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don’t you step on my suede sole shoes

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Letztes Jahr in der Erstiwoche bin ich glücklicherweise darauf aufmerksam geworden, dass es hier doch ein Tanzsportteam an der Uni gibt. Da das eigentlich zur anderen Uni gehört, Mitglieder aber dankend von beiden Unis angenommen werden, da sonst keine von beiden ein ausreichend großes Team hätte, will meine Uni das aber offensichtlich nicht auf der Webseite der „Uni Societies“ auflisten, sodass ich es eben leider erst fast 1 Jahr nach Beginn meines PhD gefunden habe. Man könnte also sagen die Uni hat mich darum gebracht, ein Jahr früher wieder das Tanzbein schwingen zu können. Frechheit.

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So habe ich also etwas verspätet wieder mit dem Tanzen angefangen und musste mich erstmal ziemlich umstellen, da ich zwar als Teenie eine ganze Reihe Tanzkurse belegt und viel getanzt hatte, aber eben immer nur aus Spaß an der Freude und „sozial“ in der Tanzschule und nie auf Turnieren. So hatte ich zwar viele Figuren in allen Tänzen gelernt (und durch die lange Pause natürlich auch die meisten wieder vergessen), aber leider nie so wirklich viel Technik, Fußarbeit oder „hübsche Arme“. Das Uniteam hingegen ist eigentlich nur auf Turniere ausgelegt, wo hauptsächlich 4 Tänze getanzt werden, aber dafür eben viel Wert auf die richtige Technik und auffallendes Aussehen gelegt wird – womit ich nicht gerade glänzen konnte, da viel Wissen vorausgesetzt zu werden schien, das ich nicht besaß. Zusätzlich hatte ich mit meiner Tanzpartnerin Pech und wir wurden von denn Lehrern vielfach nicht beachtet, sodass das Ganze für mich irgendwann eher frustrierend wurde.

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Dennoch hatte ich mich entschlossen, zu meinen Latein-Tanzschuhen auch ein Paar Standard-Schuhe kaufen zu wollen und bin netterweise bei Amazon günstig fündig geworden. Für den Preis hatte ich nichts hochwertiges erwartet, aber bei dem Stand der Dinge war das auch nicht unbedingt nötig/sinnvoll und tatsächlich erwiesen sich die Schuhe bisher als sehr bequem.
Da sie aber eben nicht von einem namhaften Tanzschuhhersteller kamen gab es auch keinen Beutel o.ä. als Aufbewahrung dazu und ich musste erstmal einen anderen nehmen als ich z.B. mit einem netten „ausgeliehenen“ Herren zu einem Turnier gefahren bin, das mir aufgrund seiner Frohnatur und tänzerischen Leistung auch viel mehr Spaß gemacht hat als die Turniere mit meiner grummeligen Partnerin, die mich nur rumkommandiert hat selbst wenn sie Fehler gemacht hat (was leider beides ständig vorkam), bevor sie mich schließlich wegen ihres Studienabbruchs komplett hat sitzen lassen. (Ich meine, dieses Foto sagt doch wohl einiges, oder? Da wird einem ständig eingetrichtert man soll Lächeln/Strahlen und sie sieht aus, als hege sie Mordgedanken. Was sie womöglich auch tat.)

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Dieses Jahr habe ich aber eine neue Partnerin – einen Herren hab ich aufgrund deren extremer Unterzahl mal wieder nicht abbekommen 😉 – mit der ich mich bisher sehr gut verstehe und sicherlich auch besser tanze (etwas hab ich ja schließlich im letzten Jahr auch gelernt, und allgemein harmoniert es zwischen uns besser), und von den Lehrern bekommen wir glücklicherweise bisher auch mehr Aufmerksamkeit. Toi toi toi. Jedenfalls sollte jetzt auch endlich mal eine passende Tasche für die Schuhe her, und damit sie sich darin nicht gegenseitig den Glitzer abreiben und anschließend alles vollglitzern hab ich dem Beutel eine Mittelnaht als Trennsteg verpasst.

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Minimal knapp ist es geworden, sodass es ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl bedarf, die Schuhe in die entsprechenden Abteile zu stecken, aber es passt und erfüllt seinen Zweck. Hübsch ist es noch dazu, und ganz zufällig ist der Stoff von Ikea auch noch teamfarben Blau.

 

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Hüfte, medium-durch

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Bereits Anfang Juni war Hessentag, dessen kleine Konzerte ich vor allem aufgrund der räumlichen Nähe rege besucht habe. Eigentlich wollte ich dazu – um die Hände frei zu haben und mir keinen Kopf um den potentiellen Verlust irgendwelcher Wertsachen machen zu müssen – gerne eine Gürteltasche haben. Also, eine praktische, schöne, selbstgemachte – normale hab ich sogar. Leider fiel mir dieses Bedürfnis aber natürlich erst wieder viel zu spät ein, und in der Festwoche hatte ich dann auch nicht die Zeit, mehr als den Zuschnitt zu erledigen, sodass es auf Minimalprogramm (Haustürschlüssel) und große Hosentaschen (dann ggf. auch noch Handy) hinauslief. Aber wenn man schon mal angefangen hat… ist das kein Grund, nicht weiter zu trödeln.

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Als ich dann kurzfristig noch entschloss, das schöne Ragnarock-Festival zu besuchen, waren Gelegenheit und der entsprechende Fertigstellungsarschtritt natürlich doch da und ich hab weiter gemacht. Zwischenzeitlich hatte ich mir auch noch Sodas Festivaltaschenpost zu Gemüte geführt und prompt meine eigentliche Planung noch ein bisschen verfeinert. IMG_20140804_163048
Dass ich mir das Steckfach für die Running Order und das kleine Fach für Ohrenstöpsel und Lippenpflege (Was sich übrigens beides sehr bewährt hat, vielen Dank!) kurzfristig noch bei Soda abgeguckt habe sieht man zum Beispiel daran, dass beides nur aufgenäht ist. Da der Taschenbeutel sonst eigentlich nur aus einem an den Kanten abgesteppten Teil besteht konnte ich das nämlich nicht, wie es ja durchaus sinnvoll gewesen wäre, in den vorderen Seitennähten mitfassen. So ein cooles, doppelt und dreifach gesichertes Kamerafach wie Sodas Tasche hat meine allerdings nicht, aber das hat mehrere Gründe. Erstens wusste ich gar nicht, ob ich überhaupt eine Kamera mitnehmen wollte (hab ich beim Ragnarock gemacht) bzw. sie brauche (hab ich beim Ragnarock nicht), und zweitens müsste ich dazu ja erstmal eine funktionstüchtige haben (die mitgeführte war von meinem Vater geliehen, und weil die genau die bleiche Akkubulimie hat wie meine mussten die Fotos für diesen Post auch mit dem Handy entstehen), die Modell für die Abmessungen stehen könnte. Aber das ist ja auch nur Version 1.0, vermutlich wird sich auch hier mit der Zeit die eine oder andere Optimierungsoption zeigen, die auf ein Update auf 2.0 drängt.

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Genau genommen hat sie das sogar schon, denn beim Ragnarock zeigte sich schnell, dass selbst der Jeansstoff nicht wirklich stabil genug war – oder meine Planung was den verstellbaren Verschluss angeht etwas suboptimal. Es war zwar durchaus so geplant, dass der Umfang vergrößert werden kann, aber eben auch so, dass er noch etwas Spiel nach unten hat, und das ist leider im getragenen, befüllten Zustand nicht mehr der Fall. Da muss ich den Gurt schon ganz eng stellen und habe immer noch das leichte Bedürfnis, nachjustieren zu wollen. Version 2.0 verlangt also nach einem festeren Stoff (oder starker Bügeleinlage, um Neukäufe vermeiden zu können) und anderer Platzierung des verstellbaren Verschlussgurtes. Der verursacht nämlich so unter Umständen schon mal den einen oder anderen blauen Fleck auf dem Hüftknochen und geht dummerweise auch gerne mal auf wenn man beispielsweise in die Knie geht, was mitunter zu komischen „Ich habe eigentlich keine Hand frei, aber möchte meine Tasche nicht verlieren“-Verrenkungen führt.

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Was man hingegen als positiv oder negativ betrachten kann ist die Größe der Tasche. Die hat nämlich quasi eine eingebaute Diebstahlsicherung, weil da vermutlich außer meinen kleinen Händen ohnehin keine reinpassen. Womit wir aber natürlich auch schon wieder beim Problem wären, weil ich doch etwas vorsichtig sein musste und durchaus das eine oder andere Mal selbst so meine Mühe hatte, den gewünschten Inhalt rauszufischen, was wohl eindeutig für eine größere Tasche spricht. Das widerstrebt mir ein bisschen, weil dann auch die Basis und der auf dem Bein aufliegende Teil größer und wuchtiger werden muss, um trotzdem auch den Becherhalter beherbergen zu können, aber was muss, das muss. IMG_20140804_163454

Der Becherhalter wäre dann auch (erstmal) der letzte Punkt auf der Liste. Ursprünglich wollte ich das, ähnlich wie hier, mit einer Art Stoffköcher mit Gummizugband lösen, der sogar schon fertig bereit lag, als ich Sodas Post las. Dummerweise lies ich mich dann hinreißen, die Idee mit Gurtband und Klettverschluss auch gut zu finden, da sie mir weniger wuchtig und größentechnisch variabler vorkam, sodass ich hier ebenfalls meine Pläne über den Haufen geworfen habe. Das erste Problem daran zeigte sich schon bei der Eruierung der Anbringungsposition der Klettverschlüsse, da ich nicht nur keinen typischen Festivalbecher zum Maß nehmen hatte, sondern auch gerne mal eine kleine Wasserflasche einspannen können wollte. Nach etwas Rumgeeier hatte ich mich (bzw. die Kletterverschlüsse) dann festgelegt und dem Konstrukt sicherheitshalber noch einen verstellbaren Bodenriemen spendiert. So weit, so gut, nur stellte sich dann im Laufe des Festivals raus, dass weder Becher noch kleine Wasserflaschen sonderlich gut darin hielten. Für das eine lies sich der Verschluss in die eine, für’s andere in die andere Richtung kaum genug regulieren, und die Wasserflasche brachte es mit ihren asymmetrischen 5 Standfüßchen sogar fertig, am Bodenriemen vorbei zu rutschen und runterzufallen.
Voller Erfolg also. Für Version 2.0 werde ich daher sicher doch wieder auf den Köcher zurückgreifen. Der hat wenigstens einen gescheiten Boden, und wenn er oben zu weit ist ist das 1. weniger dramatisch und 2. mit Gummi- und/oder Kordelzug denke ich passabel zu regeln.

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Was mich abseits des genannten Verbesserungspotentials noch an der Tasche ärgert habe ich aber immerhin meiner eigenen Dusseligkeit zuzuschreiben. Nachdem ich meinen Plan durch Sodas Input kurzerhand noch um ein Futter erweitert hatte (das man bei der kleinen Tasche im Übrigen beim Reingucken sowieso nicht sieht und ich mir demnach auch hätte sparen können) musste ich mich nämlich bereits vorher mehrfach bremsen, die vorgesehenen Gurtbänder mit D-Ringen für Schlüsselbund & Co. nicht zu früh einzunähen – mit dem Ergebnis, dass ich sie dann natürlich vergessen habe und hinterher umständlich noch dranpfuschen musste. Ihr könnt euch in Etwa vorstellen, wie ich geflucht habe? IMG_20140804_163249
Gut geklappt und bewährt haben sich dafür in meinen Augen die restlichen Details, die ich von Anfang an eingeplant hatte: 2 „geheime“ Reißverschlussfächer und ein Beinriemen. Letzteren wollte ich vor allem, weil ich durchaus auch mal auf Konzerte gehe, bei denen viel gehüpft und gesprungen wird, wie zum Beispiel die Ska-Konzerte auf dem Hessentag, bei denen es mir nur blieb, Wasserflasche und Jacke ganz nonchalant in die Ecke zu feuern. (Bei der grandios-riesigen Publikumsmenge von, inkl. mir, ganzen 3 tanzen Leuten bzw. einem anderen Konzert, wo ich quasi Solotänzerin war, allerdings auch kein Problem.) Da finde ich jegliche Art von Tasche oder Bauchtasche die ständig auf und ab fliegt dann ziemlich nervig, was bei einer etwas längeren Tasche wie dieser sicher noch schlimmer gewesen wäre. Also ein Beinriemen, mit dem ich die Tasche „hüpfsicher“ am Oberschenkel festschnallen kann.

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Abnehmbar, natürlich, falls ich die Tasche auch mal zu anderen Gelegenheiten möglicherweise sogar mit Rock tragen möchte. IMG_20140804_163822
Ja, und die Reißverschlussfächer sorgten dafür, dass ich nicht meinen ganzen, großen Geldbeutel mit mir rumschleppen musste, sondern einfach ein bisschen Geld in das kleine Fach am Hüftgurt und ggf. andere, flache Papiere in die Rückseite der Tasche stecken konnte, wo sie auch nicht gleich auffallen. Abgesehen davon, dass langfingrige Hände da wohl nun wirklich Schwierigkeiten haben dürften, während des Tragens dranzukommen.

IMG_20140804_163130Jetzt also noch mal ein paar Tragefotos:

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Ganz zum Schluss zeige ich euch auch noch den schönen Festivalbecher mit dem coolen Beer-O-Meter, das einen charmant über den kritischen Zustand des Bierfüllstandes informiert:

Becher

Karma-chameleon

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Ihr kennt es ja schon aus dem letzten Jahr: das „Karma-Wichteln“ im grünen Forum. Anscheinend habe ich bis auf bei der Jobsuche ganz passables Karma, denn obwohl meine eigenen Geschenke meistens eher, wie vom Wichtelprinzip angedacht, klein ausfielen habe ich dieses Jahr schon ganz fabulöse, große Wichtelpost von der lieben Frau Horror bekommen.
Während meine Mutter draußen ihre Windschutzscheibe freikratzte um mit der Katze zum Tierarzt zu fahren und ich die Hände im Plätzchenteig vergraben hatte brüllte ihr nämlich ihrer Erzählung zufolge schon von der anderen Straßenseite aus der Postbote zu, dass er Post habe, und lamentierte, wie er die denn in den Briefkasten hätte kriegen sollen (auch wenn mir schleierhaft ist, warum sowas dann nicht gleich vom Paketboten geliefert wird). Na was ein Glück musste die Katze geimpft werden… (Sie sieht das übrigens mit Sicherheit anders.)

Als meine Mutter dann verkündete, es sei für mich, und mir den Karton unter die Nase hielt setzte bei mir schon leichte Schnappatmung ein, denn: „Da, da… da! Da ist eine ID drauf. Wichtelpost!“ Gefolgt von einem ersten kleinen Freudentanz und mit ent-klebten Händen machte ich mir dann an dem Päckchen zu schaffen… und bekam es erstmal nicht auf. Sehr gut zugeklebt… aber Schätze behütet man eben, was?

Wichteln 2013 von Frau Horror 2
Zum Glück wollte ich das Geschenk vorsichtig rausziehen als ich den Karton endlich offen hatte, denn als erstes fielen mir gleich zwei Zusatzgeschenke in Form eines Duschgels und eines Lippenbalsams entgegen. Beides mit leckerem Apfel-Zimt-Duft… wenn ich schon keine Äpfel essen darf, hm?

Wichteln 2013 von Frau Horror
Mit dabei war auch ein Briefchen, das mich erstmal herzhaft hat lachen lassen:

Wichteln 2013 von Frau Horror 3
Zu den Verpackungskünsten maße ich mir keinen Kommentar an (auch wenn nichts „schlimmes“ daran sehen konnte), schließlich bin ich da selbst nicht gut drin, aber so viel sei gesagt: nähen kann sie auf jeden Fall!
Nachdem ich nämlich die wesentlich leichter zu öffnende Geschenkverpackung entfernt hatte kam diese ganz grandios-wunderbare Tasche zum Vorschein:

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Mit nicht nur einer Reißverschluss-, sondern auch noch einer Einstecktasche, die hier den Inhalt des kleinen roten Briefumschlags rauslugen lässt.

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Außerdem hat die Tasche einen Reißverschluss auf der Oberseite…

Wichteln 2013 von Frau Horror 6
… und D-Ringe an den Seiten, an die man einen langen Träger klippen kann:

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Das sieht dann so aus:

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Zusätzlich zu den hübschen Paspeln und der Schlossstickerei…

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… gibt es sogar auf der anderen Seite noch eine Stickerei, diesmal in Form einer Fledermaus, und noch ein kleines Fach.

Wichteln 2013 von Frau Horror 7
Ehrlich, ich war so begeistert beim Auspacken, mir fehlten die Worte und ich kam gar nicht mehr aus dem Staunen raus. „Oh, ist die schön… Punkte! Und mit Stickerei… oh, und da ist ja noch eine! Und eine gestreifte Innentasche, nein zwei, nein drei, nein sogar vier!“

Wichteln 2013 von Frau Horror 9
Da musste ich selbstverständlich gleich mal was reinpacken:

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Passenderweise kam die Tasche nämlich genau einen Tag vor einem geplanten Shoppingtrip, auf den ich mich mit dieser tollen Begleitung gleich noch viel mehr gefreut habe. Wer würde das nicht?

Für die besagten D-Ringe an den Seiten gab es übrigens selbstverständlich auch noch einen langen Tragegurt, denn eigentlich mochte ich solche bis dato lieber. Sogar einen mit, äh, Schulterpolster? Gibt’s dafür ein passenderes Wort?

Wichteln 2013 von Frau Horror 11
Beim Shoppen habe ich dann erstmal, neugierig wie ich bin, die kurzen Henkel ausprobiert und den langen nur sicherheitshalber eingepackt, und was soll ich sagen? Ich hab Gefallen daran gefunden. Vielleicht hatten alle vorherigen Testobjekte nicht die richtige Länge oder Konsistenz, aber hier sind die Henkel auch für das bequeme Kurz-Tragen perfekt. Da tun sich doch glatt neue Welten auf. Nichts desto Trotz ist die großartige Tasche natürlich auch mit angebrachtem langen Gurt absolut perfekt.

Wichteln 2013 von Frau Horror 16
So perfekt sogar, dass meine Mutter bei ihrem Anblick auch spontan verzückt verlauten ließ „Ooh, ich will auch so eine!“, obwohl ihr Geschmack natürlich ganz anders ist, und mein Vater mal wieder begeistert seine Bewunderung dafür kundtat, wie toll er das Forenwichteln findet und dass sich da mehr oder weniger fremde Leute so viel Mühe geben für andere zu werkeln, dass ein derart fantastisches Geschenk dabei herauskommt, das so perfekt zu mir passt obwohl mich Frau Horror nicht mal persönlich kennt. Wenn das kein Lob ist…

Wichteln 2013 von Frau Horror 13
Ihr könnt euch jedenfalls vielleicht denken, dass ich den ganzen Tag nicht mehr aus dem Strahlen und Grinsen rauskam und es kaum erwarten konnte, am nächsten Tag voller Stolz meine tolle Tasche durch’s Einkaufszentrum zu tragen und allen damit eine lange Nase zu machen.

Tausend Dank noch mal an Frau Horror, die mir meinen größten und aufwändigsten Wunsch so liebevoll und durchdacht erfüllt hat! Damit hätte ich wirklich nie im Leben gerechnet. Wer das Wichteln kennt weiß nämlich: in der Beschreibung der Aktion steht, man solle sich etwas wünschen, das auch für eine berufstätige Person an ein paar Abenden zu erledigen sei, und bei Aufwand und Materialkosten eher an eine Kleinigkeit für die Bürokollegin als an ein Geschenk für die besten Freundin denken.  Also wenn das eine Kleinigkeit für die Kollegin ist, was kriegt denn dann die beste Freundin?! Allein die unzähligen Schnitteile und das Material, von der sauberen Verarbeitung mal ganz abgesehen… da kann Frau Horror noch so oft sagen sie habe das schließlich gelernt und der Schnitt sei nicht auf ihrem Mist gewachsen (Ich hab nachgefragt, er hört auf den klangvollen Namen „Schnabelina„.), ich glaube so ein elaboriertes Wahnsinnsgeschenk kann man nicht kleinreden.

Wichteln 2013 von Frau Horror 12
Ich freue mich jedenfalls immer noch wahnsinnig und fange jedes Mal an verzückt zu Lächeln wenn ich diese großartige Tasche sehe, in die der Lippenbalsam übrigens auch gleich eingezogen ist. (Wobei ich eigentlich gar nicht weiß, womit ich bei so einem wunderschönen, genialen Geschenk auch noch Zusatzgeschenke verdient habe. So gut kann mein Karma doch gar nicht sein!)
So viel sei jedenfalls gesagt: meine Fotos werden diesem Prachtexemplar gar nicht gerecht! (Oder sollte ich eher sagen: ich kann mich besser freuen als Fotos machen?)

aus nordwestlicher Richtung nähert sich überraschend ein Produktiv-Hoch

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Tja, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, nicht wahr? Gänzlich unerwartet jedenfalls hat sich der Mai bei mir doch noch als relativ produktiver Monat entpuppt. Nachdem meine Prüfungen vorbei, der Cozy und das 12/12-Shirt genäht waren und ich das Grillen bei meinen englischen Freunden auch erfolgreich überlebt hatte (An dieser Stelle besser kein Kommentar außer: Schwarz ist eben doch nicht immer gut.) hab ich Sonntags noch mal eine kleine Power-Nähsession eingelegt. Zugeschnitten und mit besticken (lassen) hatte ich schon vorher zwischendurch mal angefangen, trotzdem kam noch ein bisschen Gehirn- und Fingerakrobatik auf mich zu.

Gesamt

Ich wollte nämlich endlich mal eine große Tasche, natürlich mit Kleinkramfächern und nicht so langweilig, also hab ich mal wild drauf losgestickt und meine studierten Hirnwindungen für ein bisschen Schnittakrobatik missbraucht. Grundschnitt sowie aufgesetzte Innen- und Außentaschen sind dabei natürlich eher wenig kompliziert, aber eine kleine Finesse hab ich mir doch noch einfallen lassen: eine Wasserflaschentasche!

Flaschentasche

tanzende Skelette

Als ziemlich durstiger Mensch trage ich für gewöhnlich immer eine Wasserflasche bei mir und bin, gerade bei großen „Rumpeltaschen“ meistens schnell genervt davon, wenn die Flasche wüst in der Tasche umherfliegt, umkippt, beim tragen unbequem gegen mein Bein bollert oder ähnliches und ich sie immer erst umständlich wieder hervorgraben muss wenn ich dann mal was trinken will. Also eine Außentasche speziell für die Flasche, oben mit Gummizug der sich bei 1,5l-Flaschen nahezu hervorragend in die Griffmulde einfügt.  Darauf tanzen dann fröhlich zwei Skelette.

Auf der gegenüberliegenden Seite noch eine kleinere Tasche für schnell zu erreichende Kleinigkeiten, mit Schlüsselring und einem meiner liebsten Stickmotive. Muhahaha! (Leider sieht man da auch, dass sich am oberen Ende schon ein kleines Loch gebildet hat, da war die Nahtzugabe wohl nach dem Einnähen des Reißverschlusses etwas knapp, das werde ich früher oder später ausbessern müssen. Und wie überblitzt das wieder ist… )

Seitentasche

Auf der Vorderseite außerdem zwei weitere kleine Taschen, oben eine für Handy und Fahrkarte, unten eine z.B. für eine kleine Notration Süßkram. Hier sieht man die Motive auch noch mal etwas besser, die auf der Vorderseite sowie der verrückte Wissenschaftler sind alle von Urban Threads, das tanzende Skelett von hier.

Front

Innen gab’s außerdem zwei weitere Taschen, z.B. für Geldbeutel & Co., Taschentücher und andere Utensilien die Frau gelegentlich braucht, eine davon mit aufgesetztem Stiftehalter. Letzter eignet sich wie ich leider zu spät feststellte allerdings nicht für etwas größere Stifte wie beispielsweise meinen USB-Stick-Kugelschreiber, aber was solls. Notfalls wird er falschrum drangesteckt oder landet in den Innentaschen, etwas Schwund ist ja immer.

Innentaschen

Als ob das für den „ausgebuchten“ Mai noch nicht genug wäre habe ich dann daheim auch noch ein Oberteil für einen Mittelaltermarktbesuch zusammengestümpert, weil das Kleid, dass ich von meiner Tante zum Abi bekommen habe zwar wunderschön, aber langärmlig und schwarz bei knapp30°C leider eher weniger geeignet ist.

Den Rock habe ich schon vor Ewigkeiten mal selbst genäht, den Beutel hab ich auch noch schnell zusammengeschustert und das Mieder war mal als Probeteil eines Schnittes gedacht. Leider lag es jetzt so lange ohne Ösen im Schrank herum, dass ich mittlerweile  schon vollkommen vergessen habe, welcher Schnitt das war. Soviel zum Thema Probeteil. =P Leider krumpelt es auch etwas, da ich keine Stäbchen verwendet habe, weil die Wendeseite aus so steifem Kunstleder ist, dass ich das für ein Probeteil nicht unbedingt für nötig hielt. Als dann plötzlich der Markt vor der Tür stand hab ich es einfach angezogen um das andere sackige Oberteil etwas auf Figur zu bringen, dabei hatte ich nicht mal Ösen da.