Archiv für den Monat Dezember 2013

Herbst im Advent?

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Dass ich im grünen Forum an einem Adventskalender-Swap teilgenommen habe wisst ihr ja bereits, denn ich konnte mit meiner Freude über meinen Kalender von Todeszebra ja nicht hinter dem Berg halten.
Natürlich habe ich aber selbst auch einen Kalender zusammengestellt und mit Basteleien und anderen Dingen befüllt, und zwar für die liebe Lilienkind. Weil die jetzt alle Geschenke ausgepackt haben sollte kann ich euch dann endlich zumindest die selbstgemachten auch zeigen. Der Rest hat der Beschenkten zwar glücklicherweise auch gefallen, ist aber hierfür erstmal unwichtig.

Ihrem Steckbrief zufolge mag Lilienkind unter anderem die Natur, Blätter, Eiche(l)n, Windlichter und Dinge, bei denen man noch erkennt, dass sie aus Holz gemacht sind. Daran habe ich mich dann hauptsächlich orientiert und so ist ihr Adventskalender etwas jahreszeitenuntypisch recht herbstlich ausgefallen.

Zum Thema Blätter und Windlichter fiel mir sofort etwas ein, nämlich mit buntem Herbstlaub dekorierte Teelichthalter aus Glas. Dafür habe ich einen gemütlichen Spaziergang gemacht und Blätter gesammelt, die ich hinterher – ganz wie als Kind – zwischen zwei Lagen Zeitungspapier in einem dicken Buch getrocknet habe.
Danach habe ich meinen alten Serviettentechnikkleber rausgekramt und die Blätter damit auf ein etwas größeres Glas geklebt und großzügig mit dem Kleber bestrichen. Bei den dünnen Blättern hat das ganz gut geklappt, die dickeren hingegen brauchten etwas Überredung, da sie anscheinend so steif waren, dass ich sie länger ans Glas drücken musste, bis sie sich der Form zumindest größtenteils beugten. Das erforderte etwas Geduld und Fingerspitzengefühl, hat sich aber finde ich gelohnt.
Nachdem der Kleber durchsichtig getrocknet war habe ich das Ganze zur Sicherheit noch mit nicht enflammbarem Klarlack eingesprüht und ta-da:

Herbstteelicht
Testweise mal beleuchtet sieht es dann so aus. Schön gemütlich, oder?

Herbstteelicht 2
Weil mein Wichtelkind außerdem hatte verlauten lassen, dass es stimmungsvolle Dekoration mag, dachte ich mir, dass es ja nicht unbedingt bei einem Windlicht bleiben müsse, und habe mich an einem Stück orientiert, das bereits bei uns auf dem Wohnzimmertisch steht: ein Teelichthalter aus Treibholz. Gut, Treibholz vom Bodensee war jetzt spontan nicht aufzutreiben, aber glücklicherweise habe ich bei meinem Waldspaziergang doch ein paar Stücke Holz gefunden, die schon „organisch“ genug waren um natürlich auszusehen, ohne vermodert zu sein.
Das habe ich dann gründlich abgebürstet und gereinigt, ehe ich es erstmal sicherheitshalber zum Trocknen in den Heizungskeller legte. Danach brauchte ich nur noch mit dem Forsterbohrer drei Aussparungen bohren, in die die Teelicher perfekt reinpassen, und fertig ist die charaktervolle Holzdeko:

Holzteelicht
Holzteelicht 2
Und als ob zwei Utensilien für Zimmerfeuer im Miniaturformat noch nicht genug wären hab ich noch ein weiteres Glas verziert, diesmal allerdings mit silberner Farbe und Schablonen-Tupftechnik. Lilienkind mag nämlich auch den Landhausstil, und auch meine ursprüngliche Idee etwas anders aussah hoffe ich doch, hiermit die richtige Richtung eingeschlagen zu haben.

Landhausteelicht 2
Das ließ sich wegen der hohen Transparenz nur schlecht fotografieren und wurde daher für die Bilder mit buntem Papier gefüllt, aber beleuchtet sieht es eh wieder viel schöner aus:

Landhausteelicht
Kommen wir endlich mal weg von den Kerzenhaltern und hin zu den eher nützlichen Kleinigkeiten des Kalenders, denn auch davon hatte Lilienkind welche auf ihrer Wunschliste stehen. Mit dabei: Maschenmarkierer. Dazu gibt’s eigentlich nicht viel zu sagen… etwas Nylondraht, Quetschperlen und verschiedene Dekoperlen später war eine kleine Armee von Maschenmarkierern geboren und mir dünkte, Lilienkind werde nie so viele Hände (oder Strickteile) haben, um sie alle auf einmal in Gebrauch zu haben. Aber wer weiß…

Maschenmarkierer 2
Das langwierigste daran war jedenfalls das Warte auf die Quetschperlen, die einfach nicht ankommen wollten… Zum Glück kamen sie dann kurz vor knapp doch noch, um sich mit ihren Kumpanen von wegrutschenden Drähten durchs Wohnzimmer katapultieren zu lassen. (Muss schließlich ein Heidenspaß für die Dinger sein… wie Achterbahn fahren oder Fallschirm springen!)

Maschenmarkierer
Mit fallschirmartigen Abgängen kennen sich vielleicht auch diese fallenden Blätter aus.

Notizbuch
Die habe ich auf eine Miniaturbuchhülle gestickt, weil der Steckbrief besagte, dass sich über hübsche Notizbücher gefreut würde. Ein vielleicht nicht ganz so hübsches Exemplar hab ich dann selbstverständlich reingesteckt.

Notizbuch 2
Hierzu gibt es auch mal wieder eine kleine Anekdote aus dem Hause knaxgurke. Als ich nämlich in meinem Zimmer saß und an der Hülle werkelte mahnte mein Vater plötzlich durch den Türspalt: „Mach das ja ordentlich!“ Auf mein etwas irritiertes „Äh, ja, natürlich?“ antwortete er dann: „Gut… Was machst du da eigentlich?“
Bei der Inspektion der fertigen Hülle – die übliche Qualitätsprüferin durfte hier leider ihre Nase nicht reinstecken, weil Lilienkind eine Katzenhaarallergie hat – hatte er dann zu vermelden: „Das ist aber schööön.“

Notizbuch 3
Und damit wenigstens auch noch ein Bisschen was weihnachtliches den Weg in den Kalender findet bin ich noch Lilienkinds Wunsch nach Untersetzern für Tassen oder Gläser nachgekommen. In Form lace-gestickter Schneeflocken.

Untersetzer
Die können sogar eine zweite Schicht als Tannenbaumanhänger schieben und sind bei genauerem Hingucken steampunk-inspiriert.

Eine weitere Jahreszeit hat sich dann mit dem kleinen Kosmetiktäschen in den Kalender gemogelt, welches sich Lilienkind „für das nötigste“ gewünscht hatte.

Kosmetiktasche
Lustigerweise hatte ich sogar einen Reißverschluss in exakt der passenden Farbe und Länge da, obwohl ich sonst, außer dem Stoffrest, eigentlich absolut gar nichts in der Farbe hatte. Das Futter ist allerdings hell, damit man den Inhalt hoffentlich besser findet.

Kosmetiktasche 2
Als letztes selbstgemachtes Geschenk gäbe es dann noch ein paar Haarspangen zu zeigen, die dafür sorgen, dass sich auch der herbstliche Kreis wieder schließt.

Haarspangen
Wegen Lilienkinds Vorliebe für Eicheln habe ich bei meinem Spaziergang nämlich auch davon welche gesammelt und sie, zusammen mit etwas Bastelfilz, zu einem kleinen Laubarrangement für die Haare verarbeitet.

Haarspangen 2
Haarspangen 3
Zu den 24 Päckchen dazu gab’s dann noch eine Karte nach Centis Vorbild und, zum restlichen Kalender eigentlich völlig ohne Bezug, für jedes Geschenk einen Pacman-Anhänger, der die Nummer des entsprechenden „Päc-chens“ mampft. Die hab ich aber dummerweise nicht mehr fotografiert.

Karte

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Beweisführung “Kriminalität im Advent”, Teil 4

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Endspurt! Also ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich finde es regelrecht schade, dass nun wir nun Heiligabend haben, weil damit die Zeit der Adventskalenderpäckchen vorbei ist.  (Vielen lieben Dank an dieser Stelle noch mal an Todeszebra für den tollen Kalender!) Eine letzte Runde kann ich euch aber noch präsentieren bevor es mit allerlei Wichtel- und Weihnachtsgeschenken und irgendwann auch wieder normalen Basteleien weitergeht. 😉

Mit Asservat 5664-19 wurden mir erneut keksförmige Gebilde in gemusterter Tüte überstellt:

Tür 19
Mit Beweisbeutel 5737-20 bekam ich dann neue Beweise im Fall der Nussdiebe vorgelegt.

Tür 20
Überraschenderweise wurde die Beute diesmal zusammen mit einer weiteren Haarspange, die der aus Beutel 7843-9 erschreckend ähnlich sieht, gefunden. Handelt es sich etwa um die gleichen Täter?

Tür 20 (1)
Wie das mir überstellte Beweisstück 4822-21 zeigt scheinen die Diebe jedenfalls immer noch am Werk zu sein:

Tür 21 (3)
Auch keksartige Gebilde erhielt ich mit Beutel 9410-22 noch mal zur Untersuchung:

Tür 22
Asservat 9975-23 hingegen hielt dann wieder ein Grablicht bereit, diesmal in lila mit Fledermäusen.

Tür 23
So hübsche Beweise bekommt man doch gerne vorgelegt, oder?

Tür 23 2
Damit wären wir dann auch schon beim letzten Untersuchungsobjekt vor dem Weihnachtsurlaub angekommen. (Da ist doch selbst Urlaub geradezu schade, oder?) Mit dem letzten Päckchen Nummer 9764-24, dem einzigen nicht tütenförmigen, bekam ich nämlich eine hübsche Tablethülle auf den Tisch, die bei einem Geschenkediebstahl mitgegangen war.

Tür 24 (5)
Nichts desto Trotz sind jetzt erstmal genug Hinweise, Indizien und Beweise gesammelt, dass meine werten Kollegen noch eine Reihe Festnahmen machen können bevor auch sie irgendwann endlich Weihnachten feiern können. Ich für meinen Teil verabschiede mich hiermit vorerst zufrieden aus dem Dienst und wünsche allen

frohe Weihnachten!

haarige Angelegenheiten

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Noch mehr Wichteleien, ihr bleibt noch nicht verschont! Dieses Jahr ist’s echt heftig, was? Aber seid euch gewiss, auch das geht irgendwann vorbei…

Wichteln 2013 für Enfant D'Enfer 4
Diesmal geht es um das Geschenk, das ich im Rahmen des alljährlichen N&S-„Karmawichteln“ für EnfantD’Enfer gebastelt habe. Da sie auch ein Langhaar ist hatte sie sich einen Haarstab gewünscht, mit dem sie im Winter verhindern kann, dass ihre Haare am Mantel schubbern und sich verknoten. Das Problem kenne ich natürlich selbst nur zu gut und konnte wahrlich mitfühlen, weshalb ich mir ihren Wunsch ausgesucht habe.

Wichteln 2013 für Enfant D'Enfer 2
Bei einem konnte ich es aber natürlich nicht belassen, Entscheidungschwierigkeiten und so… Im Nachhinein hätte ich sogar gerne noch ein paar mehr gemacht. Aber da konnte ich mich auch nicht entscheiden.

Wichteln 2013 für Enfant D'Enfer 3Im Endeffekt habe ich einen hellen, gewachsten und einen schwarzen, lackierten Stab gemacht. Bei den Perlen habe ich mich hauptsächlich für blaue entschieden, nicht nur weil das eine der genannten Farben war, die die Empfängerin mag, sondern auch weil ich mir vorstelle, dass das in ihren blonden Haaren hübsch leuchtet und heraussticht.

Wichteln 2013
Auch bei den Metallteilen habe ich mich einmal für silber- und einmal für bronzefarben entschieden.

Wichteln 2013 für Enfant D'Enfer
Zum Schluss gibt’s nochmal die Perlen in Nahaufnahme. Da wäre ein leuchtendes Blau, das sicher für mich selbst auch noch mal zum Einsatz kommen wird…

Wichteln 2013 für Enfant D'Enfer 5
… und eine Kombi aus einer hellblauen Crackle-Glasperle, einer cremefarbenen Wachsperle und einer Crackleperle, deren Farbe von der Verkäuferin liebevoll als „indiko“ [sic!] beschrieben wurde.

Wichteln 2013 für Enfant D'Enfer 6
Während des Werkelns kamen mir die Stäbe übrigens ziemlich winzig vor, denn EnfantD’Enfer hatte sich lediglich eine Nutzlänge zwischen 11 und 14 cm gewünscht. Da meine dicke Mähne gut und gerne mal 16cm in die Knie zwingt und 18cm oder mehr wohl eine bessere Option wären war das schon erst mal ein komisches Gefühl. Aber ist ja klar, es sind eben nicht alle Haare gleich (Übrigens auch nicht auf einem Kopf, um zu Vergleichszwecken ein gutes Bild der Haare einer Person zu bekommen wird empfohlen etwa 30-50 Haare einer Körperstelle zu untersuchen.) und deshalb braucht natürlich auch nicht jede gleich lange Haarstäbe.

Manhattan in Hessen: das unserAller-Lackpaket

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Die Kosmetikmarke Manhattan dürfte sicher den meisten ein Begriff sein und vielleicht erinnert ihr euch auch noch an die Community Colours Limited Edition, aus der bereits ein Lack in meiner Herbst-Top 3 vertreten war? Das besondere an dieser 20 Lacke-starken Kollektion war, dass sie nicht von Manhattan-Produktdesignern im stillen Kämmerlein entworfen worden war, sondern von, sagen wir, „Ottonormalverbrauchern“. Wie das? Auf unserAller können Mitglieder entscheiden, wie neue Produkte aussehen sollen und sie entwerfen, inspirieren oder dafür abstimmen.

Manhattan hat nun, anlässlich des 50. Firmenjubiläums, mit unserAller wieder eine solche „interaktive“ Kollektion geplant, deren Name  mehrheitlichem Beschluss zufolge birthday colours created by fans“ lauten soll.

Zu diesem Zweck konnte man sich bei unserAller für ein Selbstmachpäckchen bewerben, mit Hilfe dessen man zuhause Lacke kreieren darf, über deren Aufnahme in die Kollektion dann auf der Plattform abgestimmt werden kann. Wie bei der Community Colours LE auch werden wieder die 20 Lacke mit den meisten Stimmen im Herbst ihren Weg in die Drogerien finden.

unserAller
Zu meiner großen Überraschung habe ich vorhin dann tatsächlich eine kleine Kiste mit Manhattan-M aus dem Briefkasten gefischt und mich sehr gefreut, damit hatte ich nicht gerechnet. Spannend!

unserAller (7)
Zum Vorschein kamen dann 5 Flaschen Klarlack, verschiedene Tütchen Pigmente, Holzspatel zum Mischen, Plastikfolien zum lackieren der Kreationen und eine kurze Anleitung, nebst Füllmaterial.

unserAller (28)
Leider war die Tüte mit dem silbernen Glitzer wohl nicht ganz zu, denn schon nach dem ersten Befummeln waren meine Hände und der restliche Inhalt zum Teil doch recht funkelnd… Aber sei’s drum,  zum Glück ist ja noch genug da um nach Herzenslust damit rumzusauen.

unserAller 2
Laut Anleitung soll man die Folien mit dem Lack bemalen und dann die Pigmente zugeben. In meiner Vorstellung gibt das aktuell eine ziemliche Sauerei und ungleichmäßige Ergebnisse, aber ich werd’s natürlich freudig ausprobieren. (Schweinkram, yippieh!)  Die werden sich da hoffentlich schon was bei gedacht haben… auch wenn ich mir noch nicht ganz vorstellen kann, warum man dafür ganze 5 Flaschen Klarlack brauchen können sollte. (Aber da mein Unterlack sich gerade dem Ende zuneigt stören mich die Reserven selbstverständlich auch nicht.)

unserAller (15)
Jedenfalls freue mich sehr darauf, bei nächstbester Gelegenheit mit den Pigmenten und Lacken rumzupanschen und werde euch die Ergebnisse dann sicher noch mal vorstellen. Vielleicht habt ihr ja auch Ideen, Vorschläge oder Wunschlacke, die ihr in Ermangelung eines Sets nicht umsetzen könnt und bei denen ihr euch freuen würdet, wenn ich es mal versuche? (Ja, nebo, Grün und Rot werden unter Garantie in der einen oder anderen Variante dabei sein. ;)) Alternativ könnt ihr übrigens auch ohne Bastelset selbst Vorschläge einreichen und natürlich für eure Favoriten abstimmen.

Beweisführung “Kriminalität im Advent”, Teil 3

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Kommen wir also schon zum vorletzten Teil des grandiosen Adventskalenderinhalts. Leute: da sind jetzt nur noch 6 Päckchen übrig!

Beutel 5706-13 hält gleich wieder ein besonders Schmuckstück aus einem etwas kuriosen Fall bereit: ein Grablicht aus einem Fall von Störung der Totenruhe.

Tür 13
Stimmungsvoll beleuchtet mit einer lecker nach Apfel und Zimt duftenden Kerze sieht das dann so aus:

Tür 13 (12)
Bei Beweisstück 8476-14 drehte es sich dann wieder um die Ladendiebstahlserie, die die Stadt bereits mehrfach in Atem gehalten hat. Jetzt gibt es endlich eine heiße Spur!

Tür 14
Am 15. durfte ich dann mit 2748-15 neue Indizien im Fall der Nussdiebe im wahrsten Sinne des Wortes unter die Lupe nehmen:

Tür 15 2
Langsam kommen wir der Sache näher…

Tür 15
Untersuchungsobjekt 9072-16 kam in einem kleinen Plasikpott daher und musste schnellstmöglich auf toxische Verunreinigungen untersucht werden.  Zum Missfallen der leitenden Ermittlerin musste ich der Körperbutter allerdings absolute Harmlosigkeit bescheinigen.

Tür 16
Am 17. tauchten dann überraschend neue Lipiputaner-Knochenfunde auf, die ich, katalogisiert unter der Nummer 1996-17, unter anderem auf genetische Übereinstimmung mit den Füßen aus 4191-11 untersuchen durfte.

Tür 17
Auffallend auch hier wieder: die Präsentation als Kopfschmuck.

Tür 17 (3)
Dieser wird übrigens mit ganz besonders großen Haken und Augen geschlossen:

Tür 17 (9)
Ebenfalls wieder deutlich erkennbar sind natürlich auch die Körperteile, um deren Knochenstruktur es sich hier handelt: die fehlenden Beine vom letzten Mal sowie Arme und Hände. Diesmal aber wirklich.

Tür 17 (5)Im mysteriösen 18. Päckchen mit der Nummer 7783-18, das in einem Bekennerschreiben schon als ursprünglich anders geplant angekündigt worden war, …

Tür 18
… fanden sich dann eine Rolle Pillen sowie ein Tütchen mit braunen Herzen:

Tür 18 (1)
Die Untersuchungsergebnisse brachten aber Klarheit, es handelt sich wieder nicht um kontrollierte Substanzen, sondern um Traubenzucker und Schokolade.

Tür 18 (4)
Wer hier mit solchen Spielchen Ressourcen verschwendet wird sich vielleicht nach Abgleich des hinterlassenen Fingerabdrucks zeigen.

Tür 18 (3)
(Ansonsten kann ich nur hoffen, dass er ein gutes Omen dafür ist, dass ich wenigstens die Stelle in der Daktyloskopie, auf die ich mich kürzlich beworben habe, bekomme. Zur Abwechslung wurde da nämlich tatsächlich mal jemand mit Forensikstudium gesucht und nicht die tausendeste Laborantin – aber da ich schon von so vielen ansonsten gut passenden Stellenausschreibungen nichts mehr gehört habe…)

Blogparade: Top 3 Weihnachtsprodukte

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Ein paar Runden sind mal wieder ohne mich vergangen, aber frei nach der Maxime, dass man sich zu Weihnachten mit netten Menschen versammeln soll, möchte ich diesmal auch wieder bei Dianas Blogparade teilnehmen. Das Motto ist nämlich, passend zur Jahreszeit: die Top 3 Weihnachtsprodukte.  Mein erster Gedanke war ja zugegebenermaßen „Was denn für Weihnachtsprodukte?“, aber klar: Produkte, die man gerne an Weihnachten trägt, mit denen man sich in den Feiertagen verwöhnt oder vorher darauf vorbereitet, um besonders entspannt ans Fest gehen zu können. Meistens entscheide ich das ja relativ spontan und es kann sich von Jahr zu Jahr ändern, auch wenn es – wen wundert’s? – meistens stark grünlastig ist.

Top 3 Weihnachtsprodukte 2
Was für gewöhnlich als erstes feststeht ist der Nagellack, so also auch in diesem Jahr, in dem ich mich ein Bisschen verliebt habe. In den Nagellack versteht sich, alles andere blieb mir ja bisher vergönnt. Das Objekt der Begierde ist dieses:

Ruby Slippers
Der Fashionista-Lack „Ruby Slippers“, der mich nicht nur mit seiner tollen Farbe, sondern vor allem auch der spitzen Haltbarkeit überzeugt hat, dieses Jahr von den üblichen grünen Weihnachtsverdächtigen abzurücken. Für die Fotos habe ich nämlich schon ein paar Tage auf besseres Licht gewartet – wie man sieht vergeblich, das wird der Schönheit gar nicht gerecht – und auch nach 6 Tagen Tragezeit war die Tipwear absolut minimal. Dafür ist sogar meiner Mutter aufgefallen, was für eine hübsche und streifenfreie Schimmerfarbe ich da auf den Nägeln trage und ich bin mir fast sicher, dass meine Tante beim Weihnachtessen auch danach fragen wird.

Auf den Augen geht es selbstverständlich wieder Grün zu, Rot sieht meistens doch eher nach verheultem Huhn mit Vogelgrippe aus. Jedenfalls bei meinen Schlupflidern.  Stellvertretend diesmal: Catrice Intensif’eye „Have you seen Alice?“, ein hübsches Dunkelgrün mit Glitzer. Wenn das mal nicht geradezu „Weihnachten“ schreit… (Ihr seht übrigens mal wieder, die Größte im Swatchen bin ich nicht gerade. Auf dem Auge ist der Lidschatten viel schöner und vor allem grüner.)

Top 3 Weihnachtsprodukte 4
Während ich mich auf einen Lippenstift noch nicht festgelegt habe, weil der es ja beim Weihnachtessen eh nicht leicht hat, habe ich mich bei den Wangen für ein Rouge entschieden, das ich –  insbesondere in den kälteren Jahreszeiten – wirklich liebend gerne trage. „Crimson“ von Fashionista ist ein toller, intensiver, eher dunkler Farbton mit leichtem Glitzer, den man wirklich sparsam auftragen muss, wenn man nicht mit dem Weihnachtsbaum um die Wette strahlen will.

Top 3 Weihnachtsprodukte 3
Wie sieht’s bei euch zu Weihnachten aus? Braucht ihr auch keine Entschuldigung, um zu Rot und Grün und zu greifen, haltet ihr es lieber schlicht oder wartet ihr gar mit der vollen Portion Goldglitzer & Co. auf?

Top 3 Weihnachtsprodukte

Karma-chameleon

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Ihr kennt es ja schon aus dem letzten Jahr: das „Karma-Wichteln“ im grünen Forum. Anscheinend habe ich bis auf bei der Jobsuche ganz passables Karma, denn obwohl meine eigenen Geschenke meistens eher, wie vom Wichtelprinzip angedacht, klein ausfielen habe ich dieses Jahr schon ganz fabulöse, große Wichtelpost von der lieben Frau Horror bekommen.
Während meine Mutter draußen ihre Windschutzscheibe freikratzte um mit der Katze zum Tierarzt zu fahren und ich die Hände im Plätzchenteig vergraben hatte brüllte ihr nämlich ihrer Erzählung zufolge schon von der anderen Straßenseite aus der Postbote zu, dass er Post habe, und lamentierte, wie er die denn in den Briefkasten hätte kriegen sollen (auch wenn mir schleierhaft ist, warum sowas dann nicht gleich vom Paketboten geliefert wird). Na was ein Glück musste die Katze geimpft werden… (Sie sieht das übrigens mit Sicherheit anders.)

Als meine Mutter dann verkündete, es sei für mich, und mir den Karton unter die Nase hielt setzte bei mir schon leichte Schnappatmung ein, denn: „Da, da… da! Da ist eine ID drauf. Wichtelpost!“ Gefolgt von einem ersten kleinen Freudentanz und mit ent-klebten Händen machte ich mir dann an dem Päckchen zu schaffen… und bekam es erstmal nicht auf. Sehr gut zugeklebt… aber Schätze behütet man eben, was?

Wichteln 2013 von Frau Horror 2
Zum Glück wollte ich das Geschenk vorsichtig rausziehen als ich den Karton endlich offen hatte, denn als erstes fielen mir gleich zwei Zusatzgeschenke in Form eines Duschgels und eines Lippenbalsams entgegen. Beides mit leckerem Apfel-Zimt-Duft… wenn ich schon keine Äpfel essen darf, hm?

Wichteln 2013 von Frau Horror
Mit dabei war auch ein Briefchen, das mich erstmal herzhaft hat lachen lassen:

Wichteln 2013 von Frau Horror 3
Zu den Verpackungskünsten maße ich mir keinen Kommentar an (auch wenn nichts „schlimmes“ daran sehen konnte), schließlich bin ich da selbst nicht gut drin, aber so viel sei gesagt: nähen kann sie auf jeden Fall!
Nachdem ich nämlich die wesentlich leichter zu öffnende Geschenkverpackung entfernt hatte kam diese ganz grandios-wunderbare Tasche zum Vorschein:

Wichteln 2013 von Frau Horror 4
Mit nicht nur einer Reißverschluss-, sondern auch noch einer Einstecktasche, die hier den Inhalt des kleinen roten Briefumschlags rauslugen lässt.

Wichteln 2013 von Frau Horror 5
Außerdem hat die Tasche einen Reißverschluss auf der Oberseite…

Wichteln 2013 von Frau Horror 6
… und D-Ringe an den Seiten, an die man einen langen Träger klippen kann:

Wichteln 2013 von Frau Horror 8
Das sieht dann so aus:

Wichteln 2013 von Frau Horror 14
Zusätzlich zu den hübschen Paspeln und der Schlossstickerei…

Wichteln 2013 von Frau Horror 15
… gibt es sogar auf der anderen Seite noch eine Stickerei, diesmal in Form einer Fledermaus, und noch ein kleines Fach.

Wichteln 2013 von Frau Horror 7
Ehrlich, ich war so begeistert beim Auspacken, mir fehlten die Worte und ich kam gar nicht mehr aus dem Staunen raus. „Oh, ist die schön… Punkte! Und mit Stickerei… oh, und da ist ja noch eine! Und eine gestreifte Innentasche, nein zwei, nein drei, nein sogar vier!“

Wichteln 2013 von Frau Horror 9
Da musste ich selbstverständlich gleich mal was reinpacken:

Wichteln 2013 von Frau Horror 10
Passenderweise kam die Tasche nämlich genau einen Tag vor einem geplanten Shoppingtrip, auf den ich mich mit dieser tollen Begleitung gleich noch viel mehr gefreut habe. Wer würde das nicht?

Für die besagten D-Ringe an den Seiten gab es übrigens selbstverständlich auch noch einen langen Tragegurt, denn eigentlich mochte ich solche bis dato lieber. Sogar einen mit, äh, Schulterpolster? Gibt’s dafür ein passenderes Wort?

Wichteln 2013 von Frau Horror 11
Beim Shoppen habe ich dann erstmal, neugierig wie ich bin, die kurzen Henkel ausprobiert und den langen nur sicherheitshalber eingepackt, und was soll ich sagen? Ich hab Gefallen daran gefunden. Vielleicht hatten alle vorherigen Testobjekte nicht die richtige Länge oder Konsistenz, aber hier sind die Henkel auch für das bequeme Kurz-Tragen perfekt. Da tun sich doch glatt neue Welten auf. Nichts desto Trotz ist die großartige Tasche natürlich auch mit angebrachtem langen Gurt absolut perfekt.

Wichteln 2013 von Frau Horror 16
So perfekt sogar, dass meine Mutter bei ihrem Anblick auch spontan verzückt verlauten ließ „Ooh, ich will auch so eine!“, obwohl ihr Geschmack natürlich ganz anders ist, und mein Vater mal wieder begeistert seine Bewunderung dafür kundtat, wie toll er das Forenwichteln findet und dass sich da mehr oder weniger fremde Leute so viel Mühe geben für andere zu werkeln, dass ein derart fantastisches Geschenk dabei herauskommt, das so perfekt zu mir passt obwohl mich Frau Horror nicht mal persönlich kennt. Wenn das kein Lob ist…

Wichteln 2013 von Frau Horror 13
Ihr könnt euch jedenfalls vielleicht denken, dass ich den ganzen Tag nicht mehr aus dem Strahlen und Grinsen rauskam und es kaum erwarten konnte, am nächsten Tag voller Stolz meine tolle Tasche durch’s Einkaufszentrum zu tragen und allen damit eine lange Nase zu machen.

Tausend Dank noch mal an Frau Horror, die mir meinen größten und aufwändigsten Wunsch so liebevoll und durchdacht erfüllt hat! Damit hätte ich wirklich nie im Leben gerechnet. Wer das Wichteln kennt weiß nämlich: in der Beschreibung der Aktion steht, man solle sich etwas wünschen, das auch für eine berufstätige Person an ein paar Abenden zu erledigen sei, und bei Aufwand und Materialkosten eher an eine Kleinigkeit für die Bürokollegin als an ein Geschenk für die besten Freundin denken.  Also wenn das eine Kleinigkeit für die Kollegin ist, was kriegt denn dann die beste Freundin?! Allein die unzähligen Schnitteile und das Material, von der sauberen Verarbeitung mal ganz abgesehen… da kann Frau Horror noch so oft sagen sie habe das schließlich gelernt und der Schnitt sei nicht auf ihrem Mist gewachsen (Ich hab nachgefragt, er hört auf den klangvollen Namen „Schnabelina„.), ich glaube so ein elaboriertes Wahnsinnsgeschenk kann man nicht kleinreden.

Wichteln 2013 von Frau Horror 12
Ich freue mich jedenfalls immer noch wahnsinnig und fange jedes Mal an verzückt zu Lächeln wenn ich diese großartige Tasche sehe, in die der Lippenbalsam übrigens auch gleich eingezogen ist. (Wobei ich eigentlich gar nicht weiß, womit ich bei so einem wunderschönen, genialen Geschenk auch noch Zusatzgeschenke verdient habe. So gut kann mein Karma doch gar nicht sein!)
So viel sei jedenfalls gesagt: meine Fotos werden diesem Prachtexemplar gar nicht gerecht! (Oder sollte ich eher sagen: ich kann mich besser freuen als Fotos machen?)

Hast du nicht noch irgendwas niedliches?

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„Hast du nicht noch irgendwas niedliches, was ich ihr mitbringen kann?“, fragte mich meine Mutter neulich, als sie mir von ihrer neuen Kollegin ein Kochbuch über das fruktosearme Kochen mitbrachte. Eben jene Kollegin hat nämlich auch einiges ausprobiert, bis sie zu der Erkenntnis kam, was sie nicht verträgt. Da das aber keine Fruktose ist hatte sie ohnehin keine gesteigerte Verwendung mehr für das Kochbuch und hat es netterweise meiner Mutter bzw. mir zukommen lassen, da es tatsächlich ein Buch war, dass wir noch nicht kannten. (Beim Durchblättern ist mir schon an der einen oder anderen Stelle das Wasser im Mund zusammengelaufen…)

Kirschkernkatzen (2)
Aber zurück zu den Niedlichkeiten, denn erst kurz zuvor hatte meine Mutter beim Anblick eines alten Stoffrestes gesagt, dass der ihrer Kollegin sicher gefallen würde. Obwohl die Metal hört steht sie nämlich anscheinend auf niedliches bis kitschiges (Wüsste ich es nicht besser könnte man hier fast meinen es handle sich um Soda…) und trägt voller Stolz eine quietschgrün-orangene Handtasche. Schnell kam mir also die Idee, ihr aus besagtem Stoff ein Kirschkernkissen zu nähen (, was übrigens fast genau so schnell passiert war). Was passt schließlich besser bei Bauchschmerzen als etwas wärmendes?

Kirschkernkatzen (7)
So kann sie sich auch warme Katzen auf den Bauch legen, wenn ihre Stubentiger gerade keinen Bock haben, Wärmflasche zu spielen. (Schließlich kann Mela jetzt, Selene sei Dank, auch mit ihrem Mops spazieren gehen. =P)
Außerdem kann das Kissen sogar irgendwie ein bisschen auf Katzenkopf machen, findet ihr nicht?

Kirschkernkatzen (4)
Wenn ihr übrigens wissen wollt, was in diesem Fall „alt“ bedeutet: ich erinnere mich, als Kleinkind (Meine Eltern würden jetzt sicher kichernd einwenden: „Du bist immer noch klein, Kind.“) eine Puppenwiege gehabt zu haben, deren Himmel und Bettzeug aus diesem Stoff bestanden. So alt also. Eigentlich verwunderlich, dass er so lange in diesem Haushalt überlebt hat… aber vermutlich fand meine Mutter ihn auch irgendwie süß und hat ihn deshalb pfleglich aufhoben. Sein Alter sieht man dem Stoff jedenfalls keineswegs an.

Beweisführung „Kriminalität im Advent“, Teil 2

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Die Kriminalität reißt noch nicht ab, weiter geht’s mit den nächsten Beweisstücken aus meinem Kalender von Todeszebra.

Beweisstück 1254-7, die sichergestellte Beute eines versuchten Ladendiebstahls. Der Dieb befindet sich noch auf der Flucht.

Tür 7
Auch die Diebesbande hat wieder zugeschlagen, Beweisstück 7643-8 belegt: es sind Serientäter. Die Eichhörnchennachbarschaft ist bestürzt und verängstigt, dass die Täter auf der Flucht erneut nur ihre Beute zurückließen, aber nicht gefasst werden konnten.

Tür 8 (1)
Der Inhalt von Asservatenbeutel 7843-9 stammt aus einem besonders heiklen Fall: Kindesentführung unter Waffengewalt.

Tür 9
Die hübsche Fledermaushaarspange wurde am Tatort gefunden und muss auf brauchbare Hinweise aller Art untersucht werden.

Tür 9 (1)
Erneut ein Ladendiebstahl bei Beweisstück 7548-10, aber diesmal wurde der Täter samt Beute gefasst. Ob es sich um den gleichen Kleinganoven handelt, der sein Glück schon erfolglos an Beweisstück 1254-7 versucht hat wird sich zeigen.

Tür 10
Bei Untersuchungsobjekt 4191-11 handelt es sich um ein ganz besonderes Stück:

Tür 11 (2)
Ein Knochenfund!

Tür 11 (12)
Antike Gebeine oder aktueller Todesfall?

Tür 11 (4)
Die skelettierten Füße eines Baby-Liliputaners?

Tür 11 (11)
Hände können das jedenfalls bei genauerer Betrachtung nicht sein. Oder jedenfalls keine ehemals gesund-funktionstüchtigen Menschenhände. (Es sei denn es handelt sich um die gut erhaltenen Hände eines Prä-Steinzeitmenschen, dessen Finger noch nicht in jahrtausendweiter Vorraussicht auf die flinke Bedienung eines Smartphones ausgerichtet waren?)

Tür 11 (9)
Jedenfalls darf ich auch ein DNA-Profil zum Abgleich mit der Datenbank und anderen Proben erstellen und, für den Fall, dass das keine Ergebnisse liefert, eine Radiocarbondatierung zwecks Alterbestimmung vornehmen. Vergleichsproben prähistorischer Steinzeitmenschen dürften nämlich eher weniger vorliegen.
Besonders ist übrigens auch Art und Weise, auf die sich dieser Knochenfund präsentiert: auf einem Fascinator. Ob in alten Kulturen die Gebeine der Toten zur Erinnerung im Kopfschmuck der Trauernden verankert wurden?

Mit Asservat 6443-12 ist jedenfalls auch eine neue Charge der Plätzchen aus 7674-1 aufgetaucht, die Untersuchungen haben es bestätigt.

Tür 12 (1)
Um wessen Fußabdrücke es sich hier handelt bleibt aber erstmal ungeklärt:

Tür 12

 

hey lad come join our crew

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Da ihr euch nun die gesamte Adventszeit mit den Geschenken meines tollen Kalenders von Todeszebra rumschlagen müsst soll es heute wenigstens mal wieder etwas geben, was ich selbst gemacht habe. Den Adventsblues seid ihr allerdings noch nicht los, da kommt noch mehr. Aber vielleicht könnt ihr ja die eine oder andere Idee selbst noch verwerten?

Als meine Mutter nämlich meinen wunderbaren Kalender bewunderte und verlauten ließ „Ich will auch so einen…“ kam mir spontan der Gedanke, für meine Eltern auch Kalender zu befüllen. Zwar hauptsächlich mit Süßigkeiten, aber eben doch mit der einen oder anderen selbstgemachten Kleinigkeit. Ein paar Dinge, die quasi nur auf die passende Gelegenheit warteten, waren nämlich ohnehin schon fertig.

Für den Kalender neu gewerkelt habe ich aber erstmal ein kleines Reißverschlusstäschen für meinen Vater:

Globulitasche
Der trägt nämlich im Außendienst mittlerweile zahlreiche Tabletten und Globulifläschchen mit sich rum, die alle in einem eher weniger hübschen Beutel mit Zugband als Verschluss landen.  Da dachte ich sei eine hübschere Variante vielleicht nicht verkehrt…
Weil mein Vater passionierter Segler ist wollte ich eigentlich gerne diese tolle Zeichnung mittels Nitrofrottage auf den Stoff bringen, aber das hat leider gar nicht geklappt. Wie’s scheint ist mein extra gekaufter Nitro-Verdünner dafür, namentlicher Verwirrungen zum trotz, nämlich nicht geeignet. Oder ich zu doof. (Wollen wir hoffen, dass es ersteres ist.) Also habe ich etwas frustriert wieder die Stickeinheit angeschmissen, im Urban Threads Sale zugeschlagen und eine annehmbare Alternative fabriziert.

Globulitasche 2
Mit dem Reißverschluss bin ich nicht ganz glücklich, aber so schnell konnte ich leider auch keinen farblich passenden auftreiben. Na ja, so sieht man wenigstens immer schnell wo der Eingang ist.

Globulitasche 3
Das Prinzip der Tasche ist übrigens ganz einfach und variabel, denn außer einem Stück Stoff (zwei wenn es ein Futter geben soll) und dem Reißverschluss in der gewünschten Größe braucht man nur das übliche Nähmaterial, sprich Nadel und Faden. Der Boden der Tasche entsteht dann durch das entsprechende Abnähen der unteren Ecken. Ich habe außerdem eine Wendeöffnung im Futter gelassen, die ich anschließend mit der Hand zugenäht habe, so ist auch von innen alles hübsch und ordentlich. (Gut erklärt und bebildert ist das Prinzip auch hier, wie sollte es anders sein, bei Natron und Soda.)
Wer also noch ein schnelles, praktisches Last-Minute-Geschenk braucht: auf an’s Werk! Geht natürlich auch ohne Stickerei, dann vielleicht mit einem hübschen Stoff oder Schablonenmotiv (oder Nitrofrottage…) und die Verwendungszwecke sind ja denkbar vielfältig. Arzneitasche, Kosmetiktasche, Kleinkramtasche, Stiftemäppchen, … Das ist sogar ohne Nähmaschine zu schaffen.