Archiv für den Monat Februar 2014

Neon auf den Nägeln – wet n wild „Fergalicious“

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Neulich fischte ich einen großen Briefumschlag aus dem Postkasten und durfte zu meiner Überraschung feststellen, dass der DMV Diedrichs Markenvertrieb mich als Produkttesterin ausgewählt hat. Damit hatte ich bei meinem kleinen Blog, der ja nicht mal wirklich Beautyblog ist, gar nicht gerechnet, aber mich natürlich gefreut, denn ich hatte mich für die Marke wet n wild beworben, die mich ja schon mal überzeugt hat. Vielen Dank also an dieser Stelle!

Kostenfrei zum Testen erhalten habe ich einen Nagellack, den ich mir, ich muss es gestehen, allein aufgrund seiner Farbe so sicher nie selbst ausgesucht hätte. Wer mich kennt weiß nämlich, dass ich zwar auf Lippen und Wangen durchaus mal Pink trage, ansonsten aber eigentlich eher nicht. Und der Lack, der mir da aus dem Umschlag entgegenkam, ist Pink, und zwar so richtig. Schreiend Pink. Neonpink. Vielleicht mit einem ganz leichten Touch Koralle, aber vor allem Pink.

WnW Fergalicious

Nichts desto Trotz hab ich „Fergalicious“ (Farbnummer A016) aus der Fergie Kollection natürlich mal lackiert, was mit dem breiten Pinsel auch gut und streifenfrei klappte. Die Konsistenz ist recht flüssig, aber nicht zu flüssig, und der Lack trocknet eher semi-matt, was ich bei der Farbe gar nicht verkehrt finde.

WnW Fergalicious 2

Leider kann man aber auch mit 3 Schichten immer noch das Nagelweiß durchsehen, weshalb ich Fergalicious wohl eher als knalligen Jellylack einstufen würde. Auf dem Mittelfinger habe ich eine relativ dicke 4. Schicht aufgetragen und damit so etwas wie ein halbwegs deckendes Ergebnis erzielt, wenn man ganz genau hinguckt kann man aber auch hier noch das Nagelweiß erahnen und vor allem wird die Schicht auf dem Nagel eben verdammt dick.

WnW Fergalicious 4

Wer aber der Deckkraft auf die Sprünge helfen oder noch mehr Neon will fährt gut mit weißem Lack drunter, das habe ich am Ringfinger getestet (die Streifen kommen hier vom weißen Lack). Mit einer Schicht büßt der Lack dann den Touch Koralle ein und strahlt wirklich nur Pink, mit 2 Schichten kommt er wieder durch, sieht aber trotzdem nicht 100%ig so aus wie ohne weißen Unterlack. Wenn man so will könnte man den Lack also auch als sehr wandelbar bezeichnen. 😉

WnW Fergalicious 3

Lackiert hab ich auf den beiden obigen Bildern also wie folgt: Zeigefinger 3x – Mittelfinger 4x – Ringfinger 1x auf weiß – Kleiner Finger 3x plus Topcoat
Ich denke man sieht vor allem am Zeigefinger ganz gut, dass der Lack eher matt ist und das Nagelweiß noch durchscheint. (Leider aber auch, dass mein Nagellackkorrekturstift just in diesem Moment den Geist aufgegeben hat – sorry!)

Zum Vergleich aber auch noch eine 2. Schicht auf dem geweißten Ringfinger:

WnW Fergalicious 5

Wer also auf Jellylacke oder Neon steht kann hier getrost zuschlagen wenn die Farbe gefällt, wer allerdings ein deckendes Ergebnis erwartet ohne auf farbige Unterlacke zurückgreifen zu müssen wird mit dem Lack vermutlich nicht glücklich werden. (Ob es sich mit den anderen Farben der Reihe auch so verhält vermag ich natürlich nicht zu sagen.)

Die Flasche enthält übrigens 12,5ml und kostet 6,99€, wo die nächste wet n wild-Verkaufsstelle ist könnt ihr hier in Erfahrung bringen. Leider muss ich dazu sagen, dass die Marke nicht überall flächendeckend erhältlich ist und zum Beispiel die Fergie-Kollektion um die Postleitzahlengebiete 6-8 gleich komplett einen Bogen macht.
Wenn ich mir außerdem angucke, dass wet n wild im Ostseekaff meiner Großtante, in dem die Hälfte des Jahres der SeeHund begraben liegt, erhältlich ist, sich aber nicht eine Verkaufsstelle in beispielsweise Frankfurt/Main findet, komme ich auch nicht umhin, mich über diese Vertriebsstrategie zu wundern. Dabei gehe ich eigentlich davon aus, dass die Marke sich beispielsweise auch – oder viel mehr gerade – in der Drogerie gut verkaufen würde, da die doch vermutlich eher Anlaufstelle für den Kosmetikakauf sein dürfte als irgendwelche Supermärkte. Ich denke jedenfalls, dass ich nicht die einzige wäre, die sich über eine Theke in der Drogerie oder zumindest die flächendeckende Verbreitung der Marke freuen würde – aber wie das nun mal so ist, die Läden sind vermutlich diejenigen, die hier das Zuschlagen versäumen. (Sieht man ja auch an der 3 Meter-Theke von essence, die nur Müller haben wollte, und die nicht mal da in allen Filialen Platz findet.)

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Wiederholungstäter

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Vor ein paar Wochen, als ich mein grünes Rippshirt bloggte, überkam mich mal wieder die Lust, unbedingt etwas nähen zu wollen. Wegen „schnell, einfach und spontan“ natürlich aus Jersey. Ich grübelte also so vor mich hin was es werden sollte, als es mir siedend heiß wieder einfiel – da war doch was, bei dem ich mich gefragt hatte, warum ich es nicht schon viel öfter umgesetzt habe!

Ein passender Jersey war schnell gefunden und innerhalb von wenigen Stunden hatte ich das Shirt zusammengerattert. Einzige Schwierigkeit dabei war eigentlich das plattbügeln der Falten – nicht etwa wegen des Stoffes, sondern weil meine Eltern ihre ausrangierten Matratzen im Keller zwischengeparkt und damit den Zugang zum Bügelbrett verbaut hatten. Aber nichts, was man nicht mit ein bisschen Akrobatik und ein paar Verrenkungen hätte lösen können…  (Call me determined, you know?)

Faltenschädel 2

Auf Schulterklappen hab ich diesmal verzichtet und auch den Abstand zwischen den beiten Faltengruppen verringert, denn die waren mir ja beim letzten Mal etwas zu weit auseinander. So gefällt es mir aber richtig gut, das hab ich mir gleich mal notiert.

Kurzfristig (ca. 1 fixe Wäsche lang, überall Kreidemarkierungen, ne?) hatte ich überlegt, das Shirt so zu lassen, aber dann hab ich doch wieder die Totenkopfnieten vom vorigen Werk rausgekramt. Die haben gegenüber den Schiffsknöpfen vom nautischen Kleid auch den Vorteil, dass sie nicht so traurig runterhängen. Auch wenn man mir vermutlich trotzdem wieder auf die Hupen glotzt.

Faltenschädel
Dachte ich. Wie man an diesem Schnappschuss eindeutig sieht war das aber trotzdem keine gute Idee, die Dinger fallen bei diesem Stoff nämlich öfter einfach mal ab. Da steht man also bei einer Verstaltung (rausgeschmissenes Geld übrigens) in der Schlage auf dem Damenklo, es macht leise „pling“ und es hat sich wieder ein Schädel in Richtung Fliesen verabschiedet. Ich schätze es liegt daran, dass das Shirt, im Vergleich zu dem relevanten Teil beim grünen, nicht mit Bügeleinlage verstärkt ist und der Jersey sich ja doch bewegt und dehnt.
Na ja, jedenfalls habe ich die Schädel dann schweren Herzens alle wieder abgemacht, zum Glück hat der Stoff davon wenigstens keine Löcher zurückbehalten.

Faltenschädel 3

Auf diesen Fotos sieht man übrigens auch wieder schön das Belichtungsproblem meiner Kamera – ich bin zwar grundsätzlich sprichwörtlich „weiß wie ’ne Wand“, aber eben nicht so weiß. Zumal diese unsere Außenwand gar nicht weiß ist, sondern hellgrau. Und das bin ich ja wohl ganz sicher nicht, oder? Aber wenn halt mal die Sonne scheint… scheint die Kamera schnell überfordert zu sein.

Das wusste übrigens auch die Katze zu schätzen und hat sich zu uns nach draußen gesellt als meine Mutter Fotos machte. Und sich unter Protest meiner Mutter („Hee, ich hab da was gepflanzt!“) ins Blumenbeet gesetzt.

24.2.2014 (27)
Dabei hat sie doch so schön aufgepasst und ihren Schwanz schützend um das sprießend Blümchen gelegt…
Ach und apropos Totenköpfe, da fällt mir doch ein, dass ich hier auch endlich mal den Link zu meinem Gastbeitrag bei Miss Xtravaganz hinterlassen wollte, bevor ich das wieder vergesse (wie ungefähr bei den letzten 5 Beiträgen). Die liebe Miss hat  nämlich Anfang des Jahres eine Gastbloggeraktion gemacht und dafür einen meiner unveröffentlichten Beiträge gepostet. (Vielen Dank nochmal!) Wer also schon immer mal wissen wollte, wie man sich mit Frischhaltefolie und stinknormalem Papier stenciltaugliches „Freezerpaper“ zum Aufbügeln selbst machen kann, der findet unter obigem Link eine Anleitung.

 

 

Blogparade: Top 3 Dupes

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Vor ein paar Tagen hat mir die liebe Diana ein dickes Grinsen ins Gesicht gezaubert. Wieso? Schon aus meiner Leseliste strahlte mich der Titel an und tatsächlich: sie hat bei ihrer Blogparade meinen Themenvorschlag aufgegriffen! Da ist es ja geradezu Ehrensache, dass ich da mitmache, oder? 😉

Top 3 Dupes (15)

Das Thema diesmal ist deshalb Dupes, also Produkte, die – meistens teurere oder schwer erhältliche – andere Produkte so gut imitieren, dass sie ihnen (inhaltlich) zum Verwechseln ähnlich sehen. („to dupe“ heißt schließlich auch so viel wie „hinter’s Licht führen“, „vorspiegeln“ oder „betrügen“, nur dass das in diesem Fall ein ganz gewollter „Betrug“ ist.)
Und da ich es ehrlich gesagt vielfach nicht einsehe, High End-Preise zu bezahlen, bei denen ich das Gefühl habe, hauptsächlich für Markenname und Verpackung zu löhnen, bin ich immer gerne auf der Suche nach guten, preisgünstigeren Dupes.  Mit der Zeit habe ich einige angesammelt, sodass mir die Auswahl von 3 tatsächlich gar nicht so leicht viel – aber ab einer gewissen Anzahl Dupes kann das ja auch gar nicht mehr einfach sein, oder?
Übrigens muss ich mich dabei natürlich vielfach auf die fundierte Meinung anderer verlassen, da ich ja die Originale nicht habe, ansonsten kann ich nur mutmaßen. (Zum Beispiel, dass mein Weihnachtsliebling „Ruby Slippers“ von Fashionista „Scarab“ von Illamasqua nicht ganz unähnlich sein könnte.)

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Mein Liebling, der mir zum Thema „Dupes“ immer als erstes einfällt, ist jedenfalls ganz klar der Lippenstift „Sugar Plum Fairy“aus der Mega Last Matte-Reihe von Wet ’n’ Wild. Ein wie ich finde ganz grandioser Lippenstift, der lange hält und dabei auch noch ein sagenhaft angenehmes Tragegefühl mitbringt, trotz des mehr oder weniger matten Finishs. Sugar Plum Fairy wird als Dupe zum bekannten MAC „Rebel“ gehandelt und hat mit mir schon die eine oder andere lange, durchtanzte Nacht schadlos überstanden. Wenn man ihn also um 21.30 Uhr auflegt und, trotz Getränken und Snacks, morgens um 5.30 Uhr noch Farbe von den Lippen schrubben muss, während sich der vermeintlich wasserfeste Eyeliner schon halb verabschiedet hat, muss das wohl was heißen, oder?

WnW Sugar Plum Fairy (4)

Eine Firma, die es sich geradezu zur Aufgabe gemacht zu haben scheint, tolle Dupes zu produzieren und bei mir schon einige Male Erwähnung fand ist MUA. Damals in England habe ich mir die beiden Nude-Paletten „undressed“ und „undress me too“ gekauft, ohne überhaupt zu wissen, dass sie Dupes zu den Urban Decay-Paletten „Naked“ und „Naked 2“ sein sollen, und auch das Rouge „Shade 4“ fand seinen Weg in meinen Einkaufskorb als Dupe zu NARS „Orgasm“ bzw. Sleek „Rose Gold“ (sozusagen das Dupe zum Dupe).
Ein neuerer Streich und aufgrund der Vielseitigkeit mein derzeit liebstes Paletten-Dupe der Marke ist aber die „Smokin“-Palette, ein Dupe zur Urban Decay „Smoked“ (einen Vergleich gibt’s z.B. hier). Ich meine, Pigmentierung und Auftrag sind klasse und man kann sowohl Nudelooks als auch farbiges und dramatisches schminken und hat Blendefarben, was will man mehr?

MUA Smokin Palette (4)
(Ich lehne mich übrigens mal gaaanz weit aus dem Fenster und mutmaße, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis MUA auch ein Dupe zur „Naked 3“ auf den Markt wirft. Auch wenn der Witz mit two/too sich wohl nicht adäquat ausbauen lassen wird. Namensvorschläge? „undressed threesome“ oder so? =P)

Top 3 Dupes 2

Catrice Pinkadilly Circus (19)
Die 3 voll machen darf zu guter Letzt ein weiterer Lippenstift, nämlich ein Dupe zum beliebten Dior Addict Extreme in der hübschen Farbe Lucky“. Zuerst hatte ich ein Dupe von essence in Hand, aber der widerwärtige Geruch hat mich ganz schnell zu Catrice getrieben. Hier hab ich die Anregung her und konnte mich Dank der Tester bei Müller selbst davon überzeugen, dass „Pinkadilly Circus“ wenn überhaupt nur etwas deckender ist als eine Schicht „Lucky“. Man kann ihn aber trotzdem eher transparent und glänzend tragen…

Catrice Pinkadilly Circus (1)

… oder farbintensiver, der Glanz geht mit der Zeit ohnehin etwas verloren.

Catrice Pinkadilly Circus (3)

Als ob es noch nicht genug wäre, dass Diana meinen Vorschlag umgesetzt hat, verlost sie übrigens unter allen Teilnehmerinnen auch noch ein MAC Lidschatten-Refill aus dem Standardsortiment. Die Wahl ist nicht leicht, es gibt doch einige Exemplare, bei denen ich noch auf Dupesuche bin ;), aber spontan würde ich mich wohl für „Plumage“ entscheiden sollte ich glatt noch mal Glück haben. Mitmachen und eure Top 3 Dupes präsentieren könnt ihr übrigens noch bis bis Donnerstag, den 20.2., am Freitag gibt es dann ein neues Thema.

Also, seid ihr auch manchmal bewusst auf der Suche nach günstigen Alternativen zu High End-Produkten oder muss es für euch doch das Original sein? Oder sind Preis und Marke eher nebensächlich und es wird das gekauft, was zuerst gefällt?

Zuckerbombenalarm! Schokocremetörtchen!

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Cremetörtchen (aka „Cupcakes„) sind ohne Zweifel hübsch anzusehen. Zu lagern eher weniger gut, Stapeln wäre eindeutig kontraproduktiv. Was sie aber für meinen Geschmack auch sind: absolute Zuckerbomben.
Wenn ich mir herkömmliche Rezepte so ansehe bilde ich mir ein, schon verhältnismäßig wenig Traubenzucker benutzt zu haben, aber nach einem von den Dingern fühlte ich mich dem Zuckerschock trotzdem schon so nahe, dass mir die allgemeine Beliebheit, der sie sich erfreuen, doch ehrlich gesagt etwas schleierhaft ist. Dagegen sind Karamellbonbons gar nix. Aber vielleicht kann ich auch einfach nichts mehr ab.

Aber wenn die Welt Zuckerbomben will soll sie natürlich welche kriegen und ich werde beim nächsten Creme-Topping-Versuch einfach noch weniger Traubenzucker nehmen. Geschmäcker sind eben verschieden.
Das gilt übrigens auch den Namen dieser Teile, denn ein weiteres Mysterium ist mir , warum man jetzt neumodisch von „Cupcakes“ oder „Muffins“ spricht oder diese von herkömmlichen Törtchen unterscheidet. Für mich sind das alles Törtchen und „Cupcakes“ haben halt eine Creme oder sonstwie geartetes „Topping“ (noch so ein neumodisches Wort) – man könnte auch einfach Cremetörtchen sagen, oder nicht?

Schokocupcakes (13)

Schokocremetörtchencupcakes

für etwa 12 Törtchen Cupcakes:
150 g Mehl
4 g Vanilletraubenzucker (meinen hab ich ja aus dem Adventskalender)
1 Prise Salz
80 g Traubenzucker
2 TL Backpulver
35 g Backkakao
250 ml Milch (oder Pflanzenmilch wenn’s vegan sein soll)

Zuerst alle trockenen Zutaten grob miteinander vermischen, dann die Milch dazu kippen und gut zu einem glatten Teig vermixen.
Den Teig anschließend auf etwa 12 Förmchen verteilen und im vorgeheizten Ofen bei 170°C ca. 20 Minuten backen.

für die Creme das Topping:
100 g Margarine
80 g Traubenzucker (oder nach Geschmack eben weniger)
20 g Backkakao

Alle Zutaten mit dem Handrührer gut vermischen und cremig schlagen, das kann einen Moment dauern bis sich alles gut verbunden hat. Wenn die Masse noch zu weich ist sollte sie eine Weile in den Kühlschrank, die Törtchen müssen ja eh noch abkühlen damit die Margarine beim Garnieren nicht gleich anschmilzt.
Jetzt kann die Creme in eine Spritztülle gefüllt und auf die Törtchen gespritzt werden (oder für die Rabiaten unter euch, bei denen es nicht hübsch werden muss: mit dem Löffel draufgeklatscht – sieht in der Farbgebung eh etwas beknackt aus, oder?)

Schokocupcakes (9)
Da Zuckerstreusel ja als Deko auch wegfallen hab ich einfach mal ein paar Müsliklumpen (Alverde Dinkel-Hafer-Crunchy mit Reissirup) drübergestreut.

Schokocupcakes (14)
Sieht doch gleich viel hübscher aus, das Cremetörtchen, oder?

Schokocupcakes (19)
Sicherheitshalber lagere ich sie übrigens im Kühlschrank, wo außerdem die Creme schön fest wird/bleibt.

Es grünt so grün…

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Es ist schon wieder eine Weile her, da habe ich mich an einem dünnen grünen Rippjersey aus meinem Vorrat vergriffen.
Wetter und Kamera sabotierten meine Versuche, das Ergebnis (und einiges andere) fotografisch festzuhalten, nach Kräften, aber jetzt kann ich euch wenigstens 2 Tragebilder zeigen, die die Kamera nach dem Belichtungsgezicke und vor dem obligatorischen Akkutod noch zu Stande gebracht hat. Ich sag euch, den Zeitraum dazwischen abzupassen und gewinnmaximierend auszunutzen ist gar nicht so einfach.

Skull grün 2

Geworden ist es ein Langarmshirt mit einer Art Poloschlitzknopfleiste, für die ich einen Streifen Jersey mit Bügeleinlage verstärkt habe. Statt Knöpfen habe ich aber Totenkopfnieten benutzt und den Schlitz deshalb seitlich wieder zugesteppt.

Skull grün 3
Ansonsten ist das Shirt gewohnt unkompliziert. Ich muss ja sagen, an Jersey mag ich nicht nur das bequeme Tragegefühl, sondern auch die Tatsache, dass er sich so schön einfach zu figurfreundlichen Kleidungsstücken verarbeiten lässt, ohne erst ewige Fummeleien mit Schnitten, Abnähern, Bequemlichkeitszugaben & Co. zu haben.  Irgendwie so eine „geht immer“-Geschichte und mein „go to-Material“ wenn ich nicht weiß, was ich sonst nähen soll, oder mal was mit Erfolgsgarantie brauche. (Ich weiß, darüber wird manch einer vielleicht entsetzt die Augen aufreißen, aber für mich war Jersey nie ein Kampfgegner.)

Skull grün

Und was hatte mein Vater natürlich wieder zu bemerken, als er sich, die Augen zusammenkneifend, zu mir beugte und versuchte, die Totenköpfe zu erkennen?
„Was hast du denn da auf den Brüsten? Da brauchst du dich ja nicht wundern, wenn die Männer da hingucken, bei der Platzierung ist das ja quasi geradezu eine Einladung…“
Ah ja. Ist das etwa nicht die übliche Platzierung für Knopfleisten?

Skull grün 4

Frusano jetzt bei dm

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Gestern rief mich meine Mutter ganz aufgeregt aus dem dm an: im Regal stehen Frusano-Produkte! Kurze Nachfrage bei der Mitarbeiterin ergab dann, das jetzt tatsächlich alle dm-Filialen eine Auswahl fruktosearmer Produkte von Frusano ins Sortiment aufnehmen, auch wenn vereinzelt noch nicht alle Produkte geliefert wurden – das Fach für die Schokolade war zum Beispiel noch leer.
Ist das nicht eine tolle Nachricht? Meine Wenigkeit wäre jedenfalls vermutlich vor Freude jubelnd durch den dm gehüpft, bis mich alle irr angeguckt hätten. Aber wenn endlich mal jemand Produkte für die häufigste, aber dennoch vom Markt vollkommen vernachlässigte Unverträglichkeit ins Programm nimmt und einfach verfügbar macht muss man sich doch wohl freuen, oder? Zumal vielleicht auch die Hoffnung besteht, dass die Produkte (und das Problem an sich) so bekannter, damit die Nachfrage höher und auf Dauer der Preis niedriger wird. Aber selbst wenn nicht, allein die Ersparnis der Versandkosten und –zeit finde ich schon super, und ganz nebenbei erwähnt war der Preis für den Johannisbeersirup, den meine Mutter mir mitgebracht hat, mit 4,25€ auch noch ohnehin günstiger als der Preis für eine Einzelflasche im Onlineshop.

Frusano
Um aber noch mal auf die Häufigkeit zurückzukommen: verschiedenen Quellen zufolge leiden in Deutschland/Europa ca. 30-40% der Bevölkerung an einer Fruktosemalabsorption. Laktoseintolerante gibt es mit 15-20% (Achtung, ungefragter Videostart – wie ich sowas hasse!) also nur halb so viele und den Vergleich mit Glutenintoleranten mit weniger als 1% braucht man wohl kaum noch ziehen. Schaut man sich in deutschen Lebensmittelmärkten um könnte man dennoch meinen die Verteilung sei genau andersrum, denn die Regale haben sich in den letzten Jahren immer mehr mit gluten- und laktosefreien Produkten gefüllt (was ich ja per se auch begrüßenswert finde). Mittlerweile findet man sie selbst bei Discountern und viele Firmen drucken ihren Produkten freiwillig einen entsprechenden Stempel oder Vermerk auf, selbst wenn sie von Natur aus immer allergenfrei sind, einfach weil es auch ohne Unverträglichkeit „in Mode“ gekommen zu sein scheint.
Auf zahlreichen Verpackungen finden sich mittlerweile freiwillig bzw. zu Werbezwecken ganze Listen mit Informationen wie „glutenfrei, laktosefrei, vegan, ohne Konservierungsstoffe, ohne Farbstoffe, für Diabetiker geeignet“ und so weiter und so fort, zusätzlich zu den vorgeschriebenen Allergiehinweisen auf Schalenfrüchte, Nüsse und Co.

Warum also gibt es kein entsprechendes Äquivalent, das die betroffenen 30-40% der Deutschen auf einen Blick vor Fruktose und Zucker warnt? Warum müssen 30-40% der Bevölkerung jede Packung rumdrehen, die Inhaltsangaben genauestens studieren um dann immer noch unsicher zu sein, ob sie vage Zutaten ohne Mengenangaben wie „Gemüse“ oder „Gewürz(extrakt)e“ vertragen? Und warum müssen sie ohnehin die große Mehrzahl der Produkte im Laden lassen, weil immer noch in die erdenklichsten Dinge Zucker reingepanscht wird? Ist denn Zucker in herzhaftem Aufschnitt wirklich unabdingbar? Ich glaube kaum.

Selbst wenn vielleicht zu viele der Betroffenen gar nicht wissen, was sie da genau plagt, da hinlänglich bekannt ist, dass Zucker nicht zu den gesündesten Lebensmitteln gehört, warum scheinen 30-40% der Bevölkerung und eine entsprechende Lebensmittelkennzeichnung Behörden und Verbraucherschützern egal zu sein? Es gibt doch schließlich auch unzählige Diät- und Diabetikerprodukte und entsprechende Hinweise, aber selbst wenn auf einer Packung „zuckerfrei“ draufsteht müssen bei Fruktosemalabsorbern die Alarmglocken schrillen, weil das oft bedeutet, dass stattdessen genau so unverträgliche Zuckeralkohole wie Sorbit oder Maltitol enthalten sind oder beispielsweise mit der Fruktosebombe Honig gesüßt wurde.

Während es also für deutlich kleinere Personengruppen an jeder Ecke ganze Regale voll geeigneter Produkte gibt und Diabetiker aus 10-15 Sorten mit Fruktose gesüßter Schokolade für 1,20€ auswählen können gehen 30-40% in den meisten Produktkategorien leer aus. Oder können jetzt 3,70€ für eine 85g-Tafel Schokolade zahlen, wobei sie mit etwas Glück 3 Sorten zur Auswahl haben. Versteht mich nicht falsch, ich bin wirklich froh, dass es immerhin diese Möglichkeit gibt und die Produkte jetzt bei dm einfach zu erwerben sind und hoffentlich bekannter werden, aber ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum das Angebot und der Bekanntheitsgrad ausgerechnet für die häufigste Unverträglichkeit so verschwindend gering sind.

Ich würde mir jedenfalls wünschen, dass Industrie, Behörden und Verbraucherschützer da nachrüsten und auf die Bedürfnisse immerhin gut eines Drittels der Bevölkerung eingehen. Ich erwarte ja nicht, dass jemand fruktosearme Obst- und Gemüsesorten entwickelt, aber ein paar mehr herkömmliche Produkte in fruktosearm und eine bessere Kennzeichnung aller Lebensmittel dahingehend wären schon nicht verkehrt. Allein ein entsprechender Vermerk auf der Packung könnte die Dauer einer gewöhnliche Einkaufstour eines Malabsorbers jedenfalls signifikant verkürzen und auch Außenstehenden, die ihnen eine Freude machen oder für sie kochen wollen, die Auswahl erleichtern.

Nichts desto trotz, einen Schritt nach dem anderen, also freue ich mich erstmal, dass dm abseits der Reformhäuser (die bei uns auch nichts vorrätig haben) hier eine Pionierstellung einnimmt und hoffe, dass die Verkaufszahlen dem Recht geben werden. Danke, dm!