein gutes Omen dafür ist, dass ich wenigstens die Stelle in der Daktyloskopie, auf die ich mich kürzlich beworben habe, bekomme. Zur Abwechslung wurde da nämlich tatsächlich mal jemand mit Forensikstudium gesucht und nicht die tausendeste Laborantin – aber da ich schon von so vielen ansonsten gut passenden Stellenausschreibungen nichts mehr gehört habe…)

Beweisführung „Kriminalität im Advent“, Teil 2

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Die Kriminalität reißt noch nicht ab, weiter geht’s mit den nächsten Beweisstücken aus meinem Kalender von Todeszebra.

Beweisstück 1254-7, die sichergestellte Beute eines versuchten Ladendiebstahls. Der Dieb befindet sich noch auf der Flucht.

Tür 7
Auch die Diebesbande hat wieder zugeschlagen, Beweisstück 7643-8 belegt: es sind Serientäter. Die Eichhörnchennachbarschaft ist bestürzt und verängstigt, dass die Täter auf der Flucht erneut nur ihre Beute zurückließen, aber nicht gefasst werden konnten.

Tür 8 (1)
Der Inhalt von Asservatenbeutel 7843-9 stammt aus einem besonders heiklen Fall: Kindesentführung unter Waffengewalt.

Tür 9
Die hübsche Fledermaushaarspange wurde am Tatort gefunden und muss auf brauchbare Hinweise aller Art untersucht werden.

Tür 9 (1)
Erneut ein Ladendiebstahl bei Beweisstück 7548-10, aber diesmal wurde der Täter samt Beute gefasst. Ob es sich um den gleichen Kleinganoven handelt, der sein Glück schon erfolglos an Beweisstück 1254-7 versucht hat wird sich zeigen.

Tür 10
Bei Untersuchungsobjekt 4191-11 handelt es sich um ein ganz besonderes Stück:

Tür 11 (2)
Ein Knochenfund!

Tür 11 (12)
Antike Gebeine oder aktueller Todesfall?

Tür 11 (4)
Die skelettierten Füße eines Baby-Liliputaners?

Tür 11 (11)
Hände können das jedenfalls bei genauerer Betrachtung nicht sein. Oder jedenfalls keine ehemals gesund-funktionstüchtigen Menschenhände. (Es sei denn es handelt sich um die gut erhaltenen Hände eines Prä-Steinzeitmenschen, dessen Finger noch nicht in jahrtausendweiter Vorraussicht auf die flinke Bedienung eines Smartphones ausgerichtet waren?)

Tür 11 (9)
Jedenfalls darf ich auch ein DNA-Profil zum Abgleich mit der Datenbank und anderen Proben erstellen und, für den Fall, dass das keine Ergebnisse liefert, eine Radiocarbondatierung zwecks Alterbestimmung vornehmen. Vergleichsproben prähistorischer Steinzeitmenschen dürften nämlich eher weniger vorliegen.
Besonders ist übrigens auch Art und Weise, auf die sich dieser Knochenfund präsentiert: auf einem Fascinator. Ob in alten Kulturen die Gebeine der Toten zur Erinnerung im Kopfschmuck der Trauernden verankert wurden?

Mit Asservat 6443-12 ist jedenfalls auch eine neue Charge der Plätzchen aus 7674-1 aufgetaucht, die Untersuchungen haben es bestätigt.

Tür 12 (1)
Um wessen Fußabdrücke es sich hier handelt bleibt aber erstmal ungeklärt:

Tür 12

 

Beweisführung „Kriminalität im Advent“, Teil 1

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Es ist so weit, es ist Dezember und ich darf die ersten Beweise aus den sich im Advent häufenden Kriminalfällen untersuchen. (Yippie, endlich mal Untersuchungsergebnisse so schnell wie im Fernsehen!)

Logischerweise fangen wir an mit Beweisstück 7674-1. (Korrekterweise hätte ich übrigens die Tüte irgendwo abseits des Siegels einschneiden müssen, aber ich wollte den tollen Kalender ja nicht kaputt machen, damit ich ihn mal wiederverwerten kann.)

Kalender 1 3
Beweisstück 7674-1 ist eine durchsichtige Tüte mit grünen Tannenbaum- und goldenen Mond- und Sternmotiven, verschlossen mit einer grünen Schleife aus Satinband und gefüllt mit etwas, dass das Aussehen von Plätzchen mit Schokolade aufweist.

Kalender 1 2
Der Probenhomogenisierung und –derivatisierung folgte die eingehende Analyse im körpereigenen „Massenspektrometer“. Die Untersuchung ergab, dass es sich bei Beweisstück 7674-1 tatsächlich um leckere Butterplätzchen mit Schokoüberzug handelt.

Kalender 1
Beweisstück 8650-2: Oha, Sternchentüte und weißes Pulver! Verdächtig…

Kalender 2 2
Entwarnung nach der Analyse: es ist Vanille-Traubenzucker. (Andererseits: solche Backzutaten können ja bekanntermaßen auch mal für Bombenalarm auf dem Flughafen sorgen… wenn man einen ganzen Koffer voll davon hat.)

Kalender 2 3
Die Tüte von Beweisstück 4049-3 ist eine der besonderen Augenweiden des Kalenders, nämlich verziert mit einem Mikroskop. (Erst bei genauerem Betrachten kam mir übrigens der Gedanke, dass ich schon ewig keines mehr benutzt habe, dass nur ein Okular hat. Wobei man sich das zweite für die meisten Leute wohl eh sparen könnte, weil sie ohnehin ein Auge zukneifen. Die Kunst des Mikroskopierens…)

Tür 3
Der zu analysierende Inhalt präsentiert sich wieder in durchsichtigen Verpackungen, eine mit goldenen Sternen, die andere unbedruckt, die diesmal mit hübschem, dunkelrotem Band verschlossen sind.

Tür 3 1
Was auf den ersten, morgendlich-schlaftrunkenen Blick aussehen mag wie Pralinen aus weißer Schokolade (welche mir fruktosearm allerdings noch nicht untergekommen ist) entpuppt sich dann als sogenannte Bodymelts mit leckerem Blutorangenduft. Das große enthält ein Tensid und sollte sich daher gut zum duschen eigenen, die kleinen sind eher anstelle von Bodylotion für’s Eincremen nach weniger pflegenden Duschgelen gedacht. Meine trockene Haut freut sich! Außerdem dürfte dann jetzt auch klar sein, dass sich Zebris Einsatz als „Küchenchemikerin“ nicht nur auf Essbares beschränkt hat.

Tür 3 2
Beweisstück 6811-4 präsentiert dann wieder eine kleine toxikologisch-pharmakologische Herausforderung in Form kleiner, weißer Tabletten mit quadratischer Grundfläche, einer Sollbruchstelle in der Mitte und der schwachen Prägung „Dextro“. Die neuste Modedroge? Ob die Datenbank zu dieser Form was herzugeben hat?

Tür 4
Nach der Analyse aber auch hier Entwarnung: die kurzfristig aufputschende Wirkung von „Dextro“ beruht keinesfalls auf einer verbotenen Zusammensetzung als neues Partyrauschmittel, sondern lediglich auf dem hohen Glukosegehalt. Mit anderen Worten: der Stoff ist ziemlich ungefährlich.

Tür 4 2
Asservatenbeutel 3117-5
enthält die sichergestellte Beute eines missglückten Diebstahls. Das arme, ausgeraubte Eichhörnchen… Ich werde weiterhin mein bestes tun, um die Täter zweifelsfrei zu überführen, doch die Spurenlage ist schwach. Außer dem Ursprung der Beute fand sich leider noch nicht viel brauchbares…

Tür 5
Mit Beweisstück 1696-6 durfte ich dann (mittlerweile) gestern das Beinholster einer verdeckten Ermittlerin auf die Fragestellung hin untersuchen, ob es sich womöglich im Einsatz nicht ausreichend gut unter Röcken und Kleidern verstecken ließ und somit für das Auffliegen der Tarnung sorgte.

Tür 6
Nach gründlicher Prüfung kam ich zu folgendem Ergebnis: es ist sogar so gut im verstecken, dass es mir quasi nicht möglich war, ein halbwegs passables Foto davon zu machen. Leider, denn das wird dem Stück nicht gerecht. Trotzdem: So in Etwa sieht das Ganze getragen aus, perfekt um in der Disco bei verdeckten Ermittlungen die Hände frei zu haben:

Tür 6 2
Tür 6 4
Der geübte Betrachter erkennt es außerdem schon, hier wurden weitere Spuren am Tatort hinterlassen. Da es sich allerdings um ein gängiges Schuhmodell in einer häufigen Größe handelt wird der Spurenverursacher ohne sein Schuhwerk zum Vergleich nur schwerlich festzustellen sein.

Tür 6 3
Hattet ihr auch so tolle Sachen in euren Adventskalender? Oder habt ihr  gar keine?
Hier wird es jedenfalls nächste Woche bestimmt den nächsten Gerichtstermin zur Darlegung der Beweismittel geben.

24 tolle Kleinigkeiten oder: der N&S Adventskalender-Swap

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Im grünen Forum gibt es ja nicht nur das jährliche Weihnachtswichteln, sondern auch das ganze Jahr über immer wieder eine Reihe von Swaps zu verschiedenen Themen. (Ein Swap funktioniert – im Gegensatz zum forenspezifischen Wichtelsystem – quasi wie eine „normale“ Wichtelaktion, also mit einer festgelegten Anzahl von Teilnehmern, von denen jeder ein Wichtelkind zugeteilt bekommt, für das er Geschenke zum Thema werkelt und von einer dritten Person eben so welche bekommt.)
Als ich dieses Jahr dann tatsächlich rechtzeitig den reduzierten Adventskalenderswap gesehen habe wollte ich endlich auch gerne mal mitmachen. Ich hatte schon so lange keinen Adventskalender mehr… und dann auch noch selbstgemacht/-zusammengestellt?
Kurze Rücksprache mit der Organisatorin und den anderen Teilnehmerinnen ergab, dass auch meine FM kein Problem sein sollte und so war ich dabei. Da ich ja schon in der Familie merke, dass vielfach nicht extra fruktosearme Sachen gebacken werden, hatte ich nämlich etwas Bedenken, meinem Wichtel da zu viel aufzubürden,  zumal Süßigkeiten ja durchaus gerne als Adventskalenderfüllung verwendet werden und unsere Version „nur“ 6 selbstgewerkelte Geschenke enthalten sollte. Denn ehrlich, wenn schon meine Familie größtenteils nicht bereit ist, den Zucker einfach durch Traubenzucker zu ersetzen damit ich mir nicht extra was mitbringen muss, dann erwarte ich das von im Prinzip Fremden erst Recht nicht. (Auch wenn ich meinen lieben Wichtel ja sogar im Swapzeitraum auf einem CT in Frankfurt kennen lernen durfte und es ihr nach eigener Aussage verständlicherweise schwer fiel, sich da nicht zu verplappern. *rüberwink*)

Kalender Zebri
Dennoch hat die liebe Todeszebra mir einen allein optisch schon ganz wunderbaren Adventskalender gebastelt, den meine Mutter hier als unübersehbaren Passantenstopper auf die Treppe gestellt hat, während ich mein eigenes Swappaket zum Versandunternehmen kutschierte. Und wie es aussieht hat Zebri sogar einige Leckereien produziert, denn im beliegenden Brief schrieb sie, dass ihr Freund sie jetzt „Küchenchemikerin“ nennt und ich im Laufe des Dezembers ja vielleicht rausfinden werde warum.
Bevor sich jetzt jemand wundert, dass ich schon ein großes Paket optisch ansprechend finde zeige ich euch aber lieber den Kalender selbst, der mir beim Öffnen des Kartons ein entzücktes Quietschen und freudiges Lachen entlockte:

Kalender Zebri 2
Ist das nicht genial?

Kalender Zebri 4
Lauter Beweisbeutel! (Jetzt kann ich wenigsten so tun, als hätte ich endlich einen Job…)

Kalender Zebri 5
Manche der Beutel sind zusätzlich zur Nummerierung auch noch bedruckt.

Kalender Zebri 6
Die Nummer 6 zum Beispiel passenderweise mit einem Schuhabdruck. Ob der stilecht vom Nikolaus ist wird beizeiten noch untersucht. (Die erste Frage meines Vaters war ja typischerweise: „Hat die ’n Kind?“)

Selbstverständlich musste die hauseigene QM-Beauftragte ihre Nase auch wieder reinstecken und überprüfen, ob auch alles in Ordnung ist:

Kalender Zebri 3
Mittlerweile sind selbstverständlich alle Tütchen ordnungsgemäß im (auf dem) Asservatenschrank verstaut und ich warte sehnlichst darauf, sie endlich untersuchen zu dürfen.
Noch 4 Mal schlafen… das ist sozusagen der Countdown zum Countdown. Ehrlich, momentan freue ich mich geradezu mehr auf den Kalender als auf Weihnachten selbst.